Der Mensch und seine Gene

Heute wieder mal „Scobel“ angesehen auf 3sat.

Thema: „Rasse, Blut und Gene“.

Die Sendung ergab für mich eine ganz überraschende Tatsache.
Nämlich dass die Menschen auf unserem Planeten, egal wo sie leben, egal wie sie aussehen, egal welcher Bevölkerungsgruppe sie angehören …..
Sie sind alle, zu 99% und mehr, genetisch identisch.

Die meisten von uns, spürten das immer schon, dass das Rassen-Gelabere, das jene dumpfen Typen von sich geben (von denen vor 85 Jahren mal gar nicht zu reden), und die meinen, das sei ja immer schon so, dass manche Rassen/Volksgruppen von Haus aus bestimmte Eigenschaften haben ….. dass eben dieses Gelabere weit jenseits jeder Realität ist.

In den letzten paar Jahren hat es sich erwiesen, dass es, wenn man diesen Begriff überhaupt verwenden möchte, nur EINE Rasse gibt. DEN MENSCH.

Es ist nämlich in den letzten Jahren gelungen, das menschliche Genom zu entschlüsseln, und dabei hat es sich herausgestellt, dass sämtliche Menschen auf dieser Erde äußerst weitgehend identisch sind.

Dass wir alle im Ursprung aus Afrika stammen, dass ist ja schon länger bekannt. Auch wenn es sich bis zu bestimmten Menschen noch nicht durchgesprochen hat (es würde ja nicht ins Weltbild passen).

Anders gesagt: Wir als Deutsche unterscheiden uns so gut wie überhaupt nicht, von einem Menschen, der von Vorfahren aus Australien abstammt, oder aus Asien oder Afrika oder Amerika. KEIN Unterschied.

Da zerrinnt jenen ewig Gestrigen die Argumentation unter den Fingern.

Bliebe noch, dass jene ja auch argumentien, dass bestimmte Menschengruppen gewisse Verhaltensweisen oder Eigenschaften haben, weil sie auf bestimmte Weise aufgewachsen sind oder erzogen wurden.

Wenn man dann aber noch sieht (sofern man das zulässt), dass es DEN Flüchtling, DEN Juden, DEN Ausländer, DEN Kommunisten oder WAS AUCH IMMER, überhaupt nicht gibt, weil sehr viele Menschen, aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt kommen, dort seit Generationen leben, ganz anders aufgewachsen sind…..

Dann bleibt jegliche Argumentation im Sand stecken, dann was bitte hat ein Flüchtling oder ein Jude aus Syrien gemeinsam mit einem ebensolchen aus Somalia oder aus Russland?

Die haben nichts gemein …. sind unter ganzen anderen Bedingungen aufgewachsen. Na ja – ETWAS haben sie schon gemein, nämlich die Gene ….. die sind nämlich identisch mit jenen der Menschen unseres Landes.

Das alles soll sagen: Diese „Rasse“-Gedanken, die liegen alle DERART daneben, haben mit den tatsächlichen Gegebenheiten SOWAS von wenig zu tun, dass sie weit jenseits aller Lebenswirklichkeiten liegen.
Genauso gut könnte man sagen: Jene, die einen gelben Hut tragen, das sind die Bösen und Minderwertigen dieser Welt, die es zu bekämpfen gilt. Und wenn es keine gibt, die einen gelben Hut aufhaben, dann suchen wir uns welche, denen wir einen solchen aufsetzen können.

Es grüßt,
das Smamap

Ein Koch und seine Probleme ……

Heute hatte ich mich endlich dazu durch gerungen, mein Vorhaben zu verwirklichen, einen Rharbarber-Kuchen zu machen.

Noch nie gemacht.

Mir deshalb ein Rezept aus dem Netz geholt (schon vor Tagen), die Zutaten besorgt (soweit ich sie nicht schon hatte), und mich ans Werk gemacht.

Ich schildere hier nicht die Details, weil ich an der ein oder anderen Stelle improvisiert habe, und selbst noch nicht sagen kann, ob es ein Erfolg geworden ist (das gute Stück ist im Moment noch im Ofen).

