Android Pie und was mir gefällt

Android Pie ist bei mir angekommen. Ok, schon vor einer Weile. Ich hatte auch schon einen Beitrag dazu geschrieben, aber vor dem Veröffentlichen hat die WordPress-App ihn verschluckt.

War ja auch höchste Zeit geworden, mal wieder was für den Bereich ‚Android‘ auf meinem Blog zu schreiben. Aber just in dem Augenblick mochte mich WP grad nicht. Also auf ein Neues!

Nun möchte ich nicht all das wiederholen, was im Netz rauf und runter publiziert wurde zu Pie. Wer das wissen möchte, bitte Tante Google befragen. Nein, es geht um das, was mir ganz persönlich gefällt.

Das Allererste war für mich die Übersichtlichkeit und die Verständlichkeit, die sich mir da offenbarte.

Allein schon im Einstellungsmenü von Android Pie! Man ruft es auf und sieht die große Überschrift Einstellungen. Darunter ist erstmal Platz, und dann erst kommen die Menüpunkte. Damit kommt man dann, so finde ich, sehr gut zurecht dahingehend, die Menüpunkte auch gut zu erreichen. Früher hatte man zu tun, um den ersten Menüpunkt dort, ganz oben, zu erreichen; speziell bei etwas größeren Smartphone-Displays. Jetzt ist alles per Daumenansteuerung erreichbar.

In den Menüpunkten wurden einige Eingruppierungen umgestellt, um der Logik hinter ‚wo finde ich was‘ besser gerecht zu werden.

Es macht den Eindruck, als hätten die Entwickler tatsächlich auf die Benutzer gehört, als es darum ging „was können wir verbessern“.

Was die Übersichtlichkeit angeht, so empfinde ich es auch als gelungenes Feature, dass man auf dem Sperrbildschirm die Benachrichtigungen kategorisiert hat. Es erscheint also zB nur noch das WhatsApp-Symbol, als Hinweis darauf, dass hier Benachrichtigungen vorhanden sind.

Sieht eben alles sehr viel aufgeräumter aus.

Für mich sieht es zudem so aus, als wäre das ganze Betriebssystem flotter geworden. Flüssiger. Ok, ein subjektiver Eindruck.

Gilt auch für den Akku. Meines Erachtens hält der länger. Könnte sein, man hat sich Gedanken gemacht, wie man den Verbrauch reduzieren kann. Zumindest kann Android Pie es jetzt automatisch umsetzen, dass selten verwendete Apps in der Akku-Nutzung begrenzt werden. Bei mir heißt die Funktion „adaptiver Akku“, die man dazu aktivieren kann.

Sehr schön finde ich die Sache mit der Gestensteuerung, die die bisherigen Schaltflächen für Zurück/Home/aktuelle Anwendungen ersetzt, und damit das Display effektiv vergrößert. Ich empfinde diese Gestensteuerung, wie sie mit Android kommt, allerdings für mich nicht praktikabel. Anders gesagt ich komme damit nicht klar. Ich stieß allerdings dadurch auf ‚One Hand Operation‘, eine App, die die Gestensteuerung erst richtig gut macht. Sie bringt jene Dinge, die iPhone-Nutzer schon kennen, auf mein Samsung-Gerät. Die App ist von Samsung, und man hofft, dass sie Eingang ins Betriebssystem finden wird.

Mit dieser App können Aktionen einzelnen Gesten zugeordnet werden, die vom rechten oder linken Bildschirmrand ausgehen (zB Wischen diagonal nach oben für ‚zurück‘; oder langes Wischen horizontal für ‚Screenshot‘). Wenn man dies wollte, so könnte man derart bis zu 12 Aktionen zuordnen (ich habe mich auf 4 beschränkt). Es erfordert 1-2 Tage Gewöhnung, aber dann möchte man es nicht mehr missen).

Das Design der Benutzeroberfläche (genannt ‚One-UI‘) wird allenthalben gelobt. Persönlich empfinde ich es nicht als so sehr viel anders. Hab auf einem anderen Gerät noch Android7, und könnte, rein vom Design her, das ich auf dem Homescreen sehe, nicht auf Anhieb sagen, welches Android ich gerade vor mir habe.

Was mich mit vielen Fragezeichen zurückläßt, ist dieses Feature „Digitales Wohlbefinden“. Über dieses kann man Zeitdauern für Apps einstellen, nach denen diese deaktiviert werden. Wer sich also dabei ertappt, nur noch in WhatsApp herumzugeistern, kann hier gegensteuern.

Allerdings frage ich mich schon, was der Quatsch soll??? Wenn jemand nicht dazu in der Lage ist, sich an Regeln zu halten, und seien sie selbst auferlegt, dem hilft auch kein, jederzeit abschaltbares, digitales Wohlbefinden. Erwachsene Menschen sollten wissen und beurteilen können, was sie tun und was nicht.

Android 9 hat sicherlich so manche nützliche Entwicklungen integriert. Auch für diese Betriebssystemversion gilt, wie für alle anderen OSe, dass es das perfekte Betriebssystem nicht gibt. Allenfalls eine Annäherung daran. Zumal Manches auch Geschmackssache bleibt.

Und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

In meinen Augen bringt Pie so Einiges. Primär in Richtung ‚Benutzerfreundlichkeit‘. Jedoch ist das auch die Richtung, in die es gehen sollte. Denn die funktionellen Features sollten mit den bisherigen Betriebssystemversionen von Android mittlerweise erledigt sein.

Es grüßt das Smamap

Ein Gedanke zu „Android Pie und was mir gefällt

  1. Pingback: Android 9, die Zweite … - Was(keine)FreudeMacht

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