HERZLICH WILLKOMMEN !!!

Hier geht’s um die Frage: Was macht im Leben Freude – und was nicht?

Also: Fühlt euch wohl, lest und schreibt ?

Und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn euch ein Inhalt nicht nur gefällt, sondern ihr dann, in eurem eigenen Blog, auch einen Link auf meine Seite setzt. So lerne ich, was euch interessiert.

Die Boten des Sommers

Die Boten des Sommers sind allerorten. Es scheint zwar schon Herbst zu sein, aber der Trüg scheint.

Für nächste Woche ist ja Spätsommer angekündigt.

Im Moment regnet es seit 2 Tagen durch gehend. Hier zumindest.

Ich finde es eine schöne Abwechslung, durch die Natur zu gehen, und zu sehen, wie die Planzen und Blüten das Wasser scheinbar genießen.

Und dann hoffe ich eben auf einen schönen Spätsommer, mit all seinen Farben. Das wären dann noch weitere Boten des Sommers.

Die Boten des Sommers, sie erinnern an eine besondere Zeit. Man kann sie auf Bildern festhalten, um sie dann zu betrachten, wenn man sich nach ihnen sehnt.

Sie haben Recht

Sie haben Recht, die Demonstranten gegen die Corona-Regeln gestern in Berlin.

Sie haben dieses Recht, dagegen zu demonstrieren. Genauso wie sie das Recht hätten, dagegen zu demonstrieren, das Kranke in Krankenhäusern behandelt werden.

Wir leben in einem freien Land, mit freier Meinungsäußerung und Demonstrationsrecht. Denn wir haben gelernt aus den dunklen Zeiten unserer Geschichte.

Und wenn den Demonstranten dieses Recht vorenthalten werden würde, dann würde ich dagegen auf die Straße gehen. Ich würde dafür eintreten, dass die Bürger in unserem Land diese Rechte ausüben können.

Das heißt allerdings noch lange nicht, dass ich das teile, wofür die Menschen eintreten. Ganz im Gegenteil … ich halte dies für menschenverachtend, wofür sie demonstrieren.

ABER … sie haben das Recht dazu. Ohne Wenn und Aber.

Lediglich … mich interessiert das nicht, was ein halbes Promille unserer Gesellschaft gerne hätte. Menschen, die man nach Berlin karrt und ruft, um sie dort für bestimmte Zwecke zu instrumentalisieren.

Mich interessiert es nicht, wenn Menschen meinen, die Erde sei eine Scheibe. Oder wir wären nie auf dem Mond gewesen. Oder es würden Substanzen durch Flugzeuge ausgebracht, um die Menschen chemisch zu manipulieren. Das alles interessiert mich nicht.

Mich interessiert nur, dass die Menschen das Recht ausüben dürfen, für das einzutretten, was sie meinen.

Und mich interssiert, dass die Staatsgewalt dort, wo Gesetze mißachtet werden, dies auch ahndet. AUCH bei Demonstrationen. Wer andere an Leib und Leben gefährdet, indem er Abstände und Mund-Nasen-Schutz ignoriert, der hat daraus die Konsequenzen zu tragen.

Es ist vielfach belegt (etwa durch eine Studie in Großbritannien), dass ohne jegliche Maßnahmen wir eine Todeszahl von über 500.000 zu schultern gehabt hätten. Dass wir „nur“ 9.000 Tote bisher hatten, das hat seinen Grund. Was passiert, wenn man andere Dinge wichtiger nimmt, das kann man exemplarisch in den USA verfolgen, mit fast 200.000 Toten bisher.

Und so meine ich, sie haben Recht, die Menschen, die da demonstrieren. Nämlich das Recht, für ihre Meinung einzutreten. Aber sie haben nicht das Recht, das Leben anderer mit Füßen zu treten. Etliche von Ihnen sollten auch insofern eine Konsequenz zu tragen haben, als sie in einem Krankenhaus Covid19-Patienten pflegen müssen, die mit dem Tode ringen.

Ev. verstehen sie dann den Sinn von Corona-Maßnahmen. Und auch, dass ein demokratisches Grundrecht nicht nur Rechte beinhaltet, sondern auch Pflichten. Etwa die Pflicht, für das Recht anderer einzutreten.

Etwa das Recht auf Leben

Wir lassen uns das nicht länger bieten

Das war einer der heutigen Slogans auf der sog. „Anti-Corona-Demo“ in Berlin.

