Die Freuden des Mittelmeeres

Habe heute einen Bericht im TV gesehen, der ließ mich doch sehr sehr nachdenklich werden.

Zunächst einmal …… ich hatte ja beschrieben, dass ich hier über „Freuden“ mich auslassen werde. Nun ja ….. genauso wie es z.B. eine postive Beschleunigung gibt (=beschleunigen) und eine negative Beschleunigung (=abbremsen), woraus der nicht gewordene Physiker in mir spricht, genauso gibt es positive Freuden und negative.

Und so berichtete der Beitrag im TV zunächst von den Schönheiten des Mittelmeeres. Von den Stränden, vom Wasser, von den Pflanzen und Lebewesen. Ich erinnerte mich an den ein oder anderen Urlaub in meiner Jugend. An die schönen Zeiten die ich dort verbracht hatte.

Und ganz langsam änderte sich der Tenor dieser Reportage. Sie berichtete davon, mit welchen Schwierigkeiten die Anwohner des Mittelmeeres zu kämpfen haben. Und dann kamen Themen ins Spiel, wie etwa „Nahrungsmittel“ und „Wasser“.
Es wurden relativ grüne Plantagen gezeigt, rund um´s Mittelmeer. Olivenbäume, wie es sie in Griechenland gibt, in der Türkei, in Lybien, in Marokko. Es wurde davon gesprochen, wie dieser Baum anzeigt, wie es um das Klima bestellt ist. Es wurde gezeigt, wie sich die Bereiche rund um´s Meer immer mehr verengen, wo an den Küsten und im Hinterland die Bäume wachsen. Weil die Temperaturen unmerklich steigen. Diese haben sich nämlich um ca. 2 Grad erhöht in den letzten Jahren.

Es wurde davon berichtet, wie das zur Verfügung stehende Wasser immer weniger wird. Wie die Menschen jetzt schon mehr oder weniger große Probleme haben, an genügend und sauberes Wasser zu kommen. Dass sich der Wasserbedarf in den nächsten Jahrzehnten vervierfachen wird, und niemand weiß, wie das gehen soll, wenn es jetzt schon teilweise nicht funktioniert. Länder wie Israel müssen jetzt schon viel Wasser importieren; Wasser, das anderen dann nicht mehr zur Verfügung steht.
Und dann kam die Rede darauf, dass dasselbe für die Nahrungsmittel gilt. Es wird in manchen Ländern kaum mehr Nahrung produziert, weil es zu heiß geworden ist. In anderen Ländern wird produziert, auf Teufel komm raus, um die Bevölkerung in den betroffenen Ländern noch einigermaßen ernähren zu können.

Bei dem allen werden tiefliegende Wasser-Reservoirs aus den Urzeiten, unter den Wüsten angezapft und ausgebeutet.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Lebensbedingungen dort werden immer schwieriger.

Von Freude am Leben kann man dort nicht wirklich sprechen. Und es ist nachvollziehbar, dass der Druck auf die Menschen immer mehr zunehmen wird, dorthin zu gehen, wo die Lebensbedingungen besser sind. Dorthin zu gehen, wo man Freude am Leben verspüren kann.

Was ich aus dieser Reportage an Fazit herausgezogen habe, ist Zweierlei:
Zum einen sind die Flüchtlingsströme, die wir heute erleben, ein müder Abklatsch, von dem, was noch kommen wird.
Und zum anderen wissen unser Politiker das; schließlich haben sie genug Experten um sich herum. Ihnen ist klar, was auf der Welt passieren müsste. Aber sie tun nichts. Sie sind zu sehr damit beschäftigt, Machtgebilde aufzubauen, Weltmacht zu spielen und anderen ihre Lebensauffassung aufzudrücken. Völlig egal, ob sie jetzt Putin, Obama, Cameron oder Merkel heißen.

Und so lebt halt jeder seine Freuden. Die einen die Freuden des Überflusses und die anderen die Freunden des Mangels.

Und um mit einer Abwandlung eines indianischen Spruches zu schließen: Erst wenn das letzte Wasser verbraucht ist, und die letzten Weizenhalme gegessen sind, dann wird uns klar werden, dass man sich von Geld, Öl und Waffen nicht ernähren kann.
Wir hätten es in der Hand, und geben es aus derselben.

Bis es wirklich ernst wird, werden wohl noch 20 Jahre oder so vergehen. Deshalb werde ich es nicht mehr miterleben oder nur noch die Anfänge. Und die Anklagen meiner Kinder werde ich wohl auch nicht mehr hören.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!