Die Abstimmung per Briefwahl

Heute habe ich meine Briefwahlunterlagen bekommen; die Abstimmung per Briefwahl kann also erfolgen. Das ging raz-faz, weil das Wahlamt im Rathaus ist gleich um’s Eck, und nachdem seit gestern die Beantragung möglich war, habe ich das gleich online gemacht, und die haben mir dann die Unterlagen heute in den Briefkasten geworfen – Bürgernähe !!!

Bei jeder Wahl mache ich das so. Ich bin einer von denen, die Wählen als Bürgerpflicht betrachten. Die dt. Geschichte zeigt sehr eindeutig, was geschehen kann, wenn die Leute nicht wählen gehen. Ein Grund für jenen geschichtlichen Abgrund seinerzeit, war der, dass viele Leute nicht wählen gingen. Diejenigen, die das wollten, was dann kam, gingen alle. Das Stimmergebnis war entsprechend.

Mein Standardsatz ist immer „wer nicht wählen geht, hat hinterher auch kein Recht dazu, sich darüber zu beschweren, wie das Ergebnis ausgefallen ist„.

Und so „gehe“ ich IMMER wählen. Abstimmung per Briefwahl ist MEIN Mittel der Wahl.
Abstimmung per Briefwahl
Die Abstimmung per Briefwahl ist dabei für mich Standard. Denn damit kann ich sicherstellen, dass ich in jedem Fall wähle. Solche Ausreden wie „Wetter“, „nicht da“ oder „krank“ gibt es dann nicht. Die Abstimmung per Briefwahl kennt keine Ausreden.

Ich wähle dabei relativ spät, um auch die letzten Entwicklungen noch bei meiner Stimmabgabe berücksichtigen zu können. Theoretisch könnte ich noch bis zum Tag vorher meine Unterlagen abgeben, aber man muss es ja nicht übertreiben. 1 Woche zuvor reicht.

Wobei ich dieses Mal völlig anders wählen werde, wie bisher.

Zwar war ich noch nie einer von denen, die immer dieselbe Partei wählen, komme da, was da wolle, jedoch lief das immer innerhalb bestimmter Bahnen, sprich meine Stimme(n) bekam immer eine Partei, die man als die etablierten Parteien bezeichnet.

Doch dieses Mal ist der Hals ziemlich dick.
Zum einen bin ich der Ansicht, dass keine der etablierten Parteien sich tatsächlich und eingehend mit DEN Themen beschäftigt, die die wirklich wichtigen Themen sind.
Und das sind zweifelsohne der Klimawandel, die Waffenexporte, die Flüchtlinge auf der Welt und unsere Sozialsysteme. Und dabei ist es längst schon so, dass meiner Meinung nach Scheinkosmetik betrieben wird, die an Todschlag grenzt.

Ohne auf die Themen im Einzelnen einzugehen (das wird wohl ein eigener Beitrag), stelle ich für mich fest, dass alle jene Parteien nur das Wahlergebnis im Blick haben, und nicht die nächsten Generationen und deren Lebensbedingungen.
Und um es auf den Punkt zu bringen: Es geht mittlerweile bereits um das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten, und keine Partei will es wahrhaben, geschweige denn zum wichtigsten Thema der Parteipolitik machen.

Letzteres passiert solange, bis es nicht mehr vermeidbar ist, nicht mehr daran vorbeizuschauen. Jedoch DANN ist es längst schon zu spät, weil Vieles von den Problemen Vorlaufzeiten von Jahrzehnten hat, und also zu dem Zeitpunkt irreversibel sein wird. Oder um es anders zu sagen: Wenn das Wasser in Hamburg bei den Leuten dauerhaft im 1. Stock steht, und die Flüchtlinge uns dauerhaft überrennen, getrieben AUCH von Mengen dt. Waffen, dann brauchen wir uns keine Gedanken über IRGENDWAS mehr machen, denn dann ist schon alles seit vielen Jahren am Rollen, und DANN ergriffene Maßnahmen bräuchten Jahre bis Jahrzehnte, um zu greifen. Eine Zeit, die wir dann nicht mehr haben.
Und solche Dinge bräuchten vorausschauend handelnde Politiker, jenseits aller Wahlergebnisse.

Ich schrieb oben „Zum einen…..“.
Zum anderen stößt mich etwas ziemlich sauer auf.
Anläßlich zweier Abstimmungen im Bundestag hatte ich alle meine örtlichen Bundestagsabgeordneten per eMail angeschrieben, meine Meinung zum Thema jeweils dargelegt, und darum gebeten, bei der eigenen Stimmabgabe jenseits von „Parteidisziplin“ abzustimmen. Das waren also insgesamt 6 Mails.
Auf KEINE der Mails bekam ich auch nur die geringste Reaktion.
Unter einer Pflege der Beziehungen eines Abgeordneten zu seinen Wählern stelle ich mir etwas anderes vor.

Auch wenn ich diesmal völlig anders wählen werde, so wird eine ganz bestimmte Partei meine Stimme sicherlich nicht bekommen. Ich habe eingangs auf die Geschichte bezug genommen. Und ich werde sicherstellen, dass ich nicht zu den Wählern gehören kann, über die man sagen müsste: Die Geschichte lehrt uns, dass uns die Geschichte nichts lehrt.

Zentral stelle ich mir die Frage, warum die Politik die Augen verschließt, vor den Fragen, die über unsere Zukunft entscheiden, und darüber, ob es eine solche überhaupt geben wird. Wobei „uns“ schon längst nicht mehr alleine die Bürger dieses Landes meint. Denn Klima, Waffen und Flüchtlinge machen vor Landesgrenzen nicht halt.

Deshalb finde ich es diesmal sogar noch wichtiger, wählen zu „gehen“, und meine Stimme(n) der Partei zu geben, die zumindest ein kleines Stück weit die Themen wirklich zu berücksichtigen scheint, um die es heute gehen MUSS. Damit hätte ich dann 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Abstimmung per Briefwahl ist dazu eine ziemlich leichte Übung: Es braucht nur die Wahlbenachrichtugung und ein Smartphone. Na gut …. und einen Kugelschreiber, um den Stimmzettel auszufüllen.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

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