Das neue Haustier (kurzzeitig)

Jüngst bekam ich ein Haustier.

Ein ganz kleines. Mit 4 Pfoten. Vll 10 cm lang. Irrsinnig schnell.

In zwei Worten: Eine Maus!

Ich weiß nicht, wie ich dazu kam. Jedenfalls, ich wohne im Erdgeschoss, und als ich vor ein paar Tagen in mein Schlafzimmer ging, da sah ich sie.

Sie verschwand kurz hinter den Schrank.

Erstmal erschrak ich natürlich, als sich da plötzlich was bewegte. Dann schloss ich schnell die Tür setzte mich im Wohnzimmer auf die Couch, und überlegte, was zu tun sei.

Mir war schnell klar, dass ich keine Chance haben würde, sie zu fangen. Zu unterschiedlich waren unsere Geschwindigkeiten, zu der wir in der Lage wären. Also verlegte ich mich auf eine List.

Ich würde eine Nacht lang die Anwesenheit meines neuen Haustiers akzeptieren müssen. Aber das mit dem Akzeptieren ist so eine Sache. Ich hatte wenig Schlaf in dieser Nacht. Immer wieder hörte ich den Vierbeiner irgendwo im Zimmer rascheln. Klar war das Vieh intelligent und hielt sich von mir fern, aber ansonsten konnte man das „Gelände“ ja auskundschaften.

Nachdem wir uns halbwegs aneinander gewöhnt hatten, stand ich auf, kippte die Tür zur Terrasse, zog die Jalousie ein stück weit hoch und harrte der Dinge, die da kommen würden.

Wie schon gesagt, mein kurzzeitiges Haustier war schlau!

Irgendwann schlief ich ein, und als ich früh morgens wieder aufwachte (es war schon etwas hell draußen), konnte ich Frau (oder Herrn) Maus nicht mehr wahrnehmen. Er/Sie war offenbar durch die Terrassentür „entkommen“. Zwar war dort ein Fliegengitter angebracht, doch bestand selbiges aus 2 Teilen, die zwar überlappten, doch man konnte dazwischen hindurchlangen. Für eine Maus also keinerlei Hinternis.

Tja, so hatte sich mein neues (kurzzeitiges) Haustier wieder davongemacht. Ich kann nicht sagen, dass ich deswegen wirklich traurig gewesen wäre.

Das Problem war dann temporär nur jenes, dass ich immer noch vermutete, Frau/Herr Maus würde sich irgendwo im Raum noch versteckt haben, und irgendwann würde es wieder zu rascheln beginnen.
Doch kommt Zeit, kommt Überzeugung. Und mittlerweile habe ich auch alles durchsucht, überall gesaugt und ausgewischt.

Angefangen hatte alles ja damit, dass in meinem Vogelhäuschen, draußen auf der Terrasse, kein Vogel saß, sondern eine Maus.
Dass diese mich in der Wohnung besuchen würde, wusste ich da nocht nicht.

Haustier
Ein SEHR kleines Haustier

Weiter so?

In diesen Zeiten wird allerorten die Frage gestellt, ob ein „Weiter so“ Sinn macht.

Wie kommt man auf die Frage?

Es gibt Vieles, was derzeit, aus gutem Grund, nicht möglich ist:

  • Shopping Tour
  • Autokauf
  • Urlaub
  • Möbelkauf
  • Essen gehen
  • Theater
  • Kino
  • Baumarkt
  • und diverses mehr

Diese Liste ließe sich beliebig verlängern.

Offenbar gibt es auf dieser Liste so Einiges, das nicht lebensnotwendig ist. Jedenfalls leben alle noch, die sich kein neues Auto gekauft haben.

Auf der anderen Seite bringt uns diese Zeit des Verzichts einige gute Dinge:

  • Weniger Umweltbeeinträchtigungen
  • Klarere Luft
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Bewußtsein was wichtig ist
  • Geldersparnis
  • etc

Ganz grundsätzlich stellt man fest, was eigentlich gar nicht wichtig ist bzw. worauf man auch so manches Mal getrost verzichten kann.

Bleibt zu hoffen, dass dann, wenn die „Zeit nach Corona“ anbricht, die Sicht nicht verloren geht, was lebenswichtig ist, und was nicht.

