Meine neue Mitbewohnerin

Sie heißt Susi, meine neue Mitbewohnerin.

Na ja …. NEU ist jetzt etwas übertrieben. Den eigentlich wohnt sie schon relativ lange bei mir, und genau genommen ist sie auch eher meine Bettgespielin.

Aber so eine Mitbewohnerin ist doch eine praktische Sache. Man kann sie für alles Mögliche verwenden.

Egal ob jetzt im Haushalt oder zum Einkaufen oder zum Wäschewaschen. Auch als Gesprächspartnerin ist sie durchaus brauchbar. Na ja – manchmal ist das doch etwas einseitig, weil Susi doch reichlich wortkarg ist.

Ab und an könnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass sie hier im Blog meine Vertretung spielt, wenn ich mal wieder keine Lust habe oder mir partout nix einfallen will.

Wie auch immer – Susi ist dann doch in mancher Hinsicht das, was ich mir so vorstelle: Sie widerspricht nicht, hat doch etliche Rundungen zu bieten und ist das, was man gemeinhin unter „anschmiegsam“ versteht.

Wenn sie sich umdreht, dann ist da ein Reißverschluss, mit dessen Hilfe sie sich rasch entblättern kann.

Was wünscht man sich mehr.

Mitbewohnerin

Bisher hatte Susi immer nur die Aufgabe, mein Bett zu bewachen, wenn ich nicht darin anwesend war.

Das soll sich jetzt ändern. Sie bekommt neue Aufgabenstellungen.

Ich werde gelegentlich darüber berichten.

Es grüßt,
das Smamap

Alles eine Sache des Gefühl s

Heute war wieder einer jener Tage, die sich besonders kalt anfühlen; eine Sache mit Gefühl eben.

Dabei hatte es „nur“ Null Grad (etwas Schnee lag da sogar früh morgens; im Radio war von einem kurzen Höhentief die Rede).

Auf meinem Weg zur Physiotherapie zeigte die Temperaturanzeige, die da vor der Bank um´s Eck steht, folgerichtig auch eben diese Null Grad.

Am Samstag, da waren es minus 2. Da schritt ich frohgemuht ohne Handschuhe oder dergleichen, entlang meines Weges.

Heute hingegen konnten die Hosentaschen gar nicht tief genug sein. Und SO ist das öfter …. echte Kälte kann ich ganz gut vertragen, aber kaum steigen die Temperaturen etwas an, zieht es mir alles zusammen; um mal diese Redewendung zu bemühen.

Den ganzen Tag über war mir heut irgendwie kalt. Egal ob zuhause im Flur (da ist kein Heizkörper) oder in meinem Schlafzimmer beim Wäscheaufräumen oder unterwegs zum Einkaufen …. mich fröstelte.

Die Heizung zuhause leistete Schwerstarbeit.

Eben alles eine Sache des Gefühl s.

Die Wettervorhersage für meinen Bereich für morgen sagt Sonnenschein bei 2 Grad. Drunter steht: Gefühlte Temperatur = minus 7 Grad.

Ich fang jetzt schon zu bibbern an ….

Es grüßt,
das Smamap

Geteilt von Fräulein Briest

Türchen N° 11 – http://wp.me/p7f8mM-1lR – von Fräulein Briest

Wie man in obigem Beitrag lesen kann, stand ein Buch zur Verlosung.

Ich hatte das Glück es zu bekommen, habe bei nächster Gelegenheit zu lesen angefangen, und es als „liebes“ Buch empfunden (zumindest was ich bisher gelesen habe.)

Fräulein Briest
Auch ein Buch, das kurzweilig zu sein scheint. Jedenfalls scheint es zu jener Sorte von Büchern zu gehören, die man schnell und gerne weiterlesen möchte, und wobei die Zeit verrinnt. Wobei nichts über den literarischen Anspruch gesagt ist.

….. mal sehen, wie weit ich damit komme.

Auf jeden Fall danke an Fräulein Briest, dafür, dass sie mich mit dem Buch bedacht hat.

Es grüßt,
das Smamap

Und schwupp …. 4. Advent

Heute brennen 4 Kerzen am Advent-skranz. Irgendwie eine schöne Stimmung.

