Strahlemann & Söhne

Nachdem ich heute alle Erledigungen hinter mich gebracht hatte, wollte ich bei dem strahlenden Sonnenschein unbedingt noch irgendwo im Freien einen Cappuccino haben.

Also dann vorhin noch zum Cafe und Sonne pur genossen (ev. zum letzten Mal in dieser Form in diesem Jahr; wer weiß).

Es ist immer wieder erheiternd, welche Dinge man dabei beobachtet/erlebt:

Da ist die Autofahrerin, die eben mal in die Postagentur muss, und dazu vor der Einfahrt der Metzgerei parkt, und sich dann fürchterlich aufregt, weil sie, auf dem Weg zur Post, angehupt wird, weil der Lieferwagen der Metzgerei just in dem Moment in die Einfahrt muss.

Oder die Madame, die vor dem Cafe sitzt, und sich darüber aufregt, als die Markise ein Stück ausgefahren wird, damit die Gäste von der Sonne nicht so geblendet werden. Sie bräuchte sich zwar nur auf einen anderen Stuhl setzen, und gut wäre, aber sie zieht es vor entrüstet das Weite zu suchen.

Dann kommt der Fahrer der strahlend roten Corvette vorbeigefahren, und fährt im Schneckentempo vorbei, damit jeder ausgiebig sein Gefährt bewundern kann. Kurz nach dem Cafe wird dann ordentlich Gas gegeben, damit der Sound auch entsprechend zur Geltung kommt.

Gar nicht zu reden, von den diversen Parkkünsten, die Manche an den Tag legen. Es hat sich immer noch nicht durchgesprochen, dass vorwärts einparken eher schwierig ist, und entsprechend lange dauert.

Inzwischen ist mein „großer“ Cappuccino gekommen. Ich zahle gleich (nämlich 2,60€, zzgl. 40 Cent Trinkgeld), und widme mich meinem Getränk.

Plötzlich sitze ich 1 m über dem Stuhl, weil der Audi-Fahrer kräftig hupen musste, um den Kumpel auf der anderen Straßenseite zu grüßen.

Der Cappuccino ist heute echt klasse. Na ja, eig wie immer.

Einen Tisch weiter nimmt einer Platz, der sieht so aus, als wäre die Nacht eher kurz gewesen. Ev. auch zu kurz, um den Alkoholabbau komplett abzuschließen.

Dann kommt die Bedienung wieder vorbei: Wie seinerzeit die weiblichen Reize vergeben wurden, hat sie offenbar 2 x „HIER“ geschrieen :)))))

Ich wundere mich noch, dass heute so viel los ist. Da sagt in dem Moment der am Nebentisch zu seiner Begleitung, dass heute „drüben“ ja Feiertag ist, und deshalb Viele zum Einkaufen kommen. Mit „drüben“ meint er die sog. „neuen Bundesländer“. Diese Einteilung nehme ich zwar verbal nicht mehr vor, aber ich weiß, was er meint, denn unterschiedliche Bundesländer haben teilweise unterschiedliche Feiertage, je nachdem von welcher Konfession die Mehrheit der Bevölkerung ist. Und Bayern ist hauptsächlich katholisch. Das stimmt zwar für Oberfranken dann wieder nicht, aber Oberfranken gehört zum Bundesland Bayern (was man in Oberfranken nicht zu laut sagen sollte :)))), und deshalb ist heute hier KEIN Feiertag. Aber eben 10 KM weiter dann schon.

In dieser Erkenntnis trinke ich den letzten Schluck Cappuccino, löffle noch den Milchschaum aus, sacke meine diversen Utensilien wieder ein, und schreite von dannen.

Ein schönes strahlendes Wochenende wünscht,
das Smamap
(welches Halloween grundsätzlich NICHT begeht)

Und man kann doch in einen rein schauen !!!

Heute war ich mal wieder beim Radiologen.

MRT war angesagt.

Diesmal nicht vom Kopf, sondern vom Rücken.
Das was der Orthopäde/Chirurg letztens auf der Röntgenaufnahme sah, verhieß nichts Gutes. Aber erstmal MRT machen, um die Sache genauer zu beäugen, hieß es.

