Die Frauenquote

Letzens ein interessantes Gespräch zum Thema "Frauenquote" belauscht.

Nicht etwa, weil ich gerne lausche, sondern weil ich, vor dem Cafe sitzend, und meinen heißen Kaffee schlürfend, nicht anders konnte, als das Gespräch zu hören.

JA, meinte da einer, das mit der Frauenquote sei mehr als unpassend, weil schließlich müsse es doch nach der Qualifikation gehen, wenn Vorstandsposten besetzt würden.
Einfach nur eine Frauenquote durchzusetzen, das könnte doch nicht sein. Denn da hätte man ja dann schnell Besetzungen von Vorständen, die mit Qualität nichts zu tun hätten.

Was der gute Mann vergaß, war, dass wenn Jahrzehnte die Männer den Vorzug erhalten, nicht nur in der Besetzung von Vorständen, sondern va auch, was die Förderung und Ausbildung von Führungspersonen angeht, dann kommt zwangsläufig das, was wir haben, nämlich ein zahlenmäßig immenser Männerüberschuss in den genannten Bereichen.

Was der gute Mann AUCH vergaß war, dass es selbstverständlich sehr wohl nach Qualifikation geht.
Nur war es bisher so, dass Qualifikation ganz "selbstverständlich" garniert wurde, damit, dass Frauen als nicht fähig bzw. gleichwertig angesehen wurden.

Dass jetzt nach und nach vermehrt Frauen aus den Förderprogrammen heraus wachsen, nachdem man einmal damit begonnen hat, Einseitigkeiten zu vermeiden, und Förderungen geschlechtsunabhängig zu gestalten, und es deshalb zwangsläufig dazu kommt, dass auch Frauen mit hoher Qualifikation zur Verfügung stehen, ergibt sich von selbst.

Der Unterschied wird wohl sein, dass hohe Qualifikationen (noch) nicht in gleicher Personenzahl zur Verfügung stehen.

Und gerade deshalb erscheint es mir, als Mann, nur gerecht, dass für jahrzehnte währende Bevorzugung in der Förderung, ein Ausgleich geschaffen wird. Dergestalt, dass bei gleicher Qualifikation der sich bewerbenden Frau der Vorzug gegeben wird.
Alternativ könnten wir natürlich auch hingehen, und jetzt erst einmal Frauen all die Bevorzugungen jahrzehntelang gewähren, die bisher den Männern gewährt wurden.
Aber das erscheint mir als ein derartiger Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung, dass es hier dann doch einer anderen Lösung bedarf.

Einer Lösung, die bereits praktiziert wird. Sie heißt "Frauenquote".

Wer damit nicht leben kann, der soll, als Mann, zuhause bleiben und die Kinder großziehen, sowie den Haushalt schmeißen, mit allem was dazu gehört.
Wer derlei managen kann, der darf mitreden.

Alle anderen sollten bitteschön den Mund halten.

Und so war die Meinung jenes Mannes, nichts anderes, als die Manifestation von Vorurteilen. Nämlich dass es bei Frauen mit der Qualifikation nicht weit her sein könne.
Das wäre etwa so, als würde man sagen, dieser Mann, der dort auf einen zukommt, kann kein Chef einer Firma sein, denn schließlich ist er dunkelhäutig.

Es lebe das Vorurteil !!!!!
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