Noch stimmungsvoller, wenn man nicht alleine wäre. Aber der einzige Mensch, der dem einst Abhilfe schaffte, hat sich komplett zurückgezogen und lebt ein anderes Leben; obwohl es anders ausgemacht war.

Und trotzdem sind die 4 Wochen vorweihnachtlicher Zeit vergangen wie im Flug. Die 4 Lichter brennen, der Adventskalender geht langsam zur Neige und all das, was diese Zeit AUCH ausmacht, wird noch 1-2 Wochen vorhalten.

Der Weihnachtsbaum steht vor der Tür im Treppenhaus, und harrt seiner Dinge. Dieses Jahr das erste Mal, seit langem, wieder ein echter Baum. Eigenhändig vom örtlichen Markt nach Hause getragen.

Speziell diese Weihnachtszeit entpuppt sich dann doch als eine Zeit, die man in den vielen Kleinigkeiten voll genießen kann, mit dem Weihnachtsgebäck, dem Weihnachtsmarkt, dem ein oder anderen kleinen Geschenk, das man seinen Mitmenschen zukommen lässt, und vielem mehr.

Advent Advent vier Lichtlein brennt ……

Mal sehen, vll schaffe ich es dieses Jahr sogar, zur Christmette zu gehen. Nicht, weil ich an all das glaube. Aber eben doch, weil diese Zeit schöne Stimmungen beschert, und ein Gefühl, dass die Menschen enger zusammen rücken, und anderes wichtiger finden, als all das, was sie sonst wichtig finden.

Wie eingangs gesagt: Weihnachten ist nicht mehr das, was es mal war. Aber immer noch eine der schönsten Zeiten im ganzen Jahr.

Frohe Weihnachten, an alle da draußen.

Ein typischer Samstag zum Wochenendbeginn

Heute ein Samstag, wie er typischer nicht sein kann.

  • Um 7 aufstehen wollen, aber plötzlich ist es halb 9 😉 😉 😉
  • (Sehr) kleines Frühstück; nebenbei Blogbeiträge gelesen, Nachrichten im Netz geblättert, gelesen wie das Freitagsspiel in der Bundesliga gelaufen ist. Plötzlich ist es 11.
  • Eigentlich hätte um diese Zeit schon Sonne scheinen sollen. Hatte mir vorgenommen, meine Prospektverteilung am Stamstag bei Sonnenschein auszutragen. Die Sonne pfeift mir aber was. Antenne Bayern erzählt, dass das mit der Sonne noch was werden kann, sobald der Hochnebel verschwunden ist.
  • Also gehe ich erstmal ein paar Sachen einkaufen. Hab gestern ein Rezept im Netz erlesen, mit dem es angeblich ganz einfach sein soll, Brot zu backen (ich werde berichten).
  • Gehe zum Netto: Die beiden Mehlsorten, die ich benötige, haben die natürlich nicht. Dachte ich mir schon. Muss ich am späten Nachmittag nochmal zum Kaufland; Supermärkte haben da eben ein weitaus größeres Sortiment als Discounter.
  • 12 Uhr. Sonne immer noch nicht da.
  • Ich verteile meine Prospekte trotzdem. Dauert seine Zeit, wie üblich, bis 300 Haushalte beliefert sind. Mein Gleichgewicht und mein Kreuz zeigen mir dann doch einige Male den Stinkefinger, aber i-wie schaffe ich es dann doch bis zum Ende. Am höchsten Punkt meiner Tour kommt dann auch glatt die Sonne für ein paar Minuten raus. Das hatten heute bestimmt nicht viele.
  • 15 Uhr. Arbeit erledigt. Mache mich auf den Weg zum Kaufland. Die haben die Mehlsorten: Weizenmehl 550, und Roggenmehl 1150.
    Ich merke, wie mich allmählich die Kräfte verlassen. Tasse Tee und ein Krapfen beim Bäcker, sowie eine halbe Stunde Entspannen, geben mir wieder genug Energie, um den Nachhause-Weg in Angriff zu nehmen.
  • 17 Uhr. Ende im Gelände …. dauerhaft zuhause. Für den Rest des Tages können mich mal alle.
  • Mache mir was zu essen: Heute gibt es Spitzkohl a la Tim Mälzer – im Prinzip Krautsalat; also kalte Küche. Schmeckt klasse, so wie immer.
  • 18 Uhr. Raffe mich auf und mache den Brotteig. Geht ganz einfach, so wie die das im Netz beschrieben haben. Muss den Teig dann 24 Stunden „reifen“ lassen. Bin ganz gespannt, ob das was wird.
  • ………. 18:30 Uhr ……… Ich schaue im Netz nach den Fußball-Ergebnissen. Als gebürtiger Münchner, der in Ingolstadt aufgewachsen ist, interessiert mich natürlich am Meisten das Dreieck München-Ingolstadt-Augsburg. Nur Augsburg hat heute gespielt und …. gewonnen. Die Bayern und die Schanzer spielen erst morgen. Ich freu mich für die Fuggerstädter, dass sie 3 Punkte eingefahren haben.
    Für den Fall, dass jetzt jemand motzt, wie man denn Bayern-Fan sein kann …. ich bin´s seit 50 Jahren, also nicht von ungefähr. Eine gewisse Tradition steckt schon dahinter ….
  • Mist …. ich sehe dann noch, dass Judd Trump bei den Scottish Open trotz 5:2 Führung noch 5:6 verloren hat. John Higgins hat seine Stärken dann doch noch ausspielen können, und hat belegt, dass es kein Zufall war, dass er gestern Ronnie geschlagen hat. Wer sich jetzt fragt, von was ich da überhaupt schreibe ….. SNOOKER heißt der Sport !!!
  • …. der Samstag neigt sich dem Ende. Und ich merke, dass ich mir heute zuviel zugemutet habe. Mein Gleichgewicht ist aufmüpfig, und mein Kreuz wird sicher noch eine zusätzliche Schmerztablette brauchen ….