Früher, nach meinem Schlaganfall, war es immer so gewesen, dass man nach Erstellung der Aufnahmen, noch ins Sprechzimmer des Radiologen gebeten wurde. Der Facharzt erläuterte einem dann, anhand der Aufnahmen, die Sachlage, die Veränderungen oder die Nicht-Veränderungen, und man konnte auch noch Fragen stellen.

Mittlerweile ist es so, dass diese Nachbesprechung nicht mehr stattfindet. Der Radiologe schreibt einen Bericht an den überweisenden Arzt, und das war’s. Der überweisende Arzt hat in aller Regel, zumindest kenne ich es nicht anders, keinerlei Möglichkeit, sich die Aufnahmen anzusehen, weil er die EDV-Ausstattung, und im Speziellen, die Software gar nicht hat, um die CD, die man beim Radiologen in die Hand gedrückt bekommt, anzusehen.

Der überweisende Arzt muss sich auf das verlassen, was der Radiologe auf den Aufnahmen sieht oder auch nicht sieht, und was er dann im Bericht widergibt.

Es ist also mittlerweile so, dass der überweisende Facharzt die weitere Diagnose und Behandlung auf einen Bericht abstellt, dessen Grundlage, nämlich die Aufnahmen, er niemals gesehen hat. Er also gar nicht beurteilen kann, ob der Radiologe alles das, was es zu sehen gab, seinerseits richtig beurteilt hat.

Und ich habe das dumpfe Gefühl, dass das DESWEGEN so gehandhabt wird, weil auf Grund des Kostendrucks auf die Ärzte, diese die Aufwendungen, die sie haben, immer mehr zurückfahren.

Wie gesagt: Früher war da zumindest noch ein Gespräch mit dem Radiologen, nach Erstellung der Aufnahmen. Und so konnte man sich, als derjenige, der mit der eigenen Gesundheit am besten Bescheid weiß, noch ins Bild setzen lassen. Ich habe ohnehin den Eindruck, als wüsste ich so manches Mal mehr, als die Ärzte.

Am besten aufgehoben fühle ich mich noch bei meiner Hausärztin. Die gibt sich echt Mühe, und nimmt sich zeit. Sie hat mir letztens erzählt, dass sie pro Quartal eine Pauschale von den Kassen bekommt (ich meine irgendwo in der Gegend von 30 €), und damit muss sie zurecht kommen, egal was ist.

Also werde ich nächstens einen Termin bei meinem Orthopäden haben, der mir dann eine Diagnose zu meiner LWS stellt, auf Grund von Aufnahmen, die er nie gesehen hat.

Halleluja

Es grüßt,
das Smamap

Auf den Punkt gebracht

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So sagt es ein Artikel der „Huffington Post“ vom 16.09.

Sie bringt obiges Bild mit dem Text:
„Die Welt verändert sich, egal ob wir das wollen oder nicht.“

Und sie meint weiter, es sei dumm, sich dem Neuen und Fremden zu verweigern. Und diejenigen, die gegen Flüchtlinge protestieren, und Häuser anzünden, hätten diese entscheidende Sache nicht verstanden.

Ich füge hinzu: SH hat völlig recht; an denjenigen, die nicht verstehen können oder wollen, wird die Zeit einfach vorbeigehen. Es wird die Aufgabe der restlichen Gesellschaft sein, die Entwicklungen so behutsam wie möglich zu gestalten, mit allen Problemen und Brüchen, die unvermeidlich sind.
Sich einer zwangsläufigen Entwicklung zu verwehren, wird niemals funktionieren, denn sie wird kommen „egal ob wir das wollen oder nicht“.
Und so kann man sich entweder zum Teil einer Entwicklung machen, und sie mit gestalten oder sich ins Abseits stellen.

Davon, dass ein solcher Prozess einfach wäre, war nie die Rede.

Schönes Wochenende.
Es grüßt,
das Smamap

Der Zahnarzt – ein Graus

Ich gehöre zu denen, die den Zahnarzt nach Möglichkeit vermeiden.

Zwar nicht im Extrem, weil ich geh schon, aber halt auch nicht mit Begeisterung, sondern eher mit Angst.

Heute war es dann mal wieder soweit.

Wie immer war es so, dass sich dann herausgestellt hat, dass die Angst völlig umsonst war.

