Anruf eines Bürgers bei der KFZ-Zulassung im Hofer Landratsamt.
B: Bitte eine Auskunft: Gibt es für Schwerbehinderte einen Nachlass auf die KFZ-Steuer?
Z: Ja, gibt es. Da müssen Sie bei der Zulassung den Schwerbehinderten-Ausweis vorlegen.
B: Können Sie mir sagen, wie hoch der Nachlass anteilig ist?
Z: Ja, da müssen Sie den Schwerbehinderten-Ausweis mitbringen.
B: Das wollte ich gar nicht wissen. Können Sie mir sagen, in welcher Höhe sich ein Nachlass generell bewegt? Kommt das auf den Kennbuchstaben an?
Z: Ja, das kommt jetzt schon darauf an, wie hoch die Steuer im Einzelfall ist.
B: Gibt es da keine generellen Prozentsätze?
Z: Ja DA leg ich mich jetzt nicht fest. Da müssen Sie schon beim Zollamt anrufen.
B: Das müssten Sie doch auch wissen! Die KFZ-Zulassung hat das ja bis letztes Jahr selbst alles bearbeitet.
Z: Die Auskunft kann ich Ihnen jetzt nicht geben. Da müssen Sie sich schon an´s Zollamt wenden.
B: Vielen Dank für die umfassende Auskunft. Auf Wiederhören.
Ein Bsp., frei nach dem Motto „Nur ja keine definitive Auskunft geben, auf die man festgelegt werden könnte. Zudem könnte das ja auch Mühe machen“.
Das Motto könnte auch heißen: Wenn der Bürger was wissen will, dann muss er sich schon so verhalten, wie der Behördenmitarbeiter das von ihm verlangt.
Service-Wüste Deutschland.
Das ist ein „Klassiker“ ….
.. ein Klassiker, der immer üblicher wird.
Leider ist es so. Ich bin selbst ausgebildete Verwaltungsbeamtin (über 20 Jahre als solche gearbeitet im sozialen Bereich) und könnte viele Geschichten erzählen, was ich lieber unterlasse!
Es gibt auch andere Beispiele, aber die Bsps. wie ich eins beschrieben habe, sind leider in der Überzahl
So ist es.
ja, das ist die servicewüste deutschland und leider haben manche verwaltungsmenschen die gleichen macken wie viele politiker, sie legen sich nie fest.