Ohne Auto – mein Einjähriges

Vor etwa einem Jahre hatte ich den Entschluss gefasst, mein Auto abzuschaffen.

Das hatte diverse Gründe. In der Reihenfolge ihrer Wesentlichkeit: Gesundheit, Kosten, Umwelt.

Um es kurz anzureissen, schien es mir nicht mehr verantwortbar, mich im Straßenverkehr mit einem Auto zu bewegen, ich kann es mir zudem nicht mehr leisten, und auch der Umwelt gegenüber nicht mehr verantworten.

Warum auch immer, ich lebe also seit ca. einem Jahr ohne Auto.

Gut, ich gebe zu, manchmal bin ich Chauffeur, und fahre eine Bekannte mit ihrem Auto zu Terminen, und verbinde damit dann auch immer eigene Erledigungen (z.B. Wertstoffhof, „gewichtige“ Besorgungen).
Aber ansonsten, alles ohne Auto.

Und was soll ich sagen …… es funktioniert!

Es braucht natürlich ein paar Voraussetzungen, so dass es nicht für jedermann eine Lebensweise sein kann.
MEINE Voraussetzungen sind …… leben in einer Kleinstadt, Anbindung an den ÖPNV, Fahrrad, einigermaßen gut zu Fuß, als Single leben.

Und so habe ich Arzt, Supermarkt, Bäcker, Metzger, Apotheke, Physioterapeuth, Baumarkt usw usf alles fußläufig im Umkreis von 1 KM erreichbar.

Ich kann mir alle meine Notwendigkeiten so einrichten, dass ich nach und nach die Dinge erledigen kann, die anstehen. Nichts muss SOFORT sein.

Und so Manches lässt sich heute über das Internet erledigen, so dass ich z.B. die Beschaffung eines Kühlschranks vor ca. einem 3/4 Jahr komplett darüber abgewickelt habe.

Die Ausrede, dass ich für dieses und jenes ein Auto benötige, gibt es nicht mehr.

Die Effekte:
Ich spare pro Monat etwa 100 bis 150 € an Ausgaben (was auch beinhaltet, dass ich mich nicht mehr nötigen lassen muss, haufenweise Geld rauszuschmeissen für Sprit und Steuer etc etc, und dabei mit dickem hals zusehen muss, wie mir das Geld absolut unverschämt aus der Tasche gezogen wird).
Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich damit KEIN Gramm CO2 mehr aus dem Auspuff blase und auch sonst die Umwelt nicht mehr mit einem Auto belaste.
Und es ist auch ein gutes Gefühl, das Risiko auszuschalten, dass mir meine Gesundheit mal einen Streich spielt, und ich andere damit gefährden würde.

Und manchmal ist es sogar lustig, wenn ich Autofahrer beobachte:
Der eine regt sich fürchterlich auf hinter dem Steuer, wegen nichts und wieder nichts. Die Meisten fahren als Einzelfahrer durch die Gegend, mit einem riesen Auto, in dem eben nur ein einziger Mensch sitzt. Gleichzeitig fahren, mal abgesehen von den Schulzeiten, fast leere Buse durch die Gegend. Ein Verkehrskonzept sieht für mich anders aus.

Ich mache in Gesprächen die Erfahrung, dass sich die Ansichten langsam aber stetig ändern. Aber es braucht Zeit. Und solange Autofahren immer noch so billig ist, v.a. auch bei den massiv gesunkenen Spritpreisen, wird es noch sehr lange Zeit dauern, bis hier mal ein weitergehendes Umdenken statt findet.
Aber das Bewußtsein ändert sich. Es ändert sich langsam, denn Industrie und Staat haben natürlich ein Interesse daran, alles SO weiterlaufen zu lassen wie bisher. Aber es ändert sich.