Da frage ich mich, WAS sich diese Gruppe nicht mehr bieten lassen will?

  • Das Virus?
  • Tote?
  • Menschen auf Intensivstationen?
  • Unterbezahlte Krankenschwestern?
  • Infizierte Vollpfosten die von Gesundheitsamts-Mitarbeitern aufgefunden werden müssen?
  • Menschen, die jeden Realitätsbezug verloren haben?
  • Den Slogan „ich bin dafür, dass wir dagegen sind“?

Wenn es DAS ist, was sie sich nicht mehr bieten lassen wollen, dann bin ich voll dabei.

Aber wenn es darum geht, zu zementieren, dass die Erde eine Scheibe ist, da halte ich es dann doch lieber mit den 95% aller Menschen, die das Corona-Virus für etwas sehr Reales halten.

Sei es, weil sie es selbst erlebt haben, einen kennen, der daran verstorben ist, oder den Hundertausenden von Toten auf der ganzen Welt DEN Respekt bezeugen, der ihnen gebührt.

Zwischenbericht (Strom)

Heute scheint der Tag der Zwischenberichte zu sein. Wenn ich also schon dabei bin, dann gleich noch einen Hinterher ………..

Wie manche wissen, habe ich ja den „Spleen“, meinen Stromverbrauch soweit zu reduzieren, wie das möglich ist, ohne auf das zu verzichten, was sinnvollerweise nötig ist und zu einem normalen Leben gehört.

So befindet sich in meiner Wohnung natürlich ein Kühlschrank, eine Waschmaschine, ein Fernseher, ein PC, Kochstellen, ein Gefrierschrank und etwa auch ein WLAN-Router und ein EchoDot.

Momentan beträgt mein jährlicher Stromverbrauch ca. 450 KWh oder umgerechnet 18€ pro Monat. Vor etlichen Jahren hatte ich etwa das Doppelte.

Mein Verbrauch war letztes Jahr etwas niedriger, aber ich wollte eine Konzession machen, insofern, als ich mir einen Gefrierschrank anschaffte. Ich entschloss mich dazu, um in Corona-Zeiten einen gewissen Vorrat einlagern zu können, und die Zahl der Einkaufsgänge zu reduzieren. Freilich achtete ich darauf, mir auch ein sparsames Gerät anzuschaffen bzgl. des Stromverbrauchs.

Es weist einen jährlichen Verbrauch von 94 KWh aus (ausgehend von „Norm“nutzung), wobei ich sicherlich darunter zu liegen komme, weil das Gerät im relativ kühlen Keller steht.

Auch eine neue Waschmaschine musste her, nachdem die „Alte“ mehr und mehr Probleme machte. Hier musste ich (leider) einen Kompromiss eingehen, da eine wirklich (strom)sparsame Wama meinen finanziellen Rahmen gesprengt hätte.

Aus diesen Gründen steigt mein relativer Verbrauch wohl um die 120 KWh. Nicht toll, aber wohl unvermeidlich. Quasi Fazit für diesen Zwischenbericht

Aber 450 KWh im Jahr is auch nicht schlecht. Also dran bleiben 🤨😷🙄

Zwischenbericht (Linux)

Vor fast einem Jahr habe ich mit Windows aufgehört – hier mal ein Zwischenbericht dazu.

Wie sich der ein oder andere ev erinnert, hatte ich mit Windows gebrochen, genauer gesagt mit Microsoft, und das obwohl ich seit Beginn der Windowszeiten dabei war.

Hatte dann alles gelöscht und auf meinem PC Ubuntu installiert (das gängigste aller Linux-Derivate).

Seitdem läuft das so. Ohne irgendwelche Probleme. Da ist ein Office-Paket drauf, das ein oder andere Programm, das ich von der Windowsseite her noch benötige (JA, man kann sowas auch unter Linux installieren), und es sieht nicht nur so aus wie Windows, es ist auch sehr ähnlich zu bedienen …

Ubuntu auf dem großen Bildschirm

Wie man sieht habe ich da auch gleich meinen PC-Bildschirm mit abgeschafft, und meinen Flachbild-TV am PC angeschlossen (dazu brauchte ich lediglich ein Adapterkabel). Ergibt ein Gerät weniger das rumsteht.