Das Nächstemal ist es dann wieder genau das Gleiche. Zuerst Angst …. und dann völlig umsonst.

Aber den Schalter dafür hab ich noch nicht gefunden.

Das Schöne ist, dass die Voraussetzungen beim Zahnarzt immer sehr positiv sind.
Eine angenehme Praxis, nette Menschen dort, und v.a. eine Zahnärztin, mit der ich sehr gut klar komme.
Sie sieht noch dazu ziemlich gut aus …. finde ich. Das ist einfach eine Feststellung, und das darf man ja auch sagen, wenn Mann das so sieht.

Gut, das erspart jetzt nicht die Spritze. Aber es gibt mit Sicherheit Schlimmeres, als eine gut aussehende Zahnärztin. Da würde mir wohl jeder zustimmen.

Und dann noch der ein oder andere Spass während der Behandlung, das macht es schon angenehm. Ich muss jetzt freilich schon dazu sagen, dass beim Bohren der Spass relativ weit weg ist. Und auch beim Spritzen, was manchmal schon ordentlich weh tut.

Am Lustigsten finde ich aber, dass meine Zahnärztin vom Körperwuchs her recht klein geraten ist. Das sagt nix aus, und is auch keine Wertung. Erneut halt eine Tatsache.
Jedenfalls ist es dann immer recht erstaunlich, wenn man am Ende der Behandlung aus dem Behandlungsstuhl aufsteht, und plötzlich einer Zahnärztin gegenübersteht, die man um 2 Köpfe überragt, was einem liegenderweise natürlich gar nicht aufgefallen ist.

Alles in allem gehe ich gern dorthin …. na ja, sofern man das über einen Zahnarzt überhaupt sagen kann.

Besser fände ich, wenn ich die Zähne meines Vaters geerbt hätte, denn DER hatte ziemlich gute Zähne bis ins hohe Alter.

Und so halte ich es mit dem Zahnarzt so ähnlich wie mit dem Sanka oder dem Rettungshubschrauber: Gut, dass es sie gibt, aber am liebsten hat man sie, wenn man sie nicht braucht.

Es grüßt,
das Smamap

Waffenexporte haben selbstverständlich mit Flüchtlingszahlen nichts zu tun

Wieder mal ein interessanter Artikel. Nachzulesen hier

Wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass 2014 Waffenlieferungen im Wert von 6,5 Mrd. Euro genehmigt worden sind, dann wird mir schlecht.
Und das war noch ein „deutlicher Rückgang“ im Vergleich zum Vorjahr!!!

Völlig egal, WAS da an WEN geliefert wird. Letztlich führt das alles nur zur Aufrüstung derjenigen Länder, die  rund um die Empfänger dieser Lieferungen liegen.

Und wer immer noch glaubt, dass die Kriege im Nahen Osten mit selbstproduzierten Waffen geführt werden, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

X bekommt ein U-Boot. Y fühlt sich genötigt, sich seinerseits Flugzeuge und Bomben zu beschaffen. Z hat nicht so viel Geld, aber für Maschinengewehre reicht es ….. und und und

Die Leidtragenden haben lange Jahre ausgehalten, und sich dann irgendwann in Bewegung gesetzt. Welches Leid die Bevölkerung dort aushalten muss, das ist für uns unvorstellbar. Bisher war das alles weit weit weg. Und jetzt kommt es zu uns

Aber selbstverständlich „sieht die Bundesregierung keinen Anlass zur Besorgnis“ wegen der jetzt wieder gestiegenen Rüstungsexporte.

Gleichzeitig wird im Kabinet darüber beraten, wie man die abgelehnten Asylbewerber möglichst schnell wieder außer Landes bringen kann (Vorschlag dort: Mit Transall-Maschinen).

Wenn sie dann wieder zurück sind, werden sie wieder mit den dort befindlichen Waffen beschossen, bebombt oder sonstwie massakriert.

Die Logik eines Staates, der WIR ALLE SIND.

Grad im Moment heißt es im Radio wörtlich: „Die ganze Welt ist ein Irrenhaus“.

Es grüßt,
das Smamap

Ich war noch niemals in New York …….

Im Moment scheint in den Blogs, denen ich folge grad das Thema „Fliegen“ großen Anklang zu finden.