Mal ein Gedankenexperiment:
Angenommen, nur mal angenommen, Autofahren wäre TOTAL kostenlos. Zunächst! Also man bekäme ein Auto hingestellt, müsste keinerlei Steuern, Sprit, Instandhaltung zahlen. Einmal im Jahr aber, wird die Fahrleistung abgerechnet, nämlich, so wie das jetzt sich auch rechnet, mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer. Der klassische Autofahrer, der im Monat 1000 KM fährt, müsste dann schlappe 3.600 € auf den Tisch legen. Jahr für Jahr.

Das komische daran ist, dass das jeder Autofahrer macht. Der eine mehr, der andere weniger. Eben nicht auf einen Schlag, sondern KM für KM für KM.

Es braucht ein Umdenken. Und es braucht Konzepte. V.a. im ÖPNV. Andere Länder machen es uns vor.

Und immer mehr Menschen, so zumindest meine Erfahrung, denken zumindest darüber nach, und lassen das Auto immer häufiger stehen.

Zumindest ein Anfang.

Es grüßt,
das Smamap

Das typische Klimpern

Nein nein, nicht etwa irgendwelche Münzen. Oder gar die Augen der Schönheiten (oder die sich dafür halten).

Gemeint ist das typische Geräusch, das ein Radmuttern-Kreuz verursacht, wenn es auf den Boden fällt.

Und das ist jetzt wieder vermehrt überall zu hören, wenn die Menschen, vorzugsweise die Autofahrer, die Schlappen wechseln. Also die Winterreifen gegen die Sommerreifen.

Gemeinhin sagt man ja, Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern.

Das ist ein Thema, das mich nicht mehr berührt …. weil nix Auto, nix Reifen.

Mir wird anhand dieses Geräusches wieder einmal klar, von wie vielen Notwendigkeiten ich mich, mit der Abschaffung des Autos, befreit habe. Auch in finanzieller Hinsicht.

Und so reduziert sich für mich, das „Wechseln der Schlappen“, auf das Auswechseln des bevorzugten Schuhwerks. Obwohl ich damit noch etwas warten werde, denn angesichts der heutigen 4 Grad kann ich die Winterschlappen sicherlich noch einige Tagen vertragen (im 2-fachen Sinn des Wortes).

Es grüßt,
das Smamap

Ein typischer Samstag vormittag

Der ist natürlich von allgemeiner Wichtigkeit und sollte deshalb von jederman wahrgenommen werden. Also schreibe ich ihn hier für die Welt nieder.

Habe es mir zur Angewohnheit gemacht, meinen Wecker am Wochenende auszustellen. Also habe ich ihn heute nicht gehört.
Sonst ist es so, dass ich den Wecker (=Smartphone; wie funktionierte das bloß früher?) weit weg lege, damit ich nicht, gaaaaanz aus Versehen, auf den Ausschalter komme, und mich später dann wundere.
Heute lag der Wecker auch weit weg, und trotzdem habe ich ihn nicht gehört.

Mein Wecker ist am Samstag immer der Parkplatz des nebenliegenden Marktes. Dorthin geht nämlich mein Schlafzimmerfenster raus. Nach etlichen zugeschlagenen Kofferraumdeckeln wache ich dann also in der Regel auf. So auch heute.

Stand also auf, wackelte zur Dusche, nachdem ich die Ventilation auf Stufe 10 gestellt hatte (=Schlafzimmerfenster ganz aufgerissen).

Nach Duschen und Rasieren zeigte mir ein aufmerksamer Blick in den Spiegel, dass ich mich SO sehen lassen konnte.

Dann in aller Ruhe gefrühstückt. Fällt bei mir zur Zeit immer kurz aus, weil ich seit einiger Zeit praktiziere, dass es nicht viel gibt. Dazu kommt, dass das Mittagessen jetzt meist ausfällt.
Der geneigte Leser mag daraus entnehmen, dass eine reduzierte Nahrungsaufnahme erfolgt, weil die Waage etwas anzeigt, womit ich nicht so ganz einverstanden bin.

