Die Sonne, Blumen und das Grün

Von all dem würde ich liebend gern berichten, aber seit geraumer Zeit gibt es nur ……

2015-12-02 10.36.45

….. grau in grau.

Ihr seht eine zeitaktuelle Aufnahme des Himmels, so wie er sich seit vielen Tagen hier in Hochfranken darstellt (die netzartige Struktur ist das Fliegengitter vor meinem Fenster).

Nun ist das ja nichts Neues, dass sich in meiner Gegend das Wetter oft und lange SO zeigt, zur aktuellen Jahreszeit. Frei nach dem Motto: JA, wir haben ein Wetter.

Es gibt Menschen, die nervt das ganz gewaltig. Und zu denen gehör ich.

So ein paar Sonnenstrahlen, das wär schon was, was meine Laune ganz schön auf Vordermann bringen würde.

Und so geht es also darum, sich momentan die Sonne anderweitig zu beschaffen.

In diesem Sinne
es grüßt,
das Smamap

Vogelzug

Heut in der Mittagspause schaue ich so aus dem Fenster, und seh weiter weg eine Vogelschar ziehen.

Was werden die wohl vorhaben, so frage ich mich. JETZT Anfang Dezember.

Gestern Abend hab ich noch eine Doku gesehen, da ging es um die Veränderungen in der Natur- und Tierwelt der Polarregionen.

Da war dann die Rede davon, dass sich Mini-Schädlings-Würmer, auf Grund der gestiegenen Temperaturen, enorm vermehren, die Lungenschleimhäute der Moschus-Ochsen befallen, und immer mehr Tiere daran zugrunde gehen.

Es war die Rede davon, dass eine weit verbreitete Vogelart, deren Namen ich nicht mehr weiß, die für die Ernährung der Jungen erforderlichen Kleinfische nicht mehr in ausreichendem Maß fangen kann, weil das Eis zurückgegangen ist, und besagte Fische primär unter der Eisoberfläche leben.

Und es war die Rede davon, dass DAS Tier der Polarregionen, sprich der Eisbär, nichts mehr zu fressen findet, und mehr und mehr die Siedlungen der Menschen aufsucht.

Was das alles bedeutet kann man sich ohne Probleme an 2 Fingern abzählen. Und was die Ursachen dafür sind, ebenso.

In derselben Zeit werden Ur-Wälder in den Tropen noch und nöcher gerodet. Um z.B. Palm-Öl-Plantagen für billige Nahrung für die Industrieländer und für unseren Auto-Sprit zu erzeugen (GEHT´S NOCH !!!!). Wer weiß, welche zentrale Rolle diese Wälder für das Weltklima spielen, der braucht nicht einmal obige 2 Finger, um abzuschätzen, wohin wir unweigerlich steuern, wenn nichts Gravierendes sich ändert.

Und da sitzen sie also zusammen, all die Staatenführer, in Paris auf dem Weltklimagipfel. Und parallel dazu stirbt unsere Welt Minute für Minute ein kleines Stück mehr, weil schon seit langem versäumt wurde, gegenzusteuern.

Ich habe dieses Jahr einen, zumindest für mich, entscheidenden Anfang gemacht, AUCH aus den  genannten Gründen (nicht nur), und habe mein Auto abgeschafft, um dazu beizutragen, dass SOWAS baldmöglichst der Vergangenheit angehört ……

Peking
(Peking (heute) © AP/dpa)

Es grüßt,
das Smamap

 

Es geht um uns ?

Er hat begonnen. Der Weltklimagipfel 2015.

Und Merkel und Obama haben gewichtige Reden gehalten.

JA, da war drin enthalten, was wir unbedingt tun müssen.

Und was wird passieren? NICHTS.

Ich wage es zu prophezeien.

Es wird wieder eine Abschlusserklärung geben, die soweit reduziert ist, dass alle zustimmen können.

Eine Absichtserklärung.

Eine „was wir machen sollten“ Erklärung.

Eine Erklärung, die an Unverbindlichkeiten nicht zu übertreffen ist.

Eine „weiter so“ Erklärung.

Ich hoffe inständig, dass ich falsch liege. NICHTS würde mich mehr erfreuen.

