Wann macht sie endlich den Mund auf ???

Hab vorhin paar Berichte gelesen über die gestrige Türkei-Demo in Köln, und die Einbestellung des Botschafters in Ankara, wegen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, dass der Erdogan nicht live sprechen durfte. Und auch darüber, dass die Türkei damit droht, das Flüchtlingsabkommen zu kündigen, wenn nicht Dieses oder Jenes erfüllt würde.

Ich bin ein sehr geduldiger Mensch, und auch keiner, der sich unfriedlich verhält oder gar radikal …. aber was zu weit geht, das geht zu weit.

Und ich frage mich, wann endlich unsere Frau Bundeskanzlerin den Mund aufmacht und mal mit der Hand auf den Tisch haut?

Meine Meinung ist folgende:

  • Wer auf einer Demo in Deutschland, das hier geltende Recht zur freien Meinungsäußerung und die Demonstrationsfreiheit in Anspruch nimmt, um für den Verbot dieser Rechte woanders einzutreten, verbunden mit dortigen Maßenverhaftungen, der hat absolut nichts von Demokratie verstanden. Und wer meint, derlei unterstützen zu müssen, der soll dann bitte seine Koffer packen, dorthin gehen, wo er meint, das unterstützen zu müssen, und das tun, was er nicht lassen kann. 
    Es kann schlicht nicht sein, dass von unserem Boden aus, Bestrebungen im nicht allzufernen Ausland unterstützt werden, von denen man nicht einmal annähernd abschätzen kann, wo das alles noch hin führt.
    Zudem muss die Frage gestellt werden, inwieweit ein Bewohner unseres Landes sich auf dem Boden unseres Grundgesetzes bewegt, der zu Willkür anderswo aufruft.
  • Von einem Herrn Erdogan benötigen wir keine Belehrungen in Sachen Demokratie. Wer die Entscheidung eines Bundesverfassungsgerichts nicht als das sehen kann, was es ist, nämlich eine höchst demokratische Sache, bestimmt von einer zutiefst unabhängigen Justiz, der hat von Demokratie sowenig verstanden, wie ein Hund vom Flugzeugbau.
  • Und schließlich, wenn ein Herr Erdogan andere Länder unter Druck setzt, um sie zu dem zu zwingen, was er gerne hätte, dann sollte Schluß sein mit lustig. Flüchtlingsvereinbarung hin oder her ….. das geht auch ohne die Türkei. Schließlich sind wir nicht hilflos in vielerlei Hinsicht.
  • Und eine solche Türkei, wie sie sich jetzt darstellt, hat in der EU nichts verloren.

Ich frage also nochmal, wann unsere Bundeskanzlerin endlich soweit ist, dass auch für sie das Faß überläuft? Denn schließlich besteht ihre Hauptaufgabe darin, die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, die zu dem steht, was unser Land ausmacht.

Meine Meinung …… und die musste ich jetzt mal loswerden.

Es grüßt,
das Smamap

Ali Carter siegt !!!

Da wird jetzt mancher sagen ….. WER soll denn das sein.

Nun, wer ab und an meinen Blog liest, weiß, dass ich Snooker-Fan bin. Also Fan jenes Billard-Sports, nicht unähnlich dem Pool-Billard, aber doch ganz anders.

Und einer der Weltklasse-Spieler dort, ist Ali „the captain“ Carter.

Er hat heute das Weltklasse-Turnier in China (bitte frage mich nicht, wo genau; das kennt eh niemand) gewonnen. Im Finale mit 10:8

Nun ist Ali nicht an vorderster Stelle der Weltrangliste.

Das liegt einfach daran, dass er schon 2x gegen den Krebs gekämpft, und gewonnen hat.Wie man sagt ….. er hat seine größten Kämpfe nicht am Tisch ausgefochten.

Es zeitigt mir den höchsten Respekt ab, mit welcher Energie und Willenskraft er diese Kämpfe durchgefochten hat.

