Der langsame Wandel der AM

Heute hat eine Überschrift meinen Eindruck der letzten Wochen wiedergegeben.

Da hieß es: MERKELS ABSCHIED VON DER WILLKOMMENSKULTUR.

Nun, ich zollte AM jetzt eine ganze Zeit lang Respekt. Ich sollte ev. dazu sagen, dass ich die Politik dieser Frau und ihrer Partei nicht unterstützte, weil da einige grundsätzliche Sichtweisen deren Politik bestimmen, die ich nicht mittragen kann.

Allerdings bin ich einer, der nicht festgezimmert in Stein steht, und frei nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind“, sich allem verschließt, weil es von einer bestimmten Seite kommt.
Nö, nö, ich schau mir die Dinge schon an, was mitunter dazu führt, dass mein Wahlverhalten doch unterschiedlich sein kann.

Und so gehört das Parteienspektrum, das gemeinhin als eher „rechts“ beschrieben wird, normalerweise nicht zum Empfänger meiner Stimme.

Allerdings als AM dieses „wir schaffen das“ erschuf, da war ich zwar zuerst skeptisch, ob es nicht wieder um Wahlmanöver ginge, doch die Realität war so, dass Menschen geholfen wurde, die Hilfe brauchten. Und sie stand fest zu diesem Ansinnen, was ich ihr hoch anrechnete.

Und so zollte ich, ihrem Ansinnen Respekt. Ich muss sie nicht mögen, aber ich kann das mögen, was sie tut, auch wenn ansonsten so Einiges nicht meiner Sicht entspricht.

In den letzten Wochen allerdings, gewann ich zunehmend den Eindruck, als würde sich ihr Motto ins Gegenteil verkehren. Zwar bestand sie nach außen darauf, dass es um die Flüchtlinge gehen muss, aber in der Realität wurde kleinschrittweise zurück gerudert.

Es wurden Wortglaubereinen inszeniert, um „Obergrenzen“. Es wurde Bestimmungen des Asylrechts verschärft. Es schien darum zu gehen, ihren zentralen Spruch aufrecht zu erhalten, um gleichzeitig Interpretationen einzuführen, was es natürlich NICHT gemeint haben würde.

Klugerweise hielt sie sich im Hintergrund, und ließ andere das verkünden, was es zu verkünden gab.

Und so bin ich heute doch der Ansicht, dass dieses „Wir schaffen das“, der Versuch war, die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich in die Geschichte einzubringen. Und je weiter die Zeit voran schritt, umso mehr merkte sie (man beachte den Wortwitz), dass die Fakten über ihr zusammen zu schlagen drohten.

Hätte ihr Handeln dem Respekt entsprochen, den ich ihr phasenweise entgegen brachte, so hätte sie sich hinstellen müssen, um zu sagen, dass das, was da auf uns zukam, nicht zu schaffen ist.

Aber statt das zu tun, und dann auch nach menschlichen Alternativen zu suchen, was man tun kann, um das Leid der Menschen zu beseitigen, ist es heute so, dass mit der Türkei geschachert wird, um Menschen für Geld zu verkaufen (es tut mir leid, aber anders kann ich das nicht sehen), und insgeheim durchgeschnauft wird, weil die Länder der Balkanroute die Grenzen dicht gemacht haben.

Und so hat das Pendel, zumindest für mich, in die Gegenrichtung ausgeschlagen: Respekt ist dem Gefühl von Kalkül gewichen.
Mehr noch, für mich hat es sogar ein Stück weit Menschenverachtung an sich, Menschen, die dem Tod entronnen sind, dem politischen Kalkül zu unterwerfen.

Und so scheint es darauf hinaus zu laufen, dass Europa abgeschottet wird, die Menschen in Griechenland, Mazedonien, der Türkei, Syrien und wo auch immer, ihrem Schicksal überlassen werden, Geldströme fließen, um die Probleme anderswo zu halten, und allenfalls versucht wird, die Lebensbedingungen anderswo von der Ebene „tödlich“, auf die Ebene „menschenunwürdig“ zu heben.

