Abnehmen etwas anders aber effektiver

Eine ganze Weile bin ich jetzt schon am Abnehmen; etwas anders aber effektiver. „Anders“, weil ohne jene marktschreierischen Diäten.

Ich hatte ja HIER schon einmal darüber geschrieben.

Was ich bisher weiß/lernen durfte, lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Natürlich ist es zuerst einmal so, dass man stets zunimmt, wenn man mehr in sich hineinstopft, als man verbraucht. Aber „wieviel“ ist „zuviel“?
  2. Dreh- und Angelpunkt ist das Fett.
    Nimmt man zuviel Fett zu sich, wird der Überschuss als Fettzellen abgelagert.
    Nimmt man zuviel Kohlenhydrate zu sich, wird der Überschuss – man kann es erraten – in Fett umgewandelt und ebenfalls abgelagert.

Fett ist eben schlicht der ideale Stoff zum Lagern der Überschüsse.

Folglich kommt es darauf an, die Liste der Inhaltsstoffe aufmerksam zu lesen.

Wenn man weiß, dass man (als normal lebender Mann) täglich etwa 80g Fett benötigt und 300g Kohlenhydrate, ist die Rechnung ziemlich einfach: Weniger als zB 80g Fett täglich zu sich nehmen, und man nimmt ab.

Macht man das also über längere Zeit, so nimmt man langsam aber stetig ab.

Das Ganze kann man natürlich noch effektiver gestalten. ZB indem man sich auch bewegt.

abnehmen

Wesentlich ist und bleibt jedoch, das Lesen der Liste der Inhaltsstoffe.

Mal ein Praxisbsp (grobe Rechnung):
Mann ißt 2 Semmeln mit Salami-Scheiben zur Brotzeit und 3 Hamburger mit Pommes zu mittag.
Dann hat er damit 75g Fett zu sich genommen. Dies würde bedeuten …. Frühstück, Abendessen und Fernsehsnack müssen an diesem Tag komplett ausfallen. Ansonsten tut er was für seine Fettpolster.

Ausweg:

Mann nimmt statt Salami-Scheiben mageren Bierschinken. Mittags 150g Putenbrust, mit reichlich Gemüse und Obst.

Zum Abendessen gibt es eine große Schüssel Salat mit Hähnchenstreifen und reichlich Obst hinterher.

Macht zusammen ca. 35g Fett. Sind also noch ca. 35g machbar.

Wenn er vor dem Fernseher dann noch seine Chips durch Salzstangen ersetzt, dann hat er damit ein Guthaben erzielt.

Ein Guthaben, dass es ihm erlaubt, an einem anderen Tag auch mal etwas „über die Stränge zu schlagen“. Entscheidend ist nämlich das Wochenergebnis. Essen darf man im Prinzip alles …. es gibt keine Verbote.

Was man schlicht und ergreifend einfach tun muss – ich wiederhole mich – ist, aktiv einkaufen, also die Inhaltsstoffe lesen, viel Obst und Gemüse besorgen, und das ein oder andere durch Balaststoff-reicheres zu ersetzen (also „weiße“ Semmeln zB durch Roggensemmeln).

Damit einher geht, sich Zeit nehmen beim Einkaufen. Wenn man die Liste der Inhaltsstoffe studiert, dann benötigt das Zeit.
Apropos …. auch das Abnehmen an sich benötigt Zeit. Das geht nicht in 2 oder 4 Wochen. 6 bis 10 Monate ist schon eher realistisch. Das Zunehmen ging ja schließlich auch nicht von heute auf morgen. Es hat viel mit Gewohnheit zu tun. Gewohnheit daran, was man ißt, wie man ißt, wie man einkauft, wieviel Zeit man sich nimmt etc etc etc.

Wenn ich mir überlege, was ich heute alles anders mache:
Es gibt keine Butter mehr, es gibt keine zusätzlichen Süssigkeiten mehr (meinen täglichen Doppelkeks gönne ich mir nach wie vor). Es gibt keinen zusätzlichen Zucker mehr (zB Tee nur noch ohne Zucker). Es gibt keine Fixtüten mehr. Öl zum Kochen nur noch sehr wenig. Wurstsorten über 20g Fett pro 100g ist gestrichen. Wenig Fleisch, und dann va Pute und Hühnerbrust.
Alkohol gibt es seit meinem Schlaganfall ohnehin nicht mehr.