Mit seinem Sieg heut liegt er auf Platz 16 in der Weltrangliste. Die besten 16 sind die Spieler, die normalerweise bei Turnieren gesetzt werden. Und da gehört er auch hin. Hätte er nicht immer diese langen Pausen zwangsweise haben müssen, wäre er vermutlich noch sehr viel weiter vorne.

DER Snooker-Spieler für den ich am meisten die Daumen drücke, ist ein anderer.
Aber Ali kommt gleich danach. ER ist der Spieler, vor dem ich am Meisten den Hut ziehe.

Ich hätte auch viel darum gegeben, seinen Bruder im Geiste noch medial gekannt zu haben, nämlich Paul Hunter, jenen Spieler, der heute sicherlich im selben Atemzug genannt werden würde mit Ronnie O´Sullivan oder Stephen Hendry. Aber leider kam es nicht so weit.


(Paul Hunter, der David Beckham des Snooker, gest. 2006)


Und so spielt heute weiterhin „der Captain“ sein Snooker, nachdem ihm das Leben eine weitere Chance gegeben hat.

Hut ab vor dieser Willensstärke.

Es grüßt,
das Smamap

(Blöde) Angewohnheiten

Weiß gar nicht wodurch, aber durch irgendwas kam mir der Gedanke, mal darüber zu schreiben, welche Angewohnheiten ich so habe.
Das erste Wort ist bewußt in Klammern gesetzt, denn Angewohnheiten haben ja durchaus auch ihr Gutes.

Los geht´s damit, dass ich es durchaus als sehr sinnvoll impfinde, sparsam zu sein. Nicht über die Maßen, aber eben „sinnvoll“.

Mal kreuz und quer …..

Beim Schreiben ist mir die Interpunktion sehr wichtig. Keine Ahnung warum, aber es kam so und hat sich so erhalten. Gleiches gilt für Groß- und Kleinschreibung.
Und deshalb nervt es mich zeitweise ungemein, wenn sich ein Überbleibsel meines Schlaganfalls bemerkbar macht, das sich so äußert, dass sich manchmal 2 Finger gegenseitig überholen. So wird dann oft aus „durch“ ein „druch“. Für einen geübten 10-Finger-Schreiber etwas überaus Nerviges.

Noch eine Angewohnheit: Rationelles Handeln. Ich mag es nicht, wenn ich Wege 2x mache. Also wird überlegt, was ich z.B. auf dem Weg zum Bäcker oder Discounter, mit einbauen kann, um nicht den Weg später nochmal gehen zu müssen.

Das hat dann eben auch mit Zeitmanagement zu tun. Also wozu heute rasieren (hält sich bei mir, wegen meines Bartes, eh in Grenzen), wenn das auch morgen durchaus noch reicht.

Andere „Angewohnheit“ ist, nicht mehr Auto zu fahren. Gesundheitlich bedingt, aber durchaus auch als Umweltschonen empfunden. Also Bus, Bahn, zu Fuß.

Damit wäre ich auch schon bei den Angewohnheiten, die ich abgeschafft habe. Als da wären, Autofahren, Fliegen, groß Urlaub machen, Haus Auto Boot besitzen, und dergl. mehr.

Es amüsiert mich öfter mal, wenn ich die Menschen so beobachte, was sie alles tun, aus bloßer Gewohnheit heraus. Ohne zu überlegen, ob dies jetzt Sinn macht, jemandem schadet oder man genauso gut „ohne“ auskommen könnte (Betonung auf „genauso gut“).

Es grüßt,
das Smamap

Umgebung kennenlernen

Jetzt lebe ich schon 10 Jahre an dem Flüsschen „Selbitz“.

Für diejenigen, denen das nichts sagt: Die Selbitz ist ein kleiner Fluß in Oberfranken, in der Nähe von Hof.

