…. und plötzlich ist Wahl

Heute wurde mir urplötzlich bewusst, dass am Sonntag schon Wahltag ist; frei nach dem Motto „plötzlich ist Wahl“.

Nicht dass das jetzt großartige Bedeutung für mich hätte, denn meine Briefwahlunterlagen sind schon wieder beim Wahlamt.

Aber irgendwie fehlt mir das endspurtartige des Wahlkampfes.

Also noch 4 Tage bis dahin, und plötzlich ist Wahl.

Andererseits bin ich aber dann auch froh, wenn diese ganzen Wahlplakate wieder verschwinden. „Plötzlich ist Wahl“ hat, an DIESER Stelle zumindet, einen Vorteil.

Wobei mir vorhin so durch den Kopf ging, wie denn der Wahlkampf oder ev. sogar die Politik der einzelnen Parteien/Kandidaten zu beurteilen ist, wenn man nach den Wahlplaketen geht.

Ich versuche das mal, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Passgenauigkeit:

FDP – Wahlkampf mit EINEM Gesicht und Slogans, die versuchen, besonders geistreich zu sein bzw. nach dem Mund zu reden (zB „Wirtschaftspolitik wieder verfügbar“ oder „Digital first, Bedenken second“). Slogans, die teilweise echt bedenklich sind.

Union (= CSU, hier in Bayern) – die bekannten Gesichter, also Seehofer und Konsorten. Spruchstrategie a la „Klar für Bayern“, „Klar für Stabilität“ etc etc. Ich fragte mich, wenn ich das las, fortwährend „was wollen mir diese Sprüche sagen“.
Und da waren da noch die Plakate mit „Soli abschaffen“ und „Kindergeld rauf“. Da fragte ich mich immer …. „Jungs und Mädels, WAS bitteschön habt ihr die letzten 15 Jahre gemacht – Däumchen gedreht und dumm geschaut?“

SPD – so recht ist denen nix eingefallen. Alles wie gehabt. Nix Neues. Man las von „Gerechtigkeit, Rente, Fördern“ etc etc. Irgendwie alles altbacken (sicherlich wichtig, aber eben altbacken). Frischer Wind is was anderes!

Grüne – die hab ich erst die letzten 2 Wochen wahrgenommen. Vorher irgendwie NULL. Ev ja Absicht. Aber die Sätze auf den Plakaten die stimmten zumindest. „Gesundes Essen kommt nicht aus einer kranken Natur“ oder „Von weniger Europa hat keiner mehr“. Ich hoffe, dass die Grünen genügend stimmen bekommen, damit diese Themen genügend Rückhalt erlangen.

Freie Wähler – die laufen irgendwie unter dem Radar. Sie sind zwar nahe am Bürger, und schreiben auch (hier bei mir) „Mehr Hof und Wunsiedel in Berlin“, und Vieles von dem, was die freien Wähler vertreten, bräuchten wir künftig, aber irgendwie schaffen die nicht den Sprung über die kommunale Ebene hinaus. Was viele nicht wissen: Auf kommunaler Ebene sind die die Nr. 3 in D.

AfD – Wahlsprüche, die die niederen Instinkte ansprechen. Gleichzeitig von der Logik verlassen. Wessen Politik sich auf Flüchtlinge und Vorurteile beschränkt und darauf, was die mit uns machen, und dass sie uns überrennen, der ist weit weit von der Realität entfernt. Wobei man froh sein muss, dass wir aktuell nicht jene „Hochzeit“ der Flüchtlingskrise haben, wie noch vor 2 Jahren. Denn dann würden die sicherlich noch ein ganz anderes Ergebnis einfahren, als die 10%, die jetzt angekündigt sind. Vll dann eher das Doppelte.
Aber DAS läge dann ausschließlich an den dummen Wählern.

Alle anderen Parteien – hier und da habe ich auch mal ein Plakat von den Kleinstparteien gesehen, die AUCH antreten. Aber was DA draufstand, das war meist derart nichtssagend und daneben, dass ich oft nie wußte, wofür die überhaupt stehen. Heute zB da sah ich ein Plakat, da hat einer (man hatte den Eindruck, mangels Bärtchens) eine Grimasse geschnitten. Ich bin zwar der Meinung, wer nicht zur Wahl geht, hat keinerlei Recht, sich auch nur über IRENDWAS zu beschweren, aber wer eine SOLCHE Partei wählt, der könnte auch gleich zuhause bleiben. Oder er ist Spaßwähler, und hat nicht begriffen, worum es geht, wenn der Souverän bestimmt, wer künftig die Politik bestimmt. Denn eines ist klar – welche Politik gemacht wird, das bestimmt der Wähler, UND NIEMAND SONST.