Da fällt mir ein, dass ich unterschlagen habe, dass ich vor dem „zur Dusche wackeln“ immer erst noch woanders hin wackle, um eventuelle Reste zu entsorgen, die es dann der Waage ermöglichen könnten, einige Gramm weniger anzuzeigen.

Nach dem Frühstück, mal schnell an PC gesetzt (was eig gelogen ist, weil es ist ja kein herkömmlicher PC mehr, sondern eine Himbeere; was aber dann doch wieder stimmt, weil PC heißt ja ausgeschrieben „Personal Computer“, und die Himbeere ist ja durchaus solches).

Während ich da saß, lief nebenbei der Radio (was ja eig DAS Radio heißen muss). Und plötzlich hieß es „10 Uhr, hier sind die Nachrichten“. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. ZEHN UHR??? Das konnte doch gar nicht sein. Ich war doch zeitig aufgestanden.
Mir fiel ein, dass ich nach dem Aufstehen nicht auf die Uhr gesehen hatte. Es hätte also durchaus auch 6 Uhr sein können. Was aber auch weder nicht geht, weil um 6 wär es noch dunkel gewesen.

Egal.

Also mal kurz in die Ausgehklamotten gehüpft (was funktioniert, wenn das Aufstehen schon eine Weile zurückliegt), und mich nach draußen begeben.

Ich entschied alles zu fuß zu erledigen. Alternative wäre Fahrrad gewesen (Auto hab ich ja keins mehr). Aber bei 3° C war mir das zu kalt.

Ich entschied, zu dem Markt zu wollen, der etwa 2 KM entfernt ist. Dort wo ich hauptsächlich einkaufe, das wären nur 500 Meter, aber mir war heute nach Laufen.
Außerdem hatte im Baumarkt dort draußen eh was zu erledigen.

Gottseidank war ich so schlau, meine Mütze mitzunehmen. Wenn man nur noch wenig Haare hat, dann lehrt einen die Erfahrung, dass die Wärmedämmung dann zu wünschen übrig lässt. Ich möchte hier ganz offiziell dem Erfinder einer solchen Kopfbedeckung danken, und zwar im Namen aller Kopf-wenig-Behaarten.

Zu einer dickeren Jacke hatte ich mich ja schon vor einer Woche durchgerungen, so dass ich also heute relativ warm von meinem Ausflug wieder zurück kam.

Besonderes gab es dort nicht zu erleben. Wahrscheinlich waren so sämtliche Spaßvögel noch zuhause. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nicht mal jemand da war, der an der Kasse fein säuberlich seine Sachen stapelte, und genau darauf achtete, dass seine Sachen auch  durch Begrenzungen gegenüber den anderen Einkäufern abgetrennt waren.

Aber halt, EINS war dann doch. Fällt mir ein, weil ich von „Spaßvögeln“ redete: Den Vogel hatte nämlich jener Audi-Fahrer abgeschossen, der mit 75 in die 30-er-Zone einfuhr (zu sehen auf der inoffiziellen Geschwindigkeitsuhr, die dort stand). Aber nein, es waren nur 73, um der Wahrheit die Ehre zu geben.
Aber dem wirds wurscht gewesen sein, und Tote gab’s keine.

Als ich dann wieder zurück war, stellte ich fest, dass ich nun auch zum erlauchten Kreis derjenigen gehöre, die samtags ein Paket an Werbeprospekten in den Briefkasten geworfen bekommen.
Scheinbar hat der Zusteller gewechselt (jedenfalls sah ich einen auf meinem Rückweg, den ich nicht kannte), und so kann ich nun auch jeweils am Wochenende, die Prospekte durchsehen, um ev. Angebote zu erspähen.
Ich muss sagen, ich sehe das durchaus positiv. Mittlerweile habe ich die Preise im Kopf (zumindest für das, was ich so brauche). Und so kann ich schon abschätzen, ob es etwas irgendwo günstiger gibt. Mein Vorteil: Ich kaufe nur das, was ich wirklich benötige, und zudem habe ich kein Auto, was mich dazu verleiten könnte, für 2,50€ Fahrtkosten irgendwo hin zu fahren, um etwas zu kaufen, was es dort um 20 Cent günstiger gibt. Bei mir geht es nur zu Fuß.