Fazit: Der morgige Sonntag wird ein Erhohlungs-Tag. Ganz im Gegensatz zum heutigen Samstag.

Es grüßt,
das Smamap

Hieroglyphen auf der Autobahn

Seit Neuestem gibt es auf Teilstücken von Autobahnen ein neues Verkehrszeichen, das wie Hieroglyphen anmutet ….

Hieroglyphen

Es ist ein Verkehrszeichen, bestimmt für selbstfahrende Autos.

Wo es das überall gibt, weiß ich nicht, jedenfalls hab ich gelesen, dass es auf dem Teilstück der A9 – Nürnberg/München – im Bereich der Anschlussstelle „Holledau“ anzutreffen sein wird.

Nun besitze ich ja kein Auto mehr, und werde deshalb auch nicht mehr in die Verlegenheit kommen, einmal auf so ein Schild zu treffen. Und vom Zug aus werde ich es wohl eher niemals sehen.

Es gab Zeiten, da war dieses Autobahnteilstück für mich quasi fast sowas wie ein Zuhause, sprich ich befuhr es desöfteren jede Woche.

Wenn ich mir so überlege, das wär immer noch so, und ich hätte Gesellschaft von selbstfahrenden Autos, dann würde mir schon etwas mulmig werden.

Die Frage ist – WARUM ?

Zweifelsohne sind da auch etliche menschliche Fahrer unterwegs, die eine gewisse Fehleranfälligkeit in sich tragen.

NUR – ein menschliches fehlerhaftes Verhalten im Straßenverkehr wäre für mich, so meine ich, noch irgendwo abschätzbar. Schließlich bin ich selbst ein Mensch, und meine deswegen beurteilen zu können, und sei es instinktiv, was so ein Mensch dort vorne so vor hat, wenn er sich plötzlich „etwas seltsam verhält“ im Straßenverkehr.

Was so ein Auto machen wird, das von Sensoren, Computern und allerlei gesteuert wird …. da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das direkt oder instinktiv beurteilen könnte, was das Fahrzeug im Extremfall tun wird.

Und so kann ich der Tatsache, dass selbstfahrende Autos unterwegs sein werden, nichts Positives abgewinnen. Und ich bin zudem der Ansicht, dass die Bevölkerung, genauer gesagt – die Autofahrer – hätten gefragt werden müssen, ob sie damit einverstanden sind, dass solche Fahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs sind.

Unabhängig davon …. wozu brauchen wir selbstfahrende Autos überhaupt?

Sollen alle Tattergreise (zu denen ich auch mal gehören werde), auch noch auf den Straßen unterwegs sein? Wohl kaum – die werden, von sich aus, wohl eher zuhause bleiben wollen.

