Christliche Nächstenliebe

Ich hab versucht, ein paar Dinge zu Geld zu machen, weil ich meiner Tochter ein etwas größeres Weihnachtsgeschenk machen will.

Meine finanzielle Situation lässt das eig nicht zu, und so habe ich diesen Weg gewählt, um mein Ziel ev. doch zu erreichen.

Also vor ein paar Tage flugs ein paar Sachen bei ibä ins Netz gestellt. Und dann meldete sich jemand, der wollte das haben. Hat es dann auch genommen, und vorher was wegen der Versandkosten verhandelt.

Ich bat ihn dann darum, doch die realen (nicht überhöhten) Versandkosten zu akzeptieren, und erläuterte ihm, wofür ich das Geld benötige.

Und dann kam etwas, das hätte ich nicht erwartet.

Der Mensch meinte nämlich, sowas ginge ihm immer zu Herzen, und deshalb würde er nicht nur die gewünschten Versandkosten zahlen, sondern noch 5€ oben drauf legen.
Das wäre ihm ein Anliegen, da er sehr christlich geprägt sei, und im Sinne der Nächstenliebe, so etwas gerne machen würde.

Und genau DAS hat er dann auch gemacht.

Ich dachte mir noch, dass es doch in der heutigen Zeit immer noch Menschen gibt, die erstmal an andere denken.

Und kaum hatte ich derlei mir überlegt, kam noch eine Nachricht von ihm, dass es in der heutigen Gesellschaft nicht mehr so einfach sei, derlei zu tun, v.a. auch deswegen, weil man sich nicht mehr darauf verlassen könne, dass sich alles auch wirklich so verhalte, wie es geschildert wird.

Er wünschte mir noch frohe Weihnachten.

… und ich ihm ebenso.

Es grüßt,
das Smamap

Es kommt erstens anders …..

…. und zweitens als man denkt.

Wobei es eigentlich heißen müsste .. und zweitens als man bestellt hat.

Was ich meine, ist DAS hier:

2015-12-10 13.59.54

Das kleine Päckchen beinhaltete DAS, was ich tatsächlich bestellt hatte. Der große Karton kam dann real an. Denn die hatten soviel Verpackungsmaterial und v.a. Werbematerialen mit dazu gepackt, dass es selbstverständlich einen großen Karton brauchte.

U.a. war ein riesen Katalog enthalten, mit dem man einen Ochsen hätte erschlagen können.

Der Punkt dabei ist, dass ich etwas erhalte, was ich gar nicht bestellt habe, und zudem auch noch für eine Paketgröße zahle, die der Warengröße gar nicht entspricht. Ich wundere mich mitunter über die Versandkosten, bis ich die Sendung dann erhalte, und dann weiß, wofür.

Das alles empfinde ich als Zumutung, und wollte man etwas dagegen unternehmen, hätte man es sofort wieder mit Windmühlen zu tun.

Nun gut, ich muss dazu sagen, dass die abgebildeten Kartons etwas größer sind, als es die Tatsächlichen waren. Sagen wir mal …. 10% größer (hatte grad nix anderes zur Hand). Die Originale hab ich nicht mehr, weil es stellte sich nämlich heraus, dass ich die Bestellung wieder zurückgeben wollte, was natürlich nach sich zog, dass ich alles genau wieder so zurückgab, wie ich es erhalten hatte.

Also zurück ging auch das ganze Verpackungsmaterial, das Werbe-Gedöns und der riesen Karton. Normalerweise, wenn ich selbst was verschicke, wähle ich immer die Größe, die dem entspricht, was ich da verschicken will. Im obigen Fall hat mich das aber so geärgert, was einem da alles zugemutet wird, dass ich es wieder GENAU SO zurücksandte.
War ja kein Problem, denn ein Retouren-Aufkleber war dabei.

Deren Gesicht hätte ich sehen wollen, als die da aufgemacht haben, und als Erstes fiel ihnen der Ziegelstein namens Katalog entgegen.