Die Selbitz ist etwa 40 KM lang und mündet am Ende in die Saale, jenen Fluss, an dem dann im weiteren Verlauf die Stadt Halle liegt, aus der bekanntlich unser ehemaliger Außenminister HDG stammt.

Wie auch immer, ich hatte mir vorgenommen, jenen Fluss einmal etwas genauer kennen zu lernen. Und so schwang ich mich heute auf´s

genauer gesagt fuhr ich damit erstmal zur Bushaltestelle, wartete dort auf den „Rad-Bus“, der nahm dann mein Rad auf seinen Anhänger, und fuhr mich bis zum Ort „Blankenstein“.

Das ist eine tolle Einrichtung hier. Es gibt so verschiedene Rad-Bus-Linien, die fahren am Wochenende durch Oberfranken, und da kann man sich verschiedene Touren planen und für 6 €, wenn ich mich richtig erinnere, kreuz und quer irgendwo hin fahren, und dann eben mit dem Rad wieder zurück.

Eine sehr sinnige Einrichtung wie ich finde, denn hier in Oberfranken gilt es doch so einige Berg-Züge zu überwinden.

Jedenfalls fuhr ich also heute mit der „Fichtelgebirgslinie“ zur Mündung der Selbitz in die Saale.

Um das zu sehen, überfährt man auch die ehemalige innerdeutsche Grenze (das ist etwa 10 KM von meinem Wohnort entfernt) fährt dann noch 1 KM weiter, ist dann also schon in den sog. „neuen Bundesländern“, und hat obiges Szenario vor sich. Auf dem Foto sieht man von rechts die Selbitz kommen, und in die Saale münden (links vom 2. Baum).

Auf dem Rückweg fuhr ich dann durch das „Höllental“, eine landschaftlich äußerst reizvolle Passage, passierte zuvor wieder jene ehemalige Grenze, und eben anschließend jenes Tal, das sich relativ unberührt seit Jahrhunderten dem Menschen präsentieren kann, weil (außer einem kleinen Wasserkraftwerk und einem Rad- und Wanderweg) in der felsigen Tallandschaft keine Nutzung der Natur möglich war.

Das Höllental ist zwar nur 5 KM lang, aber für den Wanderer und den Radfahrer eine Faszination. V.a. auch im Sommer, weil angenehm kühl.

So hatte ich 15 KM Rad-Tour hinter mich gebracht, mit entsprechendem Zeitaufwand, weil nur mit reichlich Pausen von mir zu bewältigen.
Und was soll ich sagen ….. für mich war es ein Erlebnis.

Und am Ende, wieder zurück, da gönnte ich mir beim Gastronomen um die Ecke einmal Rigatoni und, so wie es sich für einen Radfahrer gehört, ein großes Glas Wasser (leider vergaß ich, wegen des Hungers, das Beweis-Foto).

Es grüßt,
das Smamap

Optische Täuschung

Heute wieder auf Tour gewesen.

Dabei ein Foto gemacht, da muss man 2x hinsehen ….

Man sieht in der Glasscheibe des Bus-Häuschens jenes Werbeschild „MIETme“.

Man würde vermuten, das Plakat steht, so wie es sich in der Scheibe spiegelt, auf der anderen Straßenseite, etwas die Straße entlang.
TATSÄCHLICH steht es hinter mir. Und zwar in der gedachten Linie, vom Bild in der Scheibe, zu mir (also dem Fotografen), und diese nach rückwärts verlängert (also quasi durch mich hindurch).

Ich suchte das Plakat naturgemäß zuerst am falschen Ort.
Des Rätsels Lösung: Das Plakat spiegelt sich erstmal in der Seitenscheibe („AUSSENWERBUNG TRIFFT.“) und wird dann von dort weitergespiegelt in die Scheibe zwischen den 2 Holmen.

Es grüßt,
das Smamap

Augen auf !!!

Heute morgen um sieben ….