Aber dazu müssten so einige Staaten, allen voran die Industrienationen, runter von ihren Egoismen. Und die müssten dann die Bevölkerung mit unangenehmen Wahrheiten konfrontieren. Also z.B. damit, dass jeder ab sofort nur noch ein Auto haben darf, das höchstens 3 Liter verbraucht.

Das alles v.a. auch deswegen, weil es 5 nach 12 ist, wenn nicht sogar schon halb eins, und Sofortmaßnahmen erforderlich sind.
Ein „wir wollen den CO2-Ausstoß bis 2030 um 20% reduzieren“ oder ein „wir wollen den C02-Ausstoß nicht weiter erhöhen“, wird uns genau NICHTS bringen.

Die Arten sterben in solch einem rasanten Tempo, die Gletscher ziehen sich in einer derartigen Geschwindigkeit zurück und der Meeresspiegel steigt derart schnell, dass dieser Klimagipfel erneut auf dem Rücken derer ausgetragen werden wird, die mit selbigem ohnehin schon an der Wand stehen.

Und wenn letztere dann mit Geld abgespeist werden, damit Ruhe ist, dann wird auch dieses Geld letztlich NICHTS helfen, wenn die Flüchtlingsströme derer einsetzen, die dann erneut vor dem Tod fliehen.

Und selbstverständlich haben wir dann wieder von NICHTS gewusst, solange es weit weg war, und haben auch NICHTS mit den Ursachen zu tun.

Ich würde auch gerne von den Schönheiten der Natur hier schreiben, oder den Schönheiten des Universums, nur gehöre ich eher zu denen, die davor warnen, dass der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern liegt, zu dem wir mit den Schönheiten nichts mehr am Hut haben werden. Sei es, weil es sie nicht mehr gibt oder sei es, weil wir zu sehr mit den Gewalten der Natur zu kämpfen haben, die wir selbst verursachten.

Ich sehe diesen Klimagipfel als die letzte Chance, das Ruder wirklich noch herumzureisen, den der Point of Know return oder aber der Point of no return ist uns sehr nahe.

Wer davor die Augen verschließt, der lebt nach dem Motto „nach uns die Sintflut“. Denn was wir heute beschließen oder aber auch nicht beschließen, das haben wir in 30 Jahren auszubaden. Und dann ist es zu spät, noch etwas zu beschließen, was dann auch wieder erst in 30 Jahren zu wirken begänne, also zu einem Zeitpunkt, an dem bereits alles zu spät ist.

Es grüßt,
das Smamap

Hartnäckigkeit siegt

Letzten Samstag hatte ich mir so einen Zwischenstecker gekauft, um eine Steckdosenleiste stromlos schalten zu können.

2015-11-30 19.15.51

Hatte sie dann zuhause in die Steckdose gesteckt, Schalter gedrückt, leuchtete, und somit ok.

Heute, 2 Tage später, denke ich mir so …. komisch, ich hab das Teil ausgeschalten, und trotzdem leuchtet mein Bildschirm immer noch im Standby. Kann doch gar nicht sein: AUS ist AUS !!!

Die grauen Zellen bemüht! Und nach einer Weile dachte ich mir so, dass ich das Teil mal teste. Also Schalter des Zwischensteckers auf EIN geschalten, Radio eingesteckt und es lief. Dann obigen Schalter auf AUS gestellt, Radio lief trotzdem immer noch.

Anderen identischen Zwischenstecker, den ich mein Eigen nenne, in gleicher Weise getestet  –> PASST.

Ergo: Teil vom Samstag defekt.

Abends ging ich dann zum Händler, um das Teil zu reklamieren und umzutauschen. Die Dame an der Kasse fragte mich als Erstes, ob ich den Kassenbon dabei hätte. Den hatte ich natürlich nicht mehr, weil ich den nicht aufgehoben hatte, nachdem es so schien, als würde das Teil funktionieren.
Na ja, dann könne sie das Teil nicht zurücknehmen.
Ich bestand darauf.
Da müsse sie erst ihre Vorgesetzte befragen.
Sie möge das bitte tun.
Von der Vorgesetzten zurück: Nein, das ginge nicht.
Dann möchte ich bitte die Chefin sprechen, beschied ich ihr.
Die war einen Stock höher, und nach Gespräch mit ihr, meinte diese, ich könne selbstverständlich umtauschen, solle aber bitte das neue Teil dann gleich mal von der Kollegin testen lassen.
GEHT DOCH !!!

