Ein Stiglitz hat doch den besseren Überblick

Zitat/ Nobelpreisökonom Stiglitz sieht die Weltordnung durch US-Präsident Trump irreparabel geschädigt. Keine Firma könne mehr kontrollieren, was in den USA passiere. Stiglitz hat auch eine Erklärung für den AfD-Erfolg………

Stiglitz sieht im Wahlsieg Trumps und im Erfolg der AfD in Deutschland einen Aufstand der Globalisierungsopfer. „Die Menschen erkennen, dass die Globalisierung für Unternehmen und Reiche super funktioniert hat, aber nicht für die übrigen Bürger.“ Speziell auf die AfD bezogen erklärte er: „Es gibt eine ökonomisch begründete Angst in Deutschland. Es gibt jede Menge Leute, die sehr wenig verdienen, deren Einkommen seit Jahren stagnieren und die sehr unglücklich sind. Die Regierungen haben unterschätzt, wie wichtig ein anständiges Einkommen für die Würde der Menschen ist.“………

Stiglitz forderte zudem einen höheren Mindestlohn. /Zitatende

Hinzufügen möchte ich …

Jene „jede Menge Leut,  die sehr wenig verdienen“ beinhaltet auch all jene Menschen, die immer ihren Beitrag geleistet haben, unverschuldet in Not gerieten, und, entgegen aller Versprechen, dann mit wenig abgespeist wurden, als es darum ging, die gegebenen Versprechen einzulösen. Agenda 2010 machte es möglich.

… und um die geforderten 300 Worte zu erreichen, die ein Beitrag haben sollte, dupliziere ich die obigen Zeilen, den Stiglitz betreffend, hier schlicht nochmal, denn mehr gibt es nicht zu sagen …

Zitat/ Nobelpreisökonom Stiglitz sieht die Weltordnung durch US-Präsident Trump irreparabel geschädigt. Keine Firma könne mehr kontrollieren, was in den USA passiere. Stiglitz hat auch eine Erklärung für den AfD-Erfolg………

Stiglitz sieht im Wahlsieg Trumps und im Erfolg der AfD in Deutschland einen Aufstand der Globalisierungsopfer. „Die Menschen erkennen, dass die Globalisierung für Unternehmen und Reiche super funktioniert hat, aber nicht für die übrigen Bürger.“ Speziell auf die AfD bezogen erklärte er: „Es gibt eine ökonomisch begründete Angst in Deutschland. Es gibt jede Menge Leute, die sehr wenig verdienen, deren Einkommen seit Jahren stagnieren und die sehr unglücklich sind. Die Regierungen haben unterschätzt, wie wichtig ein anständiges Einkommen für die Würde der Menschen ist.“………

Stiglitz forderte zudem einen höheren Mindestlohn. /Zitatende

Hinzufügen möchte ich …

Jene „jede Menge Leut,  die sehr wenig verdienen“ beinhaltet auch all jene Menschen, die immer ihren Beitrag geleistet haben, unverschuldet in Not gerieten, und, entgegen aller Versprechen, dann mit wenig abgespeist wurden, als es darum ging, die gegebenen Versprechen einzulösen. Agenda 2010 machte es möglich.

Es grüßt,

das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Wie krank ist die Welt in der wir leben?

Wie krank kann man eigentlich sein?

Da werden in den USA massenhaft Leute angeschossen oder erschossen, und immer noch geht es nicht darum, den Waffenirrsinn zurückzuschrauben.

Mehr noch …. kaum werden die Toten gezählt, schon steigen die Aktienkurse der Waffenhersteller dort. Schließlich werden die Papiere jetzt dann mehr wert, wenn Politik und Hersteller daran gehen, den Leuten klar zu machen, dass sie mehr Waffen brauchen, um sich zu schützen.

Wie krank ist sowas ???

Aber wer im Glashaus sitzt ……
Bei uns sind es die Waffenexporteure, deren Aktienkurse steigen, wenn wieder ein großer Waffenexport in trockenen Tüchern ist. Wieviele Aktienbesitzer sich dann die Hände reiben, möchte ich gar nicht wissen. Die Toten, die all die Waffen nach sich ziehen werden, sind den Aktionären auch diesseits des Atlantiks dann völlig egal.

Da fällt mir ein:
Bei der kürzlichen Bundestagswahl gab es nur EINE Partei, die sich den sofortigen Stopp jeglicher Waffenexporte auf die Fahnen geschrieben hatte. Wie krank …. äh, wie gesund ist sowas (zumindest für die Betroffenen)?

