Die Sache mit der Echokammer

Was eine Echokammer ist, das kann man AN DIESER STELLE nachlesen.

In meinen einfachen Worten mal versucht:
Jeder, der in sozialen Netzwerken sein Unwesen treibt, umgibt sich dort zunächst einmal mit „Freunden“, die seiner Meinung sind. Das soziale Netzwerk selbst, also z.B. Facebook, tut ein Übriges dazu, indem es Meinungen/Beiträge teilweise filtert, also einem vermehrt solche Beiträge zur Verfügung stellt, die der eigenen Meinung eher entsprechen (man hat ja diese zuvor zu erkennen gegeben durch „teilen“ entsprechender anderer Beiträge). Und SO befindet man sich, eh man es sich versieht, ein Stück weit in einer Blase, in der es nur noch die eigene Meinung gibt, die aus allen Richtungen auf einen einschallt.

Also in einer Echokammer.

Obiger Artikel erläutert auch, warum das nicht für sehr lange funktioniert, und was man selber tun kann, um diese Kammer zum Einsturz zu bringen.

Das Problematische an Echokammern ist, dass man sich den Zugang zu anderen Meinungen verbaut. In der Zeit, in der ich aufwuchs, war es gut geübtes Verhalten, zu diskutieren, kontroverse Meinungen auszutauschen, und sich so auch für anderes Gedankengut zu öffnen, und seine eigenen Meinungen zu hinterfragen.

Das Problematische an Echokammern scheint zu sein (jetzt mal von diesen aus betrachtet), dass sie nur begrenzte Lebensdauer haben, weil es immer schwieriger wird, die eigene so zementierte Meinung, mit anderem in Einklang zu bringen, und solche Meinungsblasen irgendwann nicht mehr