Zu guter Letzt wurde die Dame „Kollegin“ dann zwar noch ausfallend, weil sie das Teil noch testen sollte, aber ihr ad hoc kein einsteckbares Gerät zur Hand schien, aber darauf ließ ich mich dann nicht mehr ein, weil ich mich nicht länger als nötig ihren Höflichkeiten aussetzen wollte.

Zuhause testete ich gleich, –> PASST !!!

Man sieht wieder einmal, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt, einerseits, und Höflichkeit nicht immer sehr weit verbreitet ist, andererseits.

Es grüßt,
das Smamap

Dabeisein ist alles – ein Kommentar

Gestern haben die Hamburger gegen eine Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 gestimmt.

Ein Kommentar, den ich HIER gelesen habe, bringt es auf den Punkt:

„Dass die Hamburger keine Sommerspiele 2024 in ihrer Stadt wollen, ist ein klares Signal gegen die jahrzehntelange absolutistische Vetternwirtschaft in den großen Sportverbänden“.

Man kann jetzt viel dazu sagen, angefangen von Verbänden und Funktionären, die sich die Taschen vollstopfen, lügen und betrügen, solche Ereignisse zu reinen Kommerzveranstaltungen verkommen lassen, den Sport nicht an erster Stelle sehen, Veranstalter mit Defiziten sitzen lassen usw usf.

Zuzuschreiben haben alle Beteiligten und v.a. alle Sportverbände sich dies selbst. Wer blindlings mit den internationalen Verbänden mitläuft, und nichts dagegen unternimmt, dass der Karren gegen die Wand gefahren wird, der darf sich nicht darüber wundern, wenn die Menschen keine Lust haben, bei solchen Machenschaften mitzumachen, und am Ende auch noch die Lasten tragen zu sollen.

Zudem, hieß es irgendwo, haben die Menschen andere Probleme.

Der gesunde Menschenverstand lebt also noch. Manchmal zumindest, finde ich. Wobei ich es als traurig empfinde, wenn Manche der Oberen gegen diese Entscheidung wettern: DAS ist das Wesen der Demokratie, und wer Mehrheitsentscheide nicht akzeptieren kann, der hat etwas gewaltig missverstanden.

Und wenn die Verbände es dereinst wieder schaffen, den SPORT in den Vordergrund zu rücken, und den Kommerz außen vor zu lassen, und ebenso jeglichen Lug und Trug und Vetternwirtschaft, dann wird man die Menschen auch wieder begeistern können, für solche Veranstaltungen.
Ev. muss man beginnen mit kleinen Ereignissen … etwa Einladungsturnieren. Jetzt im Winter gibt es auch durchgehend Wettbewerbe ohne dass gewaltige Kommerzveranstaltungen stattfinden.

Fazit: DABEISEIN ist eben nicht ALLES.

Die Vergangenheit holt mich ein

Ich war früher (SEHR viel früher) ein Fan von Konstantin Wecker. Er sagte und sang schon sehr früh sehr richtige und wahre Sachen. Manchmal etwas extrem, aber ich denke, Manches MUSS man extrem sagen, damit es uns durch unsere Hornhaut überhaupt erreicht.

Ich habe mich nie von ihm abgewendet, aber ihn irgendwie dann mal „aus den Augen verloren“.

Jetzt bin ich wieder mal, nach vielen Jahren, auf einen Text von ihm gestoßen, und möchte ihn hier wiedergeben

