Ein typischer Samstag vormittag

Der ist natürlich von allgemeiner Wichtigkeit und sollte deshalb von jederman wahrgenommen werden. Also schreibe ich ihn hier für die Welt nieder.

Habe es mir zur Angewohnheit gemacht, meinen Wecker am Wochenende auszustellen. Also habe ich ihn heute nicht gehört.
Sonst ist es so, dass ich den Wecker (=Smartphone; wie funktionierte das bloß früher?) weit weg lege, damit ich nicht, gaaaaanz aus Versehen, auf den Ausschalter komme, und mich später dann wundere.
Heute lag der Wecker auch weit weg, und trotzdem habe ich ihn nicht gehört.

Mein Wecker ist am Samstag immer der Parkplatz des nebenliegenden Marktes. Dorthin geht nämlich mein Schlafzimmerfenster raus. Nach etlichen zugeschlagenen Kofferraumdeckeln wache ich dann also in der Regel auf. So auch heute.

Stand also auf, wackelte zur Dusche, nachdem ich die Ventilation auf Stufe 10 gestellt hatte (=Schlafzimmerfenster ganz aufgerissen).

Nach Duschen und Rasieren zeigte mir ein aufmerksamer Blick in den Spiegel, dass ich mich SO sehen lassen konnte.

Dann in aller Ruhe gefrühstückt. Fällt bei mir zur Zeit immer kurz aus, weil ich seit einiger Zeit praktiziere, dass es nicht viel gibt. Dazu kommt, dass das Mittagessen jetzt meist ausfällt.
Der geneigte Leser mag daraus entnehmen, dass eine reduzierte Nahrungsaufnahme erfolgt, weil die Waage etwas anzeigt, womit ich nicht so ganz einverstanden bin.

Da fällt mir ein, dass ich unterschlagen habe, dass ich vor dem „zur Dusche wackeln“ immer erst noch woanders hin wackle, um eventuelle Reste zu entsorgen, die es dann der Waage ermöglichen könnten, einige Gramm weniger anzuzeigen.

Nach dem Frühstück, mal schnell an PC gesetzt (was eig gelogen ist, weil es ist ja kein herkömmlicher PC mehr, sondern eine Himbeere; was aber dann doch wieder stimmt, weil PC heißt ja ausgeschrieben „Personal Computer“, und die Himbeere ist ja durchaus solches).

Während ich da saß, lief nebenbei der Radio (was ja eig DAS Radio heißen muss). Und plötzlich hieß es „10 Uhr, hier sind die Nachrichten“. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. ZEHN UHR??? Das konnte doch gar nicht sein. Ich war doch zeitig aufgestanden.
Mir fiel ein, dass ich nach dem Aufstehen nicht auf die Uhr gesehen hatte. Es hätte also durchaus auch 6 Uhr sein können. Was aber auch weder nicht geht, weil um 6 wär es noch dunkel gewesen.

Egal.

Also mal kurz in die Ausgehklamotten gehüpft (was funktioniert, wenn das Aufstehen schon eine Weile zurückliegt), und mich nach draußen begeben.

Ich entschied alles zu fuß zu erledigen. Alternative wäre Fahrrad gewesen (Auto hab ich ja keins mehr). Aber bei 3° C war mir das zu kalt.

Ich entschied, zu dem Markt zu wollen, der etwa 2 KM entfernt ist. Dort wo ich hauptsächlich einkaufe, das wären nur 500 Meter, aber mir war heute nach Laufen.
Außerdem hatte im Baumarkt dort draußen eh was zu erledigen.

Gottseidank war ich so schlau, meine Mütze mitzunehmen. Wenn man nur noch wenig Haare hat, dann lehrt einen die Erfahrung, dass die Wärmedämmung dann zu wünschen übrig lässt. Ich möchte hier ganz offiziell dem Erfinder einer solchen Kopfbedeckung danken, und zwar im Namen aller Kopf-wenig-Behaarten.