An was es allerdings beinahe gescheitert wäre, war das fehlende elektrische Rührgerät.
Zum Schluss war es nämlich erforderlich, das Eiweiß, unter Hinzugabe des Puderzuckers, steif zu schlagen.

Nun ja – die erfahrenen Hausfrauen unter uns werden sagen: Ist doch kein Problem ….. Schneebesen und los geht’s.

Na ja, ich hab mir auf jeden Fall den Arm wund gerührt, im Sinne von „Ein Königreich für ein Rührgerät“, um dann letztlich aufzugeben (ich weiß nicht, wie weit entfernt ich noch vom Erfolg gewesen bin), hab die Mixtur auf den Kuchen gegeben, und den Rest der Verantwortung des Ofens überstellt.

Ich bin gespannt, ob Genießbares dabei entsteht.

Erfahrung macht klug ….. oder …… Mut zum Experiment.

Es grüßt,
das Smamap

Vorurteil ?

Vor einigen Wochen ging durch die Presse jener Vorfall in Hebron, wo ein Soldat im Nachhinein einen scheinbar wehrlosen Palästinenser, am Boden liegend, erschoss.

Ein Sturm der Entrüstung ging durch die Presse/soziale Medien. Und schnell wurde wieder Israel in seiner Gesamtheit an den Pranger gestellt. Und ich möchte mich da nicht ausnehmen. Wobei meine Reaktion mehr von der Wut darüber getragen wurde, dass Manche sich das Recht heraus nehmen, darüber zu entscheiden, wer leben darf.

Ich habe erfahren, nicht zuletzt durch RUTH, dass man solche Dinge, egal wo auf der Welt sie passieren, etwas differenzierter betrachten muss, und möchte einen Kommentar dazu, denn ich heute geschrieben auf ihrem Blog geschrieben habe, hier wiederholen ……….

 

„Wenn mich dieser Fall eines gelehrt hat, dann das, dass man mit pauschalen Beurteilungen sehr vorsichtig sein sollte, erst recht dann, wenn man nicht alle Hintergründe kennt, und erst recht dann, wenn man nur die Schlagzeilen kennt, und keine ernsthaften Hintergrundberichte.
Ein Gericht wird wohl ein gerechtes Urteil fällen, doch das hilft immer noch nicht dabei, von außerhalb das Ganze moralisch beurteilen zu können.
Es ist die Krux der heutigen Zeit, dass man SOFORT über ALLES informiert wird, was geschieht. Um urteilen zu können, im Sinne von Moral und gerechtfertigt, müsste man sehr viel mehr wissen. Aber es macht sich fast keiner die Mühe, sich dieses Wissen zu beschaffen; woraus man auch niemandem einen Vorwurf machen kann, weil jeder mit dem eigenen Leben genug zu schaffen hat.
Früher hat man das Alles gar nicht gewusst, weil einen die Info schlicht nicht erreichte. Wer wusste im Jahr 1900 schon, was in Arabien passierte. Und wenn, dann erst mit wochenlanger Verzögerung.
Heute erfahren wir darüber sofort, aber eben nur einen Teil vom Ganzen.
Und genau DAS scheint das Problem.“

Es grüßt,
das Smamap

Wie eine Wand ….

Heute früh traute ich meinen Augen nicht.

Ich hatte heute die Aufgabe, eine Freundin ins Krankenhaus zu fahren. Die hatte dort einen Termin. Nachdem sie frühzeitig dort sein musste, das KH ca. 50 KM entfernt ist, hieß es um 5 Uhr aufstehen.

Ich sah zum Fenster raus, und sah, dass ich nix sah.

Eine einzige Nebelwand.

Und das blieb so, bis um ca. 9 Uhr.
Das Autofahren war natürlich eine wahre Freude. Aber etwas langsamer kommt man auch ans Ziel.