Eine

riss mich aus dem Schlaf.

Eigentlich wollte ich noch etwas schlafen. Aber die Kreissäge ließ es nicht zu.

Bei mir in der Nähe ist eine kleine Firma, die als Betriebsziel Holz spaltet und sägt, um es an privat zu verkaufen.

Na ja, und ab 7 Uhr dürfen die loslegen. Und das machen sie manchmal auch Samstags.

Sicher könnte ich mich deswegen fürchterlich aufregen, aber zum einen nutzt es absolut NICHTS und zum anderen sollte man um 7 dann doch fertig sein mit schlafen. Darüber hinaus hat eine solche Firma genauso ihre Daseinsberechtigung.

Also locker sehen und weil die Sonne scheint …. raus in die Natur.

Es grüßt,
das Smamap

Die Wahrheit der Welt


GedankenTausch Traurige Wahrheit oder schöne Einbildung

Gerne schließe ich mich dem Projekt von moteens (wieder) an zum GedankenTausch, und trage meine Gedanken vor, die ich zu dem Thema hab, bzw. die mir während des Schreibens noch dazu einfallen. Ich hoffe, ich werde nicht zu lange.

HIER NOCHMAL ZUM NACHLESEN BEI moteens

******************************

Viel passiert auf dieser Welt. Sehr sehr viel Schönes, aber auch sehr viel Trauriges. Und manchmal hängt beides sogar zusammen.

Ein Bsp. für Letzteres wäre etwa Mutter Theresa, die sehr viel unendlich Schönes für diese Welt getan hat. Aber das eben auch deswegen, weil sie so viel Schreckliches vorgefunden hat.

Was „Schönes“ angeht, so denke man nur einmal an die Geburt eines Lebens irgendwo auf der Welt. Egal wo. Nehmen wir an, es geht alles gut bei dieser Geburt. Jede(r), der/die Kinder hat, kann das Gefühl nachvollziehen, das sich dort einstellt.

Was „Trauriges“ angeht, so denke man nur einmal an den Tod eines Menschen, der einem sehr viel bedeutet. Ich nehme als Bsp. den Tod meines Vaters. Als dieser vor ein paar Jahren starb, da ging ein Teil dieser Welt für mich verloren. Und die Traurigkeit darüber, die ist bis heute nicht völlig vergangen.

Mir ist klar, dass moteens nicht DAS gemeint hat, als von der „Traurigen Wahrheit“ die Rede war. Aber wenn wir von „Wahrheit“ sprechen, dann gehört alles dies dazu. ALLES das, was man sich unter „schön“ und „traurig“ vorstellen kann.
Es gibt wohl nur diese beiden Pole. Etwas ist entweder schön oder traurig. In den verschiedensten Abstufungen

Und das ist die Wahrheit dieser Welt.

Ich würde es nicht als „traurige Wahrheit“ bezeichnen, sondern als schlichte Wahrheit. Aus nichts anderem besteht die Welt. Ich wüsste nicht, was ich nennen sollte, als etwas, das total neutral wäre. Alles tendiert immer mehr zu der einen oder der anderen Seite, ist entweder eher schön oder eher traurig.

Wobei man da immer erst ein Urteil fällen kann, wenn das Endergebnis sichtbar wird.

Und nun komme ich dahin, wo ich eigentlich hin wollte …..

In den letzten Wochen/Monaten wurden wir mit Vielem konfrontiert, was immens traurig ist/war.

Und die Gedanken daran, kommen einem immer wieder.

Mir ging es heute so, als ich beim örtlichen Wiesenfest (woanders heißt das Volksfest oder wie auch immer) so am Tisch saß, mit meinem Schaschlik und meiner Maß Radler. Und das Ganze genoß. Um mich herum saßen viele ältere Menschen (am heutigen letzten Tag war Seniorennachmittag), lachten, ließen es sich gut gehen, und alle die dort waren, empfanden das sicherlich als schön. Angenommen, es wäre plötzlich einer aufgestanden, hätte einen Knopf gedrückt, und sich selbst in die Luft gesprengt. Aus all dem Schönen, wäre von einem auf den anderen Moment etwas unendlich Trauriges geworden.