Und nachdem ich das jetzt fertig geschrieben habe, kommt just in dem Moment die Sonne raus und spiegelt sich in meinem Bildschirm.

Also „Ende im Gelände“.

Schönes We für alle.

Gruß
Smamap

 

WOW !!! Ich habe einen LIKE bekommen

…. und das mitten auf der Straße !!!!!

War mit dem Rad unterwegs. Und plötzlich strahlt mich was an.

Es war eine jener Tempomessanlagen, die einen höflich darüber informiert, wie schnell man unterwegs ist.

Es handelte sich um eine Stelle, an der unmittelbar eine Tempo-30-Zone beginnt.

Mann, was war ich froh, dass ich nur mit

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unterwegs war. Und ich wurde auf dem Display da am Straßenrand auch mit einem Smiley belohnt.
Die beiden Autos vor mir hatten nicht soviel Glück. Denn für 45 und 41 erhielten sie nur ein 🙁

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.

Es grüßt Euch,
das Smamap

Abenteuer hoch 10

Wie schon mal berichtet, ist es durchaus ein Erlebnis, hier bei mir auf der Hauptstraße mit dem Rad zu fahren.

Die emotionalen Gemütszustände, wenn ein PKW so ganz knapp an einem vorbeifährt sind ev. mitunter dazu geeignet, die Blutdruckwerte in neue Regionen emporklettern zu lassen.

Ich dachte immer, es gäbe keine Steigerung dazu.

Falsch gedacht !!!

Nach längerer Zeit fuhr ich heute besagte Straße mal wieder mit dem Rad. „Länger“ deswegen, weil ich „dort draußen“ schon etwas länger nix zu tun hatte, und mich zudem eig darauf eingestellt hatte, dass ich, ob der fortgeschrittenen Jahreszeit, wohl eher nicht mehr mit dem Rad unterwegs sein würde.
Dass es immer noch 10 Grad und mehr hat, so ca. Mitte November, damit rechnet ja keiner.

Jedenfalls war es heute mal wieder soweit.

Und wie ich da also so unterwegs bin, überholt mich ein Sattelzug nach dem anderen. Schon ein außergewöhnliches Gefühl, wenn da so Kolosse mit 20 m und mehr an einem vorbeiziehen. Über den Abstand, den die von einem halten, will ich lieber mal gar nicht reden.

Mann, was war ich froh, wie ich endlich den Punkt erreicht hatte, wo es möglich war, auf dem Geweg zu fahren.

Und wie ich das so überdachte, da wurde mir plötzlich klar, weshalb, ausgehend von der Innenstadt, die ganze Strecke seit einigen Tagen ein absolutes Halteverbot ausgeschildert ist: Dort wo die Straße am Ortsrand in die Bundesstraße mündet, ist gesperrt, weil dort eine Ampel gebaut wird. Deshalb müssen die LKWs zwangsweise ihren Weg durch den Ort suchen, denn anders kommen sie nicht ins Gewerbegebiet, bzw. wieder davon weg.

Keine Frage, dass sich das nicht anders lösen lässt. Das ist Fakt und auch in keinster Weise ironisch gemeint.

Und so werde ich morgen, nachdem mich mein Weg wieder dorthin führt, einen anderen Weg wählen, einfach, wel das Ganze zu gefährlich ist. Noch dazu für jemanden, bei dem es beim Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt ist.

Jedoch kann ich jedem, der einmal einen Streßtest für Herz und Kreislauf machen will, nur empfehlen, auf einer relativ engen Hauptstraße, die mit Schwerverkehr ausgestattet ist, mal ein ganzes Stück mit dem Fahrrad zu fahren.

