Die Automobilindustrie und Ihre Lösungen II

Da hatte ich also von den Lösungen der Automobilindustrie geschrieben.

Mittlerweile sind wir da schon einen Schritt weiter!!!

Ich hätte da nämlich noch einen kleinen aber feinen Punkt hinzuzufügen, auf den ich durch den Physiker ‚Harald Lesch‘ gestoßen bin, der sicher nicht im Ruf steht, Falschinformationen zu vertreiben.

Alsoooo …. wenn man mal annimmt, so HL, das von den 54 Mio Autos, die wir im Moment in D haben, ein erheblicher Teil Elektromobile seien. Und von denen würde 1 Mio Autos abendlich aufgeladen (ein eher kleiner Teil also).

Dann würde dafür eine Leistung im Stromnetz von 350 GW (Gigawatt) bereitstehen müssen. Das kann man ziemlich einfach mit dem Taschenrechner ausrechnen, was ich mir hier jetzt spare. Aktuell allerdings erzeugen die Stromlieferanten in D eine Leistung von max. 65 GW.

Man sieht schon allein aus diesen Zahlen, wie idiotisch die Annahme ist, wir könnten sehr viele E-Autos am laufen haben. All die anderen Idiotien, die bei dem Thema eine Rolle spielen, sind da noch gar nicht mit drin. Also zB, wie im anderen Beitrag schon erwähnt, dass die weltweiten Rohstoffe dafür gar nicht ausreichen, um die entsprechenden Batteriezahlen zu produzieren. Oder aber zB dass für die Lithiumförderung in ???? (ich weiß jetzt grad nicht mehr wo das war), pro Tag sage und schreibe 21 Mio Liter Wasser benötigt werden; nur damit die Automobilindustrie die Gewinne erwirtschaftet, die man sich vorstellt, und nur damit wir von A nach B kommen; der ‚Return of Invest‘ muss sichergestellt sein!!! Wenn andernorts die Natur draufgeht und die Leute verdursten …. was schert’s die Automobilindustrie. Und was schert’s den deutschen Autofahrer.

Noch so ein Argument, das aktuell häufiger hochkommt: Das Wasserstoffauto sei doch eine wesentlich bessere Alternative. Das Problem: Die sind sehr teuer. Folglich wäre der ‚Return von Invest‘ durch die Automobilindustrie nicht so schnell zu realisieren.

Bei all diesen Diskussionen kommt EIN Argument so gut wie nie vor: Wenn jemand KEIN Auto kauft und fährt, ist die Rohstoffersparnis = 100%. Auch die ganzen genannten Probleme kämen zu 100% nicht vor.

Und wer mir heute noch erzählen will, dass es ohne Auto absolut nicht ginge, der verbreitet Schauermärchen! Sicherlich wäre ein Kraftakt notwendig, um dies zu realisieren. Einer der die ganze Gesellschaft umfasst, allen voran der Staat. Denn alles, was es braucht, ist Zeit und Infrastruktur.

Gemeint ist die Zeit, die es braucht, um Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück zu legen. Das Angebot ist heute bereits vielfältig (Bus, Bahn, Bürgerbus, CarSharing, Fahrgemeinschaften, Fahrrad, zu Fuß etc etc etc). Allein, die Infrastruktur liegt nicht flächendeckend vor.

Die Automobilindustrie macht gleichzeitig einen ganz gewaltigen Fehler …. sie versucht zu verhindern, dass sie den Weg so vieler Industrien geht. Gemeint ist der Weg der Auflösung. In ihrem Fall schon alleine dadurch vorgezeichnet, dass die Rohstoffe zuende gehen. Aber statt dass sie versucht, andere Standbeine aufzubauen, geht sie den Weg des weiter so.

Eines Tages stehen wir dann da, ohne Rohstoffe, ohne Autos, ohne Natur, ohne fosile Energieträger. Und alles nur, um den schnellen ‚Return of Invest‘ zu realisieren.

Kurzsichtiger geht es nicht.

Es grüßt das Smamap

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