Sowas kannte ich bisher nur im September.
Nach Ende des eigentlichen Sommers, kommen i-wann die ersten Nebel am Morgen.
Solange ich noch in Straubing lebte, gab es ein geflügeltes Wort: Wenn das Gäubodenfest zuende ist, dann kommen dort postwendend die Nebel am Morgen.
Darauf konnte man sich immer verlassen. Und nachdem die Stadt an der Donau liegt, war dann immer auch klar, woher das kommt.

Aber im April kannte ich das bisher nicht.

Ich möchte jetzt nicht die Klimaveränderungen bemühen, denn sowas gab’s früher bestimmt auch schon mal.

Man schaut eben etwas doof, wenn man Frühling zu sehen erwartet, und es ist Herbst.

Ich wünsche Euch allen möglichst viel Frühling in nächster Zeit.
Einen ersten Geschmack davon durfte ich am Wochenende schon erleben, und auch ein erster

2016-04-10 14.52.15

stellte sich ein.

Es grüßt,
das Smamap

Nur eine Zahl

Als ich heute HIER las, dass bei meinem Blogger-Kollegen die 250 voll sind, da dachte ich mir, es wäre schön, wenn ich auch mal dort hin käme, was die Zahl meiner Beiträge angeht.

Ich wollte dann später Interesse-halber mal nachsehen, auf weiviele Beiträge ich es denn mittlerweile gebracht habe.

Ich hatte schon fast wieder darauf vergessen, und kam dann eher zufällig auf der Seite „vorbei“ und ich fiel fast vom Hocker.

Nach dem, was dort steht, sind es bisher fast 500 Beiträge.

Ich schluckte mal kurz, und überlegte dann, was diese Zahl aussagt.

Zumindest, so dachte ich, dass ich ganz schön viel geschrieben habe. Einen Rückschluss auf Qualität, was immer das in diesem Zusammenhang auch sein mag, lässt eine solche Zahl, zumindest in meinem Fall, sicher nicht zu.
Und einen journalistischen oder gar literarischen Anspruch erhebt sie sicher auch nicht.
Manchmal handelt es sich um Banales, manchmal um Ärgerliches, manchmal um Freudiges.

Allerdings sind diese fast 500 Beiträge ein Teil von mir. Sie drücken aus, was ich denke, was ich fühle, was mir wichtig ist, was ich mitteilen möchte, vll auch, was ich in der Welt zurücklassen möchte.

Und natürlich an dieser Stelle auch ein Dank an all jene, die meine Beiträge bisher gelesen haben. Einfach nur gelesen. Und die mir folgen. Und selbstverständlich auch ein Dank an all jene, die mit ihren Kommentaren Zustimmung, Ablehnung oder was auch immer signalisiert haben, und so mir die Möglichkeit gaben, zu spüren, dass ich nicht im luftleeren Raum schreibe; dass das, was ich sagen möchte, auch Interesse findet.
Dass es da eine Gemeinschaft derer gibt, die etwas verbindet. Ein Interesse. Und Dank auch dafür, dass ich Teil dieser Gemeinschaft sein darf.

Das führt natürlich auch immer zu der Frage, warum jemand bloggt.
Eben aus all den Gründen, die ich genannt habe.
Der Hauptgrund scheint mir, völlig unabhängig von meiner Person, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, und Gemeinschaft sucht.
Manche finden sie in der Fußballmannschaft, andere im Chor, wieder andere im Beruf und manche auch im Schreiben.

Letzteres gibt es in vielen Facetten. Einer bringt es zum Schriftsteller, der andere zum Journalisten. Und wieder andere zum Tagebuchschreiber. Früher war da jeder für sich alleine. Und heute können wir, dank Internet, an dem Anteil nehmen, was manche in das Tagebuch schreiben; sofern sie uns daran Anteil nehmen lassen wollen.

Ja, ich denke, es ist dieses sich mitteilen wollen, was uns alle hier antreibt. Jeder auf seine Weise. Sich mitteilen, und so Teil einer Gemeinschaft sein.

Auf die nächsten 500.

Es grüßt,
das Smamap

Der Schweinehund

Ja genau, den INNEREN meine ich.

