Das nennt man Bürgerservice

Anruf eines Bürgers bei der KFZ-Zulassung im Hofer Landratsamt.

B: Bitte eine Auskunft: Gibt es für Schwerbehinderte einen Nachlass auf die KFZ-Steuer?
Z: Ja, gibt es. Da müssen Sie bei der Zulassung den Schwerbehinderten-Ausweis vorlegen.
B: Können Sie mir sagen, wie hoch der Nachlass anteilig ist?
Z: Ja, da müssen Sie den Schwerbehinderten-Ausweis mitbringen.
B: Das wollte ich gar nicht wissen. Können Sie mir sagen, in welcher Höhe sich ein Nachlass generell bewegt? Kommt das auf den Kennbuchstaben an?
Z: Ja, das kommt jetzt schon darauf an, wie hoch die Steuer im Einzelfall ist.
B: Gibt es da keine generellen Prozentsätze?
Z: Ja DA leg ich mich jetzt nicht fest. Da müssen Sie schon beim Zollamt anrufen.
B: Das müssten Sie doch auch wissen! Die KFZ-Zulassung hat das ja bis letztes Jahr selbst alles bearbeitet.
Z: Die Auskunft kann ich Ihnen jetzt nicht geben. Da müssen Sie sich schon an´s Zollamt wenden.
B: Vielen Dank für die umfassende Auskunft. Auf Wiederhören.

Ein Bsp., frei nach dem Motto „Nur ja keine definitive Auskunft geben, auf die man festgelegt werden könnte. Zudem könnte das ja auch Mühe machen“.
Das Motto könnte auch heißen: Wenn der Bürger was wissen will, dann muss er sich schon so verhalten, wie der Behördenmitarbeiter das von ihm verlangt.

Service-Wüste Deutschland.

6 Gedanken zu „Das nennt man Bürgerservice#8220;

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