Und wieder hängt Beides zusammen.

Ich sage nicht, dass es unbedingt zusammentreffen muss, aber es ist unabänderlich Bestandteil dieser Welt, und wir haben keinen letzten Einfluss darauf, wann und wo, das eine passiert oder das andere oder beides zugleich.
Wir können zwar etwas anschieben, etwas beeinflussen, aber was letztlich ganz genau draus wird, das liegt nicht in unserer Macht, das wirklich zu bestimmen.

Was wir aber bestimmen können, ist, WIE das auf uns WIRKT, was passiert.

Ich nehme als Bsp. wieder den Tod meines Vaters. Für mich war das damals eine Katastrophe. Er starb viel zu früh. Es hätte noch so viel zu sagen und zu leben gegeben, zwischen ihm und mir. Ich war unendlich traurig. Und doch, wie er da dann so friedlich lag, erlöst, den Krebs hinter sich, da war das auch etwas Schönes.

Und wenn man sich jetzt in Erinnerung ruft, diese Ereignisse in Paris, Nizza, München, Ansbach, Beiruth, Bagdad oder wo auch immer, dann kann man dem nur Trauriges abgewinnen. Wie könnte es auch anders sein, wenn unschuldige Menschen aus dem vollen Leben in den Tod gerissen werden. Aber es hat auch wieder viel damit zu tun, wie es auf uns WIRKT.

Und dies wird v.a. bestimmt durch die Medien ….. und endlich habe ich den Bogen dorthin bekommen, wo ich eigentlich hin wollte. Aber während des Schreibens entwickelte sich eine Eigendynamik, die mich erst Umwege beschreiten ließ. Über Dinge schreiben ließ, über die zu schreiben ich eigentlich gar nicht vor hatte…….und so hat mir das Schreiben darüber auch selber gewisse Erkenntnisse vermittelt.

Die Medien unterbreiten uns, was passiert, wie es passiert, und verbreiten dabei v.a. WIRKUNG.

Selbstverständlich kann man diesen Ereignissen nichts Positives abgewinnen (zunächst). Trotzdem behaupte ich, dass die Medien uns diese Ereignisse in einer Art und Weise präsentieren (dauernd, immer wieder erneut, mit schlimmen Beschreibungen und Bildern), so dass es fast unmöglich wird, sich dem Schrecken zu entziehen.

Ich überlege mir, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich das Sterben meines Vaters immer und immer wieder hätte miterleben sollen? Hätte ich dem letztlich auch nur IRGENDWAS Positives abgewinnen können.
Wohl eher nicht.
SO habe ich das Unvermeidliche dann letztlich akzeptiert, und ihm dann doch noch etwas Positives abgewinnen können. Also etwas tun können, was im Wesen des Menschen liegt.

JA, es liegt im Wesen des Menschen, die Welt letztlich positiv zu sehen, bei alldem Negativen, was in ihr geschieht.Warum das so ist ….. keine Ahnung. Aber der Mensch hat das in sich.

Ich bin für mich zu dem Ergebnis gekommen, in den letzten Wochen und Monaten, dass ich diese Terroranschläge nur noch eher oberflächlich medial auf mich wirken lasse. In Form einiger weniger Berichte, aus seriösen Quellen, in Form von seriösen Kommentaren und Hintergrundberichten. Fertig. Dieses gebetsmühlenartige Wiederkäuen mache ich nicht mehr mit.

Und mir ist jetzt während des Schreibens auch klar geworden, warum ich das nicht mehr möchte.

