Multiculti in Reinkultur

Heute auf einen Cappu gewesen im Cafe meiner Wahl und dort Multiculti in Reinkultur erlebt.

Hinter mir und neben mir saß ein Mitbürger türkischer Abstammung, mir schräg gegenüber saß jemand, der aus dem Sudan stammte, weiter hinten jemand, der ursprünglich aus dem Libanon kam, der Besitzer des Cafe war geboren in Italien, und meinereiner so direkt in Bayern; multiculti halt.

Und wir alle unterhielten uns in tiefstem ….. Deutsch.

Fand ich total Klasse !!!!

Wir einigten uns darauf, dass wenn jetzt die Türe aufginge, und Mister T reinkommen würde, wir ihn alle zusammen auf die Straße beförderten.

Ach ja, ich vergaß, was aber nicht wichtig ist …. mindestens 2 der 6 Anwesenden sind Arbeitgeber, haben hier in Deutschland eine Heimat gefunden, sind seit langer Zeit hier und Teil unseres gemeinsamen Landes geworden.

Es grüßt,
das Smamap

Die Götter in weiß haben immer recht

Eine gute Bekannte besucht derzeit die Götter in weiß, sprich, sie ist im Krankenhaus und wird operiert.

Götter in weiß

Hintergrund: Sie war auf Eis gestürzt, und hatte sich die Kniescheibe gebrochen.
Erste Anlaufstation war das MVZ (medizinisches Versorgungszentrum) gewesen, das dem Krankenhaus angeschlossen ist.
Dort vermittelte man ihr zunächst ärztlicherseits, dass sie jetzt eine Stabilisierungsschiene tragen müsse, und 2 Wochen später zur nächsten Röntgenaufnahme kommen solle. Weiter erhielt sie keine Informationen.

So geschah es.

Bei diesem nächsten Termin wurde sie zunächst mal zusammengerüffelt, weil die Schiene mittlerweile eine gebeugte Form eingenommen hatte, was nicht sein dürfe. Schuld daran war natürlich die Patientin, und keinesfalls die mangelnde Information seitens des Arztes.

Man wies sie dann sofort ins Krankenhaus ein, zur OP, wo man ihr nach anfänglicher Betrachtung der Unterlagen sagte, dass das zeitmäßig grade nochmal gut gegangen sei. Hätte Sie noch etwas länger gewartet mit der OP, wäre eine solche nicht mehr möglich gewesen, hies es, denn dann hätte die Kniescheibe bereits Kalk angesetzt gehabt.

So sehr die Ärzte auch nur Menschen sind, und mit den Vorgaben zurechtkommen müssen, die ihnen immer mehr von aussen aufgedrückt werden, so scheint mir dieser Fall dann doch ein Paradebeispiel dafür, dass Patienten immer mehr im Fließbandsystem durch Einrichtungen geschleußt werden, mit möglichst geringem Zeitaufwand, was naturgemäß zwangsläufig dazu führt, dass etwas auf der Strecke bleibt.

Nun habe ich in meiner Situation auch genügend mit Ärzten zu tun, und kann bestätigen, dass sowas kein Einzelfall ist. Allerdings bin ich dann einer, der aus Erfahrung viele Zusammenhänge zumindest ansatzweise begreift, und dann immer wieder nachbohrt, auch wenn man merkt, dass der Arzt gedanklich schon im nächsten Sprechzimmer ist. An dieser Stelle bin ich dann aber immer sehr schmerzfrei, und bestehe darauf, vollständig informiert zu sein.
Manche „Götter in weiß“ verhalten sich da anders, und konzentrieren sich auf den Patienten, der grade vor Ihnen sitzt, und widmen dem die notwendige Zeit und Zuwendung. Aber eben nur manche.

Manche anderen Götter in weiß sollten sich deshalb doch mal selbst fragen, ob ihre Art und Weise, wie sie mit den Dingen umgehen, angemessen ist.