Und in einem Beitrag kam da auch New York drin vor.

Ich hätte da auch was zum Besten zu geben 😉

Woraus sich ergibt, dass das gelogen wäre, dass ich noch niemals in New York war.

Irgendwie war ich tatsächlich noch nie so wirklich dort. Aber auf dem Flughafen schon. So beim Umsteigen. Ist zwar schon reichlich 20 Jahre her, und ich muss jetzt schon sagen, nur mal schnell beim Umsteigen stimmt auch nicht so ganz.
Weil das Umsteigen gestaltete sich damals eher etwas schwierig. Wir hatten nämlich jede Menge Zeit. Dachten wir so. WIR, das waren meine damalige Frau, unser Erstgeborener, seine Großeltern und ich.
Also raus aus dem Flieger, der uns dorthin gebraucht hatte, und erstmal die Lokalität aufgesucht, die es brauchte, um Junior zu wickeln.
Das dauerte seine Zeit, weil das Etablissement war natürlich am anderen Ende des Flughafens. Endlich dort angekommen, und junior gewickelt, vernamen wir sodann unseren Namen über Lautsprecher. Mein Englisch war damals ziemlich gut, und so konnte ich ohne Probleme erfahren, dass wir schon ein paarmal ausgerufen worden waren, und wir mögen uns doch am Boarding-Schalter melden.
Also hoppla hopp, die Beine in die Hand genommen, bzw. Junior, und los gelauffen. Schließlich wollte man ja mit, mit dem Flieger Richtung München.

Endlich am Schalter angekommen, die Lunge auf dem Boden, stellte sich raus, dass es nur darum ging, dass wir die  Einzigen waren, die sich noch nicht gemeldet hatten, und wir deswegen ausgerufen worden waren. Es wäre gar nicht so dringend gewesen, weil das Flugzeug habe eh Verspätung. So saßen wir also da, pumpten wie die Maikäfer, und wussten nicht so recht, ob wir uns freuen sollten.

Eine halbe Stunde später rollte das Flugzeug ans Terminal. Wir wurden aber gleich darüber informiert, dass es sich noch etwas hinziehen würde, weil sich der Abflug wegen eines Defekts am linken Triebwerk noch etwas verzögern würde.

So sahen wir also dann etwa 1 Stunde den Mechanikern dabei zu, wie die das Triebwerk entkleideten, und sich an den Innereien zu schaffen machten. Wieder wussten wir nicht so recht, ob wir uns darüber freuen sollten.

Die Vorstellung, stundenlang mit einem reparierten Triebwerk, über nichts als Wasser unterwegs zu sein, wollte mich nicht so recht aufheitern. Auch die offensichtliche Tatsache, dass das Flugzeug 3 Triebwerke hatte, konnte mich nicht so wirklich in einen ruhigen und zufriedenen Menschen verwandeln.

Als wir dann endlich an Board waren, hieß, der Abflug werde sich verzögern, weil wegen des sich entwickelnden Unwetters (es regnete mittlerweile heftig, inkl. Blitz und Donner), seien die Start- und Landesbahnen mittlerweile gesperrt.

Wieder eine halbe Stunde später hieß es, eine Bahn sei nun wieder offen, aber wegen des großen Staus an abfliegenden Flugzeugen, und deswegen, weil diese Bahn parallel auch als Landebahn benutzt würde, wäre mit weiterer Verspätung zu rechnen.

Es ging dann im Schneckentempo voran, und wie wir dann in der Nähe des Beginns der Startbahn waren (ich hatte einen Fensterplatz), konnte ich das so mitverfolgen, wie sich ein Flieger nach dem anderen langsam in die Startbahn schob, und nach kurzer Pause sich auf den Weg machte. Zwischendrin landete immer ein Flugzeug, bevor dann wieder das nächste starten konnte.

Und dann endlich, waren WIR dran.

Ich realisierte, wie unser Flieger so auf die Startbahn einschwenkte, sah aus dem Fenster, und bemerkte aus der Ferne das sich nähernde Flugzeug, das da jetzt landen wollte.

PLUMPS …. war mein Herz in der Hose.