Es grüßt,
das Smamap

Projekt ‚Stromverbrauch reduzieren‘ – Zwischenbericht

Mein Projekt ‚Stromverbrauch reduzieren‘ läuft nach wie vor. Und zwar sehr erfolgreich. Leser meines Blogs kennen mein Faible dafür.

Auch dieses Jahr steuere ich wieder darauf zu, meinen Stromverbrauch bei ca. 450 KWh zu halten.

Das sind dann wieder etwa 200€, die ich dafür ausgebe.

Bevor jetzt wieder jemand mutmaßt, dass ich durch „Stromverbrauch reduzieren“ abends im Dunkeln dasitze oder ohne Heizung: Mitnichten.

Zur Erinnerung … Was hatte ich unternommen, um dieses Ziel zu erreichen?

  • Alle Leuchtmittel durch LED ersetzt
  • PC und TV durch ein Tablet ersetzen
  • Backrohr durch Kleinbackofen ersetzen
  • Elektroherd durch Induktionskochplatte ersetzen
  • Im Sommer Heizkreispumpe abschalten
  • Nachts Internetrouter stromlos schalten
  • alten Kühlschrank durch Stromsparmodel ersetzen
  • Stets Licht ausschalten in Räumen, die man verlässt

Stromverbrauch reduzieren

All diese (und andere) Maßnahmen führten dazu, dass mein Stromverbrauch in die Knie ging, ohne auch nur ein Gramm Komfort einzubüßen.

Sicher sind das z.T. Maßnahmen, die man zuerst erlernen muss. Man könnte auch sagen: Man muss sein Hirn immer dabei haben. Letztlich aber ist es nur ein Lernprozess.

Und wenn man statt einer 80W-Birne nur 8,5W leuchten lässt, oder statt mit einem 70W-TV per Tablet TV streamt, oder statt über 300 KWh pro Jahr nur 120 KWh für den Kühlschrank benötigt etc etc etc, dann spart das, schlicht und ergreifend, enorm an Strom.

Der beste Strom ist natürlich der, den man gar nicht verbraucht.

Stromverbrauch reduzieren

Und das andere Thema ist selbstverständlich, den günstigsten Stromanbieter zu wählen. Den Stromanbieter zu wechseln, ist heute eine der leichtesten Übungen.

Und so geht es nicht nur darum, Strom gar nicht erst zu verbrauchen, sondern auch darum, Anbietern nicht unnötig Geld in den Rachen zu werfen.

Nicht Wenige versuchen den Verbraucher über den Tisch zu ziehen.

Hat man den Verbrauch auf ein gesundes Maß, so weit als möglich reduziert, sucht man sich den Anbieter, der insgesamt am Wenigsten Kohle dafür haben will. Und dies bedeutet (fast) IMMER ein Angebot ohne jeglichen Bonus.

Die Erfahrung lehrt, dass die meisten Anbieter, die einen mit einem Bonus zu ködern versuchen, den man dann am Ende des ersten Jahres ausbezahlt bekommt, einen erstmal monatlich mehr zahlen lassen, um den Bonus dadurch zu finanzieren. Denn zu verschenken haben die auch nichts.

Oft vergessen die Kunden zudem, vor dem ersten Jahresende zu kündigen, und müssen dann zwangsweise die hohen monatlichen Abschläge ein weiteres Jahr zahlen (den Bonus gibt es im 2. Jahr dann natürlich nicht mehr).

Wähle ich einen Anbieter ohne Bonus (auf einem Vergleichsportal wie CHECK24), fahre ich meistens am Günstigsten, und zahle von Beginn an einen günstigen Monatsabschlag.

Wenn ich dann noch darauf achte, dass der Grundpreis (Strompreis setzt sich zusammen aus Preis pro KWh zzgl. Grundpreis) möglichst gering ist, dann habe ich auch vermieden, dass ich einen hohen Jahres-Grundpreis bezahlen muss, auch dann, wenn ich im Verbrauch besonders sparsam war. Manchmal lohnt es sich, ev. „nur“ das zweit- oder drittgünstigste Angebot zu nehmen, wenn sich absehen lässt, dass der Verbrauch zurückgehen wird (etwa weil ein verbrauchsarmer Kühlschrank kommt). Ist eine einfache Rechnung, und man kann es auf solchen Internetseiten in den Preisdetails wunderbar nachlesen. Denn was nützt mir das günstigste Angebot, wenn sich ein reduzierter Verbrauch in den Kosten kaum bemerkbar macht, weil der Grundpreis sehr hoch ist.