Man sollte sich auch von der Einstellung verabschieden, dass Ärzte besondere Menschen sind. Grundsätzlich sind sie auch nicht anders zu beurteilen, wie andere Berufstätige. Alle mit Fehlern, Vorstellungen, Einstellungen und dergleichen behaftet. Wobei ich einem Arzt selbstverständlich immer zugestehe, dass er einen etwas weiter gehendes Berufsethos hat, wie z.B. ein Finanzbeamter. Und ev. gerade deshalb, sollten sich manche Ärzte dann doch mal selbst hinterfragen.

An der Stelle möchte ich auch mal DEN Mitgliedern des Gesundheitswesens ETLICHE Lanzen brechen, ohne die dasselbe wohl schon halb zusammengebrochen wäre: Die Krankenschwestern.

Was die leisten, und trotz aller Belastung immer noch freundlich bleiben, und für die Patienten da sind, ist enorm. Und das bei DER Bezahlung.

Es grüßt,
das Smamap

Alles wie in Zeitlupe

Manchmal läuft das Leben in Zeitlupe ab………

Er saß beim Arzt. Hatte sein Auto sehr schön geparkt.

Und wie er da so saß, und aus dem Fenster spähte, blickte er genau auf seinen Wagen und beobachtete dabei auch einen SUV, der langsam rückwärts fuhr.

Immer weiter, und immer weiter.

Und so dachte er, dass der da draußen ja jetzt doch mal anhalten sollte.

Tat er aber nicht. Sondern crashte in seinen Wagen.

Der bäumte sich irgendwie auf, schüttelte sich scheinbar, und bäumte sich wieder zurück.

Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis er realisierte, dass da jetzt jemand in sein Auto gefahren war und bis er seine Wahrnehmung wieder auf Normalgeschwindigkeit geswitcht hatte.

Grade so, als hätte er alles von außerhalb betrachtet, und das ginge ihn gar nichts an.

Na ja, es war nur Blechschaden. Niemand war körperlich zu Schaden gekommen. Dinge, die einfach passieren.

Zeitlupe

Aber es ist schon erstaunlich, wie es doch immer mal wieder passiert, dass man Ereignisse tatsächlich nur in Zeitlupe wahrnimmt.

Ist eine nachhaltige Zukunft möglich?

Graeme Maxton, seines Zeichens Generalsekretär des „Club of Rome“, hat einen, meiner Meinung nach, extrem interessanten Beitrag geschrieben, der sich mit dem Thema „nachhaltige Zukunft“ beschäftigt, und eine positive Antwort gibt.

Wer den Artikel lesen möchte, kann das über DIESEN LINK tun, sollte aber etwas Zeit mitbringen, weil das Thema „nachhaltige Zukunft“ naturgemäß nicht mit 3 Sätzen abzudecken ist.
Einen Absatz aus dem Artikel möchte ich hier zitieren, da zentral:
„Die Menschheit muss verstehen, dass das Problem »Überbevölkerung« eines Tages gelöst werden wird – unabhängig davon, ob es den Menschen recht ist oder nicht. Es wird entweder durch die Natur gelöst – mittels einer Art ökologischen oder gesellschaftlichen Kollapses. Oder aber die Menschheit entscheidet selbstbestimmt“

nachhaltige Zukunft

New York – ein Bsp der heutigen Zeit des Wachstums

Sicherlich hängt am Thema der „Überbevölkerung“ alles andere dran, also etwa der Ressoursenverbrauch, die Klimabelastung etc etc., schlicht also ist es der zentrale Punkt bzgl. des Themas „nachhaltige Zukunft“.

Der Artikel zeigt, nach meiner Ansicht, einige Möglichkeiten auf, wie die Menschheit es schaffen könnte, das eigene Überleben zu gewährleisten. Diese Möglichkeiten zeichnen sich offenbar dadurch aus, dass die notwendigen Änderungen an den heutigen Situationen, einigermaßen sanft ablaufen.