Nie im Leben würde das gut gehen. Viel zu nahe war der Flieger schon. Ich sah uns schon …… ach was weiß ich, was ich sah.
Jedenfalls stand unser Flieger noch gar nicht auf der Startbahn, war noch mittendrin beim Einschwenken, und da gab der Pilot schon Vollgas. Frei nach dem Motto: Ätsch bätsch, bin schneller wie du.

Ich war ja damals schon etliche Male geflogen, aber SOWAS hatte ich noch nie erlebt. Nix von wegen stehenbleiben, Flugzeug ausrichten, Triebwerks- und Bremsentest. Nö, halbwegs auf die Bahn und ab durch die Mitte.

Ich glaube, ich brauchte die Hälfte des Fluges, um mein ganzes System wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Der Einzige, den das überhaupt nicht interessierte, war Junior. Der lag vor uns auf dem Boden der Flugzeugkabine, weich gebettet auf diversen Decken, und schlief den Schlaf des Gerechten.
Die Stewardess sah das zwar, und man sah ihr an, dass sie von Berufs wegen hätte etwas sagen müssen, aber sie betrachtete kurz Junior, nickte mit einem Lächeln und fragte nur, ob sie etwas für uns tun könne.

Ich werde diesen Flug nie vergessen ……

Und EIGENTLICH war ich noch niemals in New York.

Es grüßt,
das Smamap

Eine schöne Zeit ….

Wie früher schon hie und da, habe ich in den letzten Tagen öfter mal an die Zeiten gedacht, die ich vor vielen Jahren ziemlich unbeschwert zum Teil bei meinen Großeltern verbrachte. Am Starnberger See.

Einmal hab ich letztens sogar davon geträumt.

Scheinbar haben diese Zeiten, v.a. während meiner Kindheit bis zur beginnenden Jugend, einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Man fragt sich natürlich schon, warum sich die Erinnerung an diese Zeiten immer wieder einstellt.

Ja, es war eine unbeschwerte Zeit. Unbekümmert. Und es war eine glückliche Zeit. Völlig ohne Frage. Vll vermisst man Zeiten dieses Charakters, und erinnert sich deshalb.

Diese Unbeschwertheit und Unbekümmertheit, die sieht man „damals“ als normal. Und es war, mir zumindest, damals nicht klar, dass es Zeiten dieses Characters niemals wieder geben würde.

Da reihte sich damals ein Tag an den anderen. Über Wochen hinweg. Jeder Tag so schön, wie der andere. In der früh stand die Sonne am Himmel, ich hatte den Blick runter auf den See. Das Handtuch geschnappt, rein in die Badehose, und die paar Hundert Meter zum See runter.

Wie ich schrieb: Ein unbeschwertes Leben, in einer ländlichen Gegend, unter Freunden, mit den Großeltern, die sich um einen sorgten; ständig immer wieder Erlebnisse, die man als junger Mensch begierig wie ein Schwamm aufsog.

Vll stellt sich im Lauf der Jahre immer mehr die Erkenntnis ein, dass eine solch glückliche Zeit nie mehr wieder kommen wird. Vll erkennt man dies auch daran, dass die Welt immer komplizierter wird, und damit auch die Probleme mit denen man es zu tun hat.

Und es könnte sein, dass sich von da her das Gefühl einstellt, man sollte langsam mal beginnen, darüber nachzudenken, wie man es bewerkstelligen kann, nochmal eine Zeit zu erleben, die wenigstens annähernd an diese Zeit von damals herankommt.

Falls das so ist, dann hätte das sicherlich auch damit zu tun, dass sich immer wieder Erkenntnisse/Erlebnisse/Befindlichkeiten einstellen, die einem sagen, dass das Leben nicht unendlich ist, und es deshalb Sinn macht, mit solchen Überlegungen dann zu beginnen, wenn man in aller Regel noch genügend Zeit dafür hat….für solche Gedanken, und auch für die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Gewusst hat man das ja schon immer, dass das Leben endlich ist. So rein rechnerisch. Aber irgendwann fängt man auch an, das zu empfinden, dass es so ist.