Alles meine ganz persönliche Meinung, mit der niemand übereinstimmen muss. Aber wie ich heute schon mal hier schrieb: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.

„Plötzlich ist Wahl“ hat dann sicherlich auch insoweit etwas Positives, weil die Parteien tendenziell das Ergebnis Ihrer Politik serviert bekommen. Denn wenn eine Partei plötzlich nur noch halb so viele Stimmen hat, oder jedenfalls wesentlich weniger, und andere dafür wesentlich mehr, DANN hat das der Wähler SO entschieden.
Und Demokratie ist eben, das Ergebnis der Mehrheit zu akzeptieren, so wenig einem das auch immer gefallen mag.

Und beim nächsten Mal, hat dann die Partei, die dann nicht mehr dabei oder dran ist, die Möglichkeit, mit einer anderen Politik Wähler anzusprechen. Man mag davon halten, was man will, aber dass dies möglich ist, zeigt die FDP. Erst komplett weg, und dann mit erheblichen Gewinnen, wieder drin (man liest von 10%); auch wenn man mit ihren Inhalten nicht übereinstimmen mag.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Hilfe zur Selbsthilfe (PC/Mobil/etc)

Der Titel „Hilfe zur Selbsthilfe“ scheint darauf hinzuweisen, dass der Beitrag irgendwas mit Entwicklungshilfe zu tun habe.

Das aber ist mitnichten der Fall.

Es geht eher darum, dass ich, wo dies machbar ist, meine Hilfe anbiete.

Jüngst geschah nämlich etwas höchst Überraschendes.

Ein Leser eines Beitrags, hier auf meinem Blog, und zwar im Bereich ANDROID, schrieb mich an, ob ich ihm bei einem Problem mit seinem Smartphone helfen könne.

Wenn es mir möglich ist, dann gerne, so erwiderte ich. Und letztlich konnte ich ihm dann helfen. Eben im Rahmen meiner Hilfe zur Selbsthilfe.

Letztlich macht das auch Spaß, jemandem helfen zu können.

Und so dachte ich mir …. kann ja sein, dass es noch andere gibt, die so ihre IT-Problemchen (in welchem Bereich auch immer) mit sich rumschleppen, und gerne geholfen bekommen würden.

Sollte dem so sein …. einfach anschreiben …. entweder hier im Kommentar oder per eMail unter a.poet61(ät)gmx.de

Falls ich nicht helfen kann, dann wäre ich selbstverständlich so frei, dies auch kund zu tun 😉

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

…. und der Friseur ist doch die bessere Tageszeitung!

Der Titel ist eher mit einem Zwinkern versehen, denn der Friseur sei die bessere Tageszeitung, hat eher weniger mit dem Friseur zu tun, als mit mir.

Ich saß letztens bei meinem Herrenfriseur (JA, er bedient nur Meinesgleichen). Und während ich da wartete (ich hatte mein Tablet dabei), las ich 2 Dinge darauf nach. Das sah ein anderer Kunde, und sprach mich an, ob ich mich mit sowas auskenne.

Es stellte sich heraus, er wäre ein kleiner Hotelier aus einem Nachbarort, und bräuchte mal jemanden, der ihm helfen würde, was so seine PC-/Tablet- und sonstigen Dinge angeht.

Nun bin ich ja generell ein hilfsbereiter Mensch, und so werde ich demnächst mal bei ihm verbeischauen, um zu sehen, wo seine Problemstellungen liegen. Ev. kann ich ihm ja den einen oder anderen Ratschlag geben, aus meiner früheren Erfahrung im IT-Bereich heraus.

Dieses wäre wohl nie passiert, wenn ich nicht an dem Tag beim Friseur gewesen wäre.
Man trifft sich dort, man quatscht (untereinander oder mit dem Friseur (seines Zeichens ein türkischer Mitbürger)), man trinkt einen Kaffee, man schmökert in der Zeitung, und so ist es oftmals recht interessant dort.