Hauptsache man gewinnt die nächsten Wahlen, und die Menschen können weiter den gewohnten Lebensstandard zelebrieren. Und Hauptsache die Exporte der Rüstungsindustrie bleiben hoch.

….. MEINE Meinung.

Erlebnisreicher Einkauf

Heute vormittag mal wieder den Wocheneinkauf erledigt.

Jede Menge erlebt, dabei.

Diesmal sogar einen Einkaufszettel auf dem Smartphone geschrieben, damit ich nicht hinterher wieder feststelle, was ich alles NICHT gekauft habe.

Heute mal zum Kaufland gegangen. Ist zwar am weitesten weg von meiner Bleibe, aber damit habe ich auch gleich DIE Fliege erschlagen, die da lautet „Bewegung, Bewegung, Bewegung“. Hab ja kein Auto, und Fahrrad is mir im Moment noch zu kalt (heute waren es 3° C).

Also frühzeitig in die Gänge gekommen. Noch dazu bergauf (hier ist das „Kaufland“ am höchsten Punkt des Ortes gelegen).

Die haben dort, seit der optischen Umgestaltung, so Einiges umorganisiert. Will heißen, man ist jetzt erstmal mehr am Suchen, weil manche Sachen nicht mehr dort sind, wo man gewohnt war, sie zu finden. Konnte ich aber alles unter „Bewegung“ verbuchen.
Mein Physiotherapeut wird voll mit mir zufrieden sein.

Was ich verzweifelt umsonst gesucht habe, war das alkoholfreie Weißbier. Schließlich fragte ich dann doch nach, und es stellte sich heraus, dass ich mal wieder 3x dran vorbei gelaufen war. War aber bei der wahnsinnigen Zahl an verschiedenen Biermarken, die da offeriert werden, wahrlich kein Wunder. Da gibt es normales Bier, es gibt Pils, Export, Radler, Leichtes, Alkoholfreies, normales Weißbier, leichtes Weißbier, alkoholfreies Weißbier. Das sind, wenn ich jetzt nix vergessen habe, 9 Sorten. Das Ganze mal 10 Hersteller. Da hat man also dann schon mal fast 100 Sorten abzuarbeiten, um das Richtige zu finden.
Da stehst du vor einer Mauer von Getränkekästen und siehst praktisch absolut nix mehr.Mal etwas Abstand nehmen, um den Überblick zu gewinnen, ist faktisch unmöglich, da die Gangbreite auf 2 Einkaufswägen beschränkt ist.

Na ja, jedenfalls hab ich dann doch noch mein alkoholfreies Weißbier bekommen, genauer gesagt 1 Flasche, und zog von dannen.

Überhaupt lag der Suchanteil an meinem Einkauf heute wohl bei etwa 30%.

Normalerweise lasse ich mir immer ganz bewusst Zeit beim Einkauf, und amüsiere mich über die Leute die von lauter Hektik und Stress gekennzeichnet sind, und meinen, wenn sie das aktiv ausleben, dann kommen sie schneller vorwärts.

Paradebeispiel ist immer das Spiel an den Kassen. Ich stand da an einer Kasse an, und es war, wie üblich am Freitag, voller Betrieb. Plötzlich wird neben mir eine Kasse zusätzlich aufgemacht. In gefühlter Lichtgeschwindigkeit stürzen sich etliche Kunden auf diese „neue“ Kasse. Ich bin trotzdem an der Nebenkasse stehen geblieben, hatte dort noch einen netten Plausch mit 3 älteren Damen, die zusammen Einkaufen waren, und war letztlich eher „durch“, als die Lichtgeschwindler von nebenan.