Und sie zeigen auch auf, dass der „Kollaps“ der Menschheit ansonsten unausweichlich ist, denn wie Maxton sehr richtig feststellt, sind die heutigen Systeme darauf ausgerichtet, den gegenwärtig lebenden Menschen Vorteile zu verschaffen, und damit den Folgegenerationen die Lebensgrundlage zu nehmen.

Anders ausgedrückt: Wir können es natürlich auch machen, wie es jener Mister T vorhat, nämlich, ohne Rücksicht auf Verluste, so weitermachen wie bisher, und damit das Ende der Menschheit billigend in Kauf nehmen.

Es grüßt,
das Smamap

Missachtung ist der beste Weg?

Gelegentlich hatte ich das ja schon praktiziert, und ganz guten Erfolg damit gehabt …. die Missachtung.

Ich meine damit, DAS nicht mehr zu beachten, was einen aufregt, und pausenlos in den Medien rauf und runter gebetet wird.

Z.B. die Berichterstattung über Terroranschläge.

Ich höre von anderen, dass sie das so furchtbar aufregt, sie Angst haben und dergleichen mehr. Nachdem es mir teilweise so ähnlich ging, hatte ich beschlossen, die Berichterstattung darüber zu ignorieren.

Das brachte mir eine gewisse Beruhigung. Ändern konnte ich ohnehin nix daran, und zudem gibt es verantwortliche Stellen in unserem Land, die sich darum zu kümmern haben. Wieso sollte ich mein ohnehin nicht einfaches Leben noch damit belasten.

Genauso verfuhr ich mit den Themen AfG und US-Wahlkampf.

Ich frage mich im Moment, ob ich mit Mister T nicht genauso verfahren soll. An dem, was dieser Idiot macht (sorry, aber ich seh das so; meine Meinung), kann ich erst recht nichts ändern.

Diejenigen, die etwas ändern können, also Politiker dort drüben, Menschen, die Einfluss haben (z.B. Show-Größen) oder die Leute auf der Straße, sind aufgerufen.

So sehr ich auch eine Bedrohung darin sehe, was dieser Typ da macht, so wenig kann ich es beeinflussen. Warum sollte ich mir also mein tag-tägliches Leben davon versauern lassen?

Missachtung als bester Weg?

Ich bin mir unschlüssig.

Heute las ich, man könne auch Bürgerrechtsorganisationen durch Spenden unterstützen und könnte also sehr wohl etwas bewegen. Dazu müsste ich dann aber weiter auf dem Laufenden bleiben, um mitreden zu können. Sich über das informieren und aufregen, was da drüben passiert.

Andererseits, wie gesagt, ich habe entschieden genug damit zu tun, mit meinem eigenen Leben klar zu kommen.

Die Meldungen dazu also genauso ignorieren, wie die Werbung im TV?

Was meint Ihr?

Es grüßt,
das Smamap

Schlaganfall – die Folgen

So rein allgemein kann man Ursachen und Folgen eines Schlaganfall überall nachlesen. Auch, was ein Schlaganfall eigentlich ist.

In meinem Fall war es ein geplatztes Blutgefäß im Gehirn. Das Ganze liegt jetzt etwas mehr als 10 Jahre zurück; ich war damals 45 Jahre alt. Die Blutung kam relativ rasch zum Stillstand. Zu meinem Glück, denn die Ärzte erkannten den Schlaganfall zunächst nicht.

Gottseidank wurde nicht viel in Mitleidenschaft gezogen. Jedoch dummerweise passierte die Blutung dort, wo im Gehirn das Gleichgewichtszentrum sitzt.

Die Folgen meines Schlaganfall alias Hirn-Infarkt, möchte ich hier beschreiben. Nicht nur die medizinischen. Es ist der Versuch einer Bestandsaufnahme.

Man kann sich vorstellen, dass mit Gleichgewicht damals erstmal gar nix war. Sowas Selbstverständliches wie gradeaus gehen oder gehen überhaupt, war erstmal unmöglich. Die ersten Erfolge kamen aber schnell, und so war schwankendes Gehen bald wieder möglich. Die bis heute eingetretenen Erfolge stellten sich zu 50% in den ersten Wochen ein.