Und Manches erfährt man, was man in der Tageszeitung niemals gelesen hätte. Oder es entstehen Kontakte, die man ebenso niemals über eine Anzeige in der Tageszeitung hätte knüpfen können.

Mein Haarschnitt ist eher einfach. Liegt auch daran, dass meine Haarpracht mittlerweile eher reduziert erscheint 😉 😉 😉
Ich könnte das locker auch selber zustande bringen, meine Haare zu „schneiden“. Es erschöpft sich nämlich regelmäßig in der Handhabung eines elektrischen Haarschneiders, der das Ganze auf 2-3 mm kürzt.
Allerdings, ich mache es nie selbst, denn die halbe Stunde bis Stunde (inkl. Wartezeit) beim „Barber“ ist wesentlich interessanter und kurzweiliger.

Und das ist mir die 10 € wert, die ich dafür, völlig zurecht, ausgebe.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Cassini hat uns verlassen – oder wir ihn (es) – oder wie?

Gestern lief das „große Finale“ ab, als die Weltraumsonde „Cassini“ ….

Cassini
…. nach 20 Jahren Flug, in die Atmosphäre des Planeten Saturn eintrat und verglühte.

Man hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem der Treibstoff der Sonde zuende ging, und man ausschließen wollte, dass sie auf einen Saturnmond stürzen und diesen mit irgendwas kontaminieren würde, was sie von der Erde mitgebracht hätte.

Dies wäre ev. insbesondere dann dramatisch gewesen, wenn es sich bei diesem Mond um Enceladus oder Titan gehändelt hätte, auf denen Leben nicht auszuschließen ist (sehr einfaches Leben).

Cassini hat uns Menschen in diesen 20 Jahren absolut faszinierende Einblicke in den Planeten Saturn und dessen Monde geliefert. Es wurden dabei viele Dinge entdeckt, die man nicht wusste. Teilweise absolute Sensationen. Letztere natürlich va für die Wissenschaft. Bis zu uns „Normalos“ drang das leider viel zu selten durch. Kommt aber ev. noch, denn die Auswertungen aller Daten dauert, wie üblich in solchen Fällen, sehr sehr lange.

Und so trat Cassini gestern in die Atmosphäre des Saturn ein, und verglühte. Wobei „verglühen“ nicht zu wörtlich genommen werden darf. Denn für Unsereiner ist das immer gleichbedeutend mit hellen Leuchterscheinungen am Himmel. Diese gab es natürlich auf dem Saturn nicht, mangels Sauerstoff. Schon eher entsprach das einem Schmelzen des Aluminiums, aus dem Cassini hauptsächlich bestand.

Und ca. 80 Minuten nachdem das geschehen war, endete auf der Erde der Datenempfang. Solange brauchen Signale vom Saturn bis hierher.

Um ev. einen Hauch der Faszination zu vermitteln, die Cassini all die Jahre vermittelt hat, nachfolgend einige Originalbilder, die die Sonde aufgenommen hat. Quelle ist jeweils die NASA. Um das in Groß zu sehen, einfach auf ein Bild klicken/tippen.

Cassini

„pale blue dot“ – die Erde, klein und unbedeutend

Cassini

Enceladus und die Geisiere, die Cassini dort entdeckte

Cassini

die Rückseite des Saturn, die von der Erde aus nicht zu sehen ist, im Gegenlicht der Sonne

Cassini

5 der Monde des Saturn

Cassini

Einmal mehr die Ringe, 2 Monde, und dahinter die Sonne

Cassini

…. ein weiterer Mond des Saturn

Cassini

Der Saturn, aufgenommen durch eine Spezialkamera

Cassini

Eine, bis dahin, unbekannte Strutur der Saturn-Ringe

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

WER braucht eig eine Stromtrasse, außer Aktionären und Konzernen?

Jüngst habe ich mich etwas mit dem Thema „Stromtrasse“ beschäftigt.

Sicherlich nicht in alle Tiefen, aber halt so, dass ich mitreden kann.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Wort „Stromtrasse“ für mich mit den Überlandleitungen verbunden, die da quer bzw. längs durch D zusätzlich gezogen werden sollten, um benötigten Strom in den Süden zu transportieren.

Als es dann hieß, das Ganze werde va unterirdisch verlegt, da war das Thema für mich gestorben.

Wenn man sich allerdings etwas damit beschäftigt, dann kommt das Thema „Stromtrasse“ automatisch wieder hoch.

Bisher meinte ich, die Gegner des Projekts absolut nicht zu verstehen, denn schließlich brauchen wir diesen Strom.

Und genau DAS ist NICHT der Fall (meiner Meinung nach).

Es gibt auch andere Argumente, die man anführen könnte.
So zB dass auch bei unterirdischer Verlegung, oberirdisch Schneisen entstehen; auch durch die Erwärmung die diese Erdkabel mit sich bringen, die Natur und die Böden geschädigt werden; wir alle das über die Strompreise erheblich zahlen, was da an Geldern ausgegeben wird, während Aktionäre und Konzerne den Rahm abschöpfen; elektromagnetische Felder ihren Tribut fordern etc etc.

Stromtrasse

Das mag alles richtig sein.

Was in der ganzen Diskussion oft vergessen wird, ist die Frage, ob wir das Ganze überhaupt brauchen?

Geht man nach den Stromkonzernen, gingen durch Abschaltungen der Atommeiler schon seit Jahren im Winter regelmäßig die Lichter aus (Stichwort „Blackout“); glaubt man der Politik und deren Vorhersagen, wird der Strom, dort wo er hintransportiert werden soll, künftig dringend benötigt.

Fakt ist, dass D, auch und va im Winter, immer noch ein Stromexporteur ist. Fakt ist, dass vor 2025 kein Strom über die Trasse fließen wird, schlicht weil nicht fertig. Fakt ist auch, dass das so eine Sache ist mit den Vorhersagen der Politik.

Va Letzteres versucht uns zu sagen, dass wir OHNE nicht auskommen. Und dabei ist das größte aller Potentiale noch in keinster Weise ausgeschöpft worden. Nämlich das Sparpotential. Durch geeignete Maßnahmen könnten Unmengen an Strom in den Haushalten eingespart werden. Auch ist in keinster Weise berücksichtigt, dass über Windkraft, Gaskraftwerke und Photovoltaik wesentliche Anteile an Strom hinzukommen (dort wo sie benötigt werden).

Trotzdem wird uns gesagt, dass wir diese Trassen brauchen.

Mich erinnert das Ganze an den Donauausbau bei Straubing (ich lebte dort viele Jahre). Der Bevölkerung wurde dort politischerseits eingebläut, dass dieser unbedingt benötigt werde.
Letztlich war der Widerstand in der Bevölkerung so groß, dass die Politik auf ihren Ausbau verzichtete. Und siehe da …. er war nicht nötig!

Seitdem mißtraue ich Behauptungen der Politik, was Großprojekte angeht. Es gibt immer Interessen dahinter. Va finanzieller Art.

Und wenn man dann noch logisch nachvollziehen kann, dass etwas unnötig ist, und trotzdem wird immer noch das Gegenteil behauptet, dann schrillen bei mir die Alarmglocken.

Die Frage ist, warum Mrd. und Aber-Mrd. von Euro ausgegeben werden sollen, wenn das Projekt nicht benötigt wird?

Die ganzen Nachteile, die so ein Projekt mit sich bringt, sind dann nur noch ein zusätzliches Argument.

Und schließlich soll das Alles auch ablenken vom Versagen der Politik. Einem möglichen Stromengpass hätte man schon seit vielen Jahren entgegenwirken können. Wenn man denn gewollt hätte.

Es ist wie mit den Elektroautos:
Wir könnten sie schon lange in echten Stückzahlen haben, wenn die Politik nicht geschlafen und nur nach dem gehandelt hätte, was die Wirtschaft gerne möchte. Oslo macht es vor: Die Stadt hat heute wesentlich mehr Elektroautos und die Infrastruktur dazu, als es das in ganz D gibt.
Es darf geraten werden, woran das liegt. Aber das ist eine ganz andere Diskussion.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Lärm ist etwas total Nervtötendes

Jo …. ich geb es zu, Lärm ist etwas, was ich nicht gut aushalte.

Bestes Bsp. war das jetzige Wochenende, bzw. die letzte Woche.

Über mir wohnt seit 1 Monat ein neuer Mieter. Neben mir der einzige Mieter in diesem Haus.

Bisher völlig unkompliziert. Lärm war kein Thema.
Zwar hat er einen Hund, der einen kleinen Dachschaden hat, und sofort bellt, wenn er was hört. Er sagt, der hat immer Angst, wenn was Unbekanntes auf ihn zukommt. Aber wenn ich dann in meine Wohnung geh, und also das Treppenhaus verlasse, dann ist das für den Hund scheinbar immer ok und er beruhigt sich.
Also kein Problem.

Letze Woche war dann seine Freudin mit Kind zu Besuch. Es stellte sich als absolut belastend heraus, was Lärm angeht. Ständiger Krauch im Haus. Ein ständiges Türknallen, Trampeln, Schreien. Keine 5 Minuten Ruhe.

Was das noch potenziert ist die Hellhörigkeit des Hauses. Das Haus ist schon älter, und so hört man von oben nach unten absolut Alles.

Wie erholsam war das, als der Besuch gestern wieder verschwand. Es kehrte Ruhe ein, und der Lärm war weg.

Meine Aufgabe ist es nun, meinem neuen Nachbarn dies deutlich zu machen, und die Situation zu beschreiben, ohne dass sich dieser auf den Schlips getreten fühlt.

Aber es hilft nix. Denn es ist zu erwarten, dass Freundin und Kind öfter mal zu Besuch kommen.

Und nachdem ich, gesundheitlich gesehen, öfter am Tag etwas Ruhe brauche, kann ich das nicht auf sich beruhen lassen, sonst dreh ich irgendwann am Rad, wenn sich das immer wieder wiederholt, und der Lärm tagelang im Haus ist.

Hach, was freu ich mich auf dieses Gespräch!

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Guter Wahlslogan

Zwar habe ich so meine Probleme mit Wahlslogans und Wahlplakaten, jedoch heute sah/las ich einen, den ich nur als „guter Wahlslogan“ bezeichen kann.

Schlicht und wahr. Ein guter Wahlslogan sollte das wohl immer sein.

Er besagte:

Gesundes Essen kommt nicht aus einer kranken Natur.

Spielt keine Rolle, von wem er ist.

Ich fragte mich spontan, warum ein solcher Inhalt nicht allen Menschen klar ist, und sie danach handeln.

Ich behaupte:
Jeder von uns tut am Tag mindestens 10 Dinge, die der Natur schaden. Und wenn das 80 Mio. Menschen jeden Tag tun, dann gute Nacht.

Guter Wahlslogan

Wenn man dann als Einzelner sich bemüht, seinen eigenen Becher mitbringt für den Cappucchino-to-go, kein Auto mehr hat, Müll vermeidet und dergleichen mehr, WAS bewirkt man dann schon?

Ich mache mir dann immer klar, dass es Viele gibt, wie mich. Immer noch zuwenige, jedoch immer mehr.

Und irgendwann kommt dann das Essen (hoffentlich) aus einer Natur, die auf dem Weg der Besserung ist.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Reisende durch Raum und Zeit

Schon einige Mal habe ich meiner Faszination Ausdruck verliehen für die Voyager Mission der NASA, die quasi Reisende durch Raum und Zeit losgeschickt hatte.

Eines der berühmtesten Fotos, die in der Raumfahrt je gemacht wurden, ist das Folgende ….

Reisende durch Raum und Zeit

Pale blue dot (Quelle: NASA)

Man sieht, rechts von der Bildmitte, einen „blassen blauen Punkt“ – Die Erde.

Sie hängt in der schieren Unendlichkeit.

Man hatte die Voyager, mittlerweile ist sie 40 Jahre unterwegs, seinerzeit veranlasst, sich um 180° zu drehen, und diese Aufnahme zu machen. Das war 1990.
Mittlerweile ist die Sonde so weit von uns entfernt, dass man die Erde von dort aus nicht mehr sehen könnte.

Die Entfernung beträgt aktuell ca. 20 Lichtstunden. Dh das Licht, mit seiner Irrsinnsgeschwindigkeit …. der Lichtgeschwindigkeit eben …. würde 20 Stunden benötigen, um von dort zu uns zu gelangen.

„Würde“ deshalb, weil es dort kein Licht gibt, das zu uns gelangen könnte. Außer eben den Radiosignalen der Sonde, die ebenso per Lichtgeschwindigkeit zu uns unterwegs sind.

Die Kameras hat man schon lange abgeschalten, weil es nichts mehr aufzunehmen gibt. Dort ist nur noch Dunkelheit. Zudem spart das Energie. Nach heutigem Stand wird die Sonde, so um 2035 herum, die letzten Signale an uns senden, bevor die Energie zuende ist.
Ob es dann noch jemand gibt, der die Signale auf der Erde empfangen kann, liegt nicht an der Sonde.
Die Sonde wird dann knapp 60 Jahre unterwegs gewesen sein. Für uns fast ein ganzes Leben. Im kosmischen Rahmen ein Klacks.

Die Entfernung zum nächsten Stern, also einem Himmelskörper, so wie unsere Sonne einer ist, ist, im Vergleich zur Entfernung der Voyager von der Erde, fast unvorstellbar.

Reisende durch Raum und Zeit eben.

Vll kann man sich das SO vorstellen, dass ein Fußball von einer Eckfahne des Spielfeldes, zur diagonal gegebenüberliegenden Eckfahne gespielt wird, und nach 40 Jahren kaum jenen kleinen Kreis um die Ausgangseckfahne verlassen hat. Sein Weg wäre noch nahezu unendlich bis zu seinem Ziel.

So ähnlich geht es der Voyager.

Und wir Menschen sind hier auf unserem Planeten, und von der Voyager aus unsichtbar.
Wenn ich mir dann vorstelle, für wie wichtig sich so Manche halten (da würden mir jetzt so einige auf der Welt einfallen), dann kommt mir das Lachen aus.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Butter ist teuer – na und, wo ist das Problem?

Nach heutigen Nachrichten kostet das Päckchen Butter jetzt nicht mehr 75 Cent, so wie noch Anfang 2016, sondern 2€.

Ist doch alles Bestens!

Oder meint etwa jemand, dass alles Bestens war, als die Butter noch nix kostete?
Als Milch- und Butterberge mit Wahnsinns-Summen gehortet und gepflegt werden mussten (die EU hat tatsächlich Unmengen von Lagerhäusern unterhalten, um dort das Pulver zu lagern, gewonnen aus den Milchüberschüssen).
War das ok, als die Bauern reihenweise aufgaben, weil sie für den Liter Milch 20 Cent bekamen, und aber 35 brauchten, um für sich etwas zu erwirtschaften?

Ja ja, alles ist wunderbar, solange die Preise sinken.

Jetzt sind die Milchpreise hoch (die Butterpreise noch höher), die Bauern bekommen das, was sie brauchen. Aus mehreren Gründen ist der Verbrauch des Fettes aus der Milch in die Höhe geschossen (wen es interessiert, bitte im Netz nachlesen); daher sind die Milch- und Butterberge geschmolzen.

Und endlich zahlt der Verbraucher für Milchprodukte einen echten Preis, und nicht einen künstlich niedrig gehaltenen Preis.

Wer da immer noch meint, auf Kosten anderer fast nix zahlen zu wollen, der hat was falsch verstanden.

Ja, es ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Aber das gilt bitteschön für alle.

Und so ist es, wie bei so Vielem: Wir leben auf Kosten anderer.
Da kann man jetzt die Länder nennen, deren Rohstoffe wir billig verbrauchen, und die Menschen in den Entwicklungsländern auf deren ehemaligen Felder Bananen und Palmfett wachsen, um von uns billig verbraucht zu werden. Oder man kann generell die Natur nennen.

Ist alles nur eine Frage der Zeit, bis es irgendwann mal auf uns selbst zurückfällt. Sei es, dass die Natur aus dem Gleichgewicht kommt, sei es, dass die Rohstoffe ausgehen, weil wir sie billigst verschwendet haben, sei es weil Flüchtlinge zu uns kommen, die in ihrer Heimat nichts mehr zum Leben haben.

All diese Probleme (und viele andere) gäbe es nicht auf der Welt, wenn wir uns in der Vergangenheit vernünftig und verantwortungsbewusst verhalten hätten.

Wir hätten dann eben nur 1/3 unseres Wohlstandes. Aus meiner heutigen Sicht hätte ich viel darum gegeben, wenn ich auf dieser Basis hätte aufwachsen können, und damit gleichzeitig heute wissen könnte, dass dieser Planet auch noch für meine Nachkommen DAS bereithält, was für ein gutes und friedliches Leben notwendig ist.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)