Das ist etwa so, wie auf der Autobahn im Stau: Es gibt da so Einige, die im Stau das Fahrspur-Hoppen praktizieren. Die Erfahrung lehrt, dass man am Schnellsten durchkommt, wenn man dort bleibt, wo man ist (ausgenommen, eine Fahrspur wird gesperrt).
An der Kasse ist das genauso. Diejenigen, die sich auf eine Kasse stürzen, sorgen dafür, dass es an den restlichen Kassen schneller vorangeht. Das haben jene Herrschaften nur noch nicht begriffen, die meinen, wenn sie „stürzen“, dann kommen sie eher durch.
In Perfektion machen das diejenigen, die mehrmals zwischen verschiedenen Kassen hin- und herpendeln (das ist dann das Verhalten von der Autobahn 1:1 kopiert).

Aufgefallen ist mir heute auch, dass wohl so einige Grüppchen sich zum Einkaufen verabredet hatten. Nicht nur die 3 Damen vom Grill ….. äähh ich meine, die Damen, die vor mir an der Kassen standen. Sie hatten auch 8 Flaschen Rotwein im Einkaufswagen, was mich zu der Bemerkung veranlasste, wie sie denn wohl die 8 Flaschen durch 3 teilen. Sie meinten, dann das wäre für eine Veranstaltung im Rahmen der Kirche, und wenn ich am Sonntag auch käme, dann ließe sich das wunderbar durch 4 teilen 😉 😉 😉

Nun gut, die Kirche und etliches an Alkohol  konnte ich jetzt nicht wirklich in Einklang bringen, so dass ich die spaßigen Damen letztlich in ihr Wochenende entließ und mich auf meinen Bezahlvorgang konzentrierte.

Was mir dann noch blieb, war, alles in Rucksack und Tasche verstauen, und den Heimweg antreten. Auf selbigem wurde mir dann klar, dass ich was vergessen hatte ……

Ach ja ….. auf dem Weg nach draußen, hielt ich noch kurz beim Metzger an, und gönnte mir eine Fleischkäs-Semmel (in anderen Landesteilen heißt das ev. „Leberkäs-Semmel“). Na ja, jedenfalls kaum war ich auf meinem Weg, musste ich schon die Speise mit Zähnen und Klauen verteidigen, weil da Frauchen mit Hund kam, und Hund meinte, auch etwas haben zu wollen. Ich verständigte mich dann mit Frauchen insofern, als ich die Semmel hinter dem Rücken versteckte. Weil sonst würden wir wohl immer noch dortstehen, und Hund würde erwarten, dass er was abkriegt.
Letztlich kam es dann so, dass ich doch noch meine Semmel zu 100% behalten durfte, und sogar den Senf, durfte ich behalten. Auch wenn sich dieser, bis zum Ende, über die Finger meiner Hand verteilt hatte. In weiser Voraussicht, hatte mir der Mensch an der Metzgers-Theke eine Serviette mitgegeben, so dass ich auf dem Nachhauseweg dann mal kurz pausierte, um im Rahmen einer Reinigungsaktion mich wieder salon-fähig zu machen.

Und so war der vormittag gerettetet 😉
Ich hatte Bewegung (vielmehr mein Kreuz), hatten meinen Einkauf und war satt 😉

Es grüßt,
das Smamap

 

Höflichkeit – eine Zier der Könige

Gestern im Wartezimmer beim Arzt war da ein Aushang.

Der besagte, dass im Jahr 2015 beim betreffenden Facharzt 716 Mal Patienten einen Termin ausgemacht hatten, und diesen, ohne jegliche Angabe eines Grundes, einfach hatten verfallen lassen.

Auf Deutsch: Sie sind einfach nicht erschienen.

Mal abgesehen davon, dass es ein Akt der Höflichkeit ist, einen Termin, den man, aus welchen Gründen auch immer, nicht einhalten kann, abzusagen, so sollte es auch selbstverständlich sein, anderen Patienten diesen Termin zur Verfügung zu stellen.

Da wird allenthalben gejammert, dass, speziell auf dem Land, die Ärztezahl immer mehr zurückgeht, und es gibt aber nicht Wenige, die sich keinen Deut darum scheren, dass die vorhandenen Kapazitäten auch sinnvoll eingesetzt werden.