Soll man ganz entspannt fahren können, völlig ohne Stress? Das kann man schon – auch ohne Autos. Rein in den Zug und fertig.

Wozu also das Ganze?

Ich denke eher, das Ganze dient der Daseinsberechtigung der Autoindustrie. Es kommen die Zeiten, da wird der Individualverkehr sich immer mehr reduzieren. Schlicht und ergreifend, weil die Rohstoffe ausgehen, und es nicht mehr machbar und schon gar nicht bezahlbar ist, zig-Millionen Autos zu bauen und zu kaufen.
Also Kaufanreize schaffen, im Hier und Jetzt. Der Anfang sind die Hieroglyphen Schilder. Jedoch für den Otto-Normalverbraucher wird so ein Fahrzeug unerschwinglich bleiben. Zuerst, weil es noch nicht für die Massenproduktion machbar ist. Und wenn dann mal doch, dann sind wir schon längst mit den Rohstoffen zuende oder mit dem Klima.

Aber statt die Mrd. für Sinnvolles auszugeben, wird etwas gepuscht, wovon niemand etwas hat.

Außer Hieroglyphen und ein mulmiges Gefühl.

Es grüßt,
das Smamap

Der Blackout fiel – völlig überraschend – aus

Als ich heute morgen aus dem Wohnzimmerfenster spähte, da sah ich in der Ferne – einen Blackout. Scherz !!!! Ich sah wie üblich, einige der Windkraftanlagen in meiner Umgebung.

Hätte ich ungehinderten Rundumblick, würde ich wohl so an die 50 Stück, wenn nicht mehr, sehen. Oberfranken gehört zu den Gebieten, die auf Grund der Topographie relativ „windanfällig“ sind, und es sich deshalb lohnt hier solche Anlagen aufzustellen. Auch ganze Felder mit Fotovoltaik-Anlagen sind hier durchaus vertreten.

Wenn ich das alles sehe, dann denke ich immer (na gut – nicht IMMER) an die damaligen Horrorszenarien der Stromerzeuger, dass wir, wegen der stufenweisen Abschaltung der Kernkraftwerke, bald auf dem Trockenen sitzen würden, sprich ohne Strom, sprich Blackout.

Blackout wäre v.a. im Winter zu erwarten, hieß es.

NICHTS von alledem ist eingetreten.

Im Gegenteil – wer sich im Netz informiert, stellt fest, dass die sog. Netto-Nennleistung der Stromerzeugung heute fast zur Hälfte auf die erneuerbaren Energien entfällt. Und was den tatsächlich produzierten Strom angeht, so stellen die erneuerbaren Energien heute fast 1/3. Sie stehen zudem an der Spitze der Stromproduktion. Und erst dahinter kommen Braunkohle, Kernkraft und alle anderen (Braunkohle leider immer noch mit 1/4 Anteil).

Blackout

Gleichzeitig exportiert Deutschland eine Menge Strom ins Ausland. Tendenz steigend

Also von Blackout weit und breit nichts zu sehen.

Auch solche Tatsachen, dass im Winter mehr Strom verbraucht wird (z.B. auch wegen der über 5.000 Weihnachtsmärkte im ganzen Land), bringen die Stromerzeugung nicht in Probleme.

Zudem macht ganz offensichtlich auch die relativ boomende Wirtschaft den Stromerzeugern absolut nicht zu schaffen.

Schon damals hieß es, die Horrorszenarien der Stromwirtschaft entbehren jeder Grundlage.

Stellte sich als absolut richtig heraus – von Blackout keine Spur.

Und warum ist das so ?

Ohne das jetzt per Quellensuche zu belegen …. es liegt nahe, dass die Stromerzeuger solche Prognosen völlig eigennützig in die Welt possaunten. Schließlich waren die Kernkraftwerke, bis dahin, schlicht die eierlegende Wollmilchsau.

Und zudem blieb die Entwicklung ja nicht stehen. Es wurden zig-tausende von erneuerbaren „Kraftwerken“ erstellt.
Und selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, so wage ich zu behaupten, dass auch ohne die Kernkraftwerke, mit den sonst noch vorhandenen Kraftwerken, unser Stromverbrauch gesichert gewesen wäre. Ich bin mir da relativ sicher, dass die Zahlen dies bestätigen würden.