Der, den ich heute in den Allerwertesten treten musste, damit er sich endlich mal dazu bequemte, wieder den Staubsauger in die Hand zu nehmen.

Und was er nicht alles für Ausreden gefunden hätte. Vom notwendigen Einkauf, über die Sonne draußen, bis hin zum Brief, den ich noch schreiben musste.

Aber letztlich siegte ich, und der Schweinehund unterlag.

Und was soll ich sagen …. es ist ein schönes Gefühl den Sch nieder gerungen zu haben, und endlich das getan zu haben, was schon etliche Tage notwendig war.

Und trotzdem das so ist, dass man das Gefühl mag, wenn es geschafft ist, trotzdem wird es demnächst wieder der gleiche Kampf, wenn das Wetter noch schöner wird, und es viel anregender wäre, die Arbeiten zu machen, die draußen zu erledigen sind.

Es grüßt,
das Smamap

Die wahren Asozialen …..

JA, da kann ich Sigmar Gabriel nur zustimmen (was auch immer man von ihm sonst halten möge), dass die WAHREN Asozialen diejenigen sind, die mit unserem Geld horrende Gewinne machen, unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die ihnen unser Land bietet, und sich dann ihrer Verantwortung entziehen, und die Kohle unter Ausnutzung aller erdenklichen Gesetzeslücken, ins Ausland schaffen, ohne dafür Steuern zu zahlen.

Dabei darf man allerdings auch nicht vergessen, dass für jene „Gesetzeslücken“ unser aller Staat verantwortlich ist.

Wie Gabriel sehr richtig sagt, müssen Steuern dort bezahlt werden, wo die Gewinne erwirtschaftet wurden.

Dass es in der Praxis nicht so einfach ist, derlei umzusetzen, ist klar, denn das Geld geht immer dorthin, wo es sich am Leichtesten vermehrt.

Aber unsere Politiker hatten ja auch nicht erst seit gestern Zeit, sich darum zu kümmern. Und dass es Möglichkeiten gibt, das umzusetzen, das wurde ja bereits mehrfach gezeigt.

Wenn ein Herr Schäuble (was auch immer man von IHM sonst halten möge), sich darüber aufregt, was die Konzerne so trieben, auch über Briefkastenfirmen, dann muss er sich schon selbst in die Pflicht nehmen, denn schließlich ist ja auch er nicht erst seit gestern an führender Position.

EINES ist klar, nämlich dass „interessierte Kreise“ eine hervorragende Lobby-Arbeit leisten. Die Politiker müssen sich allerdings fragen lassen, wofür sie da sind …. für die Lobbyisten oder für das Volk.

Es grüßt,
das Smamap

 

Entlarvend ……

Heute eine höchst bemerkenswerte Umfrage gesehen:

Da wurde gefragt, ob man für die blaue Plakette wäre, die regeln soll, dass nur noch sehr schadstoffarme PKWs in die Innenstädte fahren dürfen.

Und da haben sich über 80% dagegen ausgesprochen.

Mit Verlaub ….. sich einen „Dreck“ drum scheren, was das neue Fahrzeug, das man sich kauft, an Schadstoffen in die Umwelt schleudert, aber als Autofahrer auf das Recht pochen, den Dreck vor der Haustür der anderen abladen zu dürfen.
Schließlich hat man ja viel genug für das Gefährt bezahlt.

Keine Einstellung ist auch eine Einstellung !!!

Ich weiß, das ist etwas arg formuliert. Aber ich bekomme mittlerweile einen sehr dicken Hals, wenn Menschen darauf pochen, alles zu dürfen, ohne Rücksicht auf andere oder die Umwelt. Frei nach dem Motto …. „mit Geld kann man sich alles kaufen (erlauben)“.

Ich hab mir heut mal so überlegt, was denn dagegen sprechen würde, dass jeder Käufer eines neuen Autos sich bei Kauf 1/2 Stunde unter den Auspuff legen muss (bei laufendem Motor versteht sich). Überlebt er es, dann ist das Auto umweltgerecht. Überlebt er es nicht, hat sich das Thema ohnehin erledigt.