Vom Aufwand, den eine Arztpraxis abarbeiten muss, nur deswegen, weil Termine einfach nicht eingehalten werden, davon wollen wir mal lieber gar nicht reden. Auch nicht davon, dass es nicht wenige Ärzte gibt, die ihren Betrieb nur mit Mühe aufrecht erhalten, weil die Bezahlung durch die Krankenkassen/kassenärztlichen Vereinigungen mehr als dürftig ist.

Ich konnte nicht umhin, gestern anzumerken, dass es doch sinnvoll wäre, jedem Patienten, der nicht kommt, 10 € zu berechnen. Denn wenn ein Fehlverhalten Geld kostet, dann ändert sich dieses meist überraschend schnell. Und in der heutigen Zeit des Datenaustausches, ist es kein Problem mehr, solche „Nichteinhaltungsdaten“ bei der Krankenkasse zu sammeln, und am Jahresende eine Rechnung zu stellen.

Zum Schluss las ich dann noch, dass im Jahr 2016, bis einschließlich Februar, in besagter Praxis schon wieder 119 Termine vereinbart und nicht eingehalten worden waren.

The same procedure as last year ……

Es grüßt,
das Smamp

Ehrlichkeit währt am Längsten

Die europäische Zentralbank hat ja jetzt den Leitzins auf NULL gesenkt.

Das zu bewerten, dazu habe ich nicht das Wissen.

Was ich allerdings bewerten kann, ist das Verhalten unserer Banken gegenüber dem Privatkunden.

Da wird schamlos hingelangt bis die Schwarte kracht.

Dispozins und Kontogebühren sind nur 2 Beispiele.

Sich das Geld anderswo zum Nulltarif holen, und dann noch satt beim Kunden für dasselbe Geld abkassieren, was den Dispo angeht.

Kontogebühren ….. dasselbe Spiel: Beim Kunden satt abkassieren, und gleichzeitig mit dem Geld, das sich auf dem Konto befindet, arbeiten.

Gleichzeitig den Service direkt am Kunden immer weiter reduzieren. Alles Mögliche ist über Automaten zu erledigen.

Das, was da alles kassiert wird, wird damit verargumentiert, dass man ja schließlich ein Filialnetz unterhalte. Alles nur vorgeschobene Argumente, wie ich finde. Die Bilanz muss halt stimmen.

Und so habe ich mir gedacht ….. wozu brauche ich eigentlich eine Filiale?
Ich hatte immer schon parallel ein Konto bei einer Online-Bank, zum NULLTARIF. Und kürzlich stellte ich überrascht fest, dass alles das, was ich bisher bei meiner Filialbank (Sparkasse) erledigte, auch ohne Probleme Online zu machen ist.
Das Einzige, was SO halt nicht geht, ist Geld abheben bzw. einzahlen. Nun ja, so ganz stimmt das auch nicht, denn die Onlinebank stellte mir schon vor geraumer Zeit eine VISA-Card zur Verfügung, mit der ich deutschlandweit (fast) überall kostenlos Geld abheben kann. Die VISA-Card kostet ……. NICHTS.
Es kann natürlich so 2-3 Mal im Jahr passieren, dass ich was einzahlen muss. Aber da gibt’s auch Möglichkeiten. Die Einfachste wäre sicherlich, das Geld jemand in die Hand zu drücken, mit der Bitte, es auf mein Konto zu überweisen.

Warum ich für das alles 60 € im Jahr an Kontokosten und -gebühren zahlen soll, wenn ich gleichzeitig ausgenommen werde, wie eine Weihnachtsgans, und die Bank immer weniger zahlt für die Geldbeschaffung, das vermochte sich mir nicht mehr zu erschließen.

Und so habe ich gestern mein Konto aufgelöst. Das wurde mir noch am selben Tag bestätigt, und das Restguthaben war heute bereits auf meinem Online-Konto.

Fall erledigt.