Schlicht deswegen, weil es mir diese Berichterstattung unmöglich macht, auch nur ansatzweise einen positiven Schluss aus den Geschehnissen zu ziehen. Nicht, weil das Geschehen an sich etwas Positives hätte, sondern einfach, weil jedes Traurige, jede Katastrophe, eine positive Konsequenz nach sich ziehen muss, um die Welt letztlich besser zu machen, als sie ist.
Und das wird uns sicherlich nicht gelingen, wenn wir verharren, im Terror, im Chaos, im Kriegsgeschrei. Und die Gefahr dort zu verharren, nimmt immer mehr zu, wenn wir reflexartig, suchthaft, den Medien hinterherhecheln, in dem Bestreben, alles mitzubekommen, um nur ja unsere Ängste unter Kontrolle zu halten, und uns Sicherheit zu suggerieren, eine Sicherheit, die es gar nicht gibt, die uns aber die Medien, ob gewollt oder nicht, glauben machen wollen.

Und so ist es gekommen, dass ich heute nicht einmal sagen könnte, WAS GENAU in Ansbach passiert ist. Eine Bombe? Irgendwas anderes? MUSS ich es wissen? Macht es einen Unterschied? Würde ich, wenn ich mir alles aus dem Netz zusammensuche, nicht nur denjenigen in die Hände spielen, die die Aufmerksamkeit der Medien suchen?

Ich wage die These, dass das Meiste von dem, was heute passiert in der Welt, nur deswegen passiert, weil die Protagonisten wissen, dass die Medien präsent sind, und wir Zuschauer damit erreicht werden.

In Abwandlung eines Spruches, der in meiner Jugend ein geflügeltes Wort war, könnte man sagen …. stellt euch vor, es ist Terror und keiner geht hin.

Und um zum Thema zurück zu kommen ….. es ist leider die traurige Wahrheit, dass es Terror ohne die Medien nicht geben würde. Wobei es mir fern liegt, Ursache und Wirkung zu vertauschen. 
Und sollten wir dann also stattdessen eine „schöne Einbildung“ zulassen? Ich möchte es umformulieren ….. es wäre angesagt, die traurige Wahrheit ein ganzes Stück auszublenden und dem zu widerstehen, was das Traurige zu einem festzementierten Bestandteil unseres Lebens machen will, und stattdessen das Positive zu betonen und zu leben, aber nicht das Positive in Form von „HABEN und BESITZEN“ sondern im Zwischenmenschlichen. Und das wäre dann REAL und hätte mit Einbildung nichts zu tun.

Es grüßt,
das Smamap

PRIVAT eben ….

Jeder kennt das. Auf der Tür steht „Privat“.

Ein anderes Wort für „Zutritt verboten“. Höflicher eben.

Diese Höflichkeit durfte ich heute in anderer Hinsicht erleben. Beim Doc nämlich.

Ich saß schon im Sprechzimmer meiner Ärztin. War nämlich an der Reihe. Plötzlich stand eine ältere Dame in der noch offenen Tür, und tat kund, dass eigentlich SIE dran wäre.

Es stellte sich dann heraus, dass sie Privatpatientin sei. Ergo, wurde ich hinauskomplimentiert. Eine diesbezügliche Frage, meinen Stuhl wieder freigeben zu wollen, beantwortete ich zunächst mit einem schlichten „NÖ“.

Allerdings gehöre ich zu der Spezies, die die Dinge nicht so ganz ernst nehmen (zumindest versuche ich es, und das klappt nicht immer, aber immer öfter).

Die Dame meinte dann, sie würde ja auch schon 20 Minuten warten. Ich meinte so im Vorbeigehen, dass man das einer Privatpatientin natürlich nicht zumuten könne.

Sprach´s und versammelte mich 5 Minuten lang auf einem Wartestuhl.

Das nennt man dann Höflichkeit, wenn man einen Mitpatienten aus dem Sprechzimmer scheucht, weil man ja schließlich was Besseres ist.