Gleichzeitig erwies sich, aus heutiger Sicht gesehen, dass den Erfolgen eine Grenze gesetzt war. Gradeausgehen, und völlig selbstverständlich sich in der Umwelt bewegen, so wie früher, das war einmal.

Und was einen am Anfang enorm belastet, ist die Angst davor, dass es wieder passiert. Das, was man empfindet, wenn der Anfall stattfindet, also in meinem Fall,dass das Gefäß platzt, ist nicht zu beschreiben. Am Ehesten trifft es noch, in MEINEM Fall, dass sämtliche Richtungen eins werden bzw. es dem Körper unmöglich ist, sich zu orientieren und aufrecht zu bleiben. Ich war damals dem Ganzen etwa so ausgeliefert, wie ein Auto einem Tornado, der es durch die Luft wirbelt. Ich lag am Boden, und war nicht mehr fähig, mich in der Umgebung zurechtzufinden.

In den ersten Jahren gelang es mir, all das, was ich früher als völlig normale Bewegungen gesehen hatte, mir bis zu einem gewissen Grad wieder anzueignen. Soll heißen, durch Training und tun, wurde alles wieder. Zumindest zum Teil.

Ich kann heute, bis auf einige Ausnahmen, alles wieder tun, was ich früher auch konnte, allerdings NUR bis zu einer bestimmten Grenze. Dann beginnt mein Gleichgewicht mir den Hahn zuzudrehen.

Hinzu kommen spontane Schwindelattacken, die das Ganze momentan verschlimmern. Aber ich weiß, wie ich mich dann zu verhalten habe. Sprich, mich nicht über Gebühr belasten, und im Falle des Falles, eine geschützte Umgebung aufsuchen (also z.B. rechtzeitig zuhause sein oder aber mich setzen, abstützen, festhalten). Wobei zu sagen ist, dass derlei tägliches Brot ist, also diese Situationen normaler Bestandteil meines täglichen Lebens sind.

Was bei mir noch dazu kommt, ist, dass mein Kreuz im Eimer ist. Gleichgewichtsaussetzer führen zwangsläufig dazu, dass entsprechende Schmerzsituationen im Wirbelsäulenbereich auftreten.

Das Problem: Tritt Überlastung ein, braucht es lange Zeiten der Regeneration, schlicht weil es enorm kräftezehrend ist, bei jedem einzelnen Schritt das eigene Gleichgewicht zu erhalten, was nur über Kraft möglich ist, weil das Gleichgewicht nicht mehr SO zur Verfügung steht, wie früher einmal. Die Kräfte, die dafür zur Verfügung stehen, sind naturgemäß irgendwann aufgebraucht.

Dies führt dazu, ein Effekt, den ich nun seit über 10 Jahren lebe, dass ich maximal 2-3 Stunden pro Tag effektiv etwas tun kann, und dann ist kräftemäßig Ende im Gelände. „Etwas tun“ umfasst dabei auch alle Verrichtungen des täglichen Lebens.

Und das ist gleichzeitig mein Problem, mit dem ich mich jetzt seit Jahren herumschlage. Denn dass ein Erwachsener Mensch nur noch soviel zustande bringt, das ist in der Bürokratie unserer Sozialsysteme nicht vorgesehen. Vorgesehen ist dort vielmehr, dass einem Fähigkeiten angedichtet werden, die man schlicht und ergreifend nicht mehr hat.

Die Praxis sieht dort so aus, dass man die hinlänglich bekannten Steh- und Gehtests machen darf (mal eben im Zimmer auf- und abgehen, mal auf einem Bein stehen, mal die Nasenspitze treffen etc.). Was so nach 2-3 Stunden passiert, also infolge echter Beanspruchung, das interessiert niemanden.

