Der PC der Zukunft ?

In der jüngsten Ausgabe der CHIP schlägt die Zeitschrift einen PC der Zukunft vor.

Gemeint ist ein PC, der technisch die aktuellen Möglichkeiten aufweist, und offen für künftige Erweiterungen ist. Also nix Außergewöhnliches.
Im Prinzip ein PC, wie er heute auch von der Stange zu kaufen ist, sprich, wenn ein Anwender sich heute einen PC i-wo kauft, dann hat er Vieles davon auch mit drin.

Die Frage, die sich MIR stellt, ist allerdings, wozu das Ganze gut sein soll.

Ich fange mal damit an, dass so ein PC, wie ihn die CHIP vorschlägt, im Einsteiger-Bereich ca. 400 € kostet, als Mittelklasse haben wir dann schon das Doppelte, als ca. 800 € und im High-End-Bereich dann nochmal das Doppelte, also fast schon 1.600 €.

Ich habe noch nie verstanden, warum man für ein Smartphone 600 € ausgeben soll. Und genauso wenig verstehe ich, warum ein PC 400 € kosten soll (wohl gemerkt, ohne Betriebssystem und ohne Monitor).

Ich schreibe hier bewusst nur vom Einsteigerbereich, denn 90% aller Anwender machen heute Dinge auf dem PC, für die es nicht mehr braucht. Also eMails, Briefe schreiben, Tabellen erfassen, bloggen, surfen.
Diejenigen, die weiter wollen, da sehe ich das.

Ich habe mir immer einen PC besorgt (meist von privat oder per ibä), der der letzten oder vorletzten Generation entsprach, dafür 100 € ausgegeben, und hatte einen schnellen PC, der für alle meine Bedürfnisse reichte. Peripherie war vom letzten PC immer noch vorhanden.

War es dann doch mal notwendig, etwas aufzurüsten, etwa die Festplatte oder mehr Speicher, dann stand dem ja nichts im Wege.
Aktuell arbeite ich mit einem Core Duo, also einem Teil mit einem Zwei-Kern-Prozessor, mit 4 GB RAM und einer 150 GB Festplatte.

Das Teil ist jetzt wohl ca. 5 Jahre alt, und tut alles, was es soll.

Wenn es dann mal soweit ist, dann kaufe ich mir wieder einen Gebrauchten der letzten oder vorletzten Generation, verschenke meinen jetzigen PC für sehr kleines Geld an jemanden, der nicht Mehr hat, und gut is.

Das könnte z.B. dann der Fall sein, wenn die 4 GB Arbeitsspeicher für irgendeine Anwendung nicht mehr reichen. Eine Aufrüstung wäre nämlich zu teuer, weil der verbaute Speicher, in der Größe 8 GB, nur für viel Geld zu bekommen ist.
Jemand anders, für Standardsachen, würde aber nach wie vor wunderbar mit dem Teil auskommen.

Fazit: Warum viel Geld für etwas ausgeben, was niemand braucht? Na ja, „brauchen“ würden es die Hersteller. Der PC-Hersteller würde sich freuen, über einen verkauften, überdimensionierten PC und Microsoft würde sich freuen über eine verkaufte W10-Lizenz. Und ich hätte den schwarzen Peter, nämlich für PC und LIzenz 500 € ausgegeben zu haben.

Und so arbeite ich jetzt mit einem flotten PC für 100 € und einem Betriebssystem (nämlich Ubuntu) für NULL €. Wozu brauche ich einen Skylake-Prozessor, USB 3.1, eine SSD sowie die neuesten Schnittstellen.
Gut – eine Einschränkung muss ich machen: Ich komme ursprünglich aus der EDV und hab Ahnung, was es natürlich leichter macht.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!