Meine Eltern und meine Großeltern, sind, grob gesagt, etwa 75 Jahre alt geworden. Somit hätte ich also noch etwa 20 Jahre Zeit, mein Leben, im Rahmen meiner Möglichkeiten, so zu gestalten, dass ich unter dem Strich sagen kann: Es war schön!
Maßgeblich, für diese Beurteilung, wird dann mal wohl der Blick auf das Gesamte sein. Und möglicherweise ist dieses „Gesamte“ noch nicht so, wie es sein sollte.

Es grüßt,
das Smamap

Die dämlichsten Ausreden

MODEPRALINE (s.u.) hat mir heute ein Kompliment zu einem guten Kommentar zukommen lassen. Ich dachte, dass ich meinen Kommentar dann ruhig als Beitrag publizieren könnte. Gesagt, getan. Um ihn wirklich zu verstehen, wäre es ev. notwendig, zuerst MODEPRALINE’s Beitrag unten zu lesen …….

Mein Kommentar dazu war dann:
Ich hab mir schön öfter überlegt, ob es nicht wesentlich besser wäre, wenn die Menschen DAS sagen, was sie tatsächlich denken, und nicht aus einer Haltung heraus, die damit zu tun hat, dass man den anderen nicht “verletzen” möchte, dann “Umwege” wählen. Ev. hat das ja mit unserer Entwicklungsgeschichte zu tun, frei nach dem Motto, wenn ich dem anderen “Schaden” zufüge, dann muss ich mit entsprechender Reaktion rechnen. Also hat der Mensch eine Grundhaltung, die etwa sagt: Wenn ich vom anderen etwas einfordere, ohne Gegenleistung, dann wird er mich bestrafen, damit ich das nicht mehr tue. Ich weiß, etwas seltsam der Gedanke, aber viele unserer Verhaltensweisen kommen aus uralten Verhaltensprogrammen, und das macht es uns wohl so schwer, uns vernünftig zu verhalten.
Aber der Mensch hat ja die Möglichkeit, über seinen Schatten zu springen, so schwer es auch fällt, und das alte Programm beiseite zu schieben.
Und so könnte der Kunde auch sagen (und das auch so meinen): Sie haben mich toll beraten, nur, um ehrlich zu sein, muss ich sagen, dass ich das Geld eig nicht habe. Ich werden also dann nochmal kommen, wenn es besser aussieht.
Und der Verkäufer könnte sagen: Das finde ich jetzt nicht so toll, aber besser noch, Sie sprechen das ehrlich aus, und ich bekomme das Geld dann tatsächlich.
Es ginge, das so zu handhaben, ohne die Regeln des Anstands zu verlassen.
Und so gäbe es viele Verhaltensweisen, die man mit Wohlwollen, etwas nachdenken, und sich selbst etwas zurücknehmen, verändern könnte, speziell in der heutigen Zeit.

Einkaufen die 357ste (eine Sammlung von Erlebnissen)

Es ist immer wieder erfrischend wie herrlich doch der Tiergarten des Herrn ist.

Man kann dies beim Einkaufen immer wieder auf’s Neue feststellen.

Es geht schon los, beim Vorfahren am Supermarkt. Am Liebsten würde Mancher direkt reinfahren, und quasi die Gaben direkt über’s Fenster ergattern.
Ok, geht nicht. Aber ein Parkplatz so direkt vor dem Eingang wäre dann schon schön.
Und hat man einen erspäht, dann sollte der Einkäufer, der eben aus dem Supermarkt kommend, richtung Auto wandelt, seine Augen ganz weit offen haben, denn in Abwägung eines „super“ Parkplatzes, erscheint manchen die Sicherheit von Fußgängern eher zweitrangig.

Anders getrimmt ist der Autofahrer, der in Ermangelung entsprechender Abstandshalter einfach mal stehen bleibt, wenn 20 Meter voraus jemand aus der Parklücke stößt. Könnte ja was passieren. Das Extremum solcher Verhaltensweisen ist dann schon mal ein Rückstau bis auf die Hauptstraße hinaus.

Deswegen, und natürlich auch aus dem Grund, dass ich kein Auto mehr mein Eigen nenne, geh ich mittlerweile gerne zu Fuß einkaufen. Bis andere einen Parkplatz erkurvt haben, stehe ich mit meinem Einkaufswagen schon in der Obstabteilung.