Mir fällt grad ein, dass man es ja ev- SO machen könnte, dass als gut befundene Ware behalten wird, und alles Unnötige, das man gar nicht bestellt hat, geht per Retouren-Aufkleber wieder zurück. Vll kommen die Herrschaften dann i-wann mal drauf, derlei zu unterlassen.
Gut, der Umweltgesichtspunkt bleibt dabei natürlich auf der Strecke. Andererseits nimmt auch niemand darauf Rücksicht, dass ich den ganzen Mist i-wann zum Wertstoffhof schaffen muss.

Es grüßt,
das Smamap

 

Ist es wirklich so,…

Diesen Beitrag zu rebloggen halte ich nicht deshalb für sinnvoll, weil ich der Meinung bin, dass es so kommt (Manches davon ist schon arg weit weg), aber ich bin definitiv der Meinung, dass es darum gehen muss, der schweigenden Mehrheit vor Augen zu führen, dass es eben auch WEGEN dieses Schweigens einmal soweit kam, wie es kam, und dass wer schweigt Verantwortung trägt.
Gleichwohl bin ich auch der Meinung, dass Meinungen, die gemeinhin als „rechts“ gesehen werden, ebenso sein dürfen, wie alle anderen Meinungen, solange sie gewisse Grenzen nicht überschreiten. Denn Meinungen jeglicher Art müssen wir und unsere Demokratie aushalten.
Trotzdem muss gelten: Wehret den Anfängen; egal in welcher Richtung. Und das erreicht man nicht durch Schweigen.

DAS nennt man SERVICE

Ein Kunde geht zu seiner Bank, um dort am Automaten eine Überweisung einzutippen.

Er sieht dabei die allerorten aufgestellten Schilder, dass ab 01.02.2016 auch die Übergangszeit für Bankleitzahl und Kontonummer vorbei wäre und Überweisungen ab dann nur mehr per IBAN angenommen werden können.

Nun, denkt er, das ist ja kein Problem, weil am Automaten kann ich ja schön BLZ und Kt.Nr. eingeben, und der macht dann die IBAN draus. So kann ich die Bankdaten, die ich im Kopf habe weiterhin nutzen.

Sicherheitshalber fragt er anschließend am Bankschalter nach. Doch die Dame dort teilt ihm mit, dass auch das dann nicht mehr möglich sein wird.

Er versucht mit ihr in eine Diskussion einzusteigen, dass das schon unsinnig sei, weil es keinen Grund gäbe, dem Kunden diese Möglichkeit zu nehmen. Für die Bank sei es ein relativ geringer Aufwand in Form einiger Programmzeilen in der Software, und zudem würde ohnehin letztlich die IBAN erzeugt und weitergereicht.

Aber die gute Dame wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Annahme, dass das ein guter Service sein könnte. Denn irgendwann müsse ja schließlich Schluss sein mit dem alten System. Zudem würde das zentral gesteuert und sowas würde ja auch nur Kosten verursachen. Außerdem kämen nur noch relativ wenige Kunden, die keine IBAN verwenden.

Der Kunde hat die Diskussion letztlich mit den Worten beendet: Lassen wir es an dieser Stelle dabei bewenden, bringt nix. Es ist nur nicht schön, dass wieder ein Service gestrichen wird.

Meine Meinung dazu: Mit solchen Verfahrensweisen werden es die Banken nie schaffen, ihren Ruf zu verbessern. Auf der einen Seite wird der Service immer mehr reduziert bzw. auf unpersönliche Automaten verlagert, und auf der anderen Seite einem das Geld aus der Tasche gezogen. Ich erinnere nur an den Dispozins von 10% und mehr, der in meinen Augen staatlich legitimierter Betrug ist, wenn man sich ansieht, zu welchen Konditionen die Banken sich heute ihr Geld beschaffen können. Gleichzeitig werden für die Konten Gebühren kassiert, und auch noch an dem Geld verdient, dass sich zeitweise auf den Konten befindet, indem man damit arbeitet.
Aber mit einem Banker darüber zu diskutieren, das wäre so hoffnungslos wie der besagte Kampf gegen Windmühlen. Letztlich zählt nur die Bilanz.

