Wette – wer hält dagegen ?

Diese Woche war in den Blättern zu lesen, dass sich die Ölpreise wieder stabilisieren, und auf Sicht auch wieder etwas steigen werden.

An den Zapfsäulen war das natürlich sofort wieder spürbar (was mich allerdings nicht mehr betrifft).

Man mag das günstige Öl sehen, wie man will …… Grund dafür war/ist die Absicht der Forderländer, allen voran die OPEC, die Fraking-Firmen in den USA aus dem Markt zu drängen, um wieder selbst die Preise zu bestimmen. Deshalb hatte man das Öl billig gemacht, um besagte Ölförderungen unrentabel zu machen. Billig machen, das geht eben über eine erhebliche Erhöhung der Fördermengen.
Und das hat nichts damit zu tun, dass man plötzlich riesige Öllager entdeckt hätte.

Am Ende der Ölförderung, sprich „Öl ist zu ende“, hat sich nichts geändert, sprich, der Zeitpunkt ist absehbar, an dem es kein Öl mehr geben wird.

Wie auch immer ….. worauf ich hinaus will, ist Folgendes:

Bis vor ca. einem Jahr gab es wöchentlich Verlautbarungen, wonach irgendwelche Firmen hier bei uns die Preise erhöhen müssen, wegen der gestiegenen Energiekosten.
In der Zeit, in der die Energiekosten jetzt ständig sanken, habe ich keinerlei Meldungen vernommen, dass irgendwer die Preise gesenkt hätte, wegen der gesunkenen Energiekosten.

Ich wette, dass dann, wenn die Ölpreise wieder merklich steigen, die Firmen wieder kommen, und ankündigen, dass die Preise erhöht werden müssen, wegen der gestiegenen Energiekosten.

D.h. DANN werden wir für dieselben Effekte noch ein 2. Mal zur Kasse gebeten.

WETTEN …… ?

Es grüßt,
das Smamap

Cody Mcfadyen – Der Meschenmacher

Ich habe es endlich geschafft, und das Buch zuende gelesen.

Um es offen zu sagen, ich hatte damit so meine Schwierigkeiten.

Ich bin jetzt keiner der ein Buch wirklich rezensieren könnte … das maße ich mir nicht an.

Aber eine Meinung kann ich schon zum Ausdruck bringen:

Das Buch leuchtet für mich zahlreiche menschliche Abgründe aus, hat so seine Überraschungen, und auch einen Spannungsverlauf, dem es zu verdanken ist, dass ich es überhaupt fertig gelesen habe.

So im 1/3 Drittel, wenn ich mich recht erinnere, hatte ich mal eine Phase, da hätte ich das Buch, was bei mir immer ein eBook ist, am liebsten in die Ecke gelegt, und dort auch liegen gelassen.

Die Erzählungen waren in der Phase für mich relativ verwirrend, und ich wusste nicht so recht was damit anzufangen.

Man muss sagen, dass ich von Cody und seiner Smoky Barett Reihe bisher sehr verwöhnt war, was auch daran liegt, dass ich „Werke“ mit Helden mag.

Und so recht konnte ich sowas in dem Buch (zumindest zunächst) nicht entdecken. Ich tat mich dann auch im weiteren Verlauf relativ schwer damit, hier i-einen Helden auszumachen.

Mir persönlich kommen in dem Buch auch zu viele Mord- und Blutszenen vor. Zwar ist alles gut erzählt (finde ICH zumindest), und auch die Beweggründe sind gut nachvollziehbar, aber ich tu mich halt nun mal schwer damit, zahlreichen Mord und Totschlag, egal aus welcher Motivation heraus, als gerechtfertigt zu sehen.

Wie weit hergeholt die Thematik des Buches ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich hoffe zumindest, dass sie SEHR weit hergeholt ist.

Würde ich das Buch wieder lesen bzw. jemandem empfehlen?
Ich zögere. Es hängt wohl viel damit zusammen, was jemand in einem Buch erwartet. ICH erwarte regelmäßig einen Helden. Insofern war das Buch für mich zwar lesenswert, aber gehört sicher nicht zu meinen Lieblingen.
Auch deswegen nicht, weil die Verhaltensweisen so mancher Akteure in meinen Augen eher grenzwertig sind, was DAS anbetrifft, wie sich Menschen normalerweise verhalten.

Es würde mich freuen, wenn Cody sein Smoky-Reihe fortsetzen würde, denn ich meine, dass er darin eine Art gefunden hat, die seinem Schreiben entspricht.

Es grüßt,
das Smamap

Ab Sonntag is Frühling !!!!!!

Bekanntlich wohne ich in Oberfranken/Hochfranken.

Üblicherweise dauert der Winter hier ziemlich lange.

