Ist das schizophren ?

Gestern abend auf dem Sender „ARD-alpha“.

Beim Durchzappen schlug ich dort auf. Es gab einen Beitrag zum Thema der deutschen Waffenexporte.

Nun ist die ARD ja nicht grade als Sender bekannt, der irgendwelchen Verschwörungstheorien hinterher läuft. Und auch die Moderatoren bemühten sich um Sachlichkeit. Der Studiogast, ein Lehrer, der sich seit Jahren intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, hätte schon eher als Gegner aus Prinzip durchgehen können. Doch auch dieser bemühte sich um Sachlichkeit, und das Thema wurde immer wieder durch Einspieler mit Sachinformationen untermauert.

Und so kam ein Beitrag zustande, der zeigte, was Sache ist:

Deutschland exportiert jährlich mindestens Waffen im Wert von 1 Mrd. €, und steht damit auf Platz 3 auf der Welt. Wer die vorderen beiden Plätze belegt, bedurfte keiner weiteren Erläuterung. D vergibt Lizenzen nach Saudi-Arabien zum Bau jenes Maschinengewehrs G36, das mittlerweile wohl jeder kennt.

Allein aus diesen beiden Fakten lässt sich nachvollziehen, dass es keinen Grund dafür gibt an der Information zu zweifeln, dass dt. Waffen in jedem Krieg auf der Welt vertreten sind, und das nicht zu knapp. Wer Lizenzen vergibt, hat keine Möglichkeiten mehr, zu kontrollieren, wo die Waffen zum Einsatz kommen.
Jenes Sturmgewehr G36 ist das weltweit am meisten verbreitete seiner Art, nach der „Kalaschnikow“.

Mit Algerien, (Ironie Anfang) einem bekanntlich sehr friedlichen und demokratischen Regime (Ironie Ende), wurden weitgehende Verträge zu Waffenlieferungen abgeschlossen.

Die in D produzierten Stinger-Raketen gelten als jenes Kampfmittel, mit dem weltweit die meisten Flugzeuge vom Himmel geholt wurden.

Die dt. Leopard-Panzer sind ein Exportschlager.

2/3 aller Waffenexporte gehen in Länder, die nicht der NATO angehören. Dieses Verfahren wäre somit Grundgesetz-widrig. Wie das so hingebogen wurde, dass es dennoch gemacht werden darf, ist eine Kunst. Das „Kriegswaffenkontrollgesetz“ und die „politischen Grundsätze für den Export (aus dem Jahr 2000)“, beides maßgebend für Exportentscheidungen, beinhalten an mehreren Stellen Bestimmungen, die die Mehrzahl der Exporte, die heutzutage getätigt werden, ausschließen. Dennoch werden sie durchgeführt.

Bleiben für mich 3 Fragen.

Wer lädt mehr Schuld auf sich? Derjenige, der selbst abdrückt oder derjenige, der abdrücken lässt?

Besitzt jemand eine gespaltene Persönlichkeit, der einerseits dem Grundgesetz verpflichtet ist, und allem was dazu gehört, und andererseits dem Export von Waffen mit Mrd.-Werten zustimmt, wo sich jeder mit etwas Hirn an 5 Fingern abzählen kann, was passieren wird?
Selbstverständlich ist es immer so, dass alle diese Waffen in den Arsenalen der Empfänger bleiben und niemals zum Einsatz kommen.

Und schließlich: An wieviel Millionen von Toten trägt unser Land direkt oder indirekt Schuld, die mit dt. Waffen getötet wurden (…. und „unser Land“, das sind WIR ALLE)?

Und das Argument, dass andere ja auch Waffen exportieren, ist sicher KEINES!

Ich weiß, das ist alles etwas idealisierend. Aber dort, wo millionenfach der Tod winkt, da darf es, meiner Meinung nach, keine Alternative geben. Und das zumal doch gilt, dass von deutschem Boden aus, nie mehr wieder Krieg ausgehen darf. Doch nichts anderes passiert, wenn die halbe Welt mit dt. Waffen ausgestattet wird.

Es grüßt,
das Smamap

Obst und Gemüse aus aller Welt

Ganz vergessen, einen Beitrag zu schreiben, den ich schon lange vor hatte.

Hab mir letztens die Mühe gemacht, mal beim Discounter nachzusehen, woher denn dass ganze Obst und Gemüse kommt, das ich normalerweise esse.