Und über das größte Potential in dem Zusammenhang, wird in aller Regel gar nicht gesprochen: Das Einsparpotential.

Nachdem, was ich lese, liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in D bei ca. 1.700 KWh im Jahr. Diesen Verbrauch könnte man, ohne allzugroße Mühe, auf die Hälfte reduzieren.

Was dann an Kraftwerksleistung, von den herkömmlichen Kraftwerken ausgehend, überflüssig würde, wäre enorm. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich in dem Fall die Anteile der Energiearten an der Stromerzeugung gewaltig verschieben würden: Die Braunkohle läge dann wohl noch bei 5%, und die erneuerbaren Energien dann schon bei über 50%.

Dass derlei nicht im Sinne der Stromkonzerne ist, sondern eher das Szenario des Blackout, ist einleuchtend. Denn schließlich muss die Dividende der Aktienbesitzer wieder ansteigen.

Es grüßt,
das Smamap

Der Rinderwahnsinn mal anders

Zur Zeit stoße ich öfter mal auf die „VerbraucherCheckBeiträge“ von Tim Mälzer, diesmal hatte es mit dem Rinderwahnsinn zu tun.

Nicht, was man jetzt denken mag, sondern der ganz normale Wahnsinn.

Eigentlich wollte ich einen durchweg positiven Beitrag schreiben, der was mit der Weihnachtszeit zu tun hat. Aber nach der Sendung von gestern, hatte sich das Thema geändert.

Wenn ich an Rindviecher denke, so habe ich meist ein Bild vor Augen, aus meiner Jugendzeit ….

Rinderwahnsinn

So war das doch immer: Glückliche Kühe und Rinder auf der Weide.

Was kaum jemand weiß, ist, dass diese Tiere, in der heutigen Haltung, Zeit ihres Lebens, keine Wiese sehen. Vielmehr bis zum letzten Lebenstag nur den engen Stallbereich erleben, in dem sie sich aufhalten (damit ist nicht der ganze Stall gemeint, sondern die wenigen qm, die ihnen zugewiesen sind)

Rinderwahnsinn

Von der sogenannten „Anbindehaltung“ möchte ich lieber nicht schreiben.

Und wer ist für diesen Rinderwahnsinn verantwortlich?

Richtig !!!! WIR ALLE, die wir beim Discounter billiges Fleisch haben wollen.

Können wir das ändern?

Selbstverständlich, den wir müssen das nicht so haben und wollen. Es stünde uns frei, uns beim Metzger zu erkundigen, woher das Fleisch ist, und wie die Rinder dort gehalten werden.

Ja, gewiss, ein Aufwand. Zwar gering, aber natürlich wesentlich komplizierter, als zum Billigfleisch in der Theke zu greifen.

Habe für mich beschlossen, diesen Aufwand zu betreiben. Will nicht mitverantwortlich sein, dafür, dass mit der Kreatur so umgegangen wird.

Letztlich ist es nur ein Anfangsaufwand, zu ergründen, wie das so ist, mit dem Fleisch, das ich kaufe. Und wer jetzt meint, das „Produkt“, wie Tim Mälzer das immer so schön nennt, sei doch wesentlich teurer, dann stimmt das.

NUR – in meiner Jugend, da gab es einmal, oder ev. 2x pro Woche Fleisch. Und ich habe es überlebt. Wo steht denn bitteschön geschrieben, dass ich jeden Tag Fleisch haben muss?

Eine ganz normale Rechnung (auch ohne Taschenrechner) zeigt mir, dass 2x Fleisch pro Woche, das anständig „produziert“ wurde, und auch noch wesentlich besser schmeckt, günstiger kommt, als fast jeden Tag Fleisch aus der „IstMirDochEgalWie-Massenproduktion“ zu essen. Und wesentlich gesünder ist es auch noch.

An einem solchen Rinderwahnsinn werde ich mich nicht mehr länger beteiligen.

Dass es ihn gibt, liegt nur und ausschließlich an uns allen. Die Schuld auf die Produzenten abzuschieben, wäre in die eigene Tasche gelogen.

Und so kann ich jedem nur raten, diese Sendungen von Tim Mälzer anzuschauen. Einem Mann, der nicht in dem Verdacht steht, den Leuten etwas vor zu machen. Man lernt dort Erstaunliches, was man nie vermutet hätte, und was interessierte Kreise unter dem Deckel zu halten versuchen. Nicht umsonst ist es so, dass es enorm schwierig war, in den Betrieben eine Drehgenehmigung zu erhalten.