Aber i-wann kommt dann unweigerlich auch hier der Frühling.

Und es scheint, dass es ab Sonntag soweit ist.

Bisher stiegen die Temperaturen tagsüber nie über 5° C. Lt. Vorhersage ändert sich das jetzt: Tageshöchsttemperaturen von 10°C werden normal.
Morgen nochmal ein kompletter Regentag (wie soll’s auch anders sein, ist ja schließlich Feiertag) und dann geht es aufwärts.

Und auch alles andere passt dazu: Es gibt die Sommerzeit (nun gut, das sagt natürlich noch nix), die Vögel zwitschern früh morgens schon heftig. Allerorten sprießen die ersten Blumen. Und das grau in grau weicht langsam immer mehr der Sonne, was erfahrungsgemäß ein untrügliches Zeichen ist.

Und dann kommen 2 meiner 3 Lieblingsjahreszeiten: Der Frühling und hinterher der Frühsommer.

Es grüßt,
das Smamap

Obst und Gemüse vom Wochenmarkt

Hatte ja schon mal darüber berichtet, dass ich mein Obst und Gemüse nur noch vom Wochenmarkt hole.

Ich mach das jetzt schon etliche Wochen, und geh jeden Donnerstag früh dort hin, und hol mir mein Obst für die folgende Woche.

Meine Erfahrung: Ich kaufe sehr viel bewusster ein.

Klar, das ist teurer dort. Ich würde mal sagen, so ca. 20%.

ABER …. ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche, ich kaufe (fast) nur Produkte, die lokal erzeugt werden, und da steht jemand, den kann ich fragen, und der weiß echt bescheid.

Zum einen steht da überall mit dran, woher die Ware kommt.
Wenn da also steht „fränkische Karotten“, dann kommen die ins Körbchen.

Sowas wie Mango aus Peru, gibt’s da schon gar nicht.

Und v.a. die Sachen sind total frisch.
Und ich finde auch kein Obst, das sehr frühzeitig geerntet wurde, um auf dem Weg zum Verbraucher oder erst beim Verbraucher so richtig zu reifen.

Es passiert mir auch nicht mehr, dass ich etwas kaufe, und nach 2 Tagen muss ich es weg werfen, weil zu faulen angefangen. Die Discounter/Supermärkte arbeiten ja in der Regel mit Kühlungen, aus denen das Obst/Gemüse scheinbar frisch kommt, aber in Wirklichkeit schon etliche Tage auf Käufer wartet.
Wie überhaupt ich nichts mehr weg werfen muss. Ich kaufe 4 Karotten und gut is. Beim Discounter geht die Tendenz immer dahin, eine 2 kg Packung zu erstehen, wovon dann mindestens 10% in die Bio-Tonne wandern, weil ich so viel gar nicht essen kann, in relativ kurzer Zeit.

Es ist mehr Aufwand, keine Frage. Mehr Aufwand an Zeit, an Geld, an sich Gedanken machen.
Aber letztlich rechnet es sich. Ich tue der Umwelt Gutes, ich unterstütze örtliche Vermarkter, ich brauche alles auf und ich fahre nicht in der Gegend rum, um günstig Sachen zu kaufen, die um die halbe Welt gereist sind, und ich eig gar nicht benötige.

Ich kann es jedem empfehlen.

Was ich nächste Woche mal versuchen werde raus zu finden, ist, ob da einer auf dem Markt Eier verkauft, die aus der Umgebung stammen. Letztens hatte ich mal wieder 10 St. vom Supermarkt mitgenommen, um fest zu stellen, dass die auch immer kleiner werden.

Der Schuss immer alles möglichst günstig haben zu wollen, geht eben doch meistens nach hinten los.

Es grüßt,
das Smamap

Irrsinns-Spirale II

Ein Nachtrag zu meinem ERSTEN BEITRAG.

Ich stellte darin die These auf, dass Gewalt immer nur Gewalt erzeugt, und zu nichts führt.

Ich denke, man muss dies umfassend betrachten ……..

Sehen wir uns an, womit die grausamen Taten vollbracht werden!

Es sind Bomben, Sprengstoffe, Maschinengewehre …..

Und wo stammt das alles her?

ES STAMMT VON UNS !!!

Die Täter begehen alle diese Taten mit Mitteln, die WIR ihnen in die Hand gegeben haben.

Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob das jetzt eine Kalaschnikow ist oder ein G36 oder wie auch immer die Waffe heißen möge.
Es ist auch zweierlei, wo der Sprengstoff produziert wurde. Ob in Deutschland, in Russland oder in Israel.