Was mich natürlich unterstützt hat, ist die Tatsache, dass ich meine Dinge größtenteils auf dem Tablet erledige (eMails, socialMedia, Online-Banking etc etc). Wär zwar auch alles auf dem Desktop möglich, aber nachdem ich oftmals unterwegs bin, möchte ich das eben gern allerorten erledigen können. Zudem genügt es mein Tablet anzutippen, und ich habe alles zur Verfügung, ohne erst groß meinen PC hochfahren zu müssen.

Mal abgesehen davon, dass der Stromverbrauch ein ganz anderer ist.

Irgendwelche Befürchtungen, ich wäre in manchen Hinsichten aufgeschmissen, erwiesen sich als völlig unbegründet. Mein Worddokument kann ich hier genauso gut erstellen und an andere weitergeben. Auf einen Virenschutz kann ich nun getrost verzichten; Linux ist in dieser Hinsicht ein sicheres Betriebssystem und wird von „Schadware“ nicht betroffen. Die ganze Zeit und Mühe, die ich früher in dieses Thema investiert habe, kann ich für anderes verwenden.

Mein Zwischenbericht fällt also gänzlich positiv aus?

Ich überlege, ob es auch Negatives für diesen Zwischenbericht gäbe. Und muss sagen, mir fällt beim besten Willen nix ein.

Alles funktioniert. Ubuntu hat meinen WLAN-Adapter von früher problemlos erkannt, so dass der Rechner weiterhin Internet-Zugang hat, auch meinen Tintenstrahldrucker (EPSON-Kombigerät), der über WLAN angeschlossen ist (also ohne Kabel) und auch von meinem Tablet mit verwendet wird. Letzte Errungenschaft ist eine Minitastatur über Bluetooth (also auch ohne Kabel), die zugleich ein MausPad beeinhaltet, so dass ich die große Tastatur-Maus-Kombination und die zugehörigen Kabel nicht mehr benötige. Den Bluetooth-Adapter hat Ubuntu problemlos erkannt (ich hatte natürlich bei der Anschaffung darauf geachtet, dass das Teil Linux-fähig ist).

Wie überhaupt man bei der Anschaffung von was auch immer, darauf achten sollte, dass das Teil für Linux geeignet ist, sprich davon dann auch erkannt wird. Aber das ist ja nichts Neues, denn auch in Windows-Zeiten war es immer notwendig, sicher zu stellen, dass es von der Windowsversion, die man nutzte auch erkannt werden würde.

Der letzte Schrei (was jetzt nicht unbedingt hierher gehört) ist eine Funksteckdose, die ich über Alexa sprachsteuern kann. Diese „Dose“ verwende ich derzeit für meinen TV (=PC-Bildschirm). Ein „Alexa, Fernseher einschalten“ genügt. Ich habe vor, mir ein solches Teil auch für den PC anzuschaffen, sofern es weiterhin problemlos funktioniert. Der PC ist so eingestellt, dass wenn er Strom bekommt, automatisch hochfährt. Dann würde ein „Alexa, PC einschalten“ dazu führen, dass dieser hochfährt, und sich ebenso gleichzeitig der Bildschirm einschaltet (wenn man das SO bei „Alexa“ eingerichtet hat).

Man könnte jetzt sagen: Spielerei … was soll das bringen? Z.T. gebe ich da recht. Z.T. jedoch ist das ein weiterer Baustein dahin, Strom zu sparen. Zwar verbrauchen die Funksteckdosen auch etwas Standby (ca. 0,5 W), auf jeden Fall aber weitaus weniger, im Vergleich dazu wenn ich mal wieder vergessen habe, den Fernseher so wirklich ganz abzuschalten, und ich das 24 Stunden später bemerke.

Und so komme ich wieder zu Linux zurück … und kann nur sagen, dass ich den Umstieg nicht bereut habe. Noch dazu habe ich mir einen Haufen Geld gespart. Zum einen für die Neuanschaffung eines PC (den bisherigen, der noch gar nicht so alt war, hätte ich für Windows10 nicht mehr verwenden können (das nenne ich schlau eingefädelt)) und zum anderen für die Neuanschaffung von Windows10 (was nötig wird, wenn ich wesentliche Hardware tausche; denn W10 ist an die Hardware gebunden, was bedeutet, dass man, im Gegensatz zu früher, Windows nicht mehr einfach auf einen neuen PC übertragen kann (noch schlauer eingefädelt)).

Das kostenlose Linux könnte ich auch auf einen 10 Jahre alten PC installieren (so ich noch einen hätte), ohne dass ich für diesen auch nur einen müden € ausgeben müsste.