Zu einer dickeren Jacke hatte ich mich ja schon vor einer Woche durchgerungen, so dass ich also heute relativ warm von meinem Ausflug wieder zurück kam.

Besonderes gab es dort nicht zu erleben. Wahrscheinlich waren so sämtliche Spaßvögel noch zuhause. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nicht mal jemand da war, der an der Kasse fein säuberlich seine Sachen stapelte, und genau darauf achtete, dass seine Sachen auch  durch Begrenzungen gegenüber den anderen Einkäufern abgetrennt waren.

Aber halt, EINS war dann doch. Fällt mir ein, weil ich von „Spaßvögeln“ redete: Den Vogel hatte nämlich jener Audi-Fahrer abgeschossen, der mit 75 in die 30-er-Zone einfuhr (zu sehen auf der inoffiziellen Geschwindigkeitsuhr, die dort stand). Aber nein, es waren nur 73, um der Wahrheit die Ehre zu geben.
Aber dem wirds wurscht gewesen sein, und Tote gab’s keine.

Als ich dann wieder zurück war, stellte ich fest, dass ich nun auch zum erlauchten Kreis derjenigen gehöre, die samtags ein Paket an Werbeprospekten in den Briefkasten geworfen bekommen.
Scheinbar hat der Zusteller gewechselt (jedenfalls sah ich einen auf meinem Rückweg, den ich nicht kannte), und so kann ich nun auch jeweils am Wochenende, die Prospekte durchsehen, um ev. Angebote zu erspähen.
Ich muss sagen, ich sehe das durchaus positiv. Mittlerweile habe ich die Preise im Kopf (zumindest für das, was ich so brauche). Und so kann ich schon abschätzen, ob es etwas irgendwo günstiger gibt. Mein Vorteil: Ich kaufe nur das, was ich wirklich benötige, und zudem habe ich kein Auto, was mich dazu verleiten könnte, für 2,50€ Fahrtkosten irgendwo hin zu fahren, um etwas zu kaufen, was es dort um 20 Cent günstiger gibt. Bei mir geht es nur zu Fuß.

Und nachdem ich das jetzt fertig geschrieben habe, kommt just in dem Moment die Sonne raus und spiegelt sich in meinem Bildschirm.

Also „Ende im Gelände“.

Schönes We für alle.

Gruß
Smamap

 

Die Zeichen der Zeit

Windows wird heute 30.

Vor 30 Jahren gab es Windows 1.0

Es ist schon Wahnsinn, was sich seit damals getan hat.

Jetzt könnte man sagen, der Unterschied besteht nur in einem Punkt.
Damals: Windows 1.0
Heute: Windows 10

Aber es hat sich natürlich sehr viel mehr getan. Nicht nur bei Windows. Auch in vielen anderen Bereichen.
Der Unterschied ist, dass es sehr viele andere Dinge, die mal Bestandteil unseres Lebens waren, nicht mehr gibt.

Beispiele dafür?
Bittesehr?

  • Kassettenrekorder
  • Walkman
  • Wählscheibentelefon
  • Analoge Filmkamera (mit Bandkassette)
  • tragbarer CD-Spieler
  • 3,5″ Zoll Diskettenlaufwerk (PC)
  • ZIP-Laufwerk (PC)
  • VHS-Recorder (und alle anderen Video-Systeme, die es gab)

Und die Zyklen werden immer kürzer, in denen die Dinge sich überholen.

Ich wage die Behauptung, dass es in 10 Jahren keine PCs mehr gibt. Ev. sogar auch keine Notebooks mehr.

Die Frage die sich mir stellt: Soll ich versuchen, mit den Entwicklungen wissenmäßig und praktisch schritt zu halten oder nur die Dinge, die mir wichtig erscheinen, aus dem Strom herausgreifen (wie auch immer ich das bewerkstellige)?

Bin ich dann weniger zufrieden oder gar glücklich, wenn Letzters der Fall ist?