In meinem Fall gibt es nahezu dieselben Angebote (200€ pro Jahr), mit einem Grundpreis von 70€ oder aber einem in Höhe von 95€. Ich wähle dann, in der Regel, das Angebot mit dem niedrigeren Grundpreis. Der KWh-Preis ist zwar dann etwas höher, aber über einen niedrigeren Verbrauch kommt das wieder herein

Ansonsten ist das eine Sache von 15 Minuten, und der Stromwechsel ist erledigt.

Es gibt natürlich immer die Möglichkeit den eigenen Verbrauch zu reduzieren. Nur als kleines Bsp….. ich nutze im Winter abends gerne eine Heizdecke. Bei der Anschaffung habe ich auf den Verbrauch (Watt) geachtet, und auch darauf, dass ich den reduzieren kann (mehrstufiger Schalter). Und so stellte es sich heraus, dass mir von den 60 Watt meist 30 Watt reichen, die ich erhalte, wenn ich den Schalter auf der ersten Stufe belasse. Ich hätte auch eine etwas größere Heizdecke mit 80 Watt Leistung haben können (kein mehrstufiger Schalter). Nachdem mir aber die 30 Watt reichen, wären die 80 Watt eine absolute Verschwendung gewesen (an Ressourcen und an Geld).

Anderes Bsp.?
Ich koche mir meinen Tee frühmorgens mit einem kleinen Wasserkocher. Wesentlich mehr Wasser als einen halben Liter kann ich dort nicht hineingeben. Aber mehr brauche ich auch nicht für meinen Tee. Der Wasserkocher hat eine Leistung von 1000 Watt. Nicht 2000 oder was es da alles gibt. Freilich wäre das Wasser mit 2000 Watt auch schneller heiß, wodurch es sich ev. ausgleicht …. NUR …. abgesehen davon, dass ich den Wasserkocher sofort abschalten kann, wenn das Wasser heiß genug ist, läuft ein leistungsfähigerer Kocher dann, wenn ich mal nicht gleich in der Nähe bin, auch mit hohem Stromverbrauch weiter, ohne dass ich diesen benötige.

Letztlich achte ich immer darauf, dass der Verbrauch der Geräte möglichst gering ist lt. Typenschild. Ich prüfe das auch immer, mit meinem Meßgerät, und in aller Regel stimmt es auch. Es bringt zudem ja auch nicht wirklich was, wenn ich 10 Sekunden weniger Zeit benötige, zb zum Staubsaugen, aber wesentlich mehr Strom dabei verbrauche.

Die Effekte, dass Waschmaschinen den angepriesenen Stromverbrauch nur im ECO-Programm realisieren, den kennt man ja mittlerweile. Bis auf wenige Ausnahmen, wasche ich Wäsche immer nur im 40°-Programm. Das reicht völlig.

Und ich lebe noch 😉 😉 😉

Ganz abgesehen davon, dass mein Toplader mittlerweile über 10 Jahre alt ist, und wie eine EINS läuft. Mancheiner hätte sich in der Zeit sicherlich schon eine andere Maschine gekauft. Meine reicht mir immer noch. Hat eine kleine Trommel (genug für meine Mengen), und verbraucht auch nicht mehr, als eine der neuen Maschinen, mit mords Brimborium, der nur unnütz verbraucht. Den Bruch des Deckels vom „Flusensieb“ habe ich durch fantasievolle Reparatur selbst behoben (es gab das Teil nicht mehr). Mit etwas Glück hält das Gerät noch 5 Jahre. Wo gibt es das noch, dass eine Waschmaschine, die ich gebraucht für 100€ gekauft habe, insgesamt über 15 Jahre hält.

Das Thema „Stromverbrauch reduzieren“ ließe sich endlos weiterführen.

Abschließend nur noch das Eine …. auch wenn ich als Single mich natürlich leichter tue, Manches umzusetzen …. möglich ist viel …. es ist nur eine Frage der Übung und des Wollens.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Maschine unkaputtbar – Wertarbeit eben

Spricht man von einem Gerät als „Maschine unkaputtbar“, so ist gemeint, dass sie läuft und läuft und läuft ….

Gemeint ist auch, dass dann, wenn doch einmal etwas fehlt, dies ohne Weiteres reparabel ist, und es auch immer noch Ersatzteile gibt.

Ein gutes Bsp. dafür ist die Kaffee/Cappucchino/Espresso-Maschine von Patrizio. Er sagt, die sei 17 Jahre alt, und ohne Probleme zu reparieren. Für heutige Geräte könne man das nicht mehr sagen.