Die Orangen und Mandarinen kommen aus Spanien, die Bananen aus Kolumbien, die Mangos aus Peru und Brasilien, die Tomaten aus den Niederlanden, die Zucchini aus hmmmm das weiß ich jetzt nicht mehr, aber auf jeden Fall nicht aus D.

Auf jeden Fall kommt reichlich Obst aus aller Herren Länder. Und ich hab mir vorgenommen, kein Obst und Gemüse mehr zu kaufen, das nicht aus D kommt oder zumindest aus den unmittelbar angrenzenden Ländern. Das Einzige, worauf ich nicht verzichten werde, sind Orangen.
Alles andere lässt sich machen.

Ich muss keine Erdbeeren aus Spanien haben, die mit enormem Wasser- und Energieverbrauch dort hochgezogen werden, nach nix schmecken, nur außen rot sind, vermutlich mit hohem EU-Gelder-Einsatz produziert werden. Auch Mangos muss ich nicht haben, die durch die halbe Welt transportiert werden, trotzdem nur einen Euro kosten, und der Verdacht nahe liegt, dass der Regenwald dafür dran glauben muss. Und Ähnliches gilt auch für die Bananen von weiß Gott woher.

Nun gut, während der Wintermonate beschränkt sich mein Obst vorwiegend auf Äpfel und eben Orangen. Erdbeeren kann ich im angehenden Sommer schon direkt vom örtlichen Anbieter haben. Und was dann sonst noch alles bei uns wächst, von Zwetschgen über Kirschen und Tomaten bis Äpfel, das muss nicht erwähnt werden.
Auch das Gemüse gibt es in allen anderen Jahreszeiten reichlich lokal.

Letzteres bietet der örtliche, wöchentliche Markt in reichhaltiger Weise. Die Produkte vom Obst-/Gemüseanbauer aus der Umgebung sind sicherlich teurer. Doch ist das Ganze frisch, sehr viel biologischer sowie klima- und umweltverträglicher als alles andere aus der weiten Welt, und ich unterstütze den Ansatz, dass sich wieder mehr Menschen aus dem versorgen, was die eigene Umgebung zu bieten hat.
Und wer 2 bis 3 Mal pro Woche irgendwo hin fährt, um „günstig“ was einzukaufen, der ist 20 bis 30 KM unterwegs, und muss also 10-15 € zu dem hinzurechnen, was er kauft, allein wegen der Autofahrt (30 Cent pro KM).

Da kann man dann genau so gut auf den Wochenmarkt gehen und etwas mehr Geld ausgeben.

Es grüßt,
das Smamap

 

 

Spruch des Tages

Mal wieder ein “Spruch des Tages”.

HIER zu erlesen.

(Hintergrund: Mein Sprüchekalender “beglückt” mich jeden Tag mit einem mehr oder minder sinnigen Spruch. Manchmal ist einer dabei, der mich lächeln lässt, und den ich dann HIER wiedergebe; wer alle bisher von mir niedergeschriebenen Sprüche nachlesen möchte – einfach hier klicken).

Und wozu soll das gut sein ?

Heute war sie wieder zu sehen – Die Streif in Kitzbühl

Eine imposante Abfahrt, mit Rasanz, mit Spannung, mit Nervenkitzel und allem, was die Streif schon immer ausgemacht hat. Und nur wer da mal oben gestanden ist, kann auch nur annähernd abschätzen, was es für einen Mut erfordert, sich da runter zu stürzen.

Das wär alles eine tolle Sache, wenn ……. ja wenn da nicht mit dem Leben der Sportler gespielt würde.

Nachdem der 3. Abfahrer mit einem irrsinns Tempo in die Fangzäune gerast war, und es fraglich war, ob er lebend wieder da raus kommen würde, und ein Hubschrauber nach dem anderen in die Lüfte stieg, um einen verunglückten Sportler aufzunehmen, da habe ich abgeschalten.

Um es auf den Punkt zu bringen: Da wird ganz bewusst mit dem Leben gespielt von den Verantwortlichen. Die Sportler können sich dem nicht entziehen, denn entweder sie machen mit oder sie verweigern sich, und fallen in die Bedeutungslosigkeit (wenn sie überhaupt wieder von ihren Verbänden als Rennfahrer aufgestellt werden).