Wirklich ein Erlebnis.

Eine Vermutung möchte ich allerdings schon äußern: Wie die Strecke mit absolutem Halteverbot versehen wurde, da hat mit Sicherheit niemand dran gedacht, die Strecke für Radfahrer zu sperren, weil zu gefährlich. Ev. auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass in der Umgebung etliche Schulen angesiedelt sind.
Und so werde ich anschließend wohl noch ein Fax zum Thema an die Stadtverwaltung schicken, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Denn wenn erst was passiert ist, dann brauch ich es nicht mehr schicken.

Alles Gute,
Euer Smamap

Busfahren leicht gemacht :)))))

Er stand an der Bushaltestelle und wartete.

Lt. Plan sollte der Bus um 17:42 kommen.

Er war froh, dass er die zu erledigenden Dinge rechtzeitig zuende gebracht hatte. SO rechtzeitig, dass er sogar schon 20 Minuten vor der „planmäßigen Abfahrt“ (wie das immer so schön hieß), an der Haltestelle eintraf.

Die Busverbindungen hier auf dem Land waren dünn gesäht, aber immerhin, es gab sie. Und so war er froh, dass er die 5 KM nicht zu Fuß gehen musste, noch dazu bei der Kälte, sondern der Bus ihn zumindest bis zu seinem Wohnort fahren würde. Die verbleibenden 500 Meter bis zu seiner Haustüre, würden dann keine große Sache mehr sein.

Und so wartete er, an die Stange des Haltestellenschildes gelehnt, ohne sich vom Fleck zu bewegen. Minute um Minute verrann. Es wurde 17:30, dann 17:35, dann 17:40, und schließlich 17:45.

Na ja, dachte er sich …. etwas Verspätung ist ja kein Thema.

Als es schließlich 17:50 wurde, begann er sich Gedanken zu machen. Um 17:55 glaubte er nicht mehr so recht daran, dass der Bus noch kommen würde.

Und so machte er sich zu Fuß auf den Weg, und ging die Straße entlang, die der Bus normalerweise fahren würde. Doch an diesem Tag tat er das nicht.

Abends, als er dann so gegen 19:00 Uhr zuhause angekommen war und dann was gegessen hatte, schrieb er eine eMail an den Busbetreiber, um sich zu erkundigen, ob er ev. den Plan falsch gelesen hatte. Er hatte nämlich vor, künftig das ein oder andere Mal diese Buslinie zu nutzen, und da wäre es schon sinnvoll gewesen, sich sicher zu sein, was den Busfahrplan anbetraf.

Die Antwort, die er dann erhielt, erstaunte ihn sehr. Ihm wurde erläutert, dass der Bus sehr wohl an der Haltestelle vorgefahren wäre. Das sei auch mittels der aufgezeichneten GPS-Daten nachweisbar. Nachdem die Daten nicht manipulierbar seien, stünde fest, dass der Fehler nicht beim Busbetreiber liege.

Und so stand er also da, und musste sich sagen lassen, dass nur noch das zählt, was datenmäßig festgehalten ist, und dass das eigene Erleben nicht mehr zählt.

Er empfand es zudem als traurig, dass man nicht einmal den Versuch gemacht hatte, auf seine Schilderung einzugehen, und SO eine Möglichkeit zu finden, dass DOCH sein kann, was nicht sein darf.

Er hoffte, dass dies ein Einzelfall bleiben würde, denn schließlich hatte er versprochen, in der Winterzeit bei einer Freundin Schnee zu räumen, wenn dies erforderlich wäre, um dann hinterher mit genau dieser Buslinie wieder nach Hause zu fahren. Zu Fuß nach Hause zu gehen, wäre dann unmöglich. Da würde ihm, genauso wenig wie jetzt, auch kein GPS weiterhelfen.

Eine Geschichte, wie aus dem richtigen Leben.

Es grüßt,
das Smamap

Funktioniert doch !!!