Aber ehrlich gesagt, bin ich ganz froh, nicht SO sein zu müssen, wie jene Dame.

Es grüßt,
das Smamap

Doping

Als ich von der Entscheidung des IOC gehört/gelesen habe, da war ich empört. Total verärgert darüber, dass die Funktionäre vor Putin eingeknickt waren.

Doch mittlerweile, muss ich sagen, finde ich das gut, wie sie entschieden haben.

Denn es kann nicht anders sein, als dass FÜR die Sportler entschieden wird, also für Diejenigen, die sauber sind.
Und da kann es auch nicht angehen, dass pauschal alle Sportler eines Landes über einen Kamm geschert werden. Es muss immer noch gelten, so meine ich, dass es bzgl. des einzelnen Sportlers bewiesen sein muss, dass er sich etwas hat zuschulden kommen lassen.

Genau so, wie man das auch verlangen würde, wenn es um den normalen Bürger geht, so wie „du und ich“.

Einfach in einer Art „Sippenhaft“, alle zu verurteilen, die Zeiten sollten wir eigentlich lange hinter uns haben. Es sollte für jeden Einzelnen zunächst einmal die Unschuldsvermutung gelten, und nicht in einem Zug alle Sportler eines Landes vorverurteilt werden.

Und deshalb finde ich die Entscheidung des IOC, nach einigem Nachdenken, absolut in Ordnung. Wobei ich schon dazu sage, dass ich nicht weiß, was da bei der Entscheidungsfindung so genau abgelaufen ist.
Ich betrachte nur das Ergebnis.

Ich nehme da einem Herrn Bach auch ab, dass er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Wie wohl alle, die da entschieden haben.

Und insofern empfinde ich das Urteil des Herrn Harting, seines Zeichens Diskuswerfer, doch als etwas, was den Rahmen des Vertretbaren, weit hinter sich lässt.
Ansonsten habe ich eine sehr hohe Meinung von diesem Sportler, der oft die Dinge beim Namen nennt, und viel Richtiges in der Vergangenheit gesagt hat. Auch als einer, der den Worten immer hat Taten folgen lassen.
Aber in dem Fall hat er sich etwas vergessen.
Meine Meinung.

HIER nochmals die Ereignisse zum Nachlesen 

Und so bleibt nur zu hoffen, dass bei den Olympischen Spielen, alles so sauber als möglich sein wird, und die Anti-Doping-Hüter alles Mögliche unternehmen, um die Betrüger im Sport, so schnell als irgend möglich zu enttarnen.
Ich meine gelesen zu haben, dass das IOC auch bestätigt hat, dass die Entscheidung für alle jene russischen Sportler gilt, die nachweisen können, dass sie sauber sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hätte sich das IOC damit ein Hintertürchen offen gelassen. Denn nach meinem Verständnis, kann ein Sportler von dort nicht als sauber gelten, der nur solche Dopingtests aufzuweisen hat, die in Russland, von russischen Kontrolleuren durchgeführt wurden.

Und es bleibt auch zu hoffen, dass der Herr Bach den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen vermag, der z.B. so aussieht, dass immer mehr junge Funktionäre den Weg in´s IOC finden. Vielleicht wird das ein Weg, der auch ein Stück weit weg führt, von diesem unsäglichen Kommerz, unter dem der Sport und v.a. die olympische Idee, ganz eindeutig leidet.
Sicherlich ein langer und schwieriger Weg. Aber er muss gegangen werden, und eine Chance bekommen.

Für mich scheint der Herr Bach jemand zu sein, der sich auch erst durchsetzen muss gegenüber einem Apparat, der seit Jahrzehnten gewachsen ist, und den man nicht mal so eben umwerfen kann.

Insofern sehe ich da durchaus Paralellen zum Vatikan, ohne jetzt einen IOC-Präsidenten mit dem Papst vergleichen zu wollen.

Es grüßt,
das Smamap