Beispiele aus einem ganz anderen Bereich, aber ebenso typisch, sind unsere heutigen Smartphones.

Bis vor wenigen Jahren bestanden diese noch aus Einzelteilen, waren also für den Normalanwender noch zerlegbar (klar, Videoanleitungen aus dem Netz, sollte man dazu schon berücksichtigen). Es galt auch hier: Maschine unkaputtbar, sprich jederzeit mit entsprechenden Ersatzteilen instandzusetzen.

Auch der Akku war noch zu entnehmen.

Mittlerweile gehen die Hersteller allerdings mehr und mehr dazu über, diesen Zustand abzuschaffen.

Ein Schuft sei, wer Schlechtes dabei denkt! Natürlich völlig uneigennützig seitens der Hersteller!

Standard ist mittlerweile viel mehr, dass alle 2-3 Jahre ein neues Gerät gekauft werden soll. Unterstützt wird dies dadurch, dass man die Geräte nur noch schwer öffnen/zerlegen und Teile austauschen kann. Und so sind zB. Akkus verlötet.

Wenn also nach 3 Jahren der Akku schlapp macht, und es ein heiden Geld kostet, den in einer Fachwerkstatt austauschen zu lassen, dann kommt meist der Satz zum Tragen …. „das rentiert sich nicht mehr“.

Aber man stelle sich vor, ein Smartphone würde 10 Jahre halten. Die Gewinne der Hersteller würden doch ins Bodenlose sinken.
Gar nicht zu reden von den Dividenden der Aktionäre.
Und wenn man sich jetzt mal kurz ins Gedächtnis ruft, dass das neue iPhoneX schlappe 1.000€ kostet (in der Herstellung allerdings nicht mal 500€), dann empfinde ich es als Frechheit, wenn schon in der Herstellung auf Kurzlebigkeit getrimmt wird.

Es ist eben, wie überall. Es wird nicht auf Langlebigkeit produziert, auf Umweltverträglichkeit oder gar in der Hinsicht, dass auch der Arbeiter in der Fabrik oder dort wo die Rohstoffe gewonnen werden, gleichberechtigt etwas davon hat.

Sondern es wird daraufhin produziert, dass die Gewinnmargen passen.

Das geht solange, bis die Masse der Konsumenten selbst gravierende Nachteile daraus hat. Etwa deswegen, weil sich nach und nach die Rohstoffe erschöpfen, wegen der immensen Mengen an Geräten, die im Laufe der Jahrzehnte produziert wurden; und der horrenden Preise, die sich dann einstellen (Angebot und Nachfrage).

Die heutigen Hersteller haben bis dahin den maximalen Gewinn, der möglich war, daraus gezogen. Mit nur geringer Rücksicht auf Verluste.

Wenn man ehrlich ist, gilt das für sehr viele Branchen. Ob jetzt für Autos, Lebensmittel oder Möbel (oder was auch immer).

Die einzige Alternative, die ich sehe, ist die, dass der Gesetzgeber Riegel vorschiebt. Ganz im Sinne künftiger Generationen. Ob dies allerdings geschehen wird, hinsichtlich der Fokusierung der Parteien, darauf, die nächste Wahl zu gewinnen, muss man sehen.

Akzeptiert würde derlei, zB ein Aufschlag von 100% auf Smartphone-Preise, wohl am Ehesten dann, wenn die Menschen am eigenen Leib erfahren, was die Stunde geschlagen hat hinsichtlich des rücksichtslosen Raubbaus an allem, was dieser Planet bietet (zB Auswirkungen des Klimawandels). Denn die Verschwendung auf diesem Planeten, in ihren manigfaltigen Versionen, ist verrückt, und arbeitet unbeirrt auf EIN Ziel hin …. die Unbewohnbarkeit.

Maschine unkaputtbar

Maschine unkaputtbar, das sollte zuallererst für den Planeten gelten. Dies würde voraussetzen, dass man sehr vorsichtig mit den Ressourcen umgeht.

Und dazu müsste erst einmal ein Sinn dafür geschaffen werden, wie wertvoll das alles ist, was wir aus den Ressourcen gewinnen können.
Aber wie kann etwas wertvoll sein, das (fast) nichts kostet (in Relation zu dem, was viele Menschen an Geld zur Verfügung haben).

Also wäre es an der Zeit, den Dingen den richtigen Wert zuzumessen. ZB auch dadurch, dass jeder Hersteller zu 100% für ALLE Kosten aufzukommen hat, die direkt oder indirekt mit seinem Produkt zu tun haben.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Nach der Wahl ist vor der Wahl?