Ich stamme, im Grunde genommen, aus einer Bankerfamilie. Will sagen, mein Vater und auch mein Großvater waren beide in Banken beschäftigt und haben es dabei einigermaßen weit gebracht.
Wenn man sich heute ansieht, wie Bankkunden behandelt werden, und welchen Service sie erfahren, das war früher absolut unvorstellbar. Und heute verstehe ich meinen Vater, warum er sich aus der Mühle irgendwann mal verabschiedet hat, mit den Worten: Die Entwicklung, die das Ganze nimmt, mache ich nicht länger mit.

Der o.g. Kunde wird vermutlich sein Konto bei besagter Bank auflösen. Das ist SEINE Möglichkeit, auf die Verhältnisse zu reagieren. Er wird wohl seine Bankgeschäfte künftig nur noch über sein Online-Konto einer bekannten Großbank abwickeln. Dort kostet das Konto nichts, eine Kreditkarte ist inbegriffen und der Dispozins beschränkt sich auf etwa 7%. Und dort kann er auch weiterhin BLZ und Kt.Nr. eingeben. Und er muss auch keine Diskussion führen, in der sein Gegenüber sich nicht die Mühe macht, Verständnis zu zeigen (auch wenn er nur so täte).

So geht Service.

Es grüßt,
das Smamap

Das Problem der doppelten eMails

Das Problem hatte ich bis heute: Die Mails kamen bei mir sehr häufig doppelt an, manchmal sogar dreifach.

Ich meinte anfänglich, das habe mit WordPress zu tun, weil ich meinte, das mit Beginn meiner Bloggerei festzustellen.

Aber weit gefehlt, denn es ist erstens anders, und zweitens, als man denkt 😉

Irgendwann die letzten Tage stellte ich fest, dass sich das Problem offenbar auf mein Hotmail-Konto beschränkt. Ich nutze 3 eMail-Konten, und nur auf diesem kamen die Mehrfach-Mails an.

Also heute kurz entschlossen das Hotmail-Konto in meinem eMail-Client (Thunderbird) gelöscht, und neu angelegt, und seitdem ist Ruhe.

Ev. hat es damit zu tun, dass die Hotmail-Konten umgezogen sind zu Outlook. Das erkennt man auch daran, dass die Server jetzt nicht mehr auf xxx.live.com sondern auf xxx.outlook.com lauten.

Wie auch immer, wenn jemand anhaltend ähnliche Probleme hat, dann könnte er es ja mal damit versuchen, das Konto bei sich auf dem Rechner im eMail-Programm zu löschen und dann wieder neu anzulegen. Thunderbird holt sich die Einstellungen dann autom. über´s Netz. Wenn das ein eMail-Client nicht so macht, dann sollte man zuvor im Netz nachlesen, wie die aktuellen Server heißen.

Dazu natürlich der obligatorische Hinweis, dass man solche Änderungen nie ohne Datensicherung machen sollte, und solche Anleitungen natürlich immer auf eigene Verantwortung nachvollzogen werden (siehe auch meine entsprechenden Erläuterungen hier). Wobei ich augenzwinkernd dazu sage, dass ich mir in dem Fall eine Sicherung erspart habe, weil über mein Hotmail-Konto nichts Wichtiges läuft.

Vielleicht konnte ich ja jemand damit helfen.

Es grüßt,
das Smamap

ENDLICH ….

…. war es heut soweit. Es schien mal wieder die Sonne.

Wie ich das schon mehrfach beschrieben hatte, hängt sich hier in Hochfranken das trübe Wetter in dieser Jahreszeit gerne fest. Und dann kann es schon mal passieren, dass lange Zeit nur trüb und grau herrscht. Und so hatte ich die letzten 2-3 Wochen kaum je die Sonne gesehen.

Und heute war sie dann endlich mal wieder da. Gottseidank hab ich nicht verpennt, so wie gestern.

Nachdem ich heute vorhatte, einem Menschen, der mir sehr viel bedeutet, ein Nikolaus-Säckchen an die Tür zu hängen, schwang ich mich kurz entschlossen auf´s Fahrrad. Natürlich inkl. Schal, dicke Jacke, Mütze und Handschuhe.

Bisschen verrückt, mag der eine oder andere Denken. Aber zum einen bin ich dafür berüchtigt, auch mal das Überraschende zu tun, und zum anderen war das echt schön heute. Die Sonne strahlte, der Himmel war blau, und warm war es auch.
Na ja, warm ist zwar relativ (die Anzeige im Ort meinte, es wären 4 Grad), aber in der Sonne war es echt warm. Und mit körperlicher Betätigung erst recht.

