Daten müssen privat sein

Erstaunlich was gerade im Netz passiert, hinsichtlich des Themas „Daten müssen privat sein“.

Facebook sitzt auf der Anklagebank. Große Firmen löschen ihren Facebook-Auftritt.

Hintergrund (in einfachen Worten): Anruf- und SMS-Daten wurden massenweise illegal gespeichert und weitergegeben/genutzt.

Einen sehr interessanten Beitrag zu dem Thema, inkl. eines Interviews mit Steve Job (das aktueller gar nicht sein könnte) von damals, habe ich heute erlesen. HIER anzuschauen.

Er sagt (sinngemäß), dass Apple das sehr eindeutig handhabt, indem die Leute immer wieder gefragt werden, ob sie das wollen, dass ihre Daten weitergegeben werden. Und zwar jedesmal wenn eine App das versucht.

Was so manche Anbieter machen, und va Facebook (und ich möchte hier auch Google nennen), ist, dass man sich über irgendwelche schwammigen AGBs, die kein Mensch wirklich versteht, die Möglichkeit eröffnet, Daten zu speichern und etwas damit zu machen.

Wenn man heute auf der Straße die Anwender fragt, ob irgendjemand weiß, was genau mit seinen Daten geschieht, so kann einem das keiner sagen. Ich schließe mich da ein.

Freilich sind jene Bestimmungen sehr geschickt formuliert. Und freilich hat es Methode, das so zu tun, und auch Methode mit AGBs zu arbeiten, die kein Mensch liest, weil unverständlich, und die dann erstmal im Tresor der Vergessenheit verschwinden.

„Methode“ hat es deshalb, weil es ja schließlich das Geschäftsmodell jener Firmen ist, mit Daten Geld zu verdienen. Und deshalb werden jene Firmen alles unterlassen, was dazu dient, an dem Ast zu sägen, auf dem sie selbst sitzen. „Daten müssen privat sein“, gerät da ins Hintertreffen.

Man unterstellt dabei erstmal niemandem Absicht. Es liegt aber in der Natur des Menschen, dass, früher oder später, nicht nur Gutes damit gemacht wird. Mal eine Kleinigkeit hier, die nicht in Ordnung ist, mal eine Kleinigkeit dort …. über Kleinigkeiten kann man ja hinwegschauen bzw. sie in geeigneter Weise verargumentieren, wenn es mit diesen Kleinigkeiten möglich ist, den Gewinn zu steigern. Und bis man schaut, ist aus diesen „Kleinigkeiten“ etwas geworden, das man „Dreck am Stecken“ nennt.

Und dazu ist nicht einmal jemand notwendig, der wirklich Böses will. Was DANN geschähe, wollen wir uns lieber mal nicht ausmalen.

ABER – die Krux an dem Ganzen ist, dass WIR ALLE das zugelassen haben, indem wir blind jenen AGBs zustimmen, frei nach dem Motto „wird schon alles ok sein“.

Und wenn ich sage „WIR“, dann meine ich nicht jeden einzelnen Anwender. Denn was hat man schließlich für eine Wahl, als jene Systeme zu nutzen, die einem da angeboten werden. Nein, „WIR“ das sind jene, die dafür zu sorgen haben, dass Schaden von uns allen abgewendet wird.

Und das sind nun einmal unsere Behörden und unsere Politiker. Es ist deren Aufgabe, derlei zu managen. Und zwar BEVOR der Schaden entsteht.

Es ist seit Jahren bekannt, was da im Argen ist. Und was ist passiert?

NICHTS.

Die Datenhändler zu zwingen, die AGBs SEHR eindeutig zu formulieren, und dafür zu sorgen, dass der Einzelne jedesmal gefragt wird, wenn seine Daten zur Disposition stehen, das ist Aufgabe des sog. „Gesetzgebers“.

Bleibt die Frage: WARUM TUT DER NICHTS?

Ich denke, die Antwort ist, weit jenseits aller Verschwörungstheorien, einfach: Die Lobby-Abteilungen der Konzerne und die Abhängigkeiten der Entscheider sind zu stark, als dass die Politik sich dem entziehen könnte.

Nachdem jetzt aber (mal wieder) klar geworden ist, wohin der Hase läuft, sollte auch dem Dümmsten Unsensibelsten klar geworden sein, WER sein Auftraggeber ist: Die Bürger und Wähler UND NIEMAND SONST!!!!

Also liebe Politiker: Macht endlich, was euer Job ist, denn Daten müssen privat sein !!!!

Es grüßt

das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

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