und zwar unter dem Motto WEHRET DEN ANFÄNGEN

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(Zitat)
Die meisten von uns haben ein geheiztes Zimmer, eine Bettstatt, eine warme Decke und zu essen und zu trinken.
Wie kann man in diesen kalten Tagen nicht daran denken, wie es den hunderttausenden von heimatlosen Menschen an unseren Aussengrenzen jetzt wohl ergehen mag, die durchnässt und zitternd vor Angst auf ein wenig Zuneigung und christliche Nächstenliebe hoffen?
Wie kann man das abfackeln, was ihnen etwas Schutz bieten könnten?
In Hannover tagen gerade die Brandstifter von der AfD: Der Staat müsse das „Asylrecht beschränken“, die „nationale Identität“ schützen, heisst es da in einem Beschluss, und „wehrhaft und kraftvoll dem Entstehen von Parallelgesellschaften entgegentreten.“ Gefährliches, völkisches Gebrabbel von Menschen, die sich vermutlich Christen nennen und an Weihnachten von sich selbst entzückt fromme Lieder singen.
Liebe Freunde, wir müssen uns vorsehen und zusammenstehen, denn sonst wird man eines Tages, des bin ich mir sicher, mit Entsetzen auf eine barbarische Zeit zurückblicken. Eine Zeit, in der ein sogenanntes zivilisiertes und vermögendes Europa Millionen Hungernden und Frierenden, Gestrandeten, Geflüchteten, Gejagten und Versehrten, Verfolgten und Missbrauchten – darunter unzählige Kinder – die Tore verschlossen hat, sie in Käfige sperrte, hinter Stacheldraht verbarrikadierte, anstatt sie zu wärmen, zu betten und sie mit Geschenken und offenen Armen zu empfangen. Man wird berichten, dass es auch viele BürgerInnen gab, die sich helfend und mit viel Mitgefühl der Unmenschlichkeit widersetzen wollten, aber dass der Markt und seine ihm hörige Politik nichts anderes im Sinn hatte, als Gewalt mit Gewalt zu beantworten, neuen Terror zu züchten und sich am Elend der Ärmsten zu bereichern. Und man wird mit Schaudern erkennen, dass alle kulturellen Werte und Errungenschaften dieses Europa aus nackter Gier in den Wind geschossen wurden.
„Als zum ersten mal das Wort »Friede« ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik. Sie schrien auf im Schmerz: „Wir haben verdient! Laßt uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!“
(Karl Kraus)
(Zitat ende)

Ich möchte dem nur an einer Stelle widersprechen:
„Man wird berichten….“ wird dann nicht mehr möglich sein, denn wenn das alles schief geht, womit wir heute konfrontiert sind, dann wird es nichts mehr geben, worüber berichtet werden könnte.

Was sie alles mit uns treiben …..

Wie ich heut mal so auf der Couch lag, da hab ich – gedanklich – mal meine Wege dieser Woche zusammengenommen, so, als hätte ich alles im Stück hinter mich gebracht, und mir überlegt, was an den verschiedenen Stellen so versucht wurde, mir nahezubringen.

Hier mal eine wahllose Zusammenstellung:

  • Die Infoblätter der Autohäuser in den dort zum Verkauf stehenden Autos erzählen mir CO2-Werte und Spritverbrauchszahlen, die mit der Realität nichts zu tun haben
  • Meine Restmülltonne kommt kaum zum Einsatz, weil ich kaum solchen Müll produziere. Dennoch muss ich am Jahresende einige Leerungen zahlen (per Mietnebenkosten), obwohl ich sie gar nicht in Anspruch genommen habe (der Abfallzweckverband darf eine bestimmte „Grundzahl“ an Leerungen berechnen)
  • Die Sparkasse verkauft mir ein „günstiges“ Girokonto, das mich „kaum“ etwas kostet, weil 5 Vorgänge im Grundpreis enthalten. Was mir nicht gesagt wird, ist, dass auch jegliche Buchung, von außerhalb mitgezählt wird, und ich so im Jahr 60 Euro für dieses Konto bezahle
  • Bei NKD gibt es demnächst einen externen Ladeakku zu kaufen, um auch unterwegs das Handy aufladen zu können. Der kostet statt 15€ jetzt 8€. Dass er zu diesem reduzierten Preis schon vor etlichen Wochen verkauft wurde (damals hab ich ihn erworben), der gestrichene Preis also ein „Mondpreis“ ist, das steht dort nicht
  • Im Schaufenster des Versicherungsvertreters wird eine Lebensversicherung angeboten. Was dort nicht steht, ist, dass nur ein Teil der eingezahlten Beträge auch in der Versicherung tatsächlich ankommt, und erhebliche Teile der monatlichen Beiträge über Gebühren etc. verschwinden
  • Die örtliche Niederlassung der AOK schreibt mir eine Antwort, in der ich mit Paragraphen bombardiert werde, um mir klar zu machen, warum eine bestimmte Sache nicht mehr übernommen wird. Ich werde dagegen Einspruch einlegen, weil die Erfahrung lehrt, dass so manche Auskünfte von dort, Fehlinformationen sind
  • Der Discounter (ich weiß nicht mehr welcher) hat etliche Artikel am Preisschild des Regals markiert. Dies macht den Eindruck, als würden sie günstiger angeboten. Als aktiver „Preisbeobachter“ sehe ich dabei etliche Artikel, die sich preislich nicht verändert haben. Marketing!
  • Ich kaufe mir bei NKD eine Winterjacke. Die hatte ich kurz zuvor schon mal dort gesehen, und war mir zu teuer. Dann hieß es, es gäbe jetzt 30% darauf. Da habe ich zugeschlagen. Ein paar Tage darauf gibt es dieselbe Jacke zu einem reguläre Preis, der nochmals darunter liegt. Die haben ganz schöne Margen
  • Mein Paket wird von der Sendungsverfolgung von DHL für den übernächsten Tag avisiert. Bin froh … warte schon dringend darauf. Tags darauf ist das in der Sendungsverfolgung SO plötzlich nicht mehr zu lesen. Also umsonst Termin verlegt, um zuhause zu sein. Tags darauf ist das Paket plötzlich da. Lt. Sendungsverfolgung befindet es sich noch auf dem Weg zwischen 2 Paketzentren. Wozu brauch ich eine solche Sendungsverfolgung?
  • Beim Metzger nehm ich mir eine „Leberkässemmel“ mit. Kostet dort immer nur 1€. Die Lady sagt mir, dass der Leberkäs „aus“ sei. Sie hätte stattdessen einen „Pizzaleberkäs“. An der Kasse stelle ich dann fest, dass der um 20% teurer ist. Das hatte sie mir nicht gesagt.
  • ….. diese Liste ließe sich verlängern

Fazit: Man kann sich auf nichts verlassen …. dass es nämlich auch tatsächlich so ist, wie das da steht oder wie der Eindruck erzeugt wird.
Man könnte auch sagen: An allen Ecken und Enden wird einem ein X für ei U vorgemacht.

Habt ihr auch diesen Eindruck?

Es grüßt,
das Smamap

Der nächste Flüchtlingsstrom ist vorprogrammiert

Wer jetzt denkt „schon WIEDER ein Artikel über die Flüchtlinge und den Terror“, der irrt.

Aber leider geht es wieder darum, wie die Staatenlenker dieser Welt auf breiter Linie versagen. Allen voran die Industrieländer, und dort in vorderster Linie unsere Regierung.

Es geht um die Klimaveränderung, und darum, dass unsere Politiker reden und reden und nochmal reden, und NICHTS, aber auch GAR NICHTS zustandebringen.

Wenn es noch eines Belegs dafür bedurft hätte …..

HIER

ist er nachzulesen.

Dort heißt es z.B. „Während Politiker und Forscher …….. beim Klimagipfel in Paris noch über die Folgen des Klimawandels reden, ist er für die Menschen auf Inselstaaten längst Realität.

Die Menschen dort haben längst mit vernichteter Umwelt, zerstörten Nahrungsmittelgrundlagen, Wetterkatastropen, steigendem Meeresspiegel, untergehenden Küsten und Inseln zu tun.

Und die Staatenlenker tun einmal mehr so, als wäre das alles weit weg, als würden uns die Katastrophen dort nicht betreffen, als könnten wir daran nichts ändern, als hätten wir alle Zeit der Welt.

Wer weiß, dass es Jahrzehnte dauert, bis JETZT ergriffende Maßnahmen, dann auch wirklich durchschlagen, der weiß, dass die nächsten Flüchtlingsströme vor der Tür stehen. Flüchtlingsströme aus ganz anderen Gründen, wie die jetzigen.

Der Unterschied ist der, dass es dann, im Gegensatz zu jetzt, z.T. keine Länder mehr gibt, in die man Flüchtlinge zurückschicken könnte. Jedenfalls sind dann manche  Inselstaaten schon untergegangen, weil die Meeresspiegel unaufhaltsam steigen.

Und selbstverständlich können WIR Industrieländer (und damit ist jeder Einzelne von uns gemeint), wieder einmal nichts dafür.