Da hilft es auch nix, wenn die Zuschauer unten, allen voran die Prominenten, zutiefst erschrocken reagieren, wenn wieder etwas passiert ist. Und es hilft auch nix, wenn die Abfahrer jetzt mit Airbag-Westen ausgestattet sind. Denn kaum ist der Verunfallte geborgen geht es weiter mit „Business as usual“.

Solange, bis der Nächste mit über 100 Sachen abschmiert.

Es ist abzuwarten, bis dort einmal ein Rennfahrer nicht mehr lebend den Fangzäunen entsteigt oder zumindest irreparabel geschädigt (heute haben sie erzählt von einem Querschnittgelähmten, der vor Jahren bei einem Abfahrtslauf verunglückt ist). Und auch nächstes Jahr werden sich wieder die Todesmutigen mit bis zu 130 KM/h die Streif hinunterstürzen.

Das alles lässt tief blicken. Was die Verantwortlichen angeht, die Veranstalter, die Medien, die Zuschauer.
Hört natürlich nicht bei der Streif auf. Da zählen dann alle Formel1-Rennen dazu, alle anderen Motorsportveranstaltungen, und was es da sonst noch an Hochrisiko-Sportarten gibt.

Manches davon schaue ich mir gerne an. Aber sowas wie heute hinterlässt einen sehr nachdenklich.

Es heißt ….. die Würde des Menschen ist unantastbar ……. und wie sieht’s mit dem Leben aus?

Es grüßt,
das Smamap

Das ständige Hin und Her

Es ist mal wieder so weit, dass sich das Wetter dreht. Jetzt hatten wir reichlich Minus-Temperaturen, und jetzt dreht es sich hier wieder, und am Wochenende kommen wieder Plus-Grade.

Und vor der Minus-Phase hatten wir erstmal Schnee und davor ständig warme Tage (zumindest für den Winter).

Mein ganzes Körpersystem ächzt wieder mal, ganz speziell mein Gleichgewichts- und Schwindelzentrum.

Was waren das noch für schöne Zeiten, also im Wetter mal längere Gleichartigkeit angesagt war. Aber diese ständigen Wechsel, das hält manch einer nur schwer aus.
Man möchte gar nicht glauben, was so ein kleines Loch im Hirn für Auswirkungen haben kann. Es ist zwar nur so 12 mm groß, hatte aber das Potential, mein ganzes Leben zu verändern. Heute könnte ich unter anderem, als Wetterstation durchgehen, und locker jeden Frosch ersetzen.

Der Nachteil an der ganzen Sache, ist, dass mein Gleichgewicht mir täglich von morgens bis abends eine lange Nase zeigt, was sehr an die Substanz geht.

Da würde man sich wünschen, öfter mal eine stabile Wetterlage zu haben, so dass zumindest an dieser Front relative Ruhe herrscht.

Aber bekanntlich ist das Leben ja kein Wunschkonzert.

Und so muss ich mir mal wieder in Erinnerung rufen, dass jenes Loch, sofern es an der falschen Stelle entstanden wäre, mich, aus dem Stand, von jeglichen Problemen und Betrachtungen befreit hätte.

Dann schon lieber Wetterfrosch spielen 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

I have a dream

Dies ist mein Beitrag zum alphabetischen Mitschreibeprojekt ‘Kleider machen Leute’ vom WORTMISCHER.

Habe mir dabei den Buchstaben D wie „dream“ ausgesucht.

Mein Traum (Teil I) ist, in Allerweltskleidung daher zu kommen, also z.B. in einer Jeans (meine sind in der Regel geflickt), Sportschuhe, ev. ein T-Shirt, und mag sein, eine ganz normale Jacke.

Das Bild eines solchen Menschen, das sich in so manchen Mitmenschen ergeben würde, wäre das eines Typen, der sich halt nicht so sehr viel leisten kann, einerseits, und das Leben so nimmt, wie es kommt, andererseits. Ein bescheidener Mensch, der nicht viel Aufhebens um sich macht.

Man könnte diesen Menschen ev. dabei beobachten, wie er in der Fußgängerzone zu einer alten Frau geht, die dort seit Jahren sich Tag für Tag ihren Lebensunterhalt „erbettelt“.
Und er geht zu der Schachtel, die die Frau vor sich aufgestellt hat, und wirft ihr auch etwas hinein, geht weiter, herum um’s Eck, und ist verschwunden.
Und dann hört man die alte Frau einen Schrei ausstoßen, denn sie hat in ihrer Schachtel einen Fünfhundert € Schein entdeckt.

