Der dritte Mann

Man kennt den Film. Dieser dritte Mann ist meist unsichtbar.

So ähnlich ging´s mir heute auch …. indirekt.

Und das hat jetzt nicht so arg viel zu tun mit Windows 10, aber eben doch mit Windows ……

Hatte jemandem geholfen seinen PC wieder an´s Laufen zu bekommen, sprich neu installiert.
Lief alles wunderbar. Endlich mal etwas, was ohne Probleme funktionierte.
Und dann hatte ich zum guten Schluss nicht drangedacht, die Auflösung auf gesunde Werte einzustellen, so wie jeder Monitor sie kann. Also auch DER Monitor, der beim Anwender zuhause steht.

Das Ende vom Lied: Anwender holte PC ab und meldete sich dann von zuhause(heutzutage natürlich per WhatsApp) und berichtete, dass der Monitor nichts anzeige.

Da fiel es dem Schreiber natürlich wie Schuppen von den Augen …….

Blieb die Frage …. was tun?

Wär ja eigentlich kein Problem. Aber wenn für den Anwender Begriffe wie „Abgesicherter Modus“ und „Bildschirmauflösung“ Fremdbegriffe sind, dann kann man nur sagen: „Es bleibt schwierig“.

Normalerweise würde man jetzt sagen: Fehler des Fachmanns. Er hätte dran denken müssen, dass beim Anwender ev. ein Monitor steht, der nicht so kann, wie er soll, und dran denken müssen, dass der Anwender ev. keine PC-Kenntnisse hat, um das Problem zu lösen.

Anders gesagt: Wovon darf man ganz automatisch ausgehen, was ein Anwender an Kenntnissen hat? Oder muss man davon ausgehen, dass er GAR KEINE Kenntnisse hat?

Na ja, im vorliegenden Fall war der Fachmann ev. von einem Zuviel an Kenntnissen ausgegangen. Hat ev. zu viel von sich selber auf den Anwender projiziert. Zumindest, was die PC-Kenntnisse angeht.

Deshalb muss er sich wohl darum kümmern, das Problem zu beseitigen. Was er auch tun wird. Schlicht deswegen, weil er nach heutigem Stand der Verfahrensweisen, dafür verantwortlich ist, dass der Monitor nichts anzeigt.

Bei dem Ganzen ergibt sich dennoch eine sehr grundsätzliche Frage: Sollte man denn nicht erwarten können, dass es einem Anwender, auch OHNE Kenntnisse möglich ist, ein Standard-Problem zu beseitigen (und um ein solches handelt es sich im vorliegenden Fall, auch wenn, ganz ohne Zweifel, der Fachmann zuständig ist, was das Entstehen des Problems angeht)?

Ja, ich denke, das sollte man …..

Aber warum ist es dann nicht so, dass es dem Anwender möglich ist?
Die Antwort ist, so denke ich, sehr einfach:

Es sind zu viele Köche am Brei beteiligt.

Ein Hersteller stellt einen Monitor her, ein anderer eine Grafikkarte, wieder ein anderer ein Betriebssystem und noch ein anderer das Grundprogramm eines PCs (das sog. BIOS) usw usf.
Das Problem ist nun nicht, dass da mehrere Köche am Kochen sind. Nein, das Problem ist, dass jeder Koch unterschiedliche Zutaten verwendet, und das Endergebnis deshalb nicht schmeckt oder anders ausgedrückt, nicht funktioniert.

Wenn alle diese Hersteller sich an dieselben Regeln halten würden, sprich dieselben verwendeten, dann ließe sich das Endergebnis schmecken, es würde also funktionieren.

Im vorliegenden Fall also würde das Problem DANN gar nicht auftreten, weil die Grafikkarte erkennen würde, dass der Bildschirm nichts anzeigt, und würde solange die Auflösung variieren, bis sie die Rückmeldung bekommt, dass der Bildschirm etwas anzeigt.

Aber wie ist es heute?
Heute ist es so, dass der Monitor-Hersteller dem Bildschirm mögliche Bildschirmauflösungen mitgibt und andere Auflösungen nicht, der Grafikkartenhersteller wiederum macht ähnliches für SEIN Produkt, und so kocht jeder sein eigenes Süppchen, und es kommt kein Menü dabei heraus.

Heraus kommt nur, dass der Anwender ev. NICHTS auf dem Monitor sieht, und das ist das Ende vom Lied.

Es bräuchte nicht mal KI dazu, das zu vermeiden, sondern nur übereinstimmende Regeln und Protokolle, an die sich jeder Hersteller hält.

Aber solange das so ist, und nicht der Anwender im Mittelpunkt steht, sondern lediglich die Gewinnmaximierung, solange bleibt es beim

Dritten Mann

und der Anwender steht im Dunkeln.

MEINE MEINUNG.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!