Jeder bestätigt einem gerne, dass man über die Abläufe im Gehirn immer noch sehr wenig weiß. Zwar sehr viel mehr, als früher, aber im Vergleich zu dem, was es zu wissen gäbe, immer noch sehr wenig (Zitat eines Chefartztes).

Aber all das findet in den Paragraphen der Bürokraten keinen Niederschlag. Frei nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Den Vogel hierbei abgeschossen hat bisher eine Gutachterin, bestellt von den Arbeitsbehörden, die ein Gutachten erstellte „nach Aktenlage“, ohne mich jemals auch nur gesehen zu haben, und mir dann bescheinigte, dass ich täglich bis zu 6 Stunden arbeiten könne.

Schon faszinierend …. da lebt man 10 Jahre ein Leben, das einem zwangsweise vorschreibt, was geht, und was nicht geht, und dann kommt eine Gutachterin, die einem dann erzählt, dass das ja alles ganz anderes ist. Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Würde man so verfahren, wie es einem da zugeschrieben wird, wäre der Zeitpunkt an dem man zusammenbricht bzw. spontan auf die Straße schwankt, und von einem Auto erfasst wird, relativ kurzfristig absehbar.

Für die dergestalt verursachten Beerdigungskosten darf man dann natürlich selbst aufkommen. Das ist jetzt nicht als Scherz gemeint, sondern harte Realität.

Und so ist die Erfahrung (ich könnte darüber mittlerweile ein Buch schreiben), dass man nämlich als Betroffener einer Bürokratie gegenübersteht, die sich rein nach ihren Paragraphen richtet, und nur „Fälle“ kennt, die es zu bearbeiten gilt. Wenn irgendmöglich unter Anwendung besagter Paragraphen, um den Fall möglichst bald positiv „abschließen“ zu können. „Positiv“ natürlich im Sinne der Bürokratie.

Was man in dem Zusammenhang alles erlebt, ist absolut haarsträubend.

Aber ich habe mich jetzt doch etwas im Beitrag vergaloppiert ….

Meine Angst vor dem, was mir widerfahren ist, damals vor über 10 Jahren, die habe ich mittlerweile sehr gut im Griff. Ich komme in meinem Leben gut zurecht, und weiß sehr genau, wo meine Grenzen sind, die ich zu achten habe. Was passiert, wenn ich diese Grenzen nicht achte, das habe ich einige Male erfahren, und daraus gelernt.

Ich musste auch lernen, dass es sehr viel länger dauert, etwas zu erreichen. Ich meine rein zeitlich gesehen. Man wird als Mensch ruhiger und geduldiger. Ein Lebensmitteleinkauf, der früher inkl. An-/Abfahrt, eine halbe Stunde dauerte, nimmt heute das Dreifache an Zeit in Anspruch. Es ist dabei wichtig, zu wissen, wo sich die Orte befinden, an denen man Halt finden oder Pausen einlegen kann. Mal abgesehen davon, dass ich mittlerweile nicht mehr Auto fahre, weil nicht mehr verantwortbar. Folglich besitze ich kein Auto mehr.

Man lernt auch Menschen zu unterscheiden. Es gibt die Menschen, denen du als Behinderter (ja, ich bin einer) egal bist. Und es gibt die Menschen, die volles Verständnis für dich haben. Z.B. arbeite ich stundenweise in einer Firma (so 5 Stunden pro Woche), und verrichte dort einfache Tätigkeiten. Der dortige Chef sagt „mir ist das völlig egal, WANN Sie das machen; teilen Sie sich das so ein, wie sie es zu machen vermögen; mir ist nur wichtig DASS es gemacht wird“. Man lernt solche Menschen schätzen.

Und man lernt, dass andere Dinge im Leben wichtiger sind, als das früher der Fall war. Ich sehe das heute so, dass ich vor 10 Jahren ein 2. Mal Geburtstag hatte. Es hätte damals auch vorbei sein können. Endgültig. Dieses Loch im Hirn, an einer anderen Stelle, und aus die Maus.