Ich denke da an eine alte Dame, die ich kenne. Sie hatte bisher nie ein Handy. Erst jetzt bekam sie eines, mit großen Tasten und einem kleinen Display. Für den Notfall.
Die ganze Ära von Handy/Smartphone/Tablet/PC/etc. ging an ihr vorbei.
Hatte sie deshalb ein ärmeres Leben?

Es grüßt,
das Smamap

Wehret den Anfängen

Habe vorhin folgenden Text gelesen:

Wenn niemand die Welt zerstört, muss sie auch niemand retten. Wenn niemand andere Länder zerbombt und Kriege munitioniert, verlieren Menschen nicht ihre Heimat. Wenn niemand andere Länder wirtschaftlich ausbeutet, gibt es überall eine lebenswerte Zukunft!

Ich habe den Text etwas gekürzt (in der Länge). Es spielt auch keine Rolle, WER das von sich gegeben hat. Wichtig ist nur, dass es stimmt. Es fehlt zwar in meinen Augen was (sowas wie „wenn niemand andere tötet, kann man friedlich zusammenleben“), aber es steckt schon sehr viel Wahres drin.

Ich hatte jüngst schon mal zum Ausdruck gebracht, dass auf der Welt Kreisläufe im Gange sind bzw. Spiralen.

Keiner kann mehr sagen, wer angefangen hat.

Überall sterben Mensch. In Paris, in Beirut, in Damaskus, in der Ukraine, in Tel Aviv, in Bagdad, in der Türkei, über dem Sinai. Und von denen, die wegen Hunger sterben, wegen Brandrodungen, wegen Bandenrivalitäten oder gar unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, ist hier noch gar nicht die Rede.

Und überall ist es das Gleiche: Keiner kann sagen, wer eigentlich angefangen hat, und in den seltensten Fällen, worum es überhaupt geht. Und überall gibt es welche, die Kapital schlagen aus den Ereignissen oder sie ev. sogar angezettelt haben, um Kapital draus schlagen zu können.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sagen, es sei wie bei Kindern im Sandkasten:
DER IST SCHULD
NEIN, DER IST SCHULD
NEIN, DER DA HAT ANGEFANGEN
STIMMT JA GAR NICHT …….

Einer nimmt dem anderen was weg, der zahlt es dem heim, der rächt sich dafür usw usf und am Ende weiß keiner mehr, wo alles seinen Anfang nahm.

Darf man den Vergleich ziehen, dass heutzutage das Gleiche abläuft, nur mit anderen Mitteln?

Jeder sieht es aus seiner Warte. Derjenige, dessen ganze Familie um’s Leben kam, bei einem Bombenabwurf, der schwört Rache. Diejenigen, die dieser Rache ausgesetzt sind, schwören ihrerseits wieder Rache. Und so führt eines zum anderen. Und immer wieder gibt es jemanden, der diese Gewalt-Schaukel, diese Gewalt-Spirale für seine Zwecke benützt.

JA, das alles ist menschlich.

Aber wo soll es hinführen?

Und wie soll es gelingen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen?

Aus meiner Sicht sehe ich nur die Möglichkeit, von Gewalt abzulassen und in Frieden und Gleichgerechtigung zusammen zu leben.

Wenn alle Menschen gleichberechtigt wären, und sich die Ressourcen teilen, und niemand dem anderen etwas aufzuzwingen versucht, keinen Glauben, keine Lebensweise ……
Wäre das das Ende des Tötens?

Image …………

Interessen

Es passiert so Furchtbares auf der Welt.

Und so Vieles davon mit Gewalt.

Ich weiß nicht, ob irgendetwas davon schlimmer ist als irgendwas anderes.

