Das Experiment

Es geht um ein Experiment, das eigentlich keines mehr ist, denn ich praktiziere es seit 2 Jahren.

Aktuell wurde es jetzt wieder, weil ich mit einem Bekannten eine Vergleichsrechnung aufmachte.

Es geht, der geneigte Leser kennt mein Steckpferd, um den Stromverbrauch. In diesem Fall um den eines Fernsehers.

Mein Bekannter hat einen Flachbildfernseher mit nahezu riesiger Bildschirmdiagonale. Das Teil hängt in 3 Meter Entfernung an der Wand, um optimalen Seh-Genuß zu erreichen.

Man stelle sich Folgendes vor:
Nämlich einen Trichter, an dessen offenem Ende sich eben jener Flachbildfernseher befindet, und an dessen Spitze das Auge des Betrachters. Soweit so gut.
Weiter stelle man sich vor, man würde jetzt einen relativ kleinen Fernseher dort positionieren, wo er, von der Größe her, in besagtem Trichter hinpasst. Also entsprechend nahe am Betrachter.

Der See-Effekt wäre der Gleiche (gut, das ist jetzt eine Behauptung; allerdings eine, die ich seit 2 Jahren praktiziere).

Wenn man jetzt noch davon ausgeht, dass eben jener relativ kleine Fernseher ein Tablet ist, das seinen Empfang aller Fernsehsender über das Internet realisiert, dann ist der Stand erreicht, den ich real umgesetzt habe.

Also statt ein riesen Teil in 3 Meter Entfernung an die Wand zu hängen, habe ich ein Tablet, das ca. 30-40 cm vor mir steht.

Nachfolgende Skizze mag dies veranschaulichen (man möge den Stil bitte ignorieren 😁)

Experiment

links der Betrachter, rechts der Flachbildschirm, dazwischen das Tablet

Ich hoffe mein Experiment wird daraus deutlich!

Der Witz an dem Ganzen ist jetzt, dass das Gerät meines Bekannten 100 Watt verbraucht. Rechnet man sich das jetzt mal aus, bei 3-4 Std. täglich, so sind das übers Jahr gute 100 kWh, die da durch den Stromzähler laufen.
Dieselbe Rechnung für mein Tablet ergibt ca. 10 kWh.

Die nicht verbrauchten ca. 100 kWh schlagen, je nach Stromanbieter, mit 30 bis 40€ zu buche.

Da hat mein Bekannter ganz schön geschaut.

Kombiniert mit ein paar anderen Maßnahmen (zB ausschließlich LED-Leuchtmittel, stromsparender Kühlschrank etc etc etc), kommen da schnell mal eben 100€ im Jahr zustande. Von dem Gewinn, den die Umwelt davon hat, ganz zu schweigen.

Das Problem: Was macht man am Besten mit 100€, die man übrig hat?

Aber es kommt noch was hinzu, denn ich habe meinen Bekannten, an jenem Tag, völlig frustiert zurückgelassen.
Er meinte nämlich, er hätte ja auch einen Super-Sonder-Nachlass-Auslaufmodell-Preis herausgeschlagen, und das würde die Kosten dann doch wohl wettmachen.
Tja, DEN Zahn musste ich ihm ziehen, denn er hatte zwar statt der normalen 800€ nur 500 bezahlt, aber mit meinen 450€ für das Tablet, mit denen ich ein All-In-One-Gerät (Fernseher, PC, Camera, Radio, Smartphone etc etc) erhalten hatte, konnte er nicht mithalten.

Auch das Argument, dass ich ja neben der Rundfunkgebühr noch den Streamingdienst zu bezahlen hätte, konnte ich ihm nicht überlassen, denn ich bin von Ersterer befreit.

Halt schon ein tolles Experiment, gell 😉

Mein Schwerpunkt liegt da zwar neben dem Geldbeutel va immer auf der Umwelt, aber wenn die Menschen nur über das Geld zum Umweltschonen zu bewegen sind …. BITTESCHÖN!!!! …. HIER wäre eine Möglichkeit.

Na gut, den Arsch muss natürlich jeder selbst hochbekommen; da hilft alles Geld der Welt nichts.

Jedenfalls hatte ich im ersten Jahr, gegenüber meinem Bekannten, ca. 250€ mehr in der Tasche. Dafür hatte ich gerne auf jenes Kunstobjekt verzichtet, das bei ihm an der Wand hängt. Noch dazu, wo ich auch auf sonst nichts verzichten musste.

Allein, das Hirn musste ich dazu aktivieren !!!! (Nix für ungut)

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Noch ein Hinweis (unabhängig vom Thema):
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2 Gedanken zu „Das Experiment#8220;

  1. Das kinoartige Erlebnisgefühl von Großbildschirmen wird weitläufig überschätzt. Um bei mir einem so großen Bildschirm wie bei Deinem Bekannten zuzuschauen, müsste ich bei meiner Nachbarin einziehen und Wände durchbrechen … 😉 Na ja, als Röhrengeräte technisch überholt waren, habe ich mir bewußt einen kleinen Flachbildfernseher zugelegt. Das war schon schwierig wegen dem eingangs erwähnten Größenwahn im Angebot. So habe ich jetzt eine 47 cm Bilddiagonale, die 1,20 Meter vorm Betrachter, mich, steht. Und immerhin hat das Teil die Energieklasse A. Ich kann alles damit machen. Streamen tue ich damit jedoch nicht. Ein Trend, der einfach an mir vorbei geht.

    • Dieses Thema gehört mit zu den Dingen, bei denen sich die Leute am meisten selber bescheissen: Sie meinen sich ein kinoartiges Erlebnis zu bescheren, und sitzen nicht 15 m von einer 10 m-Diagonale weg, so wie im Kino, oder du zuhause (47cm/1,20m), sondern befinden sich 3 m weg, bei 1 m Diagonale (umgerechnet ins Kino wären das 30 m). Und das auch noch zu horrenden Geräte- und Strompreisen). Und mittlerweile kommen die 8k-Bildauflösungen; eine Feinheit, die das Auge schon fast nicht mehr wahrnehmen kann (so ähnlich wie damals die Wahnsinns-Schallplattenspieler, die zu gut fürs Ohr waren)).
      Wobei streamen eig nix anderes is, als die Antenne über die Internet-Dose (ich streame auch hauptsächlich die normalen TV-Sender; Netflix etc geht auch an mir vorbei).

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

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