Man lernt ganz normale Dinge wesentlich mehr schätzen, und die Wichtigkeiten stellen sich etwas anders dar.

Was leider in unserer Gesellschaft noch sehr schwach ausgeprägt ist, ist das Verständnis für Menschen mit Behinderung. Allen voran die Bürokratien. Es geht häufig nur nach Effektivität, nach Produktivität und  danach was jemand zu leisten imstande ist. Der Mensch als solcher zählt in solchen Zusammenhängen eher weniger, und wird nur darauf reduziert, was er an Geldwert verrichten kann, und inwiefern er Paragraphen gerecht werden kann, die für Gesunde gemacht sind. Leider wird auch von den Menschen aus der Umgebung von Behinderten diesen ein Stempel aufgedrückt, den sie nicht verdienen, und sie, im wahrsten Sinn des Wortes, ein 2. Mal behindert, nämlich behindert in der Weise, DAS zu leben, wozu sie imstande sind.

Als ich noch „gesund“ war, da wurde einem immer vermittelt, dass man „im Falle des Falles“, entsprechende Unterstützung bekäme. Und so habe ich immer brav in das System einbezahlt, und mich darauf verlassen. Als der „Fall“ dann eintrat, durfte ich die Erfahrung machen, dass es zuerst darum geht, all jene Mittel, die man sich mit seiner Hände Arbeit angesammelt hatte, und wofür man schon mehrfach Abgaben und Beiträge entrichtet hatte, zu vernichten. Denn, so wurde mir verdeutlicht, erst dann, wenn ich absolut nichts mehr habe, bekäme ich jene Unterstützung, die mir immer versprochen wurde.
Und im zweiten Schritt durfte ich dann die Erfahrung machen, dass besagte Unterstützung in einem Maße heruntergerechnet wird, dass davon niemand ein Leben leben kann, das diesen Namen auch verdient. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, nachzulesen, wie sich der sogenannte „Regelsatz“ zusammensetzt, also jenes Geld, das man als Unterstützung  erhält, um sich damit die Dinge des täglichen Bedarfs zu finanzieren, der wird sehr schnell darauf stoßen, welche Utopien in den Köpfen derjenigen vorherrschen, die ausrechnen, mit wie wenig man auskommen kann. Selbstverständlich komme jene, die derlei ausrechnen und beschließen, niemals in die Verlegenheit, auf eine solche Unterstützung angewiesen zu sein.

Und so ist eine Behinderung nicht nur etwas, mit dem man lernt zurecht zu kommen, sondern auch immer ein ständiger Kampf mit einem System, das Behinderungen am Liebsten per Paragraph als nicht existent ansehen würde.

Wobei nicht unter den Tisch fallen soll, dass in unserem Land noch vergleichsweise viel für Menschen mit Behinderung getan wird. Allerdings sagt schon unser Grundgesetz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Was aber so Manches mit Menschenwürde zu tun hat, was im von mir beschriebenen Bereich geschieht, das weiß allein der liebe Gott.

Und so sind die Folgen eines Schlaganfalls immer auch, dass man ab dann ein Leben führen muss, von dem man sich niemals hätte vorstellen können, es führen zu müssen bzw. führen zu können. Wobei ich auch hier wieder etwas nicht unter den Tisch fallen lassen möchte: Ich hatte riesiges Glück !!!!

Es grüßt,
das Smamap

Protest auf meine Weise

Mein Protest, nachdem die USA sich dazu entschlossen haben, bestimmte Menschen bestimmten Glaubens nicht mehr einreisen zu lassen: Ich habe meinen Besuch dort, der irgendwann in den nächsten 10 Jahren stattfinden sollte, für mich als „erledigt“ abgehakt.

Ich werde kein Land besuchen, in dem Menschen per oberster Anordnung diskriminiert werden; mein Protest.

Für mich waren die USA immer ein Vorbild an Freiheit in verschiedensten Varianten (na gut …. nicht immer).

Dieses Bild haben die dortigen Wähler und v.a. der Präsident des Landes, nachhaltig zerstört.

