Anbieterwechsel beim Strom

Und WIEDER habe ich es gemacht – einen Anbieterwechsel beim Stromlieferanten.

Schlicht deswegen, weil mein Alter teurer wird.

Und so ein Anbieterwechsel ist überhaupt kein Akt; über ein Vergleichsportal innerhalb einer viertel Stunde erledigt. Ich mach das schon seit vielen Jahren, und lange bevor es die Werbung im TV dazu gab.

Und dabei ist mir wieder was aufgefallen ….

Die Stromanbieter unterscheiden sich im Wesentlichen durch die monatliche Grundgebühr. Der Preis pro KWh Strom ist weitgehend überall derselbe.

Man kann das auf dem Vergleichsportal einwandfrei nachvollziehen, weil die Beträge dort aufgeteilt sind. Man sieht sehr schön, wie sich die jährlichen Stromkosten zusammensetzen aus dem, was die Kilowattstunden selbst kosten und dem monatlichen Grundbetrag.

Und in letzterem unterscheiden sich die Anbeiter. Die KWh kostet mehr oder weniger überall ca. 25,5 Cent. Der Grundbetrag differiert, je nach Anbieter, zwischen 6 und 11 € (zumindest nach dem, was ich gesehen habe).

Man zahlt also im ungünstigeren Fall 60€ mehr.
OHNE
auch nur eine einzige KWh mehr verbraucht zu haben.

Die 60€ steckt sich der Anbieter in die Tasche. Es ist wohl eher nicht anzunehmen, dass die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Kosten haben, denn auch die großen Stromproduzenten werden ihren Strom nicht günstiger an andere „Anbieter“ abgeben, als sie ihn selbst anbieten können. Schlussendlich stehen für jeden Anbieter dieselben Kosten zu Buche, die in seine Kalkulation einfließen.

Es gilt also, beim Anbieterwechsel darauf zu achten, welche Grundgebühr ein Anbieter verlangt.

Womit auch reichlich geworben wird (und das ist auch gleichzeitig meine Kritik an den Vergleichsportalen), ist der Bonus, den man bekommt, wenn man einen Vertrag mit einem bestimmten Lieferanten abschließt.
Dazu sollte man wissen, dass es diesen Bonus erst am Jahresende gibt. Wovon dabei reichlich Gebrauch gemacht wird, ist die unsägliche Verfahrensweise, dass man den Gesamtpreis, der sich für´s Jahr errechnet, nach oben setzt. Damit wird der Bonus finanziert. „Unsäglich“ deswegen, weil man dabei erstmal, Monat für Monat, relativ hohe Abschläge einzahlt, dem Anbieter damit quasi einen Kredit verschafft, also Geld, mit dem der Anbieter arbeiten kann, und am Jahresende bekommt man dann einen Teil des eigenen Geldes zurück. Ohne Zinsen, versteht sich. Der Anbieter erhält damit ein zinsloses Darlehen. Billiger kann man nicht an Geld kommen.
Häufig ist es dabei so, dass unter dem Strich der Strom mehr gekostet hat, als hätte man einen Anbieter gewählt, der ohne den Bonus-Schnickschnack auf Kundenfang geht.

Was dabei oft auch übersehen wird, ist, dass Viele vergessen, zum Ende des ersten Lieferjahres, den Vertrag zu kündigen, um zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Dies hat den Effekt, dass man dann zu ziemlich hohen Kosten ein weiteres Jahr an den Anbieter gebunden ist (den Bonus gibt es ja nur im ersten Jahr).
Kleines Bsp.: Man zahlt im Jahr 500€ für seinen Strom, und bekommt am Ende des ersten Jahres 100€ zurück (also genauso, als hätte man von vorneherein einen Anbieter gewählt, bei dem man, über entsprechend niederigere monatliche Abschläge, insgesamt nur 400€  bezahlt haben würde). Man vergisst zu kündigen, und zahlt dann im 2. Jahr satte 500€.

Was ich von dieser Verfahrensweise mit dem Bonus wortwörtlich halte, das sage ich hier lieber nicht.

Deshalb mache ich seit Jahren dasselbe: Ich wähle auf der Seite des Vergleichsportals die Anzeigevariante OHNE Bonus, achte auf einen günstigen monatlichen Grundbetrag, und zahle damit so wenig als möglich für meinen Strom.

Jedoch EINES sollte man bei Alldem nicht vergessen: Der günstigste Strom ist der, den man gar nicht verbraucht

Anbieterwechsel
Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!