Das Wahlergebnis war zu erwarten; von daher könnte man erwarten ….. nach der Wahl ist vor der Wahl. Jedoch – ich bin überzeugt, dass das DIESMAL nicht so ist.

Ich hatte mich am Samstag ans Tablet gesetzt und in einer kurzen Tabelle niedergeschrieben, welche Prozentzahlen ich für die größeren Parteien erwarte.

Bis auf 2% hin oder her kam es dann für alle diese Parteien auch so, wie ich das vermutet hatte.

Mein Satz zu Wahlen in einer Demokratie ist immer:

Ein Land bekommt immer das Wahlergebnis, das es verdient.

So auch bei der jetzigen Wahl.

Zum einen ist das Ergebnis ein demokratisch zustande gekommenes, und deshalb zu akzeptieren – wie immer man es ganz persönlich auch bewerten mag.

Zum anderen, so sehr ich die AfD inhaltlich auch ablehne:
Das Wahlergebnis dieser Partei führt dazu, dass es ein WEITER SO nicht geben wird.

Und deshalb gilt eben nicht „nach der Wahl ist vor der Wahl“.

Der Politikbetrieb in Berlin wurde zwar fast schon zum Selbstzweck. Und wie hieß es gestern sinngemäß … die großen Volksparteien haben den Kontakt zu einem Teil ihrer Wähler verloren.

JETZT muß Frau Merkel künftig endlich klar Farbe bekennen und nicht nur moderieren. Die Menschen wollen endlich wissen woran sie sind, und nicht dieses ständige Herum-geeiere. Und die Parteien, die als Koalitionäre zur Verfügung stehen, lassen sich sicherlich auch sehr schlecht moderieren.

Vieles von dem, was in den letzten Jahren gemacht wurde, war gut, aber vieles andere ging an den Menschen auch vorbei.

Und deshalb, finde ich, haben die Deutschen gut gewählt … nicht gleich einen Trump oder ähnlichen Idioten, aber doch einen Schuss vor den Bug.

Und wie ich heute schon mal sagte: Die nächste Zeit wird interessant.
Insofern, was an Regierungs-Koalition kommt, und insofern, wie die Debatten im Bundestag ablaufen werden. Denn die Abgeordneten der AfD müssen dort vor allen Farbe bekennen. Benennen wofür sie stehen. Und sich mit dem auseinandersetzen, was ihnen entgegengehalten wird. Und v.a. auch: Sich benehmen (oder eben auch nicht).

Viele Menschen haben Protest gewählt. Was ich durchaus verstehe, wenn ich mir das so ansehe, was in Berlin ablief, und wenn ich mir ansehe, wie das an den Menschen teilweise vorbeilief.
Dieses Wahlergebnis wird uns die Alternative betrachten lassen, denn es ist einfach, aus dem Dunkel zu feuern, aber sehr viel schwerer und auch kennzeichnender, im Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Zwar ist das in der Oposition immer noch leichter, als in der Regierungsverantwortung, jedoch können sich die Menschen das schon einmal ansehen, was da als Alternative angeboten wird.

Und insofern finde ich den Einzug der Rechten ins Parlament eine gute Sache. Zum einen (ich sagte es schon), weil demokratisch gewählt (und Demokratie hat naturgemäß auch damit zu tun, was einem NICHT gefällt). Aber auch der Inhalte wegen; deswegen, weil sie dort sagen müssen, was für sie Sache ist. Und auch deswegen, weil die etablierten Parteien sich damit beschäftigen müssen, was für die Menschen wichtig ist.
Allerdings haben die Rechten dann heute schon mal mit der Selbstdemontage begonnen. So wie damals die NPD.

Ich finde es (demokratisch gesehen) auch gut, dass die SPD in die Oposition geht (was auch immer man von der SPD halten mag). Denn die stärkste Opositionspartei kann nicht die AfD sein. Zudem tut es einer Volkspartei mit Sicherheit gut, einmal länger nachzudenken.

Bei all der Schwarzmalerei, die heute zu lesen ist, sollte man EINES nicht vergessen:
7/8, sprich über 85% der Stimmen, sind auf andere Parteien entfallen.