Und damit hätte ich meinen Traum (Teil II) gelebt, nämlich einer zu sein, der ein Vermögen sein eigen nennt, und es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, damit Gutes zu tun. Nicht weil er damit auffallen möchte, sondern weil er es kann.

Und die Kleidung passt dazu. Sie stellt nichts dar, ist einfach nur zweckmäßig und bequem, und macht diesen Menschen zu dem, was er ist: Ein ganz normaler Mensch, der Gutes tun möchte. Und das ohne erkannt zu werden oder es an irgendeine Glocke zu hängen.

In diesem Sinn machen Kleider Leute.

Morgens früh um 8

…. mal kurz das Thermometer rausgelegt …..

2016-01-22 07.37.11

Minus 16 Grad ….. Brrrrrrrr ….. Fenster wieder zu, heiße Tasse Tee gemacht und ins warme Wohnzimmer gesetzt, zum Frühstück.

10 KM von hier, Richtung Hof, hat es minus 25 Grad. Das erinnert mich an den Winter von vor 2 Jahren (oder sind es schon drei?). Da hatte es 2 Wochen am Stück minus 20 Grad und mehr (vielmehr weniger), und die Autos blieben reihenweise am Straßenrand liegen, weil die Mineralölkonzerne nur frostsicheren Diesel bis minus 18 Grad anboten. Nachdem mein Auto, das ich damals noch fuhr, einen Laternenparkplatz hatte, kaufte ich mir einen Fließverbesserer und fuhr frohen Mutes durch den Landkreis.

Es grüßt,
das Smamap

Spruch des Tages

Mal wieder ein „Spruch des Tages“.

HIER zu erlesen.

(Hintergrund: Mein Sprüchekalender „beglückt“ mich jeden Tag mit einem mehr oder minder sinnigen Spruch. Manchmal ist einer dabei, der mich lächeln lässt, und den ich dann HIER wiedergebe; wer alle bisher von mir niedergeschriebenen Sprüche nachlesen möchte – einfach hier klicken).

15 – wer bietet mehr?

Ich dachte ich seh nicht recht, als ich heute morgen das Thermometer, das draußen auf dem Fensterbrett lag, wieder hereinholte und minus 15° Celsius ablas.

Ich hab mir mittlerweile sagen lassen, dass es um 5 Uhr morgens sogar minus 17° waren.

Im Moment ist draußen strahlender Sonnenschein, und ich hab es mir nicht nehmen lassen, draußen etwas unterwegs zu sein. Bei immerhin noch minus 12°.

Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Autos heute in ganz D liegen geblieben sind bzw. gar nicht erst ansprangen. Aber dieses Problem habe ich nicht mehr 😉

Noch 2 Impressionen ……

Auf dem Passamt

Guten morgen, ich hatte gestern angerufen, wegen einem neuen Personalausweis. Bin also jetzt da, und hab auch das Bild dabei

Na dann lassen Sie mal sehen ….. ja, das passt. Dann bräuchte ich noch die Geburtsurkunde

??? Warum denn das. Hat am Telefon auch keiner was gesagt

Na, als Nachweis zu Ihrer Person.

Ich hab doch meinen alten Personalausweis dabei. Der ist doch noch gültig, und bestätigt doch meine Person?

Nein, das reicht nicht. Es muss, lt. Vorschrift, eine Geburtsurkunde sein.

Das hätte man mir am Telefon aber schon sagen können. Da muss ich jetzt erstmal sehen, ob ich sowas habe.

Schauen Sie mal im Stammbuch ……. und dann die knapp 30€ nicht vergessen, wenn Sie wiederkommen.

??? Wie jetzt …. muss ich die im Voraus bezahlen, bevor ich überhaupt was bekomme?

Ja, genau.

Also ohne Geburtsurkunde und ohne Bezahlung im Voraus, bekomme ich keinen Personalausweis.

Genau. Dauert dann 2-3 Wochen, bis der Ausweis da ist

Dann muss das warten bis nächsten Monat, denn ein ALGII-Empfänger hat nicht mal eben so 30€ übrig. Herzlichen Dank und Aufwiedersehen.