Warum wir heute noch nicht soweit sind, dass es nur noch E-Autos gibt, die über die Solaranlage auf der Garage aufgeladen werden müssen, ist kein Geheimnis:
Die Autoindustrie blockiert enorm, weil damit natürlich weder Ersatzteile für Verbrennungsmotoren (vom Motor selbst, über Lichtmaschine, Zündkerzen, Vergaser etc etc) verkauft werden könnten, noch Sprit und Öl. Zudem müsste die Hälfte aller Werkstätten zusperren, weil die Instandhaltungen für E-Motoren wesentlich weniger wären.
Mit an vorderster Stelle der Blockieren sind natürlich die Mineralölkonzerne, die Förderländer und nicht zuletzt, der Fiskus.

Und darum wird sich nie etwas daran ändern, dass radikal die Schadstoffe zurückgefahren werden.

Und wie sollten da die Verbraucher sich gezwungen fühlen, etwas dafür zu tun.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten, wie sich etwas ändern wird:
Entweder die Schadstoffe haben derartige Auswirkungen, dass es nicht mehr anders geht (Gesundheit oder Klima) oder aber das Öl versiegt.

Es grüßt,
das Smamap

Ehrlichkeit währt am Längsten

Musste heut noch schnell was beim Discounter holen.

Als ich an der Kasse stand, kam ein älterer Herr und gab der Kassiererin einen Bon vom Leergut-Automaten über ca. 8 €, mit den Worten, den habe jemand im Automaten stecken lassen, und vll komme ja derjenige nochmal zurück.

Ich dachte so bei mir …. Hut ab vor diesem Herrn (und ich hätte auch was sagen sollen, als Kompliment, doch i-wie war ich zu der Zeit ziemlich erschlagen, nachdem ich grad von der Arbeit kam, und deswegen auch ziemlich langsam).

Und ich dachte hinterher, dass dieses Verhalten wohl eine Generationen-Frage sei.
Denn wenn man betrachtet wieviele Menschen aus seiner Generation sich so verhalten würden, dann wäre der Prozentsatz sicherlich sehr hoch.
Und wenn man die Generation der heute, sagen wir mal, 30-jährigen betrachtet, dann wäre der Prozentsatz sicherlich bei weitem nicht so hoch.

Und insofern widme ich diesen Beitrag jenem alten Herrn, für den es offenbar das Selbstverständlichste auf der Welt war, das Geld, das ihm nicht gehörte, abzugeben.

Es grüßt,
das Smamap

Das nennt man „Demokratie“

Da haben die Niederländer abgestimmt, und sich gegen das Assoziierungs-Abkommen mit der Ukraine ausgesprochen.

Es gibt natürlich jetzt höchst unterschiedliche Interpretationen verschiedenster „interessierter“ Kreise, darüber, wie man das zu bewerten habe.

Das geht von „völlig normale Abstimmung“ bis hin zu „Nackenschlag für die EU.

Meine persönliche Meinung ist wie folgt:

Erwachsene Menschen sind gefragt worden, und haben geantwortet. Anders gesagt: Sie haben darüber abgestimmt, ob sie etwas Bestimmtes haben wollen oder nicht.

In einer Demokratie ist das Ergebnis einer solchen Abstimmung zu akzeptieren. Punkt!

Man kann jetzt trefflich darüber streiten, welche Beweggründe die Menschen hatten, sich in der Mehrheit so zu entscheiden, wie sie das getan haben.
Das kann gehen von „wohlüberlegt“ bis hin zu „rechtspopulistisch“.
Sei es, wie es wolle …. es ist und bleibt immer noch eine demokratische Entscheidung.

Was man allerdings tun kann, ist, zu überlegen, ob man aus einem solchen Wahlverhalten, Schlüsse für die europäische Politik der Zukunft ziehen kann bzw. sollte?

Und ich meine, diese Frage kann man mit Fug und Recht mit JA beantworten.