Ich würde gerne darüber schreiben, dass all diese Probleme der heutigen Welt beseitigt bzw. wir auf einem guten Weg dahin sind. Egal ob Hunger, Terror, Klimaveränderung, Wassernotstand oder was auch immer.
Aber ich kann nur schreiben, vom Versagen auf breiter Linie. Und davon, dass es unseren Politikern nur darum geht, die nächsten Wahlen zu gewinnen, und UNS darum, unseren Wohlstand zu mehren.
Wenn der Preis dafür Not, Elend und Tod anderswo auf der Welt ist, dann können wir da ja nix dafür, und außerdem ist es weit weg. Genauso wie die riesigen Flüchlingslager dieser Welt lange Zeit weit weit weg waren.

Ob dieser Entwicklungen bleibt einem so manches Mal das Wort in der Tastatur stecken.

Es grüßt,
das  Smamap

Die Wahrheit ist oft unangenehm …

Gestern hab ich (leider nur das Ende) einer interessanten Diskussion mitbekommen.

Es handelte sich um den Talk von Sandra Maischberger (ist das jetzt richtig geschrieben?).

Da schlugen sie sich wieder mal verbal die Köpfe ein, zum Thema „Terror und Flüchtlinge“.

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich mir derlei nur selten ansehe, weil solche Diskussionsrunden (zumindest wenn Politiker dabei sein) immer nach dem Motto laufen „recht haben sowieso nur wir“ (sprich die Partei des Redners) oder nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind, weil die anderen dafür sind“.

Und was mich immer noch fürchterlich nervt, ist die Diskussionskultur mancher Diskussionen. Es ist ein Akt der Höflichkeit, den anderen zuende reden zu lassen. Wenn jemand anderes spricht, dann habe ich die Klappe zu halten. Solange bis der Diskussionsleiter mir das Wort erteilt.
Der Einzige, der sich gestern daran gehalten hat, war Wolfgang Bosbach. Der wusste, was sich gehört.
Und bei so manchen Diskussionsleitern, krankt es allein schon daran, so auch gestern, dass sie es nicht gebacken bekommen, die Diskussion im Griff zu halten, und den Teilnehmern ganz klar zu sagen, dass sie jetzt nicht dran sind.

Soweit der Vorspann meines Beitrags.

Zum Inhalt:

Es gab gestern, wie schon häufiger, 3 Beiträge, die etwas sehr Wesentliches sagten. Etwas, was man schon anderswo zu hören bekam, worauf aber nicht weiter eingegangen wurde, vermutlich deswegen, weil es so manchen „Vergeltungsstrategien“ nicht zu pass kommt.

Es ging dabei, ganz generell gesprochen, darum, dass der „Westen“ ein gerüttelt Maß an Schuld daran trägt, dass es soweit gekommen ist, wie es jetzt ist.

Im einen Fall wurde darauf hingewiesen, dass damals 2001 der Präsident der arabischen Liga eindringlich versucht hatte, zu bewirken, dass der Krieg im Irak nicht begonnen wird, weil sonst „das Tor zur Hölle“ geöffnet wird. Und genau DAS sei in der Folgezeit bis heute passiert. Das Land dort sei zerbrochen, weil die USA in keinster Weise ein Konzept für die Zeit nach dem Krieg hatten. Andere Länder seien dabei zu zerbrechen. Insgesamt befinde sich ein Großteil Arabiens am Abgrund. Der Terror, IS, die Flüchtlingsströme seien nur eine Folge davon.

Das Ganze hat eine sehr starke Logik. Wenn ich ein Land zerbombe, jeder Führungsstruktur beraube, für kein „Danach“ sorge, dann muss ich mich nicht wundern, wenn dunkle Gestalten sich dieses Machtvakuum zunutze machen, und viele Menschen, die Tag für Tag mit dem drohenden Tod konfrontiert werden, das Weite suchen.

Ein anderer Beitrag versuchte einzubringen, dass die Entwicklung in vielen Teilen der Welt kein Wunder sei, nach den Einflussnamen politischer und wirtschaftlicher Art, die der „Westen“ lange Zeit ausgeübt hat. Da wurden Verträge geschlossen, die dazu dienen, dass bei uns Lebensmittel und Ressourcen billig zur Verfügung stehen. Es wurden Despoten eingesetzt, die diesem Ziel gerecht wurden.
Mit den Konseqeuenzen daraus sind wir heute konfrontiert.