Und damit endet dieser Zwischenbericht.

Der Lauf der Jahreszeiten

Der Lauf der Jahreszeiten … tja, er nimmt halt seinen Lauf.

Noch vor einer Woche hatten wir 30 Grad. Früh am Morgen ergab ein kurzer Blick nach draußen strahlend blauen Himmel. Und ein Blick auf’s Außenthermometer schlappe 20 Grad.

Also rein in die kurze Jeans, ins T-Shirt, in die Schlappen und raus in die Natur.

Das Ganze hat sich um 15 schlappe Grad nach unten bewegt. Und das Himmelsprofil hat jetzt DIESE Züge angenommen …

… wenn auch nicht warm, so doch auf seine Weise schön

Jetzt braucht es dann doch schon die lange Hose und die Jacke. Und Socken in den Schuhen.

Der Lauf der Jahreszeiten, er ist nicht aufzuhalten. Virus, Präsidentschaftswahlen, Vorlieben, etc … es geht dahin.

Doch der Lauf der Jahreszeiten, er hat seine Reize. Neue Bilder, neue Aspekte, neues Fühlen.

Der Herbst, er schickt seine Fühler voraus.

Ich hoffe auf bunte Farben, und noch etliche Sonnenstrahlen, die man genießen kann.

Die Zeit der Verschwörungstheoretiker

Es fällt auf … nämlich was all den Thesen der Verschwörungstheoretiker gemein ist:

Es handelt sich stets um Behauptungen, die für den Otto-Normal-Menschen nicht bestätigbar sind. Weder in der einen noch in der anderen Richtung.

Egal ob es sich um die Mondlandung handelt, die sog. Chemtrails, das Coronavirus, Area51/Aliens, Prominente die gar nicht gestorben sind etc etc etc.

Nichts von alldem ist von Unsereinem nachprüfbar!

Oder hat jemand schon mal mit einer Behauptung eines Verschwörungstheoretikers zu tun gehabt, die mit Leichtigkeit zu überprüfen gewesen wäre? Wohl kaum.

Wie dann Covid19 aufkam, da habe ich mit allem, was ich besitze, darauf gewettet, dass es nicht lange dauern wird, bis die Verschwörungstheoretiker auftauchen.

Und ZACK, waren sie da. Bietet sich ja auch an, denn so ein Virus kann man nicht mal eben mit dem Fernglas oder Mikroskop sichtbar machen. Geschweige denn seine Auswirkungen.

Und so lässt sich fröhlich ins Blaue hinein behaupten und dafür sorgen, dass man als „Wissender“ die Beachtung erhält, von der man schon immer wusste, dass sie einem zusteht.

Und so muss ein jeder Politiker, Wissenschaftler, Manager oder wer auch immer, das, was er sagt, belegen. Der Einzige, der das nicht muss, ist der Verschwörungstheoretiker. Denn dieser hat seine Behauptung felsenfest untermauert mit dem „Beweis“, man könne das, was er sage, „überall“ nachlesen. Dieses „überall“, das sind dann seine „Kollegen“ mit deren Behauptungen, die auch wieder hinzufügen, das könne man „überall“ nachlesen.

Ein sich selbst erhaltender Kreislauf an Behauptungen.

Diejenigen, die an Covid19 gestorben sind, haben davon wenig.

Corona und was es mit mir gemacht hat

Über dieses Thema „Corona und was es mit mir gemacht hat“, gibt es viel zu berichten.

Zunächst einmal das eine, dass es jetzt 3 Monate gedauert hat, bis ich wieder einmal hier etwas schreibe. Irgendwie haben die Geschehnisse rundherum es verhindert, mich dem zu widmen, was man wohl als eher „unwichtig“ bezeichnen würde. Grund, so denke ich, ist, das einen (zumindest mich) die Geschehnisse rundherum teilweise blockiert haben.

„Corona und was es mit mir gemacht hat“ bedeutete zu allererst, dass mich das Thema emotional belastet hat. Es kommt etwas auf einen zu, und man vermag nicht zu sagen, was das letztlich sein wird, und wie sehr es einen in Mitleidenschaft zieht.

Es gibt DIE Menschen, die sich durch nichts beeinflussen lassen, und einfach mit Anlauf und ohne Berücksichtigung von irgendwas oder irgendjemandem, NUR ihren Weg sehen und gehen.

