Backup – mal überdacht

Heute über einen Artikel zum Thema ‚Backup‘ gestolpert, der mich jetzt dazu veranlasst, mal zu überdenken, ob das von mir praktizierte Backup immer noch ausreichend ist.

Seit ich, vor über einem Jahr, mir mein Samsung-Tablet angeschafft habe, mache ich alles hierüber. Der PC steht nur noch für den Notfall im Eck, und wird gelegentlich mal angeworfen.

Die Konzentration auf das Tablet ergibt, dass alle meine Daten sich darauf befinden. Zunächst war es so, dass die 32 GB interner Speicher reichlich Platz boten. Nach einigen Monaten erweiterte ich um 64 GB SD-Karte …. nicht weil es notwenig war, aber so für alle Fälle …. AUCH deswegen, weil ich meine Daten doch auch außerhalb des Tablets haben wollte.

Ich gewöhnte mir an, meine Daten, so weit als möglich, jeweils auf der SD-Karte abzuspeichern. Auch so eine Art Backup.

Bei technischem Defekt des Tablets wären SO nicht alle Daten auf einen Schlag weg gewesen. SO könnte ich wenigstens noch die SD-Karte rausnehmen, und woanders wieder aktivieren.

Nachdem das natürlich nur die halbe Miete ist, denn auch eine SD-Karte kann kaputt gehen oder zusammen mit dem Gerät gestohlen werden, musste noch was Zusätzliches her.

Nach längerer Suche nutze ich für ein Backup seitdem MyBackup, das mir neben allen Daten meiner Apps auch die internen Tablet-Daten sichert (z.B. Kontakte, SMS ….). Die aktuelle Sicherung liegt immer auf der SD-Karte und über Dropsync habe ich automatisiert, dass das Sicherungsverzeichnis später immer auch in die Cloud kopiert wird (heutzutage nennt man das „synchronisieren“). Letztlich liegt immer eine Sicherung auf der Karte, und 2 vorhergehende Sicherungen in der Cloud.

Manche Sicherungsfachleute werden, ob dieser Verfahrensweise, die Nase rümpfen. State of the Art sind ja jeweils Backup Images und dergleichen, die alles beinhalten, und bei Systemverlust eine komplette Wiederherstellung ermöglichen.

Nun – ich habe mich dagegen entschieden. Ich möchte eine Sicherungsprozedur nicht aufblähen. Ebensowenig den Umfang.

Deshalb stellte ich mir die Frage: WAS ist wichtig.

Ich beantwortete das für mich so: Dokumente, Kontakte, einige wenige Bilder (v.a. fotographierte Unterlagen und Urkunden).

Mehr braucht es nicht.

Was soll ich Terrabytes an Bildern sichern? Bilder, die mir wirklich wichtig sind, etwa weil sie Früheres wiedergeben, das nicht mehr kommen wird (z.B. Bild von meinem Vater), die kann ich mir auf DVD brennen (damit kommt mein PC auch mal wieder zur Geltung). Die Anzahl solcher Bilder ist begrenzt, und findet bequem auf einer DVD Platz. Alle anderen Bilder werden von Zeit zu Zeit vom Tablet gelöscht (was soll ich mir ein Bild von der diesjährigen Winterlandschaft aufheben).

Die Zahl der Kontakte ist ebenso begrenzt, genauso die Dokumente (1x im Jahr wird der Dokumente-Ordner ausgemistet, so dass er schmal bleibt. Was soll ich mir Briefe an irgendwelche Stellen datenmäßig aufheben, wenn es sich um einen Vorgang im üblichen Rahmen handelt, der längst abgeschlossen ist (z.B. durch einen Bescheid einer Behörde). Besondere Vorgänge kann man ja in einem speziellen Ordner archivieren.

Dokumente, Kontakte und Bilder werden auf diese Weise umfänglich reduziert gehalten, und sind einfach zu sichern.

Wenn jetzt jemand fragt …. und was ist mit eMails?
eMails haben gemeinhin keine Beweiskraft, und was soll ich mir also eMails von vor 2 Jahren aufbewahren? Meine Mail-App beinhaltet alle Mails der letzten Zeit, und die werden über MyBackup laufend gesichert, und das muss reichen.

Ich möchte gar nicht wissen, welche Unmengen von Daten weltweit irgendwie und irgendwo gesichert liegen …. Daten, die kein Mensch braucht.
Meine Erfahrung ist vielmehr die, dass ein Systemwechsel von Zeit zu Zeit (z.B. neuer PC oder völlig andere Geräteart) ein willkommener Anlass ist, einen Schnitt zu machen, nur die wichtigsten Daten auf das neue System zu übertragen, und alles andere auf dem alten System zu lassen. Es ist immer wieder verwunderlich, wie wenig man von all den Daten, die man da sein Eigen nennt, wirklich braucht. Und wenn man dann 1 Jahr lang nichts vom alten System benötigt hat, kann man die alten Daten getrost löschen.

Deshalb habe ich mir angewohnt, meine Daten auf das zu beschränken, was wirklich notwenig ist. Entsprechend klein sind meine Sicherungen.

Ich fahre gut damit, sehe keinen Grund, warum ich an der Prozedur etwas ändern sollte. Ev. kopiere ich noch 1x im viertel Jahr den Dokumente-Ordner auf eine jeweils separate SD-Karte (4 aufeinanderfolgende im Jahr, die ich dann im Jahr darauf wiederverwende).

Genauso verfahre ich im Übrigen mit meinen papierenen Ordnern. Ich habe EINEN Ordner für die letzten 6 Jahre. 1x jährlich wird das aussortiert, was „unwichtig“ ist. Das hält auch dies schmal.

Es grüßt,
das Smamap

Dieser Beitrag wurde unter Freude veröffentlicht und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permanentlink.

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.