Es grüßt,
das Smamap

George Martin †

Die Menschen aus meiner Jugend werden immer weniger.

V.a. DIE Menschen, die wesentlicher Inhalt meiner Jugend waren.

Von den Beatles sind nur noch 2 übrig: Paul McCartney und Ringo Starr.

Was hätte ich darum gegeben, ein paar Jahre eher auf die Welt gekommen zu sein, als es tatsächlich der Fall war. Ich hätte die damalige Karriere aktiv miterleben können, deren Höhepunkt um 1965 erreicht wurde.

Als ich dann begann, ihre Musik aufzunehmen, also etwa gegen Ende der 60-er Jahre, da trennten sich die Beatles.

Und so gab es viele einschneidende Ereignisse in der damaligen Zeit, die ich nicht aktiv miterleben konnte.

Das Erste, an was ich mich so wirklich erinnern kann, ist die Mondlandung 1969. Ich saß damals vor unserem schwarz-weiß-Fernseher, und saugte alles in mich auf, was es dazu gab.
Und das Zweite, die Ereignisse, die mit einem Mann namens Cassius Clay jr. zu tun hatten.

Ich bin nicht der Einzige, dem es so erging. Der Jahrgang 1961 war der stärkste Jahrgang überhaupt. Und so wird es wohl so einige „Leidensgenossen“ geben, die so manche Dinge nicht bewusst miterlebt haben, die ihnen später als sehr wichtig erschienen.

Andererseits kann man der „Gnade der späten Geburt“ durchaus auch positive Züge abgewinnen: Man denke nur an die Kuba-Krise 1962 oder an die Entwicklungen im Bereich des Gesundheitswesens. Oder aber auch daran, dass sich viele der Freiheiten unserer Gesellschaft erst in späteren Jahren ergeben haben.

Gar nicht davon zu reden, dass man in eine Zeit geboren wurde, in der der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Krieg so wirklich gegriffen hatte.
Wenn ich da an meine Eltern denke, beide geboren 1935, da möchte ich gar nicht wissen, wie knapp ich der Situation entronnen bin, niemals über das Stadium der „geistigen Ursuppe“ hinausgekommen zu sein.

Letztlich ist es so, wie es ist. Und ein „was wäre wenn“ hat keine Bedeutung.

Es grüßt,
das Smamap

ATMEN !!!!

Heute war der erste sonnige Tag, an dem ich meine Wäsche raushängen konnte.

Und so war es endlich einmal wieder möglich, die Bettdecken zu waschen und anschließend raus zu hängen zum Trocknen.

Die werden tieieieieief durchgeatmet haben !!!!!!! 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Getrickst, geschummelt und beschissen ..

Heute scheint das mein Thema zu sein, wie auch HIER schon zu lesen war.

Vorgestern hab ich einen „Test“ im TV gesehen, der zwar einerseits etwas witzig gemeint war, aber doch einen ernsten Hintergrund mitbrachte.

Man hat 2 Teams mit dem Auto von München nach Rom fahren lassen. Beide Autos waren aktuelle Modelle mit Hybrid-Antrieb, also teils Benzin-Motor, teils Elektromotor.

Das eine war ein Porsche, das andere ein Golf.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Porsche hat es geschafft (hätte sogar noch weiter fahren können), der Golf blieb ca. 100 KM vor dem Ziel stehen.

Worauf ich hinaus will: Beide Hersteller werben mit enorm günstigen Spritverbräuchen. Hab jetzt die Daten nicht mehr im Kopf, aber da ging es um Verbräuche irgendwo im 2-3 Liter Bereich. Ich meine, der Golf wurde sogar mit 1,5 Liter geführt.

Beide Fahrzeuge wurden zu Beginn vollgetankt, d.h. Benzintank voll bis zum Rand, und der Akku jeweils voll aufgeladen. Und dann wurde sparsam gefahren (war jeweils ein Mensch dabei, der das Sparsamfahren gewerblich lehrt).

Letztlich kam dabei u.a. heraus, dass beide Fahrzeuge beim Spritverbrauch etwa bei 6 Litern lagen.