Ich fand es ein wunderschönes Gefühl, wenn einem die Sonne in´s Gesicht scheint.

Vor Ort brachte ich mein Nikolaus-Säckchen an, und wie ich dann wieder zurück war, da hatte ich nicht nur fast 10 KM mich betätigt und mir Bewegung verschafft, sondern es ging mir auch gut. Ganz anders wie bei dem ständigen grau in grau.
Und so stellte ich zuhause mein Rad ab, und begab mich noch eine Stunde auf Wanderschaft.

Natürlich in Richtung der Sonne. Ich glaube der Song hieß „Der Sonne entgegen“?

Ich hatte es genau richtig getroffen: Wie ich dann wieder zuhause war, so gegen 12, da kamen die Wolken wieder heran. Und seitdem ist es wieder grau in grau.

Manche Menschen brauchen diese Strahlkraft der Sonne. Und ich gehöre definitiv dazu.

Noch paar schöne Stunden am Wochenende und einen schönen 2. Advent

wünscht,
das Smamap

Snooker Abend

Bin ja seit Jahren bekennender Snooker-Fan.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Eine Billiard-Spielart.

Heute ist es wieder mal soweit: Das Halbfinale der UK-Championship steht an, und nachdem das Ganze in Europa stattfindet, ergibt das einen TV-Abend für mich zum genießen (inkl. einem Glas Wein und etwas zu Knabbern).

Ich liebe diesen Sport, obwohl ich ihn selbst nicht betreibe, weil er eine Ruhe ohnegleichen ausstrahlt, und durch Fairness ohnegleichen sich auszeichnet.
Und trotzdem habe ich ihm spannende Erlebnisse zu verdanken, die ich niemals darin vermutet hätte.

Heute Abend spielen Mark Selby gegen Neil Robertson. 2 Meister ihres Faches.
Leider wird das Match nur über Eurosport2 übertragen, also per Internet. Früher hätte ich allerdings diesen Sport nie kennengelernt, zu Zeiten also, als es nur 4 Fernsehsender für mich zu sehen gab (ARD, ZDF, BR und ORF 1).
So hat die Technik es möglich gemacht.

Und so schließe ich den Beitrag an dieser Stelle, weil der nächste Frame beginnt.

Ein schönes Wochenende.

Es grüßt,
das Smamap

Benötige Hilfe !!!!

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Weil ….. ich kapier´s einfach nicht.

Folgende einfache Fragen ………………..

Warum versucht man auf der Welt Probleme mit Kriegen und Bomben zu lösen?

Warum wird nichts Entscheidendes gegen die Klimaveränderung unternommen, während jeder Einzelne weiß, was die Stunde geschlagen hat?

Warum werden die Ressourcen der Welt weiter schonungslos ausgebeutet, während jeder weiß, dass sie demnächst zu ende gehen?

Warum werden viele Länder und Menschen von der 1. Welt ausgebeutet?

Warum unternimmt niemand etwas gegen die Zerstörung der zentralen Urwälder unseres Globus, wo jeder weiß, was das für Auswirkungen hat?

Warum dürfen die Rüstungsexporteure ungeniert weiter ihre Tötungsmaschinerien in die Welt verkaufen (Deutschland mit an vorderster Stelle)?

Und warum segnet ein Land wie Deutschland all diese Dinge ab und macht dabei mit?

Und noch ein WARUM. In meinen Augen das Entscheidende:
Warum setzt sich jeder Einzelne bequem in seinem Sessel zurück, und sieht dabei zu, per Tagesschau oder sonstwie, wie AUCH unser Land all diese unsäglichen Verfahrensweisen unterstützt und mitbetreibt.

Denn eines ist klar: Wenn alles kaputt genug, katastrophal genug und nicht mehr rettbar ist, dann können wir gegen die Konsequenzen daraus nichts mehr unternehmen.

Es steht zu befürchten, dass auf unserem Erdball dann nur noch Anarchie herrschen wird. DANN nämlich, wenn es nur noch wenig Wasser gibt, keine saubere Luft, immer weniger Land, und immer weniger zu Essen.