NUN – zu diesen Menschen gehöre ich nicht, denn es bedingt eine gewisse Rücksichtslosigkeit, welche so überhaupt nicht mein Ding ist. Mein Ding sind eher die Mitmenschen um mich herum und deren Wohlergehen, zusammen mit meinem eigenen Wohlergehen.

Und so habe ich zu Anfangs der Corona-Zeit, also etwa Ende Januar, vernommen, dass an die Menschen appelliert wurde, Abstand zu halten und Hygienemaßnahmen, um schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu vermeiden. Und ich habe vernommen, dass gar zu viele diesem Appell nicht nachgekommen sind. Nicht die Mehrheit, aber immerhin …

Ergo waren Vorschriften und Gesetze die Folge.

Die Folgen a la „Lockdown“ sind bekannt.

„Corona und was es mit mir gemacht hat“ bedeutet hier, dass ich teilweise den Glauben an diese Gesellschaft verloren habe. Mit Menschen, die NUR DAS sehen, was IHNEN gut tut und gefällt, mit solchen Menschen kann ich nichts anfangen. Mehr noch, mit solchen Menschen, denen es egal ist, ob andere angesteckt werden und auf Intensivstationen sterben, will ich nichts zu tun haben. Man muss es ganz klar sagen: Hätte ein jeder in dieser Gesellschaft mit an die anderen gedacht, und von sich aus das Notwendige getan, sämtliche Vorschriften, schwere Fälle und Tote wären obsolet gewesen.

Wen die notwendigen Maßnahmen nicht interessieren, und in Zeiten wie „Corona“ die absolute Rücksichtnahme auf andere, die dann ev. auf Intensivstationen verrecken, am Arsch vorbeigeht … mit dem möchte ich nichts zu tun haben.

Wir haben bisher reichlich über 9.000 gemeldete Corona-Tote zu beklagen. Wahrscheinlich sogar um Etliches mehr, wenn man die Toten dazuzählt, die mehr gestorben sind, als zu dieser Jahreszeit üblich („Übersterblichkeit). Aber was interessiert es einen, der sein Leben lebt, wenn irgendwo im Krankenhaus oder im Seniorenstift Menschen sterben?

EINES muss man ja dabei ganz klar sagen: Jeder, der daran stirbt, wurde von einem anderen infiziert. PUNKT.

Und ein ZWEITES muss man auch ganz klar sagen: Das Recht auf Leben hat ein JEDER. Ganz gleich wie alt, wie gesund, wie krank. Ein Leben ist nicht deshalb weniger lebens- und liebenswert, weil es schon 70 Jahre andauert.

Zudem weiß man ja mittlerweile auch, dass die Spätfolgen einer Corona-Erkrankung, egal wie schwer oder wie leicht, ev. gravierend sein können. Nach und nach stellt man mittlerweile fest, das wieder „gesunde“ Nachwirkungen der Infektion verspüren. Zudem nehmen derzeit die Infiziertenzahlen wieder zu (2. Welle?) und gleichzeitig das Durchschnittsalter der Infizierten ab (Anfang des Jahres lag es bei knapp 60, mittlerweile liegt es bei 38). D.h. dass v.a. diejenigen mit Vorerkrankungen betroffen sind, gilt SO nicht mehr. Hintergrund ist der, dass vermehrt Junge (Urlauber), sich infizieren, weil sorglos lebend.

Und so stelle ich fest, dass ich in einem Land lebe, in dem Krankheit und Leben gegenüber dem Wirtschaftsleben in Konkurrenz gesetzt wird. Wo ich immer dachte, dass das menschliche Leben absoluten Vorrang genießt (noch dazu bei unserer Geschichte).

Wo sowas hinführt, kann man im riesigen Versuchslabor namens „USA“ exemplarisch mit verfolgen. Dort sind die Todeszahlen (umgerechnet auf die Bevölkerung) nahezu beim 5-fachen, verglichen mit den Zahlen in D. Und dies nur deswegen, weil das Primat der Wirtschaft das zu sein scheint was zählt.

Wenn ich dann erlebe, dass ein Bundestagspräsident das Primat des Lebens in Frage stellt, dann frage ich mich, wo die Entwicklung hingeht.

Gottseidank scheint die weitaus überwiegende Mehrzahl der Menschen in unserem Land ein Gespür dafür zu haben, was wirklich zählt.

