Die Ahnungslosigkeit der Menschen

Mit der „Ahnungslosigkeit“ meine ich nicht jenen Präsidenten. Da müsste man schon von „Verantwortungslosigkeit“ sprechen. Und ich meine auch nicht jene, die irgendwann aufwachen werden, um zu sagen „WAS haben wir da nur gewählt?“.

Nein, am Besten sagt das, was ich meine, ein Artikel aus, den ich heute gelesen habe. Daraus ein Ausschnitt:

​“ … 1957, zu Beginn des Umbaus des Landes vom Agrarstaat zur wirtschaftlichen Großmacht, verkündete Mao die »Ausrottung der 4 Übel«, welche die chinesischen Bauern plagten. Das war auch eine Kampfansage an die Spatzen, die sich auf den Feldern überwiegend von Getreidesamen ernährten und in den Augen des Parteivorsitzenden damit die Ernte der Volksrepublik schmälerten. Kurzerhand wies Mao seine Landsleute an, die Tiere über Stunden mit Lärm und Krawall in Schach zu halten, bis sie erschöpft aus dem Himmel fielen. 

Fast 2 Milliarden der kleinen Vögel brachten die Chinesen in den folgenden Jahren um.

Was Mao und seine Landsleute erst später bemerkten: Die Spatzen pickten nicht nur Körner, sondern auch Ungeziefer aus den Ähren. Eine Insektenplage war die Folge. Der »große Vorsitzende« musste seinen Irrtum einsehen. Im Jahr 1960 kassierte der Staat die Anweisungen zur Spatzenjagd ein und importierte Vögel aus der Sowjetunion. Heute steht der Spatz in China auf der Liste der »schützenswerten« Tierarten.“ (Quelle: Perspektive Daily)

Man mag erkennen, mit welch grenzenloser Naivität Menschen an komplexe Dinge herangehen. Sei es nun ein Staatschef, ein normaler Autofahrer oder derjenige, der jeden Tag seinen Pappbecher wegwirft.

Jeder dieser Menschen denkt nur in seinem eigenen kleinen Horizont.

„Was macht es schon, wenn ich genau dasselbe mache, wie Millionen andere?“.
„Was macht es schon, wenn die kleine Vogelart nicht mehr ist?“.
„Was macht es schon, wenn ich, wie so viele, jeden Tag mit dem Auto zum Bäcker fahre?“.

Kein Mensch denkt drüber nach, was man damit anrichtet, vielen anderen ein Vorbild zu geben oder ihnen gar vorzuschreiben, was sie tun sollten. Ahnungslosigkeit hoch 5.

Nehmen wir nur das Bsp. von demjenigen, der auf Ausländer schimpft oder gar losgeht. Da gibt es so Einige, die das zum Anlass nehmen, DAS als OK zu sehen, denn schließlich „machen es ja andere auch“.

‚Verantwortung‘ sieht anders aus. Sie bedeutet nämlich ‚das was man tut, hinterfragen und dafür gerade stehen‘.

Und dann wär da noch die Verantwortung, die es zu übernehmen gilt, wenn sich herausstellt, dass man absoluten MIST gebaut hat. Da wird dann Ahnungslosigkeit zu Rücksichtslosigkeit.

Da könnten unsere Politiker mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn sie das täten, müssten so etliche den Hut nehmen. Allein schon deshalb, wenn man die Überlegung anstellt, welches Leid oder gar Tod so manche Entscheidungen angerichtet haben.

Da käme dann wieder das Eingangsbeispiel zum Tragen. Mit seiner Kampfansage an die Spatzen hatte Mao seinerzeit nicht nur eine Insektenplage hervorgerufen, sondern auch den Hungertod von Millionen.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein Präsident, der nur in Kategorien von Bilanzen denkt, ein F….. daran verschwendet, was er mit seinen Entscheidungen anrichtet, was Betroffene oder Folgegenerationen angeht.

Insofern müsste man die Handlungsweise von so Vielen aburteilen. Ob das jetzt Politiker sind oder Präsidenten oder der Papst oder der kleine Mitbürger, der so weitermacht, wie eh und je, und die Schuld für die Auswirkungen an andere deligiert.