Da gibt es den Terroranschlag in einer russischen Schule.
Da gibt es den Terroranschlag auf einen Wolkenkratzer.
Da gibt es die fast völlige Auslöschung eines Stammes in Afrika.
Da gibt es die Terrorisierung ganzer Bevölkerungen in Afrika.
Da gibt es den Anschlag auf eine Zeitung.
Da gibt es Tote Tag für Tag im Nahen Osten.
Es gibt täglich die Toten von Bombardements.
Es gibt fast täglich die Enthauptungen derer, die nicht dem „wahren“ Glauben folgen.
…. und diese Liste ließe sich absolut endlos fortsetzen, AUCH in die Vergangenheit.

Rechtfertigt das eine, das andere?
Sind 15 Tote weniger schlimm, als 120?
Rechtfertigt der eine Mord den nächsten Mord?
Wo ist die Grenze zwischen Verteidigung und Mord? Ist es Interpretationssache? Ist es eine Frage des Standpunkts oder des Wohnorts?
Wie sieht ein Mann eine Racheaktion, die seine ganze Familie auslöscht? Vermag er es als gerechtfertigte Verteidigung zu sehen, der seine Familie zum Opfer gefallen ist?
Ist es ein Unterschied, ob dieser Mann in Paris wohnt oder in Damaskus?

Ist nicht die eine Gewalt der Nährboden für die nächste Gewalt?

Kann man nicht vermuten, dass das Entstehen eines IS, die Folge von etwas anderem ist; es also etwas gab, was seine Entstehung gefördert hat? Wäre dabei die Annahme gerechtfertigt, dass es so manche Mächtige oder Führer einer Bewegung gibt, die versuchen Kapital aus einer Situation zu schlagen?

Kann man aus dem allen den Schluss ziehen, dass Gewalt ständig nur Gegengewalt erzeugt, und am Ende keiner mehr weiß, wer überhaupt angefangen hat, und um was es eigentlich geht?

Sicherlich, wenn man die Ereignisse von Paris sich vor Augen führt, dann schreit unmittelbar nach den Anschlägen alles nach Rache. Und wenn ich betroffen wäre, dann würde ich ganz genauso empfinden.

Mit Abstand könnte das jedoch schon wieder etwas anders sich darstellen: Es erfolgen Gegenaktionen, deren Leidtragende den Nährboden darstellen für die nächsten Anschläge.

Ich vermag nicht zu sehen, wo uns diese Gewaltspirale hinbringen soll. Es wird zwangsläufig immer diejenigen geben, die Rache üben wollen.

Auf der Strecke bleibt dabei das Leben. Wer womit angefangen hat, ist dann völlig belanglos.

Und wo ist bei dem allen die Grenze?
Es wird immer jemanden geben, der eine Möglichkeit findet, noch radikaler zu antworten.
Und wenn wir Pech haben, dann wird eines Tages die Menschheit ausgelöscht, weil irgendjemand Mittel in die Finger bekommen hat, die dies ermöglichen.

Und das alles dann im Namen von Interessen, Freiheit, Rechtsstatt, Glauben, Rache und was auch immer.

Auf dem nicht vorhandenen Grabstein würde dann vermutlich stehen:

Sie konnten nicht in Frieden und gleichberechtigt leben

…. mal ne Frage

…… hat jemand das gleiche Problem wie ich, nämlich dass oft die Mails von WordPress doppelt kommen? Also ich sehe dann doppelt, wer einen neuen Beitrag geschrieben hat.

Und das hat nix mit irgendwelchen alkoholischen Getränken zu tun 🙂

DIE FRAGE DER WOCHE

Mir ist heute beim Frühstück der Gedanke durch den Kopf geschossen, dass es ev. eine Idee wäre, aktiv Meinungen einzuholen.

Ich starte dazu die Aktion Frage der Woche. Es wird also eine solche jede Woche geben (sofern ich Zeit und Lust dazu finde).

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Die Frage in dieser Woche lautet:

Was hältst du davon, einmal im Jahr konsequent alles zu entsorgen, was 12 Monate lang nicht gebraucht wurde ?