„Corona und was es mit mir gemacht hat“ hat sehr wesentlich etwas mit diesen Vorgängen zu tun. Doch ich sehe auch etwas Positives.

Der Lockdown am Anfang hat uns ein Gespür dafür empfinden lassen, was wichtig ist. Wir waren zu Hause, durften nicht raus (nochmal: Das wäre überflüssig gewesen, wenn jeder gecheckt hätte, was wichtig ist, und Abstand und Hygiene an absolut erste Stelle gestellt hätte). Diese Phase hat uns gezeigt, was wir wirklich brauchen.

Ich lasse mal das „Klopapier“ weg. Es schien kein Problem zu sein, auf die wöchentlich mehrfachen Fahrten zum Baumarkt zu verzichten. Das war nicht lebensnotwendig. Auch 5x Fleisch pro Woche war plötzlich nicht mehr unverzichtbar. Der Kauf eines neuen Autos konnte auf einmal problemlos um ein Jahr verschoben werden. Plötzlich ging es auch ohne Urlaub etc etc etc etc

Die Menschen beschränkten sich auf das wirklich Notwendige. Manches gezwungermaßen. Manches völlig selbstverständlich. In jedem Fall aber machbar. Keiner ist gestorben, weil er weniger Fleich aß oder sein Auto noch länger weiterfuhr.

Und so etliche „Nebeneffekte“ gab es auch.

Ich saß zB Sonntags auf dem Marktplatz und es war ….. LEISE …. man hörte die Vögel zwitschern, kein Auto fuhr. Einfach friedlich. Irgendwo in Asien hatten die Menschen plötzlich einen wunderbaren Ausblick auf den Himalaya. Einen Ausblick den sie seit Jahrzehnten nicht mehr genossen hatten. Der Schadstoffgehalt in den deutschen Innenstätten war plötzlich um EINIGES gesunken. Der Smog in den Mega-Städten der Welt kaum noch vorhanden. Der Rohstoffverbrauch (zB Öl) sank beträchtlich. Die Menschen sorgten sich umeinander, waren füreinander da.

Es gäbe mit Sicherheit noch sehr viel mehr zu sagen. Es würde aber den Rahmen sprengen.

Was ich aber UNBEDINGT noch ausdrücken möchte, ist das Unverständnis über Diejenigen, die jetzt lebensnotwendig in Urlaub fahren müssen, um dort zu feiern und das Virus wieder mitzubringen. „Corona und was es mit mir gemacht hat“, das müssen diese Menschen mit einem klaren „gar nichts“ beantworten. Denn es gehört schon immens viel Egoismus dazu, ins Ausland zu fahren, von dort das Virus mitzubringen, und hier zu verbreiten.

Nicht umsonst sind die Neuinfizierten-Zahlen aktuell wieder bei 1.500 täglich.

Und über Diejenigen, die demonstrieren gehen, gegen Corona, inkl. obskurster Verschwörungstheorien, möchte ich kein Wort verlieren. Denn jedes dieser Worte wäre völlig sinnlos. Jemand der glaubt, dass die Erde eine Scheibe ist, und wir nie auf dem Mond waren, und dies trotz aller Belege für das Gegenteilige, dem ist ohne hin nicht zu helfen. Ich kann nur raten, solche Menschen, zu Corona-Hochzeiten, mal jeweils 1 Woche auf einer Intensivstation Dienst tuen zu lassen.

„Corona und was es mit mir gemacht hat?“, das möchte ich, für mich, beantworten, damit, dass ich mich seitdem mehr um andere kümmere, und besser unterscheide, was wichtig ist/ich wirklich brauche, und was nicht.

2 Tage im Krankenhaus

Es war nötig, dass ich mich für 2 Tage ins Krankenhaus begab. Es ging eig nur um Kontrolle.

Dann aber meinten die Ärzte, ich würde da 2 Symptome an den Tag legen, die auf „Corona“ hindeuten könnten. Und schwupp war ein Test gemacht.

Soweit kein Problem. Isolation …..

Zwar nur 1 Tag, bis das Ergebnis da war.

….. negativ ….. puuhhh

Da sitz du, wie auf Kohlen! Und bist isoliert bis zum GehtNichtMehr.

Alles natürlich zurecht. Die Folgen für das Krankenhaus wären gravierend. Sicher ist sicher. Aber natürlich keine schöne Sache.

Da lernt man es schätzen, nur mal vor die Tür gehen zu können …