Da frage ich mich allen Ernstes, WAS denn dabei bitteschön umweltschonend, sparsam und sonstwas ist, wenn ein Hybridauto 6 Liter Sprit auf 100 KM verbraucht ?????
Von der Umweltbelastung in der Produktion wollen wir an dieser Stelle mal lieber gar nicht reden.

Ich hatte vor ca. 30 Jahren einen Toyota Corolla, mit 60 PS, der verbrauchte damals ca. 8 Liter im Durchschnitt, bei sparsamer Fahrweise ca. 7 Liter, und auf der Autobahn ca. 6 Liter. Und in den letzten 30 Jahren hat sich daran offenbar so gut wie nichts geändert. Nicht einmal dann, wenn man das Fahrzeug mit einem zusätzlichen E-Motor ausstattet.

Ich behaupte: Wenn die Hersteller nur wollen würden, dann könnten sie derartige Fahrzeuge bauen, die tatsächlich nur 2-3 Liter benötigen……wenn sie wollen würden !!!

Man braucht sich nur mal ansehen, werde bei den Automobilkonzernen Anteilseigner ist. Da sind alle vertreten, die ein Interesse daran haben, Sprit zu verkaufen. Angefangen vom Staat über die Zulieferer bis hin zu den Öl-Multis.

Alternative: Auto abschaffen …. bzw. zumindest alle Autos einer Familie bis auf eines.

Realität: Macht (fast) keiner …. also braucht sich auch keiner zu beschweren ???

Und das Höchste daran ist dann noch (war nicht Bestandteil des Berichts, ist aber überall nachlesbar), dass die Hersteller bei der Berechnung des Verbrauchs tricksen bis zum Geht-Nicht-Mehr. Denn dass da 1,5 Liter angegeben werden können, das liegt zum einen daran, dass ein Fahrverhalten an den Tage gelegt wird, das es gar nicht gibt, und zum anderen daran, dass der Gesetzgeber solchen Rechnereien völlig legal Tür und Tor öffnet. Wenn ich mich rechte erinnere (ist schon eine Weile her), dann wird davon ausgegangen, dass der Akku nach belieben im Fahrbetrieb (bzw. in Pausen), aufgeladen werden darf. Is ja auch klar …. jeder Autofahrer bleibt sofort stehen, wenn der Akku leer ist, um ihn aufzuladen.

Es grüßt,
das Smamap

 

Technischer Fortschritt

In letzter Zeit ein paar Berichte gelesen/gehört, über aktuelle Waschmaschinen.

Da wird dasselbe Schindluder getrieben, wie bei VW. Der Unterschied … HIER ist es legal.

Waschmaschinen dürfen sich rühmen, der Klasse A+++ anzugehören. Hinterfragt man das genauer, stellt sich heraus, dass die Verbrauchswerte legal geschönt sind.

Die Maschinen, egal ob jetzt von Bosch, Miele oder AEG, halten diese Klasse nur dann ein, wenn das ECO-Programm verwendet wird, was in aller Regel ein 60°-Programm auf 40° oder noch weniger herunterfährt.

Die Wäsche wird zwar sauber, bakteriell wird das aber als kritisch gesehen von den Testern. Das macht zwar jetzt einem OttoNormalverbraucher nix aus, aber es gibt ja genügend Risikogruppen, wie Kinder/Alte/Schwangere/Immungeschädigte.

Zudem verwenden nur relative Wenige die ECO-Programme, und gehen davon aus, dass A+++ auch immer A+++ ist, sprich die Maschine über die volle Bandbreite entsprechend sparsam ist.

Und weil die Hersteller wissen, dass dem so ist, nutzen sie die gesetzlichen Möglichkeiten voll aus, um die Maschinen entsprechend zu bewerben.

Persönlich fühle ich mich bei sowas über den Tisch gezogen. Und ob jetzt ein Konzern dafür verantwortlich ist oder der Gesetzgeber ….. das ist letztlich egal.