Entscheidend scheint nur, dass die sogenannten zivilisierten Staaten andere mit ihren Waffen versorgt haben, noch und nöcher. Dabei zugesehen haben, was die Empfänger der Waffen damit alles angestellt haben. Wie sie die jeweiligen Völker vergewaltigt haben.

Und jetzt, da die Waffen sich in den falschen Händen befinden, heben wir selbige, und geben den Unschuldigen.

Zweifelsohne, müssen Attentäter, die Menschen ermorden gefasst und bestraft werden, mit der ganzen Härte, die das Gesetz ermöglicht. Es gibt nichts Abscheulicheres, als unschuldige Menschen zu morden.

Fest steht auch, dass die Attentäter die Waffen nicht selbst hergestellt haben, und mit Pfeil und Bogen sicherlich nicht dazu in der Lage wären, Menschen in den Hauptstädten dieser Welt in den Tod zu bomben und zu schießen.

Schließlich gilt: Wer Gewalt säht, wird Gewalt ernten.

Und Gewalt fängt nicht erst dort an, wo ich einem Menschen etwas antue. Sie fängt schon dort an, wo ich als zivilisiertes Land die Welt mit Waffenexporten überziehe.

Insofern muss man sich nicht wundern, wenn das, was man in die Welt schickt, irgendwann zu einem zurück kommt.

Sei es in Form von Waffen, von Gewalt oder von Flüchtlingen.

Wer einigermaßen sehenden Auges durch die Welt geht, der muss anerkennen, dass all diese Dinge heute deswegen vor unserer Haustür stehen, weil WIR SELBST dafür gesorgt haben.

Zusammenbrechende Staaten, die voll von Waffen, verzweifelten Menschen und gewaltbereiten Attentätern sind, die entstanden nicht einfach SO und von selbst.

Es grüßt,
das Smamap

Irrsinns-Spirale

Und wieder hat der Terror zugeschlagen.

In Brüssel diesmal.

Und der Irrsinn daran ist, dass völlig Unschuldige ihr Leben lassen mussten.

In Gedanken bin ich bei Jenen. Und auch bei deren Angehörigen. Es gibt jetzt viele Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Freunde, Brüder, Schwestern und was weiß ich noch alles, die einen ihnen nahestehenden Menschen verloren haben.
Mit diesem heute oder gestern noch gesprochen haben, und ihn nie mehr wieder sehen werden.
Er wurde mitten aus dem Leben heraus gerissen.

Und wieder wird die Spirale sich zu drehen anfangen.

Die Behörden und die Vertreter der Länder in Europa werden die Schuldigen zu fassen versuchen, was selbstverständlich ist.

Gleichzeitig wird sich die Spirale der Gewalt wieder ein Stück weiter drehen. Vorzugsweise in jenen Ländern, aus denen die Attentäter stammen.  Es wird noch mehr Bomben geben, mehr Flugzeuge, mehr Gewalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das jetzt der IS war oder irgendwelche sonstigen Fanatiker oder wer auch immer.
Immer wird es irgendwo Menschen geben, die Angehörige verlieren. Und so wird immer weiterem Hass und weiterer Gewalt Vorschub geleistet.

Als Reaktion wird es anderswo Attentate geben.

Und so wird diese Irrsinns-Spirale (Betonung auf „Irrsinn“) sich immer ein Stück weiter drehen. Jede Gewalt wird Gegengewalt erzeugen.

Wann, so frage ich, wird endlich jemand den Mut aufbringen, diese Spirale zu durchbrechen?
Aufzuhören mit Gewalt?
Sich dem scheinbaren Automatismus entziehen, dass es auf derlei nur die Reaktion der Gewalt gibt?

Es steht nicht zu erwarten, dass Fanatiker zu einer solchen Einsicht fähig sind.

Bleibt also die Frage, ob vernunftbegabte Staatenlenker diesen Mut aufbringen. Den Mut, denjenigen, die Tod und Vernichtung predigen, eine Zukunft anzubieten, die auf der Basis von Frieden, Gleichberechtigung und Koexistenz basiert.

Das wäre kein einfacher Weg, denn schließlich muss da jemand über seinen eigenen Schatten springen. Auch dem Vorwurf widerstehen, nachzugeben. Es auch ertragen können, dass andere sich zum Sieger ausrufen.

Mahatma Ghandi hat es vorgemacht, wie es auch ohne Gewalt gehen kann.
Ohne Gewalt und mit einer Politik, die sich auf die Menschen und ihr Leben bezieht, würde man auch solchen Organisationen wie dem IS den Boden entziehen.
Welchen Grund hätten Menschen auch, sich dem Terror anzuschließen, wenn alles dafür getan würde, dass es den Menschen gut geht, und nicht ständig der Tod über ihnen kreist oder Angehörige getötet werden.