Und ich hoffe, dass auch insofern nicht gilt …. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“ …. als nicht noch jemandem einfällt, dass es Neuwahlen geben soll. Denn die Wähler haben entschieden, dass sich etwas ändern muss. Dann sollen auch diejenigen, denen das möglich ist, gefälligst diesen Auftrag annehmen. Die Parteien haben diese Verantwortung auszufüllen. Im Sinne der Menschen. Und nicht darauf bedacht, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Diese könnten nämlich dann ein Ergebnis liefern, das jenseits der Vorstellung ist, und jenseits dessen, was für dieses Land gut wäre.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Manchmal schreibt die Geschichte Geschichten – Über das Ende der DDR

So vor 1-2 Wochen sah ich eine Reportage auf phoenix, dem Spartensender der ARD; es ging darin um das Ende der DDR – speziell um die Ereignisse an jenem 9. November des Jahres 1989, die zur Grenzöffnung führten.

Was ich da vernahm, war spannender als so mancher Krimi.

Man hatte ja gelegentlich schon davon gehört, dass Günter Schabowski an jenem Abend, am Ende einer langatmigen Pressekonferenz, noch kurz über das „neue Reisegesetz“ referierte, und dabei von sich gab, dass dieses „ab sofort“ gelte. Zu dem Zeitpunkt hatte noch niemand begriffen, was dies auslösen würde.

Letztlich führte eine Kombination, aus verschiedenen Abläufen, zu dem, was dann zur totalen Grenzöffnung führte, und sich im Nachhinein als Versehen entpuppte.

Was war geschehen?

Ein Beamter des DDR-Innenministeriums hatte an jenem Tag zusammen mit Offizieren der Staatssicherheit jenes Reisegesetz formuliert. Es sollte damit (allgemeine Ausreisemöglichkeit) wohl versucht werden, die Menschen zu beruhigen, und die damals stattfindenen Auswander-Bewegungen über das benachbarte Ausland in den Griff zu bekommen. Nachdem dieses Reisegesetz vom Politbüro durchgewunken wurde, gab man das Papier an Günter Schabowski weiter, und dieser machte es zum Teil seiner Pressekonferenz an jenem Abend.
Was jedoch übersehen wurde, war, dass es eine „Sperrfrist“ gab. Die Meldung sollte erst früh am nächsten morgen um 4 Uhr bekanntgegeben werden.

Zu dem Zeitpunkt hätten wohl nur Wenige davon Kenntnis genommen. Und jene Wenigen hätte man dann schon an der Grenze entsprechend abgehandelt.
Schabowski aber verkündete das schon am Abend.
Wesentlich war dann allerdings auch, dass so einige Pressedienste das übernahmen, und es als „Grenzöffnung“ bezeichneten. Und schließlich war das dann auch Bestandteil der „Tagesthemen“ in der ARD, die von vielen DDR-Bürgern gesehen wurden.

Dies alles hatte seine Wirkung. Abertausende kamen in der DDR zu den Grenzübergängen. Die dortigen Grenzorgane waren nicht informiert, erreichten zu dieser Zeit auch niemanden mit Kompetenz (jener Beamte im Innenministerium weilte zu der Zeit im Theater), und hatten letztlich keine andere Möglichkeit, als die Grenze zu öffnen.

Das Ende der DDR

Dabei muss man EINEN Mann besonders erwähnen: Harald Jäger, ein Oberstleutnant, der, an jenem Abend, Dienst an der Bornholmer Brücke hatte. Nach mehrfachen vergeblichen Versuchen, eine definitive Anweisung zu erhalten, wie er sich gegenüber den tausenden Menschen verhalten sollte, öffnete er eigenmächtig die dortige Sperre, um Schlimmeres zu verhüten. Schließlich hatte ja auch Schabowski verkündet, dass jederman ausreisen könne.
Und so nahm von dort alles seinen Ausgang.

Als jener Beamte des Innenministeriums vom Theater nachhause kam, und erfuhr, was aus seinem Entwurf des Reisegesetzes geworden war, war alles schon gelaufen.

Das Ende der DDR war quasi über Nacht Geschichte.

Eigentlich war das Alles ein Versehen. Zustande gekommen aus den Abläufen eines politischen Apparates, gewürzt mit Irrtum und zeitlichen Begünstigungen.
Wäre das Alles den Weg gegangen, der eigentlich vorgesehen war, hätte also Günter Schabowski das an jenem Abend nicht bekannt gegeben, dann wäre das Ende der DDR wohl nicht aufzuhalten gewesen, und jenes „Reisegesetz“ erst recht nicht. Jedoch wer weiß, mit welchen Unwägbarkeiten, Problemen und vll auch Opfern das Ganze einhergegangen wäre.
An jenem Abend jedenfalls bekamen die entscheidenden Organe der DDR davon zunächst einmal nichts mit, und als sie es dann mitbekamen, war es zu spät.