Nun gehöre ich zu den Menschen, die absolut für ein Europa der Staaten sind. Mit all seinen Vorteilen, Nachteilen, Problemen und Auswüchsen.

Wohin uns die Kleinstaaterei der vergangenen Jahrhunderte gebracht hat, das haben wir reichlich gesehen. Und aus der Geschichte die Lehre zu ziehen, dass uns die Geschichte nichts lehrt, das wäre nun wahrlich etwas wenig.

Und ich war BISHER immer der Meinung, dass es kleinkariert ist, immer nur auf die eigenen Vorteile zu sehen, und alles, was an eigenem Nachteil wäre, abzulehnen.
DAS würde einem gemeinschaftlichen europäischen Grundgedanken ganz und gar nicht gerecht.

NUR – mittlerweile bin ich der Meinung – nicht zuletzt wegen der jetzigen Abstimmung in den Niederlanden (und insofern ist es ganz interessant, mal über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, und etwas neutral von außerhalb zu betrachten) – man sollte sich Gedanken machen, ob die Richtung, in die dieses Europa läuft nicht korrigiert werden sollte.

Wenn Menschen zu etwas NEIN sagen, und sei es auch nur zu einer Vereinbarung, so wie hier geschehen, dann drücken sie damit etwas aus.

Und nun kann man wahrlich nicht behaupten, die Niederländer wären über die Maßen radikal. Sie haben einfach gesagt, man solle das mit der Ukraine nicht verwirklichen.
Und die Niederländer sind nun wirklich pro-europäisch eingestellt. Das war schon immer so, und sie gehörten auch zu den Gründungsländern.

Es muss deshalb die Frage erlaubt sein, ob die, die jetzt dort mit NEIN gestimmt haben, schlicht und ergreifend wollen, dass sich etwas verändert. Und wenn ja, WAS?

Meine Antwort darauf ist, dass die Niederländer eine Veränderung wollen (und nicht nur diese).

Und welche Veränderung?
Ich denke, das Tempo mit dem Europa voran schreitet, und der Umfang, den das Ganze mittlerweile angenommen hat, ist Manchen in Europa ZU VIEL !!!

Der Grundgedanke der Handelnden, die europäischen Staaten zusammen zu bringen, und ihnen ein Gewicht zu verleihen, und gleichzeitig eine Wirtschaftsmacht aufzubauen, ist eine gute Idee.

Ich meine nur, man hat das Ganze zu rasch und mit zu vielen Mitgliedern unternommen, noch dazu Mitgliedern, die viel zu viele unterschiedliche Voraussetzungen mitbrachten.
Sei es politisch oder wirtschaftlich.

Heute, so meine ich mittlerweile, gibt es manche Staaten in Europa, die in etwa gleiche Voraussetzungen haben, und mit denen ein Staatenbund Sinn macht (ich nenne mal absichtlich keine Namen).
UND so gibt es Staaten, die sind wirtschaftlich einfach noch zu weit hinten dran.UND es gibt Staaten, die haben andere Vorstellungen, was Demokratie angeht.
UND es gibt Staaten, die meinen, sie müssten sich die Vorteile greifen, sprich Geld, und alles andere sei nicht so wichtig.

Was, so meine ich, sollte dagegen sprechen, ein Europa auf die Staaten zu beschränken, die gleich ticken, und die dann auch gemeinsam festlegen, WIE getickt wird.
Diese Staaten können dann gleichberechtigt einen Kurs verfolgen, weil sie in etwa alle dasselbe können und dasselbe wollen.

Wie aber soll das mit Staaten unter einen Hut gebracht werden, wenn zu viele zu weit voneinander entfernt sind (einstellungsmäßig).

Das müsste ja nicht heißen, dass nicht ein Land sich anschließen kann, und zwar erstmal nur in bestimmten Dingen, bis sicher ist, dass sie auch dazu in der Lage sind, gleich zu ticken, wie die anderen.