Die Alternative wären nur wieder viele viele weitere Menschen, die aus dem Leben gerissen werden. Wobei es letztlich keine Rolle spielt, ob dies in Brüssel, Paris, Hamburg, München, Damaskus, Aleppo, Bagdad, Mossul oder Jerusalem geschieht.

Jeder unschuldige Tote ist letztlich nur ein Samen der Gewalt.
Und für Waffenexporte gilt das Gleiche.

Es grüßt,
das Smamap

Kasse – die 375ste

Heute beim Einkauf mal wieder ein „Kassenerlebnis“ gehabt:

Stehe so an der Kasse, und es ereignet sich, dass 5 Kunden vor mir ein Artikel der Kasse unbekannt war.

Für solche Fälle hat die Kassiererin ein Telefon vor sich, über das sie jemanden (wohl im Büro) anrufen kann, um über den Barcode den Preis ausfindig zu machen.

Zu der Zeit waren aber scheinbar alle Ansprechpartner nicht erreichbar. Und so zog sich das ziemlich in die Länge.

Das Erstaunliche war, dass ich in der Schlange immer weiter nach vorne rutschte, obwohl sich ja gar nichts tat.

Es machte sich nämlich einer nach dem anderen vor mir aus dem Staub, sprich, man suchte sich eine andere Schlange, weil es offenbar zu lange dauerte. Schließlich hat man es am Samstag vormittag ja eilig. Und völlig überraschender Weise sind am Samstag vormittag viele Menschen beim Einkaufen. Es hat sich scheinbar auch noch nicht herum gesprochen, dass wenn man am Samstag vormittag keine Zeit hat, man auch nicht einkaufen gehen sollte.

Wie auch immer, ich war in meiner Schlange – schwuppdiwupp – von Platz 5 auf Platz 2 gerückt. Und auch die Schlange hinter mir, hatte sich ziemlich rasch ins Nirwana aufgelöst.

Und wieder einmal hatte sich die Verfahrensweise als sehr förderlich erwiesen, dass man einfach in seiner Schlange bleibt.

Es grüßt,
das Smamap

Inge Brandenburg – die vergessene Jazz-Sängerin

Gestern sah ich eine Doku über Inge Brandenburg.

Ich fragte mich zunächst, wer denn das sein könnte – noch nie von der gehört – und wollte schon umschalten. Denn wer kann schon jemand sein, der in der heutigen medialen und Netz-Welt völlig unbekannt ist.

Warum auch immer – ich sah es mir weiter an.

Und hörte das erste Mal in meinem Leben von einer Frau, die eine der größten Sängerinnen des Jazz EVER hätte werden können.

Inge Brandenburg

Diese Stimme faszinierte mich. Und ich fragte mich, warum es hatte passieren können, dass diese Stimme und diese Frau so in Vergessenheit geraten ist. Ganz abgesehen davon, dass sie auch als Person eine gewisse Faszination ausstrahlte.
Das wäre, in anderem Bereich, etwa so, als würde kein Mensch mehr wissen, wer Peter Kraus ist.

In der Doku hieß es, sie wäre zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen.

Jazz war damals nicht IN. Nach dem Krieg hatten die Deutschen anderes im Kopf.

Inge Brandenburg hatte zwar große Erfolge und wurde 1960 zur besten europäischen Jazz-Sängerin gekürt.

Mehr über sie kann man HIER nachlesen.

Man erkennt dabei auch, wie schwer manche Leben sein können, und wie sehr man es ihr gegönnt hätte, i-wann einen Ausgleich für ihre Schicksalsschläge zu erhalten.

Was bleibt, ist diese unvergleichliche Stimme, die man, würde man sonst nichts wissen, einer amerikanischen Jazz-Sängerin zuordnen würde.

Die Plattenfirmen versuchten sie in der Folge zur (besser verkäuflichen) Schlagersängerin zu vergewaltigen, was sie aber nicht mitmachte, denn sie lebte den Jazz tief in sich drin.

Was kamen, waren finanzielle und Alkoholprobleme. Sie starb, verarmt, 1999 in einem Schwabinger Krankenhaus, kurz nach ihrem 70. Geburtstag.

INGE BRANDENBURG

 

Der einsame Mensch

Heute hatte ich die Aufgabe, ein paar Autos im Vorfeld einer Ausstellung, zum Ausstellungsgelände zu fahren.

Einen Kleinwagen, einen Mittelklasse-Wagen und einen SUV.

Der „Kollege“, mit dem ich das organisatorisch erledigte, und ich, waren einer Meinung: In den allermeisten Fällen sind die Autos unterwegs, lediglich mit einer Person besetzt.

Das nennt man effizient.

Es grüßt,
das Smamap