Man würde sich wünschen, so manche Dinge auf der Welt würden sich in derartiges Wohlgefallen auflösen. Das Ende der DDR war quasi ein Versehen. Vielen Menschen, die in den fast 45 Jahren zuvor zu leiden hatten oder gar den Tod fanden, hilft dies wenig.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Warum wählen die Menschen, so wie sie wählen?

Heute ist Wahltag und ich frage mich, warum wählen die Menschen, so wie sie wählen?

Hab jetzt dazu keine repräsentative Umfrage gemacht oder gar die Menschen nach der Stimmabgabe, vor dem Wahllokal, befragt.

Nö, ich schließe schlicht aus dem, so wie die Menschen sind, wie sich Menschen in meiner Umgebung äußern, was sie für Meinungen (zu Allerlei) vertreten, und aus Vielem, was es zu lesen gibt.

Also Mutmaßung …. Spekulation. Und wahrscheinlich auch viel Wahrheit.

Warum wählen die Menschen also (meiner Meinung nach).

Der (oder die) eine, wählt so, wie er (sie) immer schon gewählt hat.
Der andere wählt …. nicht.
Wieder ein anderer wählt mal ganz anders, ohne zu wissen, wofür genau „die anderen“ eigentlich stehen.
Noch ein anderer wählt eine Partei, weil ihm das Wahlplakat so gefallen hat.
Noch einer wählt, weil das Bild so sympathisch wirkte.
Einer wählt „die“, weil sich endlich was ändern muss.
Der ganz andere wählt so, wie es der Pfarrer meinte.
Und schließlich wäre da noch der Wähler, der die aktuelle Regierungspartei wählt, weil die dafür gesorgt hat, dass es ihm gut geht.
……

warum wählen die Menschen

Ich schätze mal, dass mindestens 50% aller Wähler in diese Gründe eingeordnet werden können.

Am Ehesten kann ich noch den letzten Grund nachvollziehen. Wobei ich da auch schon so meine Probleme habe.

Viele Wähler beschäftigen sich überhaupt nicht damit, wofür die zu Wählenden stehen, was diese erreichen wollen. Wohl einfach deswegen, weil es ihnen zu mühsam erscheint. Und genau das ist das Problem. Deshalb versuchen die Parteien „den Bauch“ der Menschen anzusprechen. DAS ist am erfolgversprechendsten.

Egal ob die jeweilige Partei für weniger Steuern ist, für mehr Sicherheit oder gegen Flüchtlinge. Es geht immer um ein Gefühl, das dahinter steht.

Eine Umfrage, was genau im Programm der Partei steht, die man gewählt hat, wäre wohl eher niederschmetternd.

Und so bleibt die Frage, ob zum einen der Wähler seiner Verantwortung gerecht wird und zum anderen die Parteien ihrer Aufgabe.

Aber ich gebe zu, bis vor nicht allzulanger Zeit befand ich mich auch bei o.g. 50%.
Diesmal allerdings habe ich zumindest das Wahlprogramm der Partei gelesen, die per Briefwahl meine Stimme erhielt. Mit sehr Vielem von dem, was dort stand, konnte ich mich identifizieren.
Ist doch schon mal ein Fortschritt.

Warum wählen die Menschen also, so wie sie wählen …. nun, ev. wird die Antwort auf diese Frage irgendwann mal sein …. „weil sie vom Programm der Partei überzeugt sind“.
Na ja, irgendwann einmal werden die Menschen auch das Auto stehen lassen.

Aber dann ist es längstens zu spät.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Was haben Parteien und Lemminge gemein?

Diese Frage, Lemminge betreffend, stellte sich mir gestern relativ unvermittelt.

So geschehen, als „Scobel“ auf 3sat lief, jene Sendung, die mitunter recht interessante Themen behandelt/diskutiert.

Gestern ging es um das Thema „framing“.

Wasndas? wird jetzt mancher sagen. Einfach gesagt, geht es um das durchaus menschliche Verhalten, jede Sache, mit der man sich beschäftigt, in einen Rahmen, einen Deutungsrahmen zu stellen. Dabei ist das Bild von einem Bilderrahmen gar nicht so verkehrt.

Jeder von uns betrachtet ein Thema nicht einfach total nüchtern und neutral, sondern rahmt es … umgibt es, interpretiert es mittels der Erfahrungen und Empfindungen, die für ihn damit verbunden sind.

So ist etwa das Wort „Steuern“ nicht einfach nur ein neutrales Wort, sondern für viele etwas Unangenehmes. Ev auch deswegen, weil sehr häufig als „SteuerLAST“ bezeichnet, wodurch framing auch eine sprachliche Dimension erhält (woran auch so manche Partei ihren Anteil hat). Denn wer wird eine Steuer nicht als etwas Negatives sehen, wenn von alters her als „Last“ bezeichnet. Ob es tatsächlich etwas Negatives ist, ist eine ganz andere Frage. Von Steuern werden ja zB auch Schulen gebaut.

Das Gleiche gilt für das Wort „Tempolimit“. Für so manche etwas Negatives, weil sie sich durch ein „Limit“ eingeengt fühlen. Jemand der einen nahen Angehörigen durch Verkehrstod auf der Autobahn verloren hat, wird dies sicher anders sehen.

Jedenfalls ging es bei Scobel dann gestern AUCH um die Parteien und ihren Wahlkampf. Auch da spielt framing eine große Rolle.

Und plötzlich stand der Satz im Raum, dass die Parteien, im Wahlkampf, gegenüber den Wählern nicht ihre unterschiedlichen Strategien, Vorhaben und Sichtweisen präsentieren, bewerben und zur Diskussion stellen, sondern DAS vortragen, auf Plakate schreiben und diskutieren, was die Menschen hören wollen.

Mit anderen Worten, so hieß es, würden die Menschen nicht mehr zu Lemmingen herangezogen, sondern die Parteien laufen den Lemmingen mittlerweile hinterher, versuchen sie einzuholen, und versuchen sich SO zu dem zu machen, was die Wähler wollen.

IST DAS SO?

Geht es nicht mehr um das Programm einer Partei, nicht mehr darum, welche Partei darin das Beste für eine Gesellschaft zu verwirklichen sucht?

Anders ausgedrückt: Die Parteien versuchen nur noch, möglichst Vielen nach dem Mund zu reden, um deren Stimmen einzukassieren?

Dies bedeutete letztlich dann AUCH, dass das alles so wird, wie WIR es wollen. WIR, die Wähler.

Denn die Parteien schauen darauf, was die Menschen so reden und wollen, und richten ihre Reden danach. Machen sich quasi lieb-kind.

Das führt, für mich, zu 2 Fragen ….

  1. Sind wir so dumm oder tun wir nur so? Anders gesagt: Merken wir nicht, dass wir verarscht werden bzw. lassen wir uns sogar bereitwilligst verarschen?
  2. Damit wäre umso mehr Fakt, dass alles das, was passiert auf unser aller Mist wächst. Jegliche Gesetze, jegliche Klimaveränderung, jegliche Handhabung von Problemen. Denn schließlich tun die Parteien genau DAS, was WIR wollen. Lügen wir uns also alle bereitwilligst in die Tasche, wenn wir behaupten, schuld wäre die Politik?

Das alles scheint so zu sein!
Denn wer würde widersprechen, wenn eine Partei das formuliert, was wir wollen, wenn es darum geht, mehr Geld in der Tasche zu haben? Was spielt es da schon für eine Rolle, wenn das Klima vor die Hunde geht, und woanders auf der Welt die Menschen sterben?
Und wenn ich mir die Wahlplakate so ansehe, dann geht es offenbar schon lange nicht mehr darum, irgendein eigenständiges Programm zu verkünden (sehr häufig jedenfalls). (Fast) überall steht nur noch das drauf, was die Menschen wollen.

Das etwas draufsteht, was notwendig ist, etwas wofür eine Partei mit Alleinstellungsmerkmal steht, und wofür sie ganz entschieden wirbt, das habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen.

Wäre das alles so, wogegen sich dann doch etwas in mir sträubt, dann könnte man nur sagen:
Armes Deutschland und arme Demokratie.

Ich hoffe inständig, dass eine Partei demnächst aufstehen wird, und versucht, den Menschen klar zu machen, wohin wir abdriften. Und es gäbe viele Bereiche, in denen wir driften. Und mit einer solchen Partei meine ich keine am äußeren Rand, die, radikaler, auch nur genau das macht, was ich oben beschrieb.

Denn es kommt in Bälde die Zeit, die keine Lemminge braucht, keine Parteien die diesen hinterherlaufen und auch keine Radikalitäten. Die dann kommende Zeit braucht einzig und allein Lösungen. Und diese Lösungen werden unangenehm sein, brauchen aber jemand, der dafür steht.

Bleibt nur zu hoffen, dass ein solcher „Jemand“ verantwortungsvoll mit dieser Aufgabe umgeht. Was ansonsten sein kann, hat uns die Geschichte gezeigt.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)