Ohne Auto, das geht doch gar nicht, heißt es immer.

Jeder Tag ist für mich ein Tag, der zeigt, dass es doch geht.

Heute z.B. musste ich zum Zahnarzt. Machte ich zu Fuß.
Dann wollte ich kurz was im Supermarkt besorgen. Erledigte ich mit dem Rad (das Eingekaufte hatte im Rucksack platz).
Dann brauchte ich noch Pflanzerde. Der Getränkemarkt nebenan hatte einen 20-Liter-Sack für 1,15€ zu verkaufen.
Den größeren Pflanztopf dazu bekam ich 500 Meter weiter im Blumengeschäft.

Noch vor einem halben Jahr hätte ich all das mit dem Auto erledigt. Wäre etwa 6 KM damit gefahren. Die Fahrerei hätte mich ca. 1,80 € gekostet. Vermutlich noch mehr, weil ich für die Pflanzerde dann noch extra zu OBI gefahren wäre. Damit wären es 10 KM geworden, und ca. 3 €.
SO hab ich dabei auch was für meine Gesundheit getan, für die Umwelt, und für einen Teil der 3 € hab ich mir heute eine halbe Stunde Zeit genommen, und mir einen Cappuccino gegönnt. Draußen …. in der Sonne.

Einzige Voraussetzung für das Alles heute: Ich lebe in einer Kleinstadt.

Ich behaupte, dass jeder das so handhaben könnte, der in einer Stadt wohnt, noch dazu, wenn dort, im Gegensatz zu hier in Oberfranken, die „Öffentlichen“ sehr viel besser ausgebaut sind.
Aber solange die Politik den Individualverkehr derart fördert, wie das bisher der Fall war und ist, wird sich an der Einstellung der Meisten wohl nichts ändern.

Somit bleibt nur die eigenverantwortliche Entscheidung.

In diesem Sinne grüßt,
das Smamap

Einkaufen um halb 12

Ohne Auto geht man logischerweise zu Fuß einkaufen.

Heute mal wieder.

Wie ich gegen Mittag am Supermarkt ankam, da standen auf dem großen Parkplatz geschätzt 100 Autos. Ich dachte mir so, wenn man mal annimmt, dass jedes Auto 20.000 € wert sei, dann stand da also ein Gesamtwert von 2.000.000 € rum. Ganz schön heftig.

Heftig auch die Vorstellung, dass 100 Auto aus allen Himmelsrichtungen sich in Bewegung setzen, um sich dort auf dem Parkplatz zu treffen. Interessant wäre ja mal, wie viele Autos da den ganzen Tag über insgesamt vorfahren.
Ich schätze mal ca. 1.000.

Mir fiel da wieder ein, wie ich in meiner Jugend, während der Sommerferien, immer bei meiner Großmutter am Starnberger See ein Mal wöchentlich mit dem Fahrrad mit ihr in den nächsten größeren Ort startete, um dort die Lebensmitteleinkäufe zu erledigen. Jeder hatte am Rad 2 Satteltaschen, in denen die Einkäufe verstaut und derart nach Hause gebracht wurden.

Man würde das heute SO nicht mehr machen, obwohl es gesundheitlich nicht schlecht wäre. Ich gehe da lieber zu Fuß einkaufen, muss das dann halt öfter machen, weil alles auf einmal für mich nicht zu tragen wäre.

Alternativen?
Man könnte sich die Sachen bringen oder schicken lassen!
Ich hab schon mal im Netz geschaut, wo man online bestellen, und sich das per Paket zusenden lassen kann.
Alles eine Frage des Preises. Manche bieten ihr gesamtes Sortiment auch online an, so dass die Artikel genauso kostengünstig eingekauft werden könnten, wie im Markt selbst.
Der Versand kostet natürlich. Aber wenn man mal für jeden gefahrenen KM die notwendigen 30 Cent rechnet, dann rechnet sich das tatsächlich.
Müssten nur genügend viele Menschen das so praktizieren. Dann würden auch die diversen Zuschläge wegfallen (z.B. „Frischezuschlag“).