Und weil das alles zu durcheinander ist, stimmen die Niederländer dagegen, WIEDER etwas zu machen, was noch mehr Probleme nach Europa bringt.
Und wenn die Briten in 2 Monaten sich gegen Europa entscheiden sollten, dann wäre das ihr gutes Recht. Wobei sie sicherlich auch die Konsequenzen daraus tragen müssten, und dann sicherlich auch tragen wollen. Auch DAS ist Demokratie.
Die Briten nämlich, haben den Vorteil, auf einer Insel zu wohnen, und konnten immer schon recht gut aus der Ferne beurteilen, was die dort auf dem Kontinent alles für Unsinn treiben. Und sie haben auch eine derart gefestigte Demokratie, eben WEIL sie diese auf der Insel sehr gut und unabhängig entwickeln konnten, dass sie einfach NO sagen, wenn sie etwas nicht wollen.Sie sagten auch NO zu Churchill nach dem Krieg, weil sie ein sehr gutes Gespür dafür hatten, dass er nicht derjenige sein konnte, der das Land gut in die Nachkriegszeit führen konnte.
Und deswegen traue ich ihnen auch zu, ein Gespür dafür zu haben, was mit Europa sein sollte.
Sollten sie nicht weiter bleiben wollen, so sehe ich darin auch eine Chance für Europa. Nämlich die Chance, einen grundsätzlichen Neuanfang zu unternehmen.

Mittlerweile ist nämlich dieses Europa so verschachtelt und undurchsichtig, mit derart vielen Gegensätzen, dass es ev. gar nicht mehr möglich ist, eine gerade Linie zu verfolgen oder zumindest eine Linie, die ein Ziel hat, weil zu viele Köche mit zu unterschiedlichen Zutaten versuchen, ein, für IHRE jeweiligen Geschmäcker, wohlschmeckendes Gericht zu zu bereiten.

Meine Vorstellung geht mittlerweile dahin, dass ein Land wie Deutschland, in einem Europa unter Gleichen, ein gleichberechtigtes Mitspracherecht hat, unter Ländern, die in jeder Hinsicht, zumindest einigermaßen, auf Augenhöhe sind.
Es war sicherlich ein wesentlicher Aspekt, dass die Verantwortlichen in Europa verhindern wollten, dass so manche Länder Richtung Russland abdriften, und für ein Europa, nach ihren Vorstellungen, verloren wären. Insofern konnten sie ev. gar nicht anders handeln, als Europa ziemlich schnell sehr groß werden zu lassen, mit all den Problemen, die sich tatsächlich einstellten.

Mittlerweile allerdings, sollte allen Verantwortlichen, in allen Ländern, klar sein, wo sie hin wollen.

Und deshalb wäre, so meine ich, die Zeit reif, ein Europa zu formen, das dem gerecht wird, was ein Europa eig sein sollte.
Es war immer schon so, dass ein Staatenbund aus Ländern entstand, die alle in etwa die gleichen Voraussetzungen hatten oder zumindest kurzfristig anstrebten.
Das war so, als damals Deutschland entstand, das war so, als die USA entstanden usw usf.

Und so will es sich mir nicht erschließen, wie ein Land in einem Staatenbund sein kann, dass wirtschaftlich gänzlich andere Voraussetzungen hat oder nur kassieren will oder unter Demokratie etwas anderes versteht.

Dass wir ein Europa brauchen, steht außer Frage. Auch dass es über kurz oder lang ein Europa geben wird, mit Gleichen unter Gleichen (fragt sich nur, wie „lang“ dieses „lang“ sein wird).

Insofern, so meine ich, ist Geduld und Beharrlichkeit gefragt, und außerdem DER WEG DAS ZIEL.
Und dieser Weg kann auch heißen, um einen dt. Politiker zu zitieren, dass einige wesentliche Ländern in Europa GEMEINSAM sage „SO nicht, und JETZT nicht“. Das kann natürlich nicht D alleine sagen, denn wie sowas aufgefasst wird, das liegt nahe, und wäre auch nachvollziehbar.

Es grüßt,
das Smamap