Wie auch immer das angeblich gemeint sein soll …. Fakt ist, dass seit Neuestem Andersgläubige, Andersdenkende, und Menschen mit anderer Meinung, gebrandmarkt oder ausgesperrt werden. Und wer nicht mitzieht, der wird gefeuert.

Was das alles mit freiheitlicher Demokratie zu tun hat, und mit den Grundprinzipien, für die dieses Land immer stand, das kann mir niemand erklären. Auch nicht, wo dann noch der Unterschied sein soll, zu so manchen Ländern, die auf dessen schwarzer Liste stehen.

Es grüßt,
das Smamap

Blitzartiges Blitzeis

Halb Bayern war heut morgen lahmgelegt durch Blitzeis.

Die Rede war z.B. von 1-2 cm Eis auf den Gehwegen in Regensburg.

Hier in Oberfranken, Gottseidank, keine Spur davon.

Trotzdem war Vorsicht angesagt, denn auf so manchen Wegen ist seit 2-3 Wochen Eis und Schnee angesagt. Als Fußgänger darf man da immer gern die doppelte Zeit einrechnen, um irgendwo hin zu kommen.

Da ist es direkt erholsam, wenn die (sehr) leichten Plusgrade, die es hier seit gestern gibt, die Wege langsam wieder erscheinen lassen.

Wenn ich noch richtig im Kopf habe, dann ist in 4 Wochen der Frühlingsanfang (meteorologisch). Ich freu mich drauf.

Es grüßt,
das Smamamp

Deutschland als Friedensstifter in der Welt

Deutschland gibt sich gerne als Friedensstifter. Heute einen Artikel gelesen (wer will kann gerne nachfragen bzgl. Quelle), der sich u.a. damit beschäftigte, auf welchem Weg das von Heckler & Koch produzierte Sturmgewehr G3, auf der Welt durch viele Hände ging und geht, in Stückzahlen, die horrend sind.

Dazu gab es dann folgende Auflistung:

Friedensstifter

Es sind also 875 Mio. Sturmgewehre im Umlauf. Die am Weitesten verbreiteten sind zB das M16, die Kalaschnikow, das AK47 und eben auch das G3.

Jetzt meine eigene Rechnung:
Man weiß, dass etwa 7 Mio G3 weltweit im Umlauf sind. Es ist ebenso bekannt, dass viele dieser G3, auf verschlungenen Wegen, durch verschiedene Hände gehen (zB ein Land, das die Waffen offiziel geliefert bekommen hat, hat sie an Rebellen weiter gegeben, mit denen man „befreundet“ ist usw usf). Angenommen, es befinden sich 1 Mio G3 weltweit im echten Einsatz. Davon ausgehend, dass das G3 seit 1960 produziert wird, und weiter davon ausgehend, dass so manche G3-Exemplare schon 20 Jahre ihren „Dienst“ versehen, kann man ohne Weiteres zu der Rechnung gelangen, dass bei einem Toten pro Monat, den so ein Sturmgewehr zurücklässt, es pro Jahr 12 Mio. Tote weltweit gibt, die besagte 1 Mio. G3 dahinmorden. Das würde in besagten 20 Jahren, eine Zahl von 240 Mio. Toten ergeben.

Und diese Zahl ist sicherlich sehr gering gerechnet. Rechnet man etwas anders, so könnte man auch auf das 50 bis 100-fache kommen. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.

Das Schizophrene daran ist, dass alle diese Waffenverkäufe von unseren Regierungen genehmigt wurden.

Heißt das dann, dass für all diese Toten, Leichen, Ermordeten oder wie immer man es bezeichnen will, unsere Regierungen, und damit letztlich wir alle, verantwortlich sind?

Die Politk versucht ja gerne, sich als weltweiter Friedensstifter darzustellen.

Allein, der Glaube daran fehlt mir. Denn dieser muss sich dann doch immer an den realen Handlungen messen lassen.

Es grüßt,
das Smamap