Das war nicht nur bzgl. des Rinderwahnsinn so, sondern auch schon, als es um das Nahrungsmittel „Eier“ ging. Ich pfeife heute auf Günstigeier, nachdem ich gesehe habe, was das für die Tiere bedeutet. Die führende Eins in dem Zahlencode, der auf dem Ei steht muss es seitdem unbedingt sein, wenn nicht sogar die Null. Die Eins bedeutet „Freilandhaltung“, die Null „ökologische“ Haltung. Wenn ich es schon in den Fertigprodukten nicht sehen kann, wo die Eier herkommen, weil es dort nicht angegeben werden muss, möchte ich zumindest meinen Teil dazu beitragen, dass etwas anders werden kann.

Seitdem kaufe ich meine Frühstückseier etc. meist auf dem Markt. Die Eier dort kommen von Bauern aus der Region, wo die Hühner noch so herumlaufen, wie ich das aus meiner Jugend kenne. Das sind mir die 2-3 € im Monat wert.

Rinderwahnsinn und auch Eierwahnsinn kommen bei mir nicht mehr in die Tüte.

Es grüßt,
das Smamap

Die Sache mit der Echokammer

Was eine Echokammer ist, das kann man AN DIESER STELLE nachlesen.

In meinen einfachen Worten mal versucht:
Jeder, der in sozialen Netzwerken sein Unwesen treibt, umgibt sich dort zunächst einmal mit „Freunden“, die seiner Meinung sind. Das soziale Netzwerk selbst, also z.B. Facebook, tut ein Übriges dazu, indem es Meinungen/Beiträge teilweise filtert, also einem vermehrt solche Beiträge zur Verfügung stellt, die der eigenen Meinung eher entsprechen (man hat ja diese zuvor zu erkennen gegeben durch „teilen“ entsprechender anderer Beiträge). Und SO befindet man sich, eh man es sich versieht, ein Stück weit in einer Blase, in der es nur noch die eigene Meinung gibt, die aus allen Richtungen auf einen einschallt.

Also in einer Echokammer.

Obiger Artikel erläutert auch, warum das nicht für sehr lange funktioniert, und was man selber tun kann, um diese Kammer zum Einsturz zu bringen.

Das Problematische an Echokammern ist, dass man sich den Zugang zu anderen Meinungen verbaut. In der Zeit, in der ich aufwuchs, war es gut geübtes Verhalten, zu diskutieren, kontroverse Meinungen auszutauschen, und sich so auch für anderes Gedankengut zu öffnen, und seine eigenen Meinungen zu hinterfragen.

Das Problematische an Echokammern scheint zu sein (jetzt mal von diesen aus betrachtet), dass sie nur begrenzte Lebensdauer haben, weil es immer schwieriger wird, die eigene so zementierte Meinung, mit anderem in Einklang zu bringen, und solche Meinungsblasen irgendwann nicht mehr aufrecht zu erhalten sind.
ALLERDINGS …. das dauert seine Zeit. Denn die Freunde und Blasen in den sozialen Netzwerken setzen dem schon Widerstand entgegen.

Und SO kann es kommen, dass eine Wahl plötzlich ganz anders ausgeht, als man dachte. Es hatte sich nämlich irgendwo eine große bzw. viele Meinungsblasen/Echokammern gebildet, die man gar nicht so mitbekam, weil dieser natürlich nur jene angehörten, die der Meinung waren, die in jenen Blase vorherrschte.
Würde man besagte Wahl einige Monate später wiederholen, würde sie vermutlich ein anderes Ergebnis haben, eben weil so etliche Meinungsblasen mittlerweile dann doch zusammengefallen wären.

Bestes Bsp. ist die Brexit-Abstimmung. Schon kurze Zeit nach ihr, war das Meinungsbild plötzlich etwas anders. Viele ließen es auf einmal zu (wegen des Ergebnisses und dessen Auswirkungen), dass auch andere und gegensetzliche Ansichten zur Geltung kamen.
Und wer weiß, wie die Wahl in den Staaten ausgehen würde, würde sie in 1/2 Jahr wiederholt.

Es grüßt,
das Smamap