Dias digitalisieren

Vor einiger Zeit hatte ich berichtet, dass ich ca. 150 Dias zum Digitalisieren eingeschickt hatte.

In einfachem Deutsch: Dias hingeschickt, DVD mit Bild-Dateien zurückbekommen.

Fazit in Kurzform: Qualitativ sehr gut, finanziell nicht übermäßig günstig, organisatorisch verbesserungsfähig.

Genutzt hatte ich den Dienstleister „Mediafix“ in Köln, der für die dm-Kette diese Dienstleistung anbietet.

Wenn man das Ganze machen will, dann kann man sich, wenn ich recht erinnere, ein Auftragsformular herunterladen inkl. AGBs, dieses ausdrucken und ausfüllen, und zusammen mit den Quellmedien (hier: Dias) einsenden (die digitalisieren auch noch zahlreiche andere Medien).

Auf Mediafix gestoßen war ich wegen des günstigen Angebots (so dachte ich).

Also an einem Wochenende alles fertig gemacht, eingepackt und am folgenden Montag zum Paketshop gebracht.
3 Wochen später fiel mir ein, dass ich noch nichts gehört hatte. Nachfrage ergab die Auskunft, dass solche Aufträge bis zu 6 Wochen dauern können, und man eine eMail erhalte, sobald selbiger erledigt sei.

Etwa zu der Zeit erhielt ich dann auch besagte Mail „wir haben tolle Nachrichten für sie …..“, mit der Meldung, dass der Auftrag erledigt sei, und man bitte die angehängte Rechnung überweisen möge, woraufhin dann die Rücksendung schnellstmöglich erfolgen werde.

Die Rechnung wieß einen Betrag von etwas über 40 € aus, was also pro Dia gut 25 Cent ausmachte.

Offen gesagt, da schluckte ich dann schon etwas, zumal das Angebotsformular doch einen wesentlich günstigeren Betrag offeriert hatte. Nun, es stellte sich heraus, dass die quasi jeden Handstrich extra berechnen. Ich hatte die Dias in Kassetten geschickt, wie sie für Dia-Projektoren üblich sind, und noch ca. 50 Dias lose (alles Dias gerahmt).
Somit kamen zu den reinen Digitalisierungskosten jegliche Handarbeiten hinzu (umsortieren etc.), was dann schnell einen doppelten Preis ergab, mit Vergleich zu dem, wie er relativ groß auf dem Formular angeprießen wurde.

Nun muss man sicherlich hinzufügen, dass GENAUES Lesen dies auf dem Formular auch ersichtlich gemacht hätte. Unter klar ersichtlichen Preisen verstehe ich aber etwas anderes. Ein Komplettpreis pro Dia hätte es auch getan.

Die Rechnung offenbarte auch, dass nicht der von mir beigelegte DVD-Rohling genutzt wurde, sondern ein eigener Datenträger. Dies wurde mit 5 € extra berechnet. Nachfrage ergab, dass lt. AGB nur Datenträger mit USB-Anschluss als zugesandte Medien anerkannt würden, und es sich bei dem Betrag um die Arbeitskosten der Datenträgererstellung handele (was sich für mich reichlich vorgeschoben las).
Selbstverständlich war dies vermutlich in den AGB so enthalten, aber von auch nicht zu lesen, da die AGB in Form einer PDF-Datei zur Verfügung gestellt wurden, die reichlich unleserlich war.

Was ich dann, nach Zahlung der Rechnung, sehr rasch erhielt, war auch nichts anderes, als eine Standard-DVD (zwar in Hülle optisch aufgepeppt).

Für die, nach meiner Ansicht, reichlich unglücklich gehandhabte Formular und Preisgestaltung, entschädigte dann allerdings die Qualität der Arbeit.
Die Bildqualität muss als hervorragend bezeichnet werden (man beachte, dass ich mich bemühe, die Dinge auch so zu beschreiben, wie sie waren/sind).

Die Dateien sind sehr hochauflösend, was man v.a. dann merkt, wenn man das Bild aufzieht (zoomen). Sie sind im Durchschnitt ca. 4 MB groß.
Das, was dabei herauskommt, kann natürlich nur immer so gut sein, wie die Qualtität der Quelle. Aus einem unterbelichteten Foto kann kein digitales Meisterwerkt entstehen.
Ich hatte das Glück, dass die Fotos damals 1981 mit einer sehr guten Spiegelreflex-Camera gemacht wurden (eine Voigtländer, wenn jemandem das was sagt, die ich heute leider nicht mehr habe; wofür ich mich sonstwo hinbeißen könnte).

Insgesamt würde ich die Note 2 minus vergeben für das, was Mediafix geliefert hat.

Hätten sie die Preisgestaltung durchsichtiger vorgenommen (also einen Festpreis pro gerahmtes Dia, und gut is), einen zugesandten Rohling schlicht verwendet, und die AGBs lesbar geliefert, dann wäre sicherlich eine 1 minus drin gewesen. Das „minus“ ist jeweils der langen Bearbeitungszeit geschuldet.

Letztlich bin ich glücklich darüber, dass ich die Schätze, die ich schon gar nicht mehr als vorhanden wähnte, nun in digitaler Form vorliegen habe.
Und ein paar mir nahestehende Personen, die auch einen persönlichen Bezug zu den Aufnahmen haben, konnte ich so per WhatsApp ein paar der Aufnahmen zukommen lassen, mit entsprechender freudiger Reaktion.

Meine Empfehlung: Wenn man das ein oder andere „Mißgeschick“ ignorieren kann, so kann ich jedem nur empfehlen, die eigenen analogen Schätze digitalisieren zu lassen. Der Gewinn für einen selbst, und sei es nur deswegen, weil man dann am großen Bildschirm Erinnerungen aufleben lassen kann, und die Bilder für den Rest des eigenen Lebens verfügbar bleiben (und auch für die Nachkommen), ist, nach meiner Ansicht, erheblich.

Vielleicht hat jemand Erfahrungen gemacht, mit anderen Dienstleistern, die „noch“ positiver sind. Dann möge er sie kundtun, denn für den ein oder anderen Mitleser mag das wertvoll sein.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

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