Ich würde sowas nutzen, denn zum einen bekomme ich zu Fuß nicht alles, was ich benötige, weil mein Discounter hier in der Nähe nicht alles hat, und zum anderen, wenn ein Großteil der Autos, die da unterwegs sind, wegfällt, dann wird da doch erheblich Sprit und Abgase eingespart.
Und sicherlich müsste dann der ein oder andere Markt nicht sein oder zumindest nicht in der Größe. Und die Mitarbeiterzahl baut der Konzern im Lauf der Zeit auch ohne mein Zutun immer weiter ein; wobei der Onlinebereich das ja wieder ausgleichen würde.

Nur mal so gedacht.

Es grüßt,
das Smamap

Damals

DAS
2015-09-25 12.24.22
war mein erstes Auto. Damals, 1979.

Na ja, da muss ich jetzt schon dazusagen, nicht das Auto auf dem Bild, aber SO einer.

War beige.

Ich werde es nie vergessen. Hat mich nie im Stich gelassen. Hatte immer Hammer und Schraubenzieher dabei; das reichte.

Die erste Fahrt, nachdem ich den Führerschein hatte, damals, führte eine Woche später über den Großglockner.

Damals, da gab es noch keine Schadstoffklasse, keine spritsparenden Autos (gibt’s heute auch noch nicht), keine Klimaanlage (d.h. doch, gab´s schon, nämlich die zum Kurbeln), Hi-Fi beschränkte sich auf ein exklusives Radio (in dem es BR3 gab; von Antenne Bayern weit und breit nichts zu sehen … äh hören).

Aber EINS hatte das Auto, was es nie mehr wieder geben sollte: Der Käfer hatte hinten drin einen Ersatzmotor 😉

Damals, wie ich noch ein Auto hatte, und mir niemals vorstellen konnte, i-wann keines mehr zu haben bzw. zu wollen.

… DAMALS

Es grüßt,
das Smamap

Akrobat schöööön

Hab jetzt hier schon länger nix mehr geschrieben. Es gab auch nicht wirklich was zu berichten aus dem Hause „LebenOhneAuto“. Ging alles seinen gewohnten Gang, ohne Besonderheiten.

Heut allerdings hät ich mit dem Rad beinah den ersten Crash gebaut.

Ich machte mich auf den Weg, und wie ich rausging, stellte ich als Erstes mal fest, dass es geregnet hatte. Wohl in der Zeit, in der ich im Bad gewesen war.

Fuhr also los. Und bei mir geht es, lokal, erstmal bergab. Am Ende der „schiefen Ebene“ steht eine Ampel. Deren Grünphase wollte ich noch erwischen, weil dann würde ich auch die nächste Ampel noch erwischen.

Tja, ich hatte allerdings die Rechnung ohne die Straßenlage des Rades gemacht. Die 90° Kurve nach der ersten Ampel wurde seltsamerweise immer weiter, und der Randstein kam immer näher. Ich schaffte es grad noch so eben mit Stillstehen, indem ich am Randstein entlang schlitterte. Dabei kam das Hinterrad hoch, und glücklicherweise nicht zu arg, sonst hätte sich vermutlich der Autofahrer, der auf der Gegenfahrbahn an der Ampel stand, schief gelacht.

Gottseidank fahre ich, so lange ich denken kann, immer schon so Rad, dass ich beim Bremsen beide Bremsen verwende. Aber heute hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Vorderbremse stärker greift, als die hintere.

Was lernt man daraus ????
Langsam fahren !!!!!!!!!!!!!! egal wie grün die Ampel da vorne leuchtet.

Es ist halt so, wie mit dem Auto auch: Die 2 Minuten, die man ev. früher ankommt (WENN man ankommt), mit denen kann man eh nix anfangen.

Es grüßt,
das Smamap