Denn ein „weiter so“, also zurück zu all dem, was wir in unserem früheren Leben bedenkenlos zelebrierten, sollte es nicht geben.

Vielmehr sollte der Menschen auch aus der Pandemie lernen. Lernen, was Sinn macht. Sehen, was wir speziell uns selbst, der Natur und der Umwelt antun, mit dem, was wir früher so taten.

Insofern könnte man die Pandemie als etwas sehen, das wir nicht wirklich ändern konnten, jedoch indem wir sie als vorhanden akzeptieren, das Positive, das dieses Unabänderliche hervorbrachte, mitzunehmen.

Und sei es nur das, sich öfter mal in der Natur zu bewegen, und das Auto stehen zu lassen. Oder etwa sich zu fragen, welchen Sinn es macht, sich die Wohnung mit noch ein paar Möbelstücken vollzustellen. Oder das Auto noch ein paar Jahre zu nutzen, denn wenn man weniger damit fährt, hält es auch entsprechend lange.

Zusammenfassend:
Es wäre doch eine gute Sache, wenn Menschen, die während der Pandemie auf einmal wieder die Berge „ganz da hinten“ sehen konnten, dies auch weiter tun könnten.
Jedoch mit „weiter so“ wäre diese Zeit dann schnell wieder vorbei, wenn die Schornsteine der Fabriken wieder Volllast laufen.

Solange bis die Natur erneut zurückschlägt.

Oder glaubt jemand allen Ernstes, dass das Corona Virus deswegen entstand, weil wir uns alle naturgemäß verhalten haben?

ENDLICH Winter

Heute hat er zugeschlagen hier in Oberfranken: Der Winter

Schneit schon den ganzen Tag. Mal heftiger, mal weniger heftig.

Nachdem ich die Aufgabe habe, vor dem Haus zu räumen, damit sich die Mitbewohner gefahrlos bewegen können, werde ich heute abend wohl 4x draußen gewesen sein, um die Wege von Schnee zu befreien.

Nachdem ich gestern schon so etliche Termine abzuarbeiten hatte (Zahnarzt, Corona-Test, Facharztermin, Physiotherapie), und das alles zu Fuß, und dann heute noch mehrfaches Schneeräumen dazu, werde ich spätestens heute abend nicht mehr wissen, wie ich heiße.

Somit also morgen ein Freitag, ohne etwaige Aufgaben. Regeneration unausweichlich. Ansonsten spielt mein Körper infolge meiner Krankengeschichte nicht mehr mit. Was das bedeutet, wenn ich dem nicht Rechnung trage, das habe ich gelegentlich schon erfahren dürfen. Muss ich nicht erneut haben. Für Gesunde freilich nicht ausdenkbar. Hach, was waren das noch für Zeiten, als es hieß … heute mache ich noch dieses und jenes, und wenn ich schon dabei bin, dann auch gleich noch diese eine Sache, die noch unerledigt ist.

SO ändern sich die Zeiten.

Die Stromrechnung naht

Es ist mal wieder soweit, dass die nächste Stromrechnung ansteht.

Der geneigte Leser hat es in der Vergangenheit immer mal wieder mitbekommen, dass ich durch die ein oder andere Maßnahme meinen Stromverbrauch reduziert habe, ohne auf etwas zu verzichten.

Damit habe ich meinen Stromverbrauch halbiert.

Die letzte Aktion war, meinen Stand-PC durch ein Notebook zu ersetzen. Der Stand-PC verbrauchte etwa 130 Watt. Das Notebook nur noch 50. Die Ersatzbeschaffung war aus anderen Gründen erforderlich, und so hat mich niemand daran gehindert, das Nützliche mit dem sparsamen zu verbinden.

In meiner Wohnung gibt es all das, was es überall anders auch gibt. Sei es ein Flachbildfernseher, ein WLAN-Router, ein Wasserkocher, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine etc etc.

Jedoch habe ich mir bei jeder Neuanschaffung Zeit gelassen. Die Werte verglichen. Als Bsp. mag dienen, dass ich mich letztlich für einen Kühlschrank entschieden habe, mit Gefrierfach, der keine 95 KWh im Jahr verbraucht … UND er war auch noch relativ günstig in der Anschaffung.