Nur – wie gesagt, ich kapier´s einfach nicht, warum WIR alle, jeder einzelne von uns, nichts dagegen unternimmt. Und ich kapier erst recht nicht, warum keiner unserer Politiker (und da meine ich ALLE in den sog. zivilisierten Staaten) genügend Mumm in den Knochen hat, zu sagen, was Sache ist, und etwas dagegen zu unternehmen, ohne Rücksicht auf eigene Verluste.

Erklär mir das mal einer! Ernsthaft jetzt!

Letztlich wird es dann nämlich so sein, dass all diese Probleme, die im Moment noch sehr weit weg von uns sind, plötzlich alle bei uns aufschlagen. Und dass das so sein wird, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, und trotzdem macht ein jeder die Augen davor zu.
Und die Wahrscheinlichkeit, dass die meisten von uns, die jetzt leben, das noch mitbekommen werden, die wird immer größer, weil die Entwicklungen immer mehr an Geschwindigkeit gewinnen.
Und das Schlimmste an all dem, ist, dass v.a. diejenigen auf der Welt, denen es gut geht, und die diese ganzen Probleme hauptsächlich verursacht haben, nichts davon wissen wollen oder aber von anderen verlangen, sie sollten sich darum kümmern, denn schließlich könne man selber ja nix dafür.

Und mit verantwortlich zu sein, das ist nicht damit erledigt, welche Partei man gewählt hat. Um es nur an einem Bsp. zu verdeutlichen: Wenn irgendwo auf der Welt Bomben geworfen werden und Menschen sterben, ist ein jeder mit dafür verantwortlich, der in einem Land lebt, das dabei, in welcher Form auch immer, mit macht. Genauso wie jeder mit dafür verantwortlich ist, der durch verbrennen fossiler Materialien die Umwelt schädigt.

Sieht das jemand anders?

Es grüßt,
das Smamap

Männer sind anders wie Frauen

Ich sprech da nicht von dem „gewissen“ Unterschied, und auch nicht von Mario Barth.

Und insgeheim glaube ich da auch gar nicht so sehr dran, an große Unterschiede.

Aber an EINER Stelle ist mit Sicherheit ein Unterschied da.

BEIM EINKAUFEN!!!

Dran gedacht habe ich wieder mal an Hand eines Beitrags von „Dampfbloque“, der HIER nachzulesen ist.

Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich damit in meiner Kindheit/Jugend konfrontiert worden, wie ich mit meiner Oma immer mal einkaufen fuhr, in die nächste größere Stadt (ich verbrachte bei ihr meist meine Sommerferien).

Da passierte es nämlich Desöfteren, dass ich meine Oma verlor.
Das geschah SO, dass wir so nebeneinander gingen, ich mit ihr sprach, und dann auf einmal keine Reaktion mehr kam. Ich stellte dann jeweils überrascht fest, dass sich meine Oma in Luft aufgelöst hatte.

Mitunter dauerte es dann etliche Minuten, bis ich sie wieder fand. Sie hatte sich nämlich dann urplötzlich dazu entschieden, ohne Kommentar abzubiegen, weil sie irgendwas von Interesse in einem Geschäft gesehen hatte. Je nachdem, wie bald ich das bemerkte, dass sie nicht mehr da war, konnte das schon ganz schön schwierig werden, sie wieder zu finden.
Und man kann sich bestimmte den Schreck verstellen, den so ein Knirps hat, wenn er feststellt, dass seine Bezugsperson in der großen Stadt nicht mehr vorhanden ist.
Irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt, aber der Schreck war dann momentan immer vorhanden, doch ich wusste zumindest, dass ich sie immer in irgendeinem Geschäft wiederfinden würde.

Häufig bin ich mit derlei Sonderarten des Einkaufens nicht konfrontiert worden. Meine Mutter erledigte Einkaufen immer in den Zeiten, in denen ich gut im Kindergarten oder der Schule aufgehoben war.
Die Mutter meiner Kinder beschränkte die gemeinsamen Familien-Einkäufe immer auf das zeitlich Notwendige, weil Einkaufen mit Kindern doch immer leicht anstrengend ist.

