Die Erde, das Leben und der Mensch

Gestern war da eine höchst interessante Doku auf einem ZDF-Kanal (ev. finde ich noch den Link dazu, dann füge ich ihn nachträglich noch hier ein).

Eine Doku, zu den Themen, die mich immer wieder auf´s Neue absolut faszinieren.

Es ging um die Entwicklung der Erde, und des Lebens auf unserem Planeten, und die Tatsache, dass es immer wieder Katastrophen hier gab, die beinahe das gesamte Leben ausgelöscht hätte.

Es ging damit los, dass die Erde, bevor überhaupt Leben entstanden war, mit einem anderen Planeten kollidierte und dabei der Mond entstand. Dieser war naturgemäß sehr nahe an der Erde, und zu einem Zeitpunkt als das allererste einfachste Leben entstand, war er etwa 24.000 KM von ihr entfernt.

Und der Mond war der wesentlichste Faktor dafür, dass auf der Erde Bedingungen entstanden, die überhaupt erst Leben ermöglichten.
Durch seine ungeheure Nähe waren die Gezeiten derart extrem, dass das Wasser enorme Mengen an Mineralien vom Land ins Meer spülen konnte. Ohne dies hätte es niemals Leben gegeben. Wobei überhaupt noch nicht daran zu denken war, dass so etwas wie der Mensch entstehen würde.

Bevor überhaupt Leben irgendeiner Art entstehen konnte, war es erstmal erforderlich, dass die Erde einem Millionen Jahre dauernden Bombardement von Asteroiden und Meteoriten ausgesetzt war, und damit jene weiteren Bestandteile erhielt, die für das Entstehen von Leben wesentlich sein sollten.

Wie dann mal die einfachsten Formen von Leben im Wasser entstanden war, und sich von dort aus viele verschiedenen Lebensformen entwickelten, da kam die nächste Katastrophe (wenn ich diese Doku jetzt noch richtig erinnere).

Es entstanden Unmengen von Algen (?) die anfingen ein Gift zu produzieren (zumindest für die damaligen Lebensformen). Ein Gift namens „Sauerstoff“. Dieses Gift führte dazu, dass nahezu das gesamte damals auf der Erde existierende Leben ausstarb. Die Lebensformen, die übrig blieben, die sich anpassen konnten, führten dazu, dass sich Arten entwickelten, die den Sauerstoff verarbeiten konnten.

Es sollten noch viele solcher Katastrophen auftauchen (man denke etwa an jenen Meteoriten, der zum Aussterben der Dinosaurier führte).

Diese ganz Reihe von Entwicklungen, Katastrophen, Beeinflussungen, führte letztlich zu dem, was wir heute sehen.

Es hätte auch ganz anders kommen können.
Man stelle sich nur vor, der Meteorit, der weg führte von den Dinos, hätte die Erde verfehlt.

Oder jener Broken, der den Mond entstehen ließ, hätte die Erde anders getroffen, und der Mond wäre nicht entstanden oder der Mond wäre aus dem Schwerefeld der Erde hinauskatapultiert worden …… wir hätten heute wohl kein Leben auf der Erde oder zumindest ein völlig anderes.

Der Mond führte dazu, dass sich die immense Rotation der Erde verlangsamte, die Gezeiten viel ihrer Kraft verloren, und der Mond heute 400.000 KM von der Erde entfernt seine Bahnen zieht. All dies führte dazu, dass die Entstehung des Lebens auf der Erde, den Weg einschlug, den es ging.

Die Reflektoren, die die Apollo-Besatzungen auf dem Mond zurück ließen (schönen Gruß an die Verschwörungstheoretiker, nach denen es die Mondlandungen nie gab), und von Laserstrahlen angestrahlt werden, zeigen uns, dass der Mond sich jedes Jahr um etwa 4 cm von uns entfernt.

Es wird einen Zeitpunkt geben, zu dem der Mond die Bahn um die Erde endgültig verlassen wird, weil deren Anziehungskraft, aufgrund der stetig zunehmenden Entfernung nicht mehr ausreichen wird, ihn zu halten.

Dies wird zwar erst in Zeiträumen eine Rolle spielen, die für uns nicht vorstellbar sind, aber der Zeitpunkt wird kommen. Und es steht zu erwarten, dass spätestens dann, das uns bekannte Leben auf der Erde seinem Ende entgegen geht. Die Erdachse kommt dann ins taumeln, es wird keine Gezeiten mehr geben, und dergleichen mehr.

Das wäre dann die nächste Katastrophe. Die dann wohl endtültige.

Allerdings mag man sich damit beruhigen, dass wir Menschen es bis dahin längstens geschafft haben werden, das Leben auf diesem Planeten auszulöschen.

Wenn, ja wenn es nicht vorher geschieht, dass uns wieder so ein Besucher aus dem All erreicht, wie ihn die Dinosauerier schon begrüßen durften.