Es ist eine ganze Menge möglich, und ein paar Tricks und Kniffe gibt es auch noch … etwa indem das Wasser für den Wasserkocher aus der Heißwasserleitung kommt. Ev. nicht grade das Optimum, aber allemal wesentlich günstiger, als kaltes Wasser mit Strom aufzuheizen.

Fazit ist, dass es meinen Jahresstromverbrauch auf der Vergleichsseite im Internet, als Vorauswahl gar nicht gibt. Die gehen davon aus, das so ein Haushalt normalerweise das 3-fache verbraucht. Aber es ist halt nun mal so, dass der billigste Strom auf der Stromrechnung derjenige ist, den man gar nicht verbraucht.

Die 40.000 ist geknackt !!!

Da können wir aber mächtig stolz d’rauf sein … wir haben es geschafft die 40.000 zu knacken.

Über 40.000 Menschen sind durch Corona gestorben

2 Dinge dazu

welch unermessliches Leid durch diese Zahl in unserem Land entstanden ist, in all diesen Monaten, kann niemand wirklich erahnen.

UND

all diese Menschen sind gestorben, weil sie durch andere Menschen, aus unserer Mitte, angesteckt wurden

Das Entscheidende aber ist…

diese WahnsinnsZahl hätte sich vermeiden lassen. Und Diejenigen, die das vermocht hätten sind WIR ALLE

Wiederauferstehung Windows7

Kürzlich schaffte ich mir ein gebrauchtes Notebook an und ließ Windows7 Wiederauferstehung feiern.

Na ja, GANZ so ist es zwar auch nicht, aber ich brauchte ein System für eine Software, die nur unter Windows läuft. Und Windows10 kommt für mich nicht in Frage.

So schaffte ich mir ein altes Notebook für schlappe 50 Euronen an, und die Wiederauferstehung konnte beginnen …

Wiederauferstehung
Flottes Teil mit 4 GB und 250 GB Festplatte

… dazu dann ein Windows7 für 5 Euronen …

… und fühlte mich sofort wieder „zuhause“.

Will heißen: Die Installation dauerte ewig und der Download der Updates noch weitaus länger.

Als kleines Dankeschön für die temporäre Rückkehr zu Windows7, hatte Microsoft den internen Virenschutz (Defender) abgeschalten, denn wo kämen wir denn da hin, wenn WindowsNutzer nicht zu Windows10 wechseln würden.

So installierte ich also anschließend diese eine Software, um die es mir ging, schaffte mir nochmal eben einen neuen Akku für das Notebook an (der Alte war wohl schon länger in die Knie gegangen), und konnte die Dinge machen, die ich mir vorgenommen hatte (was mit Softwaretest).

Ach ja, selbstverständlich installierte ich mir noch einen Virenprüfer auf SD-Karte. Den lass ich dann von Zeit zu Zeit von SD-Karte booten und teste das Notebook durch. Das gibt mir den nötigen Schutz. Dabei muss ich zwar immer manuell die WLAN-Verbindung herstellen, damit aktuelle VirenSignaturen beim Prüflauf vorhanden sind, aber auf die 2 Minuten kommt es nicht an.

Irgendwelche Sicherheitsrelevanten Aktionen führe ich mit dem Notebook nicht durch (z.B. Online-Banking, Kreditkartenbestellungen). Dafür ist das System schon zu lange nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt. Solche Dinge bleiben meinem Tablet vorbehalten.

Also Widerauferstehung für 70€. Mehr war nicht nötig. Meinen StandPC hab ich gleichzeitig abgegeben. Für 50€. Also effektiv 20€ ausgegeben (SO gerechnet!).

Ich möchte nicht wissen, was mich ein aktuelles System gekostet hätte. 500€ + vermute ich …

Trumps Amerika

Was mich am Meisten überrascht hat an den letzten Ereignissen in Trumps Amerika, waren nicht die Ereignisse an sich, sondern die angebliche Schockiertheit der „Experten“, Kommentatoren und Politiker.

Hat denn allen Ernstes jemand etwas anderes erwartet?