Und zum Schluss hieß es, wir bräuchten uns nicht darüber zu wundern, dass uns heute so manche Länder, denen wir früher die Kalte Schulter gezeigt hatten, wie es darum ging, mit den Flüchtlingsströmen fertig zu werden (ich erinnere an die Türkei, an Griechenland und andere), uns heute auflaufen lassen.

Fazit:
Wir haben mit so manchen Ländern das getrieben, was wir getrieben haben, damit wir hier unseren Wohlstand steigern konnten. Sprich noch ein Auto, noch ein Kühlschrank, noch ein Fernseher. Und die obligatorischen Lohnerhöhungen nicht zu vergessen. Irgendwo muss dieses Geld ja herkommen. Und dass Kriege dort nicht auch den, zumindest billigend in Kauf genommenen, Hintergrund hatten, der Rohstoffe (Öl etc.), das glaubt ja wohl niemand mehr. Und wo unsere Waffen überall zum Einsatz kommen, die wir in alle Welt exportieren, das möchte ich gar nicht wissen.
Den Menschen dort geht es immer schlechter, uns geht es immer besser, Terror-Organisationen nutzen dies aus, und uns fällt nichts anderes ein,  als weitere Bomben dorthin zu schicken. Ich möchte nicht wissen, wieviele Tote in der Zivilbevölkerung das wieder kostet, und wieviele Menschen zusätzlich sich dazu entschließen, zerbombten und tödlichen Lebensumständen zu entfliehen.

Es gibt meines Erachtens nur EINEN Weg, den Menschen dort zu helfen in Ländern wie Syrien, Libanon, Lybien, Irak, Mali und wie sie alle heißen: Ihnen vernünftige Lebensumstände dort zu bieten, so dass Terror und Fluchtgedanken keinen Nährboden finden.
Mit Bomben wird dieses Ziel sicherlich nicht erreicht.
Ohne Frage müssen die Verantwortlichen für zig-fachen Mord in Paris oder sonstwo zur Rechenschaft gezogen werden.
Frieden, vernünftige Lebensumstände und ein Ende des Terrors wird sicherlich nicht erreicht, indem man die Länder dort immer mehr zerbombt, und die Straßen mit Toten pflastert. Rachegelüste und Gleiches mit Gleichem zu vergelten führt definitiv nur dazu, dass sich die Dinge hochschaukeln, und wir uns in immer kürzeren Abständen über noch schrecklichere Entwicklungen unterhalten.
Denen, die das nicht wahrhaben wollen, empfehle ich, einmal 1/2 Jahr in solchen Gebieten zu leben, wo die ganz normale Bevölkerung ständig der Gefahr des Todes ausgesetzt ist, und immer wieder ganze Familien ausgelöscht werden. Diejenigen, die den 2. Weltkrieg noch miterlebt haben, wissen was ich meine.

Es wäre wesentlich sinnvoller, wenn die Bekämpfung von Fluchtursachen nicht nur Lippenbekenntnisse von Parteitagen blieben. In der heutigen Zeit kann ich gerne auf Parteiobere verzichten, die die beleidigte Leberwurst spielen, weil sie mit ihren Vorstellungen nicht durchkommen. Ebenso verzichten kann ich auf Politiker, die die Geschehnisse nur dazu verwenden, sich für die nächste Wahl zu positioneren.
Vielmehr braucht es verantwortliche Politiker, mit Weitsicht und Visionen. Auch für solche mit unangenehmen Konsequenzen. Wo sind die Politiker, die die Dinge wirklich anpacken, zum Wohle der Menschen, und ohne Rücksicht darauf, ob sie wiedergewählt werden. Und wohl gemerkt: Das Wohl der Menschen hat nichts damit zu tun, ob der Wohlstand gemehrt wurde.

Ich habe die Befürchtung, dass all dies in den Überlegungen der Staatenlenker keine Rolle spielt. Sollte dem so sein, dann werde ich die Konsequenzen daraus vermutlich (hoffentlich) nicht mehr miterleben. Meine Kinder aber wohl.

Es grüßt,
das Smamap