Es gab ja schon einige davon. Man geht heute davon aus, dass, als sich der Mensch grade auf der Erde ausgebreitet hatte, noch in geringer Zahl, solche ein Meteorit nahe dem heutigen Indien einschlug. Man vermutet, dass auf Grund der vorhanden Eisschicht (Eiszeit), kein bleibender Krater entstand. Dies würde erklären, warum die Vielfalt in den Genen dort sehr viel geringer ausfällt, als auf dem Rest des Planeten. Die Wissenschaftler meinen heute, dass durch solche ein Ereignis die Zahl der Menschen auf jenem Kontinent auf möglicherweise 600 Individuen dezimiert wurde.

Bleibt die Frage, wie lange es wohl dauern wird, bis der nächste dieser Besucher mal bei uns aufschlägt (im wahrsten Sinn des Wortes).

Es ist nicht ein Frage des OB, sondern nur die Frage des WANN.

Soweit die Doku.

Dies führt mich zu der Frage, warum jene Leute auf unserem Planeten, die meinen, ein Weltreich errichten zu müssen oder zumindest eine Großmacht aufbauen zu sollen, warum diese Menschen es nicht vermögen, mit ihrem bißchen Geist über den Tellerrand zu schauen, und sich vorzustellen, dass all ihr Streben völlig umsonst sein könnte ….. von jetzt auf dann auf den Kopf gedreht werden könnte, weil sie ev. Mächten ausgeliefert sind, die mit Derlei absolut nix am Hut haben.

Tja, und dann gibt es ja noch die Vielzahl an Menschen, die meinen, dass es einen Schöpfer braucht. Einen Schöpfer, dessen Ziel es war, dass der Mensch entstehen möge.
Mit Verlaub: Wer ob der Abläufe, die dabei eine Rolle spielten, und den totalen Unwägbarkeiten, die zum Menschen geführt haben, immer noch glaubt, dass da ein Schöpfer federführend war, dem ist, meiner Meinung nach, nicht zu helfen.
Nur eine Katastrophe mehr oder weniger, und den Menschen hätte es niemals gegeben.

Das wäre etwa so, als würde man ob der ganzen Kollisionen, die in all den Mrd. von Jahren in unserem Sonnensystem stattgefunden haben, bei einem Billiard-Spiel mit zig Bällen, von vorneherein voraussagen welche Kugel zum Schluss übrigbleiben und in welchem Loch versenkt würde.

Dennoch will ich niemandem seinen Glauben absprechen. Wer dergleichen braucht, um mit der Welt zurecht zu kommen, der sollte so etwas haben können/dürfen.

Fazit: Ich finde es eine durchaus spannende Vorstellung, dass nicht der Mensch die Krone des Lebens auf der Erde geworden wäre, sondern, wegen anderer Abläufe, es z.B. bei den Dinos oder den Bakterien geblieben wäre. Ob das so sehr negativ wäre, das müssten die beurteilen, die nach uns kommen. Wobei ich befürchte, dass nach uns niemand sein wird.

Es grüßt,
das Smamap

2 Gedanken zu „Die Erde, das Leben und der Mensch#8220;

  1. Interessant. Aber ist das mit dem Meteoriten nicht eine der vorliegenden Theorien? Die derzeit geltende Theorie eben. Auch ueber die Entstehung des Mondes habe ich sxhon andere Theorien gelesen. Andere Planeten haben ja auch Monde.
    Aber, ich bin da vielleicht nicht ganz auf dem letzten Stand. Ausserdem finde ich solche Theorien immer super interessant als Denkanregung und Denkuebung. Sicher finden Forscher in der Zukunft noch andere Erklaerungen, basierend auf Fakten und Phaenomaene, die wir heute noch nicht kennen.

    • Man kann da viel drüber sagen, was so Theorien angeht. Es gilt heute als relativ gesichert, dass unser Mond das Ergebnis einer Kollision ist. Soweit ich mich erinnere hat man das auch durch die Gesteinsuntersuchungen vom Mond herausgefunden, im Vergleich zu dem, wie Gesteine von der Erde sich zusammen setzen. Sicher gibt es auch andere Theorien. Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeiten, Zusammen mit Untersuchungsergebnissen.
      Was darüber hinausgeht, sind die Erkenntnisse, was die Entstehung des Lebens angeht, heute doch relativ ausgelutsch, so dass so etliche Katastrophen bei uns als sicher betrachtet werden können.
      Ich möchte das Wort „Zufall“ nicht verwenden, weil davon halt ich nichts. Es ist alles eine Kette von Ereignissen und Wirkungen, und das führte zu dem, was heute ist. Jedoch steht eines als Fakt im Zentrum, woran absolut kein Weg vorbei führt: Wenn nur EINES der wesentlichen Ereignisse anders abgelaufen wäre, gäbe es heute keine Menschen. Etwa das Vorhandensein des Mondes oder die Ursache (welche auch immer) für das Aussterben der Dinos. Oder die Bildung von Sauerstoff auf unserem Planeten.

Freu mich echt über jede Nachricht !!!