Wenn da ein Mann an der Spitze des Staates sitzt, und 4 Jahre lang lügt und betrügt, dass sich die Balken biegen, sich die Wahrheit nach seinem Gustus zurechtzimmert … anders gesagt, extreme Meinungen vertritt, und den, teils extremen Anhängern, die ihm zujubeln Honig ums Maul schmiert, sie verbal unterstützt, Verträge bricht, und noch so Einiges mehr, von dem wir sicher gar nichts wissen … wenn alles das passiert, ist es da überraschend, dass sich diejenigen, die sowas gut heißen, das als Antrieb dazu verwenden, zu tun, was immer ihnen angebracht erscheint?

Dieser Mann in Washington hat den Boden dafür bereitet, dass Extreme an die Oberfläche kommen, indem er sie vorlebte. Dies kann dann auch bedenkenlos überall geschehen, denn die Akteure haben ja einen Unterstützer an oberster Stelle, der sie beschützt.

Das wäre ungefähr so, wie wenn ein AfD-Mann Bundeskanzler wäre, der dann natürlich versucht, die Ansichten und Vorhaben seiner Partei, durchzusetzen. Welcher Art diese Dinge wären, muss nicht weiter ausgeführt werden.

Und in den USA, ist so ein Populist an die Macht gewählt worden. Noch dazu einer, der an Narzissmus und Egoismus Seinesgleichen sucht. Ein Kranker eben. Der Mann auf der Straße, der sich so verhält, würde psychiatrisch untersucht werden.

Und dort steht dieses Land jetzt: An einem Punkt, an dem bestimmte Verhaltens- und Verfahrensweisen salonfähig gemacht wurden. Schlimmer noch … die Partei, die hinter ihm steht, hat nichts getan, um auch nur das Geringste zu verhindern. Zu sehr war man dem Bestreben verhaftet, die eigenen Chancen zu maximieren.

Das Schlimmste, finde ich, ist, dass ein politisches Handeln zelebriert wurde, bei dem etwas völlig Unwahres behauptet wird, ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu liefern, und dies durch ständiges, wiederholtes Behaupten zur Tatsache hochzustilisieren. Weiterhin ohne den geringsten Beleg zu liefern.

Es bleibt nur zu hoffen, und darauf hoffe ich sehr, dass diesem Menschen der gerechte Lohn für sein Handeln zuteil wird. Durch sein Amt genoss er praktisch Immunität. Diese endet am 20.01.2021. Es gibt da so Einiges, was ihn einholen könnte. Und das amerikanische Justiz-System hat sich, einmal mehr, als unabhängig erwiesen. Es täte diesem Land gut, wenn es sich selbst und der Welt zeigt, dass es anders ist, als „Trumps Amerika“.

Oder um mit Trump zu sprechen: Justice will surely do a great job.

Viele Leute begreifen nicht

Heute eine Diskussion verfolgt und (mit)geführt, die ganz deutlich zeigt, dass viele Leute immer noch nicht begriffen haben.

Es ging um die 15 KM Corona Regel, wonach die Menschen nicht mehr weiter als 15 KM vom Wohnort weg sein dürfen (zumindest in den Gebieten, in denen die Inzidenz über 200 liegt).

In besagter Diskussion ging es doch glatt darum, dass der Einzelne nur schwer beurteilen könne, was GENAU denn nun zu rechnen sei, und ab welchem Punkt, und wann also die 15 KM erreicht wären. Und da wurde natürlich auch gleich ein Grenzfall skizziert, zu einem Ort, der ganz hier in der Nähe ist.

Es scheint immer noch nicht angekommen zu sein (bei Manchen zumindest), dass es nicht darum geht, eine Regel auszulegen oder auf den Meter genau zu berechnen, ob man das noch dürfe. Sondern darum, schlicht keine Kontakte zu haben, egal wie weit jetzt etwas weg ist.

Mein Einwurf war, dass es darum ginge, ganz grundsätzlich zu überlegen, ob ein „Unterwegssein“ unbedingt, zwingend, lebensnotwendig sei. Völlig unabhängig davon, ob etwas jetzt 2, 3, 5 oder 10 KM entfernt sei.

Insofern stellt sich die Frage überhaupt nicht, WO denn diese 15 KM erreicht wären.

Anders gesagt: Es gibt leider immer noch zu viele Leute, die versuchen, die Regel auszureizen. Zu ihrem Vorteil.

Mein Sohn würde sagen: Hey Alter, wann checkst du endlich, dass der Typ im Krankenhaus nicht deswegen verreckt ist, weil du jetzt einen KM weiter gefahren bist; sondern deswegen, weil du überhaupt unterwegs warst.

Und ich meine tatsächlich, dass es daran krankt, dass viele auf die Regel schauen, wie die Maus auf die Schlange, und nach Ausweg suchen. Dabei sollten sie auf die 40.000 Corona-Toten schauen, denn es hat seinen Grund, warum die gestorben sind.

Das vernetzte Zuhause

Es war das ausgerufene Ziel, das vernetzte Zuhause zu realisieren. Wie weit sind wir gekommen?

Ich meine hier nicht, dass der Kühlschrank eigenständig Lebensmittel bestellt. Sondern vielmehr die Unterstützung des Menschen in seinen Aufgabenstellungen. Und dabei möglichst so, dass man dafür nicht erst eine Stange Geld ausgeben muss. Im Gegenteil … es sollten vielmehr Kosten eingespart werden.

Also mal sehen, was ich heute so habe in dieser Richtung:

Da wären zum einen elektronische Heizkörperthermostate. Wobei ich davon abgesehen habe, da eine echte Vernetzung zu realisieren, weil sowas wegen der „Schaltzentrale“, die viele Hersteller voraussetzen, viel zu teuer ist. Jedoch ein Thermostat, in dem man Heizprogramme einstellen kann, hilft effektiv Energie zu sparen. Also etwa dergestalt, dass der Heizkörper Nachts auf 19° läuft und tagsüber auf 22°. Ohne dass ich vergessen könnte, Nachts runter zu drehen.

EINEN Thermostat hatte ich in Bluetooth-Ausführung erworben, weil im Sonderangebot, aber die Ansteuerung per App vom Smartphone aus, brauchte ich höchst selten, und zudem ist genau dieser Thermostat nach 2 Jahren „abgeraucht“.

Dann wäre da die Lichtsteuerung. Über „Alexa“ und WLAN. Wenn ich also mit vollen Händen zur Haustür reinkomme, genügt ein „Alexa, Licht“. Oder beim Kochen mit fettigen Händen. Das Meiste, was ich dazu benötigte, war schon da. Nämlich der Echo Dot und ein WLAN-Router. Ich brauchte also „nur“ WLAN LED-Birnen. Die waren klarerweise teurer als normale LEDs, aber hielt sich in Grenzen. Seitdem läuft das völlig problemlos.

Ebenso meine WLAN-Steckdosen. Da ist zB der Flachbild-Fernseher dran angeschlossen. Ein kurzes „Alexa, Fernseher an“ genügt, und das Gerät, das keinen echten Ausschalter besitzt, hat Strom.

Solche WLAN-Steckdosen oder auch die WLAN-Beleuchtung, verbraucht natürlich etwas Strom im Standby. Aber das ist derart minimal, dass man dann, wenn man 2 – 3 mal im Jahr vergessen würde, den Fernseher Nachts stromlos zu machen, mehr verbrauchen würde.

Dann wäre da noch mein WLAN-Drucker. Ein Drucker, der ganz normal an einen PC (den ich nicht habe) an USB angeschlossen werden könnte. Er steht bei mir im Eck, und harrt dort der Druckaufträge, die vom Notebook, Smartphone, Tablet oder RaspberryPi kommen. Keinerlei Kabel … geht alles über WLAN. Stromanschluss hier über Steckdose mit manuellem Schalter … ich benötige den Drucker ziemlich selten!

Keine Vernetzung, aber eben doch eine Vereinfachung, sind die beiden Bewegungsmelder in Bad und Vorratskammer. Die Zeiten sind vorbei, dass man desöfteren das Licht brennen ließ, um das Stunden später zu bemerken. SO schaltet sich das Licht automatisch ein und nach einer eingestellten Zeit wieder aus. Anzumerken bliebe, dass man den Anschluss des Bewegungsmelders lt. Anleitung schon bewerkstelligen können sollte. Anders gesagt, man sollte wissen, was man tut.

Komme ich abschließend noch zu „Alexa“ (ich hatte „sie“ ja schon erwähnt). Anfänglich hatte ich sehr gezögert bzgl. der Anschaffung, denn es wurde ja geunkt, es könnte sein, dass hier sämtliche Gespräche aufgezeichnet würden. Mittlerweile möchte ich das Ganze nicht mehr missen. Irgendwelche Aufzeichnungen sind ausgeschlossen (dazu sind die weltweiten Überprüfungen viel zu eingehend und umfangreich), und mein Pizzabäcker oder der Paketbote kennt von mir mit Sicherheit mehr Daten.

Genau genommen muss man ja unterscheiden zwischen der Hardware (also zB der Echo Dot) und der Software (Sprachsteuerung Alexa).

Jedenfalls ist das Ganze doch eine ziemliche Erleichterung. Auf Zuruf höre ich Musik, schalte das Licht ein, bestücke meine Einkaufsliste (welche ich dann auf dem Smartphone im Geschäft abarbeite), erkundige mich bzgl. der aktuellen Nachrichten, des Wetters oder nach dem Stand meiner Bestellung.

Was noch nicht geht, ich aber gern hätte, ist die sprachliche Anbindung eines Thermometers, so dass ich auf Zuruf über die Außenthemperatur unterrichtet würde. Im Winter wüßte ich zB, ob Schnee zu räumen oder Salz zu streuen wäre. Momentan habe ich das anders gelöst, nämlich ein solches Thermometer per Bluetooth an mein Smartphone angebunden, so dass ich mir dort Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzeigen lassen kann. Für Alexa gibt es das seltsamerweise noch nicht, aber ich vermute, dass die Realisierung noch zu aufwendig ist. Wobei – geben tut es das schon, aber zu einem horrenden Preis und nur über schon erwähnte Steuerzentrale, die über erhebliches Geld vom namhaften Hersteller erworben werden müsste.

Bestimmt habe ich da jetzt was vergessen, was ich hier noch am Laufen habe. Manches ist mittlerweile derart selbstverständlich, dass man es schon gar nicht mehr wahrnimmt.

Mir fällt da zB grad ein, dass ich eine Software namens EssentialPIM nutze (Persönlicher Informations Manager). Läuft auf sämtlichen Geräten (Smartphone, Tablet, Notebook) und verwaltet meine Termine, Kontakte, Passwörter (verschlüsselt), Aufgaben und Notizen. Sämtliche Geräte synchronisieren sich untereinander, so dass ich, egal welches Gerät ich grade dabeihabe, immer die aktuellen Daten zur Verfügung habe. Also kann ich unterwegs zB kurz beim Arzt anrufen, einen Termin zu einem freien Zeitpunkt vereinbaren, der noch vor dem geplanten CT beim Facharzt liegt, um alles Erforderliche (zB Blutwerte und Unterlagen) vorzubereiten. Das Alles ist in 2 Minuten erledigt, ohne dass ich erst darauf warten muss, dass ich zuhause bin, um die erforderlichen Daten nachzuschlagen … ist alles „am Mann“.

Ev. sollte ich mal einen Beitrag schreiben, was EPIM alles für mich tut.

Alles in allem habe ich mein Zuhause (im weitesten Sinn) soweit vernetzt, wie es für mich passt/sinnvoll ist. Wobei „vernetzen“ für mich eher die Bedeutung von „vereinfachen“ hat und „einsparen“.

Aber das war in der menschlichen Geschichte immer schon so. Nämlich dass der Mensch versucht hat, sich die Dinge zu vereinfachen. Nur geht es heute nicht mehr um den einfachen Seilzug, sondern eher um den digitalen Seilzug, der es einem ermöglicht, die Last einfacher anzuheben.

Wobei es dabei gilt, den Umweltgedanken im Blick zu behalten. Denn „damals“ spielte es keine Rolle, wieviele Ressourcen der Seilzug verbrauchte. Heute ist das etwas anders. Denn heute steht der Umweltgedanke im Vordergrund. Sollte er zumindest. Denn sonst könnte es sein, dass wir nicht mehr allzuviele (digitale) Seilzüge erbauen.