Und so kam ich, NACH meiner Oma, erst wieder mit den Besonderheiten des Einkaufens in Kontakt, als ich, es muss etwa 3 Jahre her sein, dazu „eingeladen“ wurde, eine gute Bekannte beim Einkaufen im Einkaufszentrum zu begleiten. „Einkaufszentrum“ ist dabei das Riesengebilde, in dem sich Geschäft an Geschäft reiht.

Was ich damals NICHT wusste: Sie liebt es, in Klamotten-Geschäften zu stöbern, Sachen anzuprobieren, und zu kaufen. Geschäfte namhafter Modemarken.
Man muss dazu jetzt wissen, dass jene Bekannte gesundheitliche Einschränkungen hat (auf die ich hier nicht näher eingehen will), die es ihr nicht erlauben an normalen Aktivitäten des Lebens in größerem Maß teilzunehmen. Ich habe es dann für mich so interpretiert, dass sie in ihren Einkaufsaktivitäten einen gewissen Ausgleich gesehen hat.

Jedenfalls können derartige „Aktivitäten“ dann durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Ich gehöre zu der Spezies, die Einkaufen auf das beschränkt, was notwendig ist. Ich weiß, was ich brauche, gehe hin und hol mir das, und gut is. Mehrere Hosen anprobieren ist schon etwas, was ich nicht unbedingt haben muss.

Und so beschränken sich meine Aufenthalte in Bekleidungsfach-geschäften, Baumärkten, Supermärkten usw usf, immer auf das zeitlich notwendige.

Und so begleite ich also besagte Bekannte immer dorthin, wo sie hin möchte, verabschiede mich dann ins nächstgelegene Café oder in einen Bücherladen, wo sie ohne Probleme hingelangen kann, und vertiefe mich dort in Cappu, Kuchen, Buch, Zeitung oder was auch immer.

Ich hatte damals EINMALIG den Fehler gemacht, sie durch die Geschäfte zu begleiten. Meinen Zustand kann ich da nur mit „zunehmender Verzweiflung“ beschreiben. Geduld war ab einem gewissen Zeitpunkt schlichtweg ein nicht mehr vorhandener Bestandteil meines Wesens.

Wie ein Mensch derart andauernd von Kleidungsstück zu Kleidungsstück wandern kann, und immer neue Ideen hat, was man alles miteinander kombinieren kann, ist mir völlig schleierhaft.
Das Verlassen eines Etablissements gestaltete sich dabei immer als äußerst zeitaufwendig, je nachdem, wieviele Kleidungsstücke sich auf dem Weg von der Kasse bis zum Ausgang noch im Weg befanden.
Ich glaube der Rekord lag damals bei 5-maligem nochmaligem Aufsuchen der Kasse.

Es kommt der Spruch zur Anwendung „SO kann man seine Zeit auch rumbringen“.

Wie gesagt, ich fand dann durchaus Verständnis dafür, was sie da für sich zelebrierte und offenbar auch brauchte, aber ich fand keinerlei Zugang dazu, mich dort einzubringen.
Ich muss zwar damit rechnen, dass ich, falls sie dies hier jemals lesen sollte, eine auf den Deckel bekomme, aber das ist dann halt so. Aber kann auch sein, dass der Krug an mir vorübergeht, weil sie, wenn ich so recht überlege, mich seit Neuestem immer von sich aus irgendwo absetzt.
Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich genieße diese Zeit, und das sind immer schöne Nachmittage.

Wie soll man das alles interpretieren? Kann es sein, dass „Einkaufen“ bestimmte Vorgänge im Gehirn auslöst? Bei Männlein UND bei Weiblein?

Im Gesamtzusammenhang denke ich da immer an meinen Dad, der immer wieder einmal sagte (sinngemäß), dass Männer einander das sagen, was es zu sagen gibt. Kurz und Knapp eben, und Fall erledigt. Wie man stundenlang miteinander telefonieren kann, das entzog sich ihm immer völlig. Und doch war seine Partnerin diejenige, die das Telefon zu 99,99% mit Beschlag belegte.

Ev. hat das Ganze ja auch etwas mit Genen zu tun.

Es grüßt,
das Smamap