Baustelle und ihre Abarten

In seinem heutigen Beitrag hat sich mydailybadluck über Baustelle(n) ausgelassen.

Was Baustellen aus meiner Sicht charakterisiert, ist die Tatsache, dass auf ihnen meistens nichts passiert.

Die Kleinbaustelle

Bei mir um´s Eck wurde an einem Haus ein Gerüst aufgestellt, weil an der Hauswand der Putz stellenweise abplatzte, die Passanten dadurch gefährdet waren, und also Abhilfe geschaffen werden musste.

Das Problem war vor einigen Wochen erkannt worden, und man hatte prophylaktisch eine kleine kreisrunde Absperrun vor der Hauswand errichtet. Soweit alles gut.

Vor einer Woche nun wurde besagtes Gerüst aufgestellt. Das stand da so etliche Tage vor sich hin. Dann kam ein Handwerker, besserte die 3 Stellen aus, und anschließend stand das Gerüst einige Tage wieder für sich selbst. Ich gebe dem Gerüst jetzt 2 Wochen, bis es wieder abgebaut wird.

Dieses Bsp. ist noch sehr harmlos. Man kann noch nachvollziehen, dass die Baustelle diesen zeitlichen Ablauf brauchte. Abwohl man natürlich auch hier die Prozedur hätte anwenden können ….. Tag 1 – Gerüst aufbauen / Tag 2 – Ausbessern / Tag 3 – Gerüst abbauen.

Mich würde dabei die Rechnung interessieren, die der Gerüstaufsteller gestellt hat.

Die Straßenbaustelle

Augenfälliger ist das Ganze bei Straßenbaustellen. In meiner Kreisstadt wird zur Zeit der 2. Abschnitt der zentralen Durchgangsstraße instand gesetzt. Wenn man dort vorbei kommt, was durchaus öfter der Fall sein kann, dann sieht man auf einer Länge von 500 Meter mit Mühe 3-4 Arbeiter, die dort tätig sind. Die Baustelle gibt es jetzt seit 4 Monaten.
Bei dem, was dort gemacht wird (Teerdecke erneuern und zugehörige Arbeiten), wäre das sicherlich auch in 2-3 Wochen zu erledigen ….. Woche 1 – Teerdecke entfernen / Woche 2 – Weitere Arbeiten / Woche 3 – Teerdecke erstellen.

Die Autobahnbaustelle

Und am Ofensichtlichsten ist es bei Autobahnbaustellen. Pendler können durchaus erzählen, dass dort an etlichen Tagen niemand arbeitet.

Selbstverständlich werden alle diese Baustellen „FÜR SIE“ abgewickelt, also auch für mich. Irgendwie habe ich diese Formulierung ohnehin nie verstanden: Ich hatte weder den Auftrag gegeben, noch Einfluss darauf, wann das gemacht wird, noch wie, und wie lange es dauert.
Ich kenne das eigentlich so, jetzt mal unabhängig von Baustellen, dass „für mich“ auch bedeutet „so schnell als möglich“.

Die faszinierende Baustelle

Wo sowas geht, ist dort, wo es um Umsatz geht, also z.B. beim Discounter. Der wurde letztens erweitert. Die Baumaßnahmen waren dann auch innerhalb 1 Woche erledigt. Denn schließlich durfte man nicht Gefahr laufen, Kunden zu verlieren.

Ein solches Problem besteht natürlich bei Baustellen nicht, denn ob man will oder nicht, man muss ja da durch.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!