Das Potential und Kabel Deutschland

Heute mal wieder ein Beitrag aus dem Themenbereich „Technik“ oder „Tips & Tricks“, betreffend das Potential. Genauer gesagt, den Potentialausgleich. Wird etwas länger, aber vielleicht ja für den ein oder anderen interessant.

Der Hintergrund zum Potential

Aktuell habe ich eine Internet-Bandbreite von 25 MBit. Die verschiedenen Anbieter bestätigten mir bisher, das es mehr an meiner Adresse nicht gäbe. Nun hieß es, in meiner Kleinstadt würde mit Glasfaser ausgebaut. Ich empfand schon eine gewisse Freude, wie ich das gelesen hatte. Aber zu früh gefreut; in den Genuss der Glasfaser würden nur jene Stadtteile kommen, die bisher nur sehr geringe Geschwindigkeiten haben konnten. Die Fördermaßnahmen des Freistaat Bayern würden dies so vorschreiben.

Aber, so hieß es, es wäre möglich, mehr als meine aktuell 25 MBit zu bekommen, weil ich über KabelDeutschland einen Anschluss bis zu 100 MBit erhalten könne.

Ich freute mich wie ein Schneekönig, denn Kabelfernsehen, das ich nicht nutze, war ja schon im Haus, also würde es ja keine große Sache sein ….

…. aber ich freute mich nicht lange.

Das Potential und dessen Ausgleich 😉

Denn es stellte sich heraus (der Techniker kam), dass der Anschluss nicht eingerichtet werde könne, weil es seit damals die Vorschrift gäbe, dass für einen Kabelanschluss ein Potential Ausgleich vorhanden sein müsse, er aber keinen solchen finden könne.
Ich hatte zwar keine Ahnung, was das sein sollte, aber der Techniker zog wieder von dannen …. unverrichteter Dinge.

Erstmal machte ich mich schlau, um was es überhaupt geht. In einfachen Worten (die Fachleute mögen mir verzeihen): Gemeint ist die Erdung, also jene Metallschiene, die außen an der Hausmauer ins Erdreich verläuft, und an die sämtliche Hausinstallationen mit angeschlossen sind (Wasser, Strom, Gas, Heizung), damit Überspannungen dorthin abfließen können.

Warum Potential nicht gleich Potential ist

Mein Problem: Diese Schiene war unauffindbar, die Elektrofirma, die das seinerzeit ev. eingerichtet hatte, die gab es nicht mehr, der Hausbesitzer konnte in den Unterlagen nichts finden, und der frühere Hausbesitzer war bereits verstorben, weshalb man den auch nicht mehr fragen konnte. Es war sogar unklar, ob überhaupt ein Potential Ausgleich bestünde.

Doch es gab Licht am Ende des Tunnels: KabelDeutschland erteilte mir die Auskunft, es würde vollauf genügen, wenn ein Erdspieß im Erdreich versenkt würde. Der Techniker würde mit seinem Kabel dann da dran gehen, und SO wäre also dann ein separater Potential Ausgleich geschaffen.
Also wurde flugs die Elektrofirma erstmalig beauftragt, der Erdspieß/Potentail-Ausgleichs-Schiene also installiert.

Somit stand meinen 100 MBit nichts mehr im Wege ….

….. so dachte ich.

Der Techniker erzählt mir dann ganz was anderes: Nein, das wäre SO nicht akzeptabel, und er können nicht verstehen, wie ich eine solche Fehlinformation bekommen hätte. Denn die Vorschrift wäre so, dass es sich um einen echten Potential Ausgleich ALLER Hausinstallationen handeln müsse. Er sei vom Subunternehmer von KabelDeutschland, müsse sich daran halten, sonst bekomme er a) eine auf´s Dach, und b) kein Geld ….. sprach´s und zog wieder von dannen.

Er hatte mir zumindest einen Ansatz dagelassen, wie ich weitermachen könne. Also wieder den Elektriker gerufen, damit dieser alles durchmesse. Dies ergab, dass der Potential Ausgleich vorhanden ist. Er installierte neben dem Sicherungskasten der Elektroinstallation einen Anschluss, so dass der Internet-Techniker sich daran anklemmen könne und der Potential Ausgleich damit auch für den KabelDeutschland-Anschluss gegeben sei.

Nachdem der Techniker morgen wieder erscheint, um den Anschluss zu installieren, bleibt zu hoffen, dass diesem nicht wieder etwas anderes einfällt.

Könnte also durchaus sein, dass ich morgen schon einen 100 MBit-Anschluss mein Eigen nenne …… oder auch nicht.

Im Moment habe ich allerdings noch ein ganz anderes Problem …..

Warum man immer alles schriftlich haben sollte

KabelDeutschland (die „Baubetreuung“) hatte zugesagt, sie würden die Rechnung für den Elektriker-Einsatz übernehmen. Ich bräuchte diese nur einreichen, und sie würde überwiesen. Wie zu erwarten, war das natürlich nicht geschehen. In weiser Voraussicht hatte ich den Gesprächsinhalt mit jener Fachabteilung nochmals per Fax bestätigt …. frei nach dem Motto „trau, schau, wem“.

Letztlich wird das so passieren (da werde ich auch nicht klein bei geben), aber der fast nicht vorhandene Aufwand erzeugt natürlich Freude pur.

Mir fällt bei der Gelegenheit ein, dass sich im Lauf der Zeit so Einiges verändert hat, was Technik und Bandbreiten angeht, und dies ev. auch berichtenswert wäre.
Ein Beitrag wird folgen …..

Es grüßt,
das Smamap

Ein Gedanke zu „Das Potential und Kabel Deutschland

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