Halt! Ich vergaß, dass auf dem Weg dorthin ja noch die Rückgabeautomaten für die Plastikflaschen herumlungern. Manchmal ist keiner da, und man kann seine 10 Flaschen quasi direkt in den Höllenschlund stopfen. An anderen Tagen scheinen all Diejenigen ein Kaffeekränzchen vereinbart zu haben, die säckeweise Flaschen abzugeben haben. Also geht man dann erstmal einkaufen.

Im Markt, da gibt es verschiedene Typen. Einmal den Rumpler. Der rumpelt nur so durch Markt, wohl weil draußen jemand mit der Stoppuhr steht, und prüft, ob der Einkauf in neuer Rekordzeit erledigt wurde.
Dann gibt es den Schlenderer (zu welchen ich gehöre). In aller Gemütsruhe wandelt dieser durch den Markt, sieht sich dieses und jenes an, schlendert durch die Gänge, und versucht den innernen Einkaufszettel abzuarbeiten. Dergestalt, dass einem die Einkaufsregale schon sagen, was man braucht.
Und natürlich gibt es auch noch den Meckerer. Der meutert von vorne bis hinten. Zunächst, weil er keinen Parkplatz bekommen hat. Damit meint er natürlich, dass er nicht direkt vor der Türe parken konnte, denn einer der 200 Parkplätze war mit Sicherheit frei. Dann ist es natürlich so, dass alles das, was er braucht, nicht da ist, was selbstverständlich eine Unverschämtheit ist, und nur für ihn so gehandhabt wurde. Von den 30 Artikeln, die schon in seinem Einkaufswagen schlummern, spricht er natürlich nicht. Und selbstverständlich ist es ein Wahnsinn, was schon wieder alles teurer geworden ist. Und überhaupt, die Massen von Leuten, die wieder mal einkaufen sind. Dass er zu dieser Masse gehört, sieht er natürlich nicht. Aber der nächste Wahnsinn wartet schon auf ihn; nämlich an der Kasse. Denn wieder einmal ist da keine Kasse, die extra nur für ihn öffnet, damit er ohne Zeitverzug zahlen kann. Wenn sich ein solcher Meckerer vor mir an der Kasse ausgiebig darüber ausläßt, dann habe ich immer den Spruch parat „wer keine Zeit hat, der darf nicht einkaufen gehen“.

Letztere sind dann auch die Leute, die sich über die Heerscharen von „Idioten“ auslassen, die heute alle auf der Autobahn unterwegs sind (ich denk mir dann immer „und DU mittendrin“; mein Exschwiegervater war ein solcher).

Aber wir waren ja im Supermarkt.

An der Kasse, dass ist ohnehin immer ein schönes Bild. So Manche stapeln ihre Waren geometrisch exakt auf dem Band. Jeder qcm muss ausgenutzt werden. Und wehe es liegt kein Begrenzer dort, wo er hingehört. Am liebsten würde er das ganze Band ablaufen, und für die exakte Abgrenzung der Kundenbereiche auf dem Band sorgen. Muss schon alles seine Ordnung haben.

Ich mache mir immer einen Spass daraus, meinen Einkauf, mit etwas Abstand zum Vordermann, auf dem Band zu plazieren, um dann darauf zu warten, wie lange es wohl dauern wird, bis der Vordermann sich mir gegenüber abgrenzt. Aber vll hat das ja auch damit zu tun, dass die Kassiererin vermutlich blöd ist, und das nicht merken würde. Wie gesagt …. muss schon alles seine Ordnung haben.

Und wenn dann diejenigen, die ihren Parkplatz direkt vor der Hütte gefunden hatten, alles im Auto verstaut haben,  dann braucht es mitunter Ewigkeiten, bis sie ihre Luxuskarre wieder aus dem viel zu engen Parkplatz rausmanövriert haben.
In der Zwischenzeit habe ich mich mit Rucksack und Tasche schon längst auf den Weg gemacht.

….. wenn ich nicht noch beim Bäcker für einen Cappuccino hängengeblieben bin.

Es grüßt,
das Smamap

SORRY !!!!

Sollte mir heute irgendwas durch die Lappen gegangen sein, so bitte ich um Nachsicht. Ich musste mein System komplett neu aufsetzen. Somit sind einzelne Mails u.U. nicht angekommen.

Es grüßt,
das Smamap