Die 33 ist die neue Angenehmheit

Heute war es soweit ... endlich zeigte das Thermometer draußen auf der Terrasse die 33.

Für mich ein neuer Rekord.

Noch nie hatte ich so viel.
33 im Schatten versteht sich.

Nun, ich bin einer von denen, die die Hitze nicht so gut vertragen. Etwas, was ich von meiner Mutter, erbmassig, übernommen habe.

Und so bleibe ich, ab - sagen wir mal - 28 Grad Celsius, in der Wohnung. Also lange VOR 33.

Ich habe den sagenhaften Vorteil, dass ich im Erdgeschoss eines Hauses wohne, das eben in jenem Erdgeschoss, und erst recht im Keller, eine höchst angenehme Kühle aufweist. Und so gibt es keinen Tag im Jahr, an dem es in der Wohnung mehr als 22 Grad hätte. Im Keller sind es, ohne es je gemessen zu haben, wohl ca. 18 Grad.

Ich könnte nicht sagen, dass ich etwas gegen Wärme hätte. Ja, ich liebe sie. Wenn es nach dem Winter in den Frühling und den Frühsommer geht, genieße ich jeden Sonnenstrahl. Aber sobald es in die Hitze übergeht, bin ich ab etwa 10 Uhr Vormittags oder auch etwas später, auf dem Weg nach Hause.

Man muss dazu wissen, dass ich, mit meinen 60 Lenzen, auf Grund meiner gesundheitlichen Gegebenheiten, nicht mehr zum arbeitenden Teil der Bevölkerung gehöre.
Und so kann ich also mir den Tagesablauf so einteilen, wie das für mich gut ist.

Heute gestaltete sich das zB SO:
Um 7 aufgestanden, um 8 in die Innenstadt meiner Kleinstadt gegangen, um meinen morgendlichen Kaffee zu genießen. Den hatte ich heute, weil Donnerstag, auf den Wochenmarkt verlegt. Dort dann auch gleich einen Korb voll Obst mitgenommen. Am Stand von lokalen Bauern, versteht sich.

Anschließend zur Physiotherapie.

Auf dem Rückweg, was schon ganz schön anstrengend war, weil zu Fuß mit dem Einkaufskorb unterwegs (ich mache alles zu Fuß, weil ich kein Auto mehr fahre), und zudem kam langsam die Hitze auf ... traf ich einen Bekannten, den ich schon länger nicht mehr gesehen hatte.
Wir setzten uns auf eine Tasse Tee am Cafe zusammen, plauderten, und als die Sonne auch dort über's Dach kam, machte ich mich endgültig auf den Nachhauseweg.

Was war ich froh, von der Hitze draußen, in die kühle Wohnung zu gelangen.
Das Terrassenthermometer zeigte schon flotte 29 Grad. Also noch unter 33 ... aber immerhin.
Vor 8 Uhr Abends, wenn die Sonne um das Haus herum verschwinden würde, würde ich nicht mehr nach draußen gehen.

Wie ich dies schreibe, ist es 20:30 Uhr und draußen sind es 27 Grad. Es ist Schatten eingezogen ... die Sonne ist hinter den umliegenden Hügeln verschwunden.

Wieder einmal bin ich froh, in Oberfranken zu leben. Genauer gesagt, in Hochfranken.

Wäre ich in einer anderen Gegend in meiner bayrischen Heimat, dann wären es sicherlich immer noch über 30 Grad und die Sonne stünde noch über dem Horizont. Wie es in München wäre, meiner Geburtsstadt, das möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen. Dort wären sie sicher froh NUR 33 Grad zu haben.

Und so werde ich die Wärme genießen, wo immer und solange wie ich im Jahr kann. Aber die Hitze des Hochsommers, die meide ich. Als etwas, das ich nicht vertrage.

Um es pauschal zu sagen:
Würde ich dem nicht Rechnung tragen, so würde es mir immer wieder den Boden unter den Füßen wegziehen. Ein körperlicher Zusammenbruch ist nicht wirklich das, was ich brauche.

Morgen werde ich um 7, bei 18 Grad, aufstehen, mich auf's e-Bike schwingen, und eine kleine Runde drehen. Diese mit einer Tasse Kaffee, bei meiner Liebsten, kurz unterbrechen, und dann zusehen, dass ich bis 10 Uhr wieder zuhause bin.
Und dann auch dem Thermometer zusehen, wie es über die 30-er Marke klettert (wenn es das nicht schon geschafft hat). Morgen könnte es dann das erste Mal seit ein paar Tagen sein, dass die 33 nicht mehr geknackt wird.

Mitte nächster Woche ist dann ein Temperatursturz auf 16 Grad angekündigt. Mein Kreislauf, und alles was damit zusammenhängt, freut sich schon "unheimlich" auf diesen Sturz.

Es ist so, wie es ist. Mit meiner Gesundheit, mit den Temperaturen, mit dem Boden unter den Füßen und mit all dem anderen, mit dem ich zurecht zu kommen habe.

Letztlich muss man das Gute daran sehen.
Und das ist im Wesentlichen:
Ich genieße die vielen schönen Kleinigkeiten, dort wo ich sie finde.
SO zB AUCH, dass ich derzeit das ein oder andere Fußballspiel der EM sehen kann, in der Kühle meiner Wohnung, während draußen die Sonne runterknallt.
Und würden sie auch mehr bieten, als die 33, ich würde dankend ablehnen.
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