Das kollidiert jetzt nicht mit „keine Verbote“, denn ich brauche das Alles schlicht nicht, bzw. ersetze es durch anderes.

Brotaufstrich Nutella – gestrichen. Brotaufstrich Konfitüre – gestrichen. Ersetzt durch Honig (nicht der mit 75% Zucker aus dem Discounter, sondern der direkt vom Imker) oder durch Frischkäse light. Jogurt natur mit 0,1% Fett, darin Obst-Stückchen.

UND

ich trinke viel viel Wasser …. Leitungswasser. Täglich mindestens 2 L. Was dabei hilft ist die stetige Flasche vor meinen Augen.

Wer mir erzählen will, dass es unbedingt das Wasser der Marke sowieso sein muss, weil das angeblich gesünder ist und besser schmeckt – womöglich noch ein Wasser, das erst mal quer durch Europa gefahren wurde – der versucht mir ein X für ein U vorzumachen.

Leitungswasser ist das Gesündeste überhaupt. Und Geschmack ist nichts anderes als Gewohnheit.
Wer also meint, das Wasser aus der Werbung zu brauchen, der soll am besten gleich das ganze Thema „Abnehmen“ vergessen. Denn eine derartige Einbildung besteht dann, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, auch in anderen Ernährungsbereichen. Frei nach dem Motto „Ohne DAS kann ich nicht leben“.

Und überhaupt – OB man abnimmt ODER NICHT, liegt ausnahmslos an einem selber.

Wer also auf den Fettgehalt achtet, beim Einkaufen, manche Dinge weglässt/durch anderes ersetzt, sich Zeit nimmt, selber kocht, keine Fertigmahlzeiten verwendet, viel Wasser trinkt, sich bewegt, langsam ißt, der wird definitiv abnehmen.

Was mir mit Sicherheit hilft, ist, dass ich alleine lebe. Ja, das macht es einfacher, ist aber keine Voraussetzung.

Ich hatte eine Starthilfe. Das war das Programm „abnehmen mit Genuss“ von der AOK. Das richtete mein Augenmerk auf die Fett- und Kohlenhydratmenge, auf das Wasser, die Bewegung, und auf Rezepte, wie man hier „günstig“ kochen kann, ohne speziell einkaufen zu müssen.
Die App half mir, das umzusetzen. Sobald ich es mal drin hatte, brauchte ich nur noch die auf diese Weise mir angeeignete Gewohnheit und meine Waage.

Letztere zeigt heute, nach 7 Monaten, statt 90kg nur noch 81kg. Ziel sind 78.

Zum Schluss …. was gab es heute zu essen/trinken:
Frühstück – 1 große Scheibe Roggenbrot mit Honig
Mittagessen – 1 Roggensemmel mit 2 Scheiben Kochhinterschinken, reichlich Obst
Abendessen – Gemüsemischung (schmeckte vorzüglich) mit dem Kochhinterschinken der weg musste, 1 Roggensemmel, reichlich Obst
Tagesbelohnung – 2 Doppelkeks
Flüssigkeiten – 2,5 Liter Leitungswasser, 1 Cappucchino

Ca. Fettmenge des Tages: 30g
Ca. Kohlenhydratmenge des Tages: 200g
Bewegung: 150 Min (empfohlen ca. 80 Min)

Eins noch – sich mal nicht an das zu halten, was man gerne hätte, ist kein Problem. Solange das Tagesausreisser sind …. alles ok. Man hat auch mal eine Woche, da nimmt man 1kg zu …. alles ok. Das Schnitzel mit Pommes mal zwischendrin oder die 2 Schaschlik auf dem Volksfest …. 1x im Monat total genießen …. alles ok.
Man hat das Ziel mittelfristig abzunehmen, und sich nicht selbst zu quälen. Wer es andersherum sieht, der hat etwas falsch verstanden.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Ein Gedanke zu „Abnehmen etwas anders aber effektiver

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