Die Sache mit dem Shitstorm

Fast täglich liest man darüber.

Irgendwer hat wieder was vom Stapel gelassen, worüber sich die beruflichen Moral-Apostel des Landes zu Hauf meinten auslassen zu müssen.

Das ist dann etwa so, wie wenn die Nationalmannschaft spielt, und Tausende von Bundestrainern vor dem Bildschirm sitzen, und dessen Fähigkeiten besitzen.

Was da dann, in diesen sog. „Shitstorms“ kommt, ist unglaublich, nicht zu fassen, eine Frechheit, bodenlos, menschenverachtend und was man sonst so sagen könnte.

Nun – man könnte das alles auf sich beruhen lassen, als die Ergüsse von Menschen, deren Möglichkeiten eben zu mehr nicht reichen.

Wenn ….. ja wenn es nicht so wäre, dass Vieles davon absolut unter die Gürtellinie geht, Menschen beschädigt, manchmal sogar zerstört.

Gut – oder vielmehr Schlecht …. das wird immer so sein, wenn man Menschen ein anonymes Medium zur Verfügung stellt. Es gibt immer eine Gruppe von Menschen, die so etwas brauchen, und sich dann darauf als Lebensinhalt konzentrieren.
Von außen hat man dann den Eindruck, als wären alle so. Was natürlich nicht wahr ist. Deshalb, weil im Fußballstadion lauter Fußballbegeisterte sind, die ihrem Anliegen lautstark Ausdruck verleihen, ist es noch lange nicht so, dass es nur solche Menschen gibt.

Die Frage, die ich mir stelle, ist, warum das Beschriebene in den sozialen Medien zugelassen wird?

Es gibt ein sehr einfaches Mittel, derlei Einhalt zu gebieten: Jeder Teilnehmer muss sich zuvor per persönlicher Legitimation mit Namen und Adresse ausweisen. Nicht nur ist es normal, zu seiner Meinung zu stehen, nein, auch wenn man damit jemanden schädigt, muss es ebenso normal sein, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Aber so wie ich das sehe, hat niemand ein Interesse daran, dieses Mittel einzusetzen (abgesehen von denen, auf die solche Menschen abzielen). Zuallererst sind da die Betreiber solcher Medien zu nennen, die den „Hatern“ und „Trollen“ das Podium bieten, auf dem sie sich anonym bewegen können.
Ich war mal angemeldet auf T-Online, um dort auch Kommentare zu Meldungen abgeben zu könne. Das Ganze verkam dann immer mehr zum Spielfeld dieser Hater und Trolle. Das ging so weit, dass T-Online schon darüber nachdachte, das einzustellen. Es wurde vielfach an die Seitenbetreiber herangetragen, man solle doch einführen, dass die Teilnehmer sich legitimieren müssen. Passiert ist absolut nichts. Ich bin diesem „Medium“ dann einfach ferngeblieben.

Wenn sich jeder persönlich zu erkennen geben muss, der Unverschämtheiten und Böswilligkeiten vom Stapel lässt, wäre dem Ganzen sehr schnell ein Ende gegeben.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich verzichte sehr gerne auf die jederzeitige Möglichkeit mich irgendwo sofort anmelden zu können. Wenn eine Legitimation 1 Woche dauert, dann ist das halt so.

Eine solche Legitimation wäre heute kein Aufwand mehr. Entweder die Leute gehen zur Post und füllen ein Formular, wozu sicherlich jeder, der da ernsthaft mitmachen möchte, gerne bereit wäre. Oder man legitimiert sich heute direkt am PC mit seinem Personalausweis (Online-Funktion).

Aber wie gesagt …. scheinbar hat niemand ein Interesse daran, diese Dinge abzustellen. Auch der Gesetzgeber nicht, der doch eig für unser aller Schutz zuständig wäre.

Oder übersehe ich da was in meiner Argumentation?

Es grüßt,
das Smamap

6 Gedanken zu „Die Sache mit dem Shitstorm#8220;

  1. Mir wäre das zu unsicher, wenn ich solche Daten preisgeben müsste. Das Mißbrauchspotential ist zu hoch, denke ich.

    Leider suchen sich die Trolle ein anderes Forum, wenn das aktuelle geschlossen wird.
    Ich selbst hatte auch mal ein Forum, das ich wegen solchen Trollen schließen musste.

    ein Shitstorm zeigt wie primitiv die Leute wirklich sind, wenn sie sich in der Anonymität sicher fühlen….seufz…

    • Das finde ich jetzt zu kurz gedacht. Was soll bei Name und Adresse für ein „Mißbrauchspotential“ bestehen? Etwas, was man ansonsten überall selbst auch angibt, bei jeder Bestellung, und in jeder Telefonauskunft auch abrufbar ist.
      Um nicht mehr ginge es. Andere Daten würden da nicht weitergegeben, sondern nur sicher gestellt, per Perso, dass man der ist, für den man sich ausgibt.
      Wenn man solchen Leuten die Anonymität entzieht, dann ist Ruhe. Und wenn der Gesetzgeber sowas vorschreibt, dann gibt es auch keine Foren mehr, in die diese Typen ausweichen können. Aber ich vermute, dass es kein Interesse daran gibt, sowas zu verwirklichen. Denn keiner tut es, obwohl es enorm einfach wäre.
      Ja, ein Shitstorm zeigt, wie primitiv so manche sind. Wobei man vorsichtig sein muss, das nicht zu verallgemeinern.

      • Ich bin nirgends mit meinem realen Namen unterwegs, außer da, wo ich mir was bestelle.
        Ansonsten habe ich ein Pseudonym plus falscher Adresse.

        Im Telefonbuch bin ich auch nicht zu finden, auch online nicht.
        ‚Mich gibt es nicht, wenn ich mich bei google eingebe.

        • Das is genau das, was ich meine. Es wäre derart einfach, solche Sachen zu unterbinden, nur mit Namen und Adresse. Aber keiner hat ein Interesse daran. Und derjenige, der nach wie vor anonym bleiben möchte, dem steht es völlig frei, sich nicht zu beteiligen

Freu mich echt über jede Nachricht !!!