In entsprechenden Tests hat man gemessen, dass neue Waschmaschinen im ECHTEN 60°-Programm 1 KWh Strom und mehr verbraucht.

Ich hab hier eine Waschmaschine, die ist 10 Jahre alt. Bei der musste ich vor 1/2 Jahr per Eigenkonstrukt das Flusensieb erneuern, weil es dafür keine Teile mehr gibt. Aber sie läuft. Und sie verbraucht im 60°-Waschgang (sowas wie ECO kannte die noch nicht) 1 KWh an Strom (eigenhändig gemessen).

Da frage ich mich, wo da der technische Fortschritt geblieben ist, in der Zeit bis heute.

Der zeigt sich offenbar nur in rechnerischen Möglichkeiten, in Gesetzeslücken und werbemäßig.

So ähnlich wie bei den Autos: Die Materialien sind um Etliches leichter geworden, der Verbrauch hat sich aber kaum verändert.

Da kann man nur sagen: Augen auf beim Gerätekauf.

Es grüßt,
das Smamap

Langeweile – Luxus oder Elend?

Moteens hat HIER zu einer Blogparade geladen.

Ich finde das Thema interessant und möchte deshalb was dazu von mir geben:

Meine Antwort auf die Frage lautet: Weder noch.

„Luxus“ würde für mich heißen, dass Langeweile etwas ist, was sich entweder nur Menschen mit Geld leisten können oder aber kein Mensch wirklich braucht, aber manche es sich trotzdem gönnen, weil es IN ist oder dergleichen.

„Elend“ ist es auch nicht. Es würde für mich implizieren, dass es negativ ist oder geringwertig oder aber das Leben nicht lebenswert macht.

Vielmehr ist für mich Langeweile etwas Positives. Ein Zustand, der einem die Möglichkeit gibt, sich etwas zuzuwenden, genau anzusehen, zu genießen. So wie einer das tut, der sich auf einen Stuhl in den Garten setzt, und alles um sich herum in sich aufnimmt.

Dazu braucht es eine „lange Weile“, um abzuschalten, die Dinge zu sehen, hören, riechen. Einfach Nichtstun.

Viele Menschen sehen in „Langeweile“ etwas Negatives. Man muss womöglich immer produktiv sein, etwas schaffen, etwas mehren. Warum, so frage ich mich, ist es nicht möglich, einfach nur zu leben, die Dinge um sich herum wahrzunehmen, und das zu sehen, was die Welt und die Natur uns bietet.

Alles zu seiner Zeit.
Und so gibt es auch die Zeit des Weilens. Diese Weile sollte eher lang sein, denn nur in der Kürze zu weilen, würde wieder heißen, dass man gedanklich schon wieder beim Nächsten Vorhaben ist.

So eine Einstellung mag auch damit zu tun haben, dass man ev. eine kurze Weile erfahren hat, nach der es fast keine Weile mehr gegeben hätte. Und so hat man das Leben neu schätzen gelernt, und versucht, das zu sehen, was wirklich wichtig ist.

Und dazu gehört die lange Weile unbedingt. Sie kann uns vermitteln, um was es geht im Leben.

Es grüßt,
das Smamap

Smartphone Referenz

Die aktuellen Berichte über das neue Samsung Galaxy S7, z.B. HIER, berichten darüber, dass das neue Samsung wieder einmal die Referenz ist, unter den Smartphones.

Es geizt wahrlich nicht mit Technik, Geschwindigkeit und Ausstattung.

Was sich mir allerdings auch diesmal nicht zu erschließen vermag, ist, was an einem solchen Smartphone 700 € wert sein soll.

Und doch wird es wieder genügend Menschen geben, die das ausgeben. Sei es 1:1, sei es durch die Hintertür, sprich „Handy-Verträge“. Über letztere dann eben unter dem Strich gern auch mal mehr.

Und was sagt uns das?
Die Menschen haben zuviel Geld.

Es grüßt,
das Smamap