Es grüßt,
das Smamap 
(www.wkfm.eu WasKeineFreudeMacht)

Was würde ich anders machen …. ?

Manchmal stelle ich mir diese Frage, was ich anders machen würde, wenn ich die Chance hätte, alles nochmal zu machen.

Nun ist diese Frage bzw. das Ansinnen dazu, natürlich völlig sinnlos.

Denn quasi nochmal leben hieße ja, man würde wieder mit demselben Kenntnis- und Entwicklungsstand beginnen.

Hinter der Frage steht ja, dass man DANN versuchen würde, alles besser zu machen. Jedoch BESSER ist ja immer ein Vergleich. Aber ein Vergleich WOZU? Denn würde man wieder anfangen, damals mit 10 oder 20 Lebensjahren, wüsste man erneut genau wenig bis nichts und müsste sich alles von vorne erarbeiten. Wieder von vorne lernen.

So ganz weit hinter dieser Frage steht der Ansatz, dass man dann bestimmte Fehler nicht nochmal machen würde. Ja ja, wenn man denn das Wissen von 50 Jahren schon intus hätte.

Hat man aber nicht.

Zwar gibt es da das Ursache-Wirkungs-Prinzip, was besagen könnte, dass aus einer ganz bestimmten Ursache immer auch eindeutig eine bestimmte Wirkung folgt, jedoch kann der Mensch sich in der gleichen Situation auch unterschiedlich entscheiden (von „frei“ entscheiden möchte ich dabei gar nicht sprechen; aber das ist ein anderes Thema).
Wo oft in meinem Leben stand ich in der Situation, dass ich mehrere mögliche Weg vor mir sah, nicht wusste wohin, um mich dann einfach auf’s gerade Wohl für irgendeinen Weg zu entscheiden, nur um den Stillstand zu überwinden.

Gegen dieses Ursach-Wirkungs-Prinzip spricht auch …. „Wir machen dieselben Fehler nicht nochmal; wir machen andere Fehler„.
Es stünde also zumindest zu vermuten, dass es niemals so sein wird, dass wir keine Fehler machen. Wir machen nämlich diesen oder jenen Fehler. Denn Fehler machen liegt in der Natur des Menschen (die Einzigen, die das nicht wissen, sind so manche Chefs, die selbst natürlich niemals Fehler machen).

Die Frage, ob wieder alles genauso ablaufen würde, wie es schon einmal ablief, muss aus den obigen Gründen also verneint werden.

Somit ist die Eingangsfrage, was man anders machen würde, könnte man nochmals von vorne beginnen, totaler Quatsch. Die Frage setzt nämlich voraus, dass alles nochmals genauso ablaufen kann.
Das wäre etwa so, als würde man einen Tischtennisball vom Hochhausdach fallen lassen, und könnte den Weg nach unten bestimmen, sprich den Ort, an dem er aufkommt. Und dies beliebig wiederholen.
Und es gibt NOCH ein Argument, dass die NochmalThese widerlegt:
Würde das stattfinden können, dieses Nochmal, und man käme an den Punkt, an dem man erstmals, aus späterer Sicht, einen Fehler gemacht hat, und wurde dort bewusst anders handeln, wäre ALLES, was danach käme anders als es früher schon mal war. Man würde also gar nicht mehr an die weiteren Lebenspunkte kommen, an denen man im früheren Leben Fehler gemacht hat.

Sprich, die Frage ist ein Widerspruch in sich selbst.

Dennoch könnte man die Frage, so rein theoretisch, für sich selbst beantworten. Das wär dann wohl eher ein Unterfangen, um gemachte Fehler, für die Zukunft zu vermeiden.

Die Frage muss natürlich jeder für sich selbst beantworten.

Wenn ich das für mich versuchte, dann käme dabei wohl heraus, dass ich niemals heiraten würde, zuerst eine Lehre machen und DANN erst ein Studium beginnen würde (und auch fertig machen), und den Grundsatz „Weniger ist Mehr“ von Anfang an zu meinem Lebensprinzip machen würde (und nicht damit warten, bis nach meinem 50. Lebensjahr).

Und so würde ich mir schon wünschen, es nochmal richtiger und besser machen zu können; wohl wissend, dass das ausgemachter Unsinn ist. Zumal man in jeder Lebenssituation der felsenfesten Überzeugung ist, das BESTE gemacht zu haben.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Faszination des Weltall II

Gestern hatte ich HIER ein paar Worte zum Thema „Faszination“ fallen lassen.

Passend dazu habe ich bei www.astronews.com, eher zufällig, einen kleinen Artikel gelesen. DER fragt ….

Wie viel Treibstoff zur korrekten Ausrichtung der Voyager-Sonden ist noch vorhanden?

Für einen weiteren Betrieb müssen die beiden Voyager-Sonden nicht nur über ausreichend Strom für die Instrumente und Sender verfügen, sondern sie müssen auch in der Lage sein, ihre Hauptantenne zur Erde auszurichten, bzw. die Ausrichtung immer entsprechend anzupassen. Dazu verfügen die Voyager-Sonden über kleine Steuerdüsen. In dieser Entfernung von der Erde dürften allerdings keine großen Manöver mehr nötig sein. Die bestehenden Vorräte reichen – so die NASA – daher auch auf jeden Fall noch so lange aus, wie die Radionuklidbatterien einen Betrieb der Sonden ermöglichen werden – aktuelle Schätzungen gehen von etwa 2025 aus. (ds/17. Juli 2017)

Die beiden Sonden werden dann fast 50 Jahre unterwegs gewesen sein. Für uns mehr als ein halbes Leben, sprich Ewigkeit. Für das All grade mal NICHTS. Faszination pur.

Und wenn wir alle nicht mehr sein werden (sei es „verblichen“ oder uns selbst ausgerottet), dann werden die beiden immer noch dahinfliegen, und von einer Spezies künden, die wahrscheinlich nicht mehr existiert. Trotz aller Götter und Einmaligkeiten, die sie sich selbst zugeschrieben hatte. Eher keine Faszination.

Schade nur, dass die beiden niemals jemanden treffen werden, der jene Datenplatte lesen kann, die sie mit sich führen. Die Wahrscheinlichkeit, in der absoluten Unendlichkeit des Alls einen Planeten mit Leben anzufliegen, ist unendlich gering.

Es grüßt,
das Smamap 
(www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Faszination des Weltall

Das Weltall, und insbesondere unser Sonnensystem, fansziniert mich von jeher.

Und wenn ich dann so ein Video, wie das hier sehe ….

…. „aufgenommen“ von der Sonde New-Horizons beim Vorbeiflug am Planeten Pluto (wobei man Pluto im Moment nicht mehr als „Planeten“ bezeichnen darf/soll), dann ist das eben Faszination pur.

Ein Himmelskörper hängt frei im Weltall. In der unendlichen Schwärze desselben. Einfach SO. Entstanden aus dem Nichts, so scheint es.

Und wir sehen ihn das erste Mal. Seine Oberflächen, seine Formen. Noch nie war ein Mensch dort. Unendlich fern (zumindest für unsere Verhältnisse), doch wir haben es geschafft dorthin zu kommen. Zumindest mit einem Fluggerät.

Die „Schwärze“, die ich oben erwähnte, stimmt zwar SO nicht ganz, weil eben doch Licht unserer Sonne dort hingelangt; wenn auch nicht viel.

Und so sehen wir also Pluto.

Entstanden aus demselben Sternenstaub, wie alle anderen Himmelskörper in unserem Sonnensystem.

Es ist dieses unentdeckte Land, das uns lockt, und das wir doch niemals erreichen werden. Und es ist diese riesige Aufgabe, die dahinter steckt, wenn es darum geht, mit einer Sonde dorthin zu gelangen.

New Horizons war 9 Jahre unterwegs, um zu Pluto zu gelangen. Von 2006 bis 2015.

Mit derselben Faszination stelle ich mir vor, wie die beiden Voyager Sonden mittlerweile jenseits unseres Sonnensystems unterwegs sind. Sie sind unterwegs seit 1977. Also 40 Jahre. Und haben doch kaum unser Sonnensystem verlassen.

Auf diese Weise können wir nicht einmal annähernd erahnen, wie riesig groß dieses Weltall ist, und wie irrsinnig verschwindend klein sich unsere Erde dagegen ausnimmt.

Und an solchen Stellen schüttele ich immer den Kopf bei der Vorstellung, dass wir Menschen hier sitzen, und uns einbilden, ein „Schöpfer“ habe all dies geschaffen, mit uns Menschen als Mittelpunkt.
Wie sehr werden wir unser Denken verändern müssen, sobald wir einmal erkennen, dass es sich völlig anders verhält und wir Menschen nichts anderes sind, als ein unendlich winziger Bestandteil dieses Weltalls.
Wobei wir es zuvor geschafft haben werden, uns selbst zu vernichten; wodurch sich jegliche Überlegungen dieser Art erübrigen.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Lachen und bibbern im Kino ….

Gestern war Kino angesagt.

Kino mal anders.

Gegeben wurde „Schweinskopf al dente“.

Seines Zeichens die Verfilmung von Rita Falk’s Buch zu Kommisar Eberhofer (war er da schon Kommisar? Bin mir da jetzt gar nicht so sicher).

Wer das jetzt alles nicht zusammen bringt ….
Das Ganze fand im Freien statt. Ein örtlicher Radiosender hatte in Zusammenarbeit mit der Kommune und örtlichen Geschäftsleuten für die Menschen ein paar Tage Freiluftkino organisiert.

Eintritt frei.

Und da es etwas dauerte, bis es dunkel genug war, dass man was auf der „Leinwand“ erkennen konnte, startete der Film dann auch pünktlich um 21:45 Uhr, und nicht, wie man mir vorher gesagt hatte, um 20:15 Uhr.

In weiser Voraussicht hatte ich Pulli und Jacke angezogen. Na ja, Winterschuhe, Schal und Decke wären nicht schlecht gewesen. Aber wer rechnet denn mit SOWAS???

Aber es war ein toller Abend. Viel gelacht. So wie halt immer mit Rita Falk. Ich kenne zwar alle ihre Bücher, aber es is immer wieder zum Brüllen. Und ich fühle mich da immer gleich in die ehemalige Heimat versetzt. Schließlich war ich ja 20 Jahre in Niederbayern.

Aber da wollte ich jetzt gar nicht hin.

Also …. Lachen war angesagt. Und eben auch bibbern. Gottseidank war ich mit Lachen und Konzentration so beschäftigt, dass mir das Bibbern gar nicht so recht auffiel.

Genial fand ich die Besetzung des Vaters vom Eberhofer mit „Eisi Gulp“. Den Typ gibt’s also immer noch. Ich fand ihn schon in meiner Jugend genial. Aber da wollte ich jetzt auch gar nicht hin.

Gelegentlich musste ich zwar pausieren, und mich Richtung Toilette begeben, weil meine Blase sich nicht mehr auskannte ob der jahreszeitlich ungewöhnlichen Temperaturen.

Ich war eher spät eingetroffen. Deshalb ergatterte ich auch nur noch einen Stuhl in einer der letzten Reihen. Ein banaler Gartenstuhl der Marke „Plastik“. Weiter vorne, die hatten Gehobeneres. Wohlgeformte Stühle (aber auch aus Plastik), in die man irgendwo 2 Teelichter einsetzen konnte, um sich und den Stuhl zu wärmen.

Dumm gelaufen. Aber wenn ich mir so überlege, dass ich dann noch 1 Stunde länger dagesessen hätte (so von wegen Stuhl ergattern), also statt 1 1/2 Stunden, dann 2 1/2 Stunden, bis der Film angegangen wäre …..

Um 23:30 Uhr war der Film inkl. Werbung und Zwischenpausen dann zuende.

Da stellte ich dann fest, wie kalt es tatsächlich mittlerweile war.

Und so wackelte ich dann nach Hause. „Wackeln“, weil mein fehlendes Gleichgewicht das gar nicht so sehr mag, wenn es a) dunkel und b) saukalt ist.

Ich war dann folglich ganz froh um Mitternacht im Bett zu liegen. Wie lange es gedauert hat, mich einigermaßen aufzuwärmen, hab ich dann nicht mehr mitbekommen, denn ich war ziemlich zügig weg.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Warum Gleichgewicht eine wichtige Sache ist

An der ein oder anderen Stelle habe ich mich schon über das Thema „Gleichgewicht“ ausgelassen.

Bekanntlich habe ich nur noch einen Teil davon, was das Leben beileibe nicht einfach macht. Aber ich komme klar, und mehr soll an dieser Stelle auch nicht darüber gesagt werden.

Dann wurde mir heute mal wieder klar, und zwar über DIESEN Artikel, dass es auch an anderer Stelle ganz essentiell um „Gleichgewicht“ geht.

Damit meine ich unsere Umwelt, und im Besonderen, unser Klima.

Die Natur ist so eingerichtet, dass alles letztlich im Gleichgewicht ist. Gleichgewicht heißt dabei, dass eine Situation erreicht ist, so verstehe ich das, dass keine Veränderung mehr stattfindet. Und diese Grundverfahrensweise der Natur ist in unendlich vielen Variationen, an unendlich vielen Stellen, vorzufinden.

In der Natur war das zB irgendwann mal so, dass die Konzentrationen der Stoffe, etwa die Verteilung des CO2, im Wesentlichen keine Veränderung mehr erfuhr. Es hatte sich damit eine Situation ergeben, die Leben, so wie wir es kennen, ermöglichte.

Und das wäre auch alles wunderbar geblieben, wenn nicht der Mensch angefangen hätte, dieses Gleichgewicht zu verändern. Und wie das halt immer so ist, bringen schon kleine Veränderungen ein Gleichgewicht in große Schieflage.

Beim CO2 war das zB immer so, dass ein gewisses Maß davon sich in der Luft befand, ein gewisses Maß im Wasser, ein gewisses Maß in den Steinen, ein gewisses Maß in Fossilien, ein gewisses Maß in Pflanzen usw usf.

Das war viele Mio. Jahre lang so der Fall, so dass sich an diesem Gleichgewicht kaum etwas änderte.

Und dann fing der Mensch vor etwa 200 Jahren damit an, einerseits die fossilen Brennstoffe, wie das Erdöl zu verbrennen, und damit das CO2, das dort gespeichert war, freizusetzen. Und Gleichzeitig begann er damit, in großem Stil Wälder zu vernichten, und damit die Fähigkeit der Natur zu verringern, CO2 aus der Luft zu entnehmen.

Man braucht keine 5 Finger, um sich auszurechnen, was das bedeutet. Es führte schlicht und ergreifend dazu, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre wesentlich anstieg, und das bisher bestehende Gleichgewicht damit aus den Fugen geriet.
Früher hatten wir, wenn ich das richtig erinnere, eine Konzentration von 280 ppm, und heute von über 400 (parts per million, also Teile pro Million Luftmoleküle).

Das Problem dabei ist, dass ein relativ geringer Anstieg reicht, um jegliche Gleichgewichte aus selbigem zu bringen (und das war NUR das Bsp. CO2).

Um dies zu erkennen, benötigt es keine Wissenschaft.

Welche Konsequenz daraus folgt, ist an einem Bsp., das ich kürzlich las, sehr schön erklärt:
Man stelle sich vor, da sei eine Badewanne voll Wasser (sagen wir 200 Liter). Jemand öffnet den Abfluss, wodurch (sagen wir) 10 Liter Wasser pro Minute abfließen. Gleichzeitig öffnet er den Zulauf, wodurch 10 Liter pro Minute hinzufließen.
Somit haben wir ein Gleichgewicht. Es fließt genausoviel Wasser ab, wie hinzufließt. Der Wasserstand bleibt immer gleich.

Jetzt geht jemand hin, und gießt immer wieder einen Zahnputzbecher voll Wasser hinein. Sagen wir jede Stunde einen. Damit steigt der Wasserspiegel unweigerlich an.

Ein Zahnputzbecher voll Wasser, ist, im Vergleich zu den 200 Litern in der Wanne, enorm wenig. Und trotzdem reicht die geringe Veränderung durch den Zahnputzbecher dazu aus, um die Wanne zum Überlaufen zu bringen.

Wie lange es wohl dauert, bis das Klima überläuft?

Es dauerte Mio von Jahren, bis all das Erdöl aus Fossilien geschaffen war. Wieviel CO2 damit gebunden wurde, um einmal bei diesem einzelnen Bsp. zu bleiben, ist fast nicht vorstellbar.
Und wir Menschen sind dabei, all dieses CO2, das über Jahrmillionen eingelagert wurde, innerhalb, vergleichsweise, sehr wenigen Jahren, wieder freizusetzen.

Es ist sicherlich so, dass die Menge pro Jahr, vergleichsweise sehr wenig ist, bezogen auf die gesamte Erdatmosphäre. Das Bsp. mit der Badewanne jedoch zeigt, dass nur eine geringe fortdauernde Änderung erforderlich ist, um ein großes Gleichgewicht zu zerstören.

Und unser Problem ist, dass wir damit immer weiter machen.

Und lange bevor wir damit fertig sind, haben wir soviel Schaden angerichtet, dass er nicht mehr behoben werden kann.
Va auch deswegen, weil viele andere Bereiche auf dieses Gleichgewicht eingestellt sind. Welche Kettenreaktionen so etwas anstößt, ist nicht vorstellbar.

Und so gibt es zahllose Gleichgewichte, die wir stören bis zerstören. Von allen diesen in Unordnung geratenen Gleichgewichten werden WIR, als Mensch, negativ betroffen sein.
Vermutlich der erste Fall, der eintreten wird, werden die steigenden Meeresspiegel sein. Durch unser Verhalten schmelzen sämtliche Eismassen dahin (was nicht zuletzt AUCH mit dem steigenden CO2-Gehalt zu tun hat). Auch dieses war bis dahin ein Gleichgewichtssystem, in dem die Wassermassen gleichmäßig auf verschiedene Bereiche verteilt waren (zB Atmosphäre, Pflanzen, Meere, Eismassen).

Dessen allem sollte sich jeder bewußt sein, der jeden Tag x-mal in sein Auto steigt, und eine Unmenge verschiedenster Schadstoffe zum Auspuff rausbläst. Mal gar nicht zu reden von der Herstellung eines Autos. Und dies tut jeder Autofahrer über eine Zeitdauer von 50 Jahren bzw. 18.000 Tagen.

Gleichzeitig hat die Natur keinerlei Möglichkeit, das aufzufangen, weil wir gründlich dafür sorgen, dass die Wälder, die dies (auch nur zum Teil) könnten, immer mehr verschwinden.

Und wie gesagt …. das alles ist nur ein Bsp. von sehr sehr vielen, bei denen der Mensch alles durcheinander bringt.

Das nennt man dann menschliche Logik. Es ist die Logik, an deren Ende der Mensch steht. Fragt sich nur, wie lange noch.

Es wär schon sehr viel erreicht, wenn jedem von uns bewusst würde, wie oft er jeden einzelnen Tag viele Dinge macht, ohne Rücksicht auf Verluste auf Seiten der Natur. Wenn wir so weitermachen, und das gilt für jeden Einzelnen von uns, dann steht am Ende mit absoluter Sicherheit, das Verschwinden der Art „Mensch“.

Was dann übrig bleibt, ist die Natur, so wie sie dann noch ist. Denn die kann auch ohne den Menschen überleben.

Es grüßt,
das Smamap

Im Wandel der Zeit

Schon früher hatte ich mal darüber philosophiert, was sich im Lauf der Jahrzehnte so geändert hat; anders gesagt, den Wandel der Zeit darzustellen.

In den 60-er Jahren, und später, waren so manche Dinge noch anders, als sie es heute sind.
Nicht notwendigerweise besser, aber eben anders.

Woran will man den Wandel der Zeit festmachen? Einfach an den Dingen, so wie sie einmal waren?

In meiner Kindheit ging ich noch mit der Kanne zum Tante-Emma-Laden und holte dort Milch. „Tante Emma“ pumpte dann mit der Handpumpe die Kanne voll.

Das Postamt war um etliche Ecken weiter weg. Es war noch ein Postamt. Der Beamte dort ließ einen das auch deutlich merken.

Die Schule war zu Fuß 10 Minuten weg. Na ja, sagen wir 20. Denn die Schritte als Kind waren noch kürzer als Heutzutage. Ein Kind in der Klasse, geboren in einem anderen Land oder zwar hier geboren, aber mit ausländischen Wurzeln, war eine große Ausnahme.

Das Wählscheibentelefon war Standard. Etwas anderes gab es nicht. Sinnigerweise verwählte man sich immer zum Ende der Nummer, und musste die ganze lange Nummer nochmal wählen.

1969 konnte man die Mondlandung im TV sehen. Das war damals eine Revolution. Wenn man die Bilder heute betrachtet, kann man nichts Besonderes mehr daran sehen. Man hat es ja auch schon hunderte Male betrachtet.

Im TV gab es ARD, ZDF, BR und wenn man Glück hatte, noch ORFI. Wenn die Wetterlage es hergab, konnte man, mehr schlecht, wie recht, noch ORFII empfangen.

Selbstverständlich, musste man zum Umschalten noch aufstehen, und am schwarz-weiß-Fernsehgerät denn Knopf drücken.

Im Haushalt hatte es, wenn überhaupt, EIN Auto.

Jede Woche tönte durch das Mietshaus (12 Parteien) der Bauer, der Kartoffeln feil bot.

An jedem Eck stand eine Telefonzelle. Für 20 Pfennige konnte man kurz mal 2 Sätze loswerden. Das reichte ja auch.

Ach ja …. die Preise ….
Die Halbe Bier kostete 1 Mark 20, ein Liter Sprit 25 Pfennige. Der Brief 20 Pfennige, und die Breze 10 Pfennige. So in etwa zumindest.

Die Menschen hatten noch Zeit. Hatte jemand kein Telefon, dann schrieb man einen Brief. Es dauerte 3-4 Tage, bis der ankam. Alles kein Problem.

Wenn man per Katalog etwas bestellte (zB Neckermann), dann schrieb man da hin, und erhielt das Bestellte ca. 2 Wochen später. Wenn man Glück hatte, kam auch das, was man bestellt hatte.

Der Sommer dauerte durchgehend meist 8 Wochen. Gemeint sind 8 Wochen Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Unwetter waren die Ausnahme. Standard war eher, jeden Tag von früh bis abends am Badesee zu verbringen.

Die Weihnachtsferien dauerten 1 Woche. Im Winter hatte es IMMER Schnee.

Die Kinder gingen Samstags zur Schule.

In der Schule konnte es sein, dass man noch Bekanntschaft mit der Rute machte.

Nachmittags traf man sich immer draußen mit Freunden, spielte Ball, Verstecken oder saß einfach zusammen.

Den Luxus einer Toilette, die IN der Wohnung lag, hatten bei Weitem nicht alle. Manchmal lag die Toilette im Hausflur. Jede Etage hatte eine. Das war allerdings damals schon nur noch in den alten Häusern so,

Meine Großeltern hatten schon eine in der Wohnung. Allerdings auch nur deswegen, weil mein Opa als gelernter Maurer, eine angebaut hatte.
Baden wir einmal in der Woche in der „Waschküche“. Die befand sich im Nebengebäude. Dort wo auch Wäsche gewaschen wurde.

Ich war wohl die erste Generation, für die es normal war, dass die Eltern in einer Mietwohnung wohnten, wo es all das innerhalb der Wohnung gab.

Fotographiert wurde mit einer 0815-Camera, in der sich ein Film befand, der, sobald er aufgebraucht war, zum Entwickeln gebracht werden musste. Bis man die Bilder dann in der Hand hielt, vergingen etwa 2 Wochen.

„Der Größte“ hieß Cassius Clay.

Armstrong war entweder der auf dem Mond oder der mit Trompete.

Mein Vater fuhr zuerst einen Opel Kadett und dann einen Audi 60.

……

Und SO könnte die Liste wohl noch endlos fortgesetzt werden.
Es ist höchst interessant, sich mal so in Erinnerung zu rufen, wie es damals war, was es damals alles noch nicht gab, und man nie für möglich erachtet hätte.

Hätte mir damals jemand von Smartphone, PC, riesigen flachen Fernsehbildschirmen und Dergleichen erzählt, ich hätte ihm einen Vogel gezeigt.

Allerdings kann man sicherlich nicht sagen, dass damals alles besser gewesen sein.
Ich finde es schön, die damalige Zeit erlebt zu haben – sagen zu können, wie es einmal war – den heutigen Jungen etwas darüber erzählen zu können.

Warum ich das schön finde? Nun – ich denke, damals war alles etwas ruhiger. Und heute, wo ich in die Jahre gekommen bin, versuche ich ein Stück dieser Ruhe im Alltag zu finden (auf die Art, wie es heute ist, denn jede Zeit hat wohl ihre eigene Ruhe), ohne dabei aber auf gewisse Annehmlichkeiten, die die heutige Zeit bietet, verzichten zu wollen.

Wandel der Zeit

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Bilder die keine Welt bedeuten ….

Von Zeit zu Zeit macht man Bilder, die einem besonders scheinen.

Man verwendet sie dann nicht, weil sich nicht so recht ein Beitrag dazu anbietet.

Hier mal eine Abfolge (sicher nicht berauschend, ob der verwendeten (Tablet)Camera, und ob des Bildermachers):

Bilder

Einen Cappu genießen …. was gibt es Schöneres?

Bilder

Die Lampe, die im Baum wächst

Bilder

Das große glänzende Blatt im Teich …..

Bilder

…. die Blüte dazu

Bilder

Antenne, deren es einst so viele gab

…. und dann sollte da noch das Bild eines Regenbogens sein, das ich jedoch in den Tiefen des Tablets nicht mehr gefunden habe.

Bilder wären da viele …. wo auch immer sie sind.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Dereinst wird er gehen …..

Angeregt durch DIESEN Beitrag, dachte ich mir, ich sollte über ihn schreiben. Und zwar in der Zeit, in der er noch hier ist. Ähhhh …. eig „dort“.

Leider habe ich aktuell nur das folgende Bild von ihm ….

…. und einen Namen hat er auch …. BÄRLI.

Ich kenne ihn jetzt seit gut 12 Jahren und tue mich immer schwer, zu erinnern, wie alt er jetzt eig ist.

Mittlerweile ist er ein alter Herr, und wenn man ihn streichelt, dann fühlt man die alten Knochen, die er unter dem Fell trägt.

Er hat schon viel erlebt und er ist der Letzte der alten Garde.

Es gibt so einige Artgenossen, dort, wo er lebt. Doch ER ist der Chef. ER steht über allen anderen. Unangefochten.

Und er ist ein lieber Kerl.

Wenn er gehen wird, und der Tag kommt, dann wird das ein trauriger Tag sein. Wegen ihm selbst, deswegen weil er ein Freund war und ist. Und deswegen, weil er für eine „Epoche“ steht. Für eine Zeit, die sehr besonders war.

Und ich werde den Tag nie vergessen, als wir ihn nach 4 Wochen wiederfanden, wo wir doch schon alle Hoffnung aufgegeben hatten. Den Tag, als er mich mit Zähnen und Klauen verletzte, um sich zu wehren, gegen das vermeintliche Übel, als wir ihn, grade noch rechtzeitig, fanden, abgemagert bis zum Letzten.

Damals war ich nicht so sehr glücklich, ob der Schmerzen. Doch unter dem Strich war ich glücklich, dass er wieder da war.

Und er blieb. Ganz im Gegensatz zu anderen (Mensch wie Tier).

Ja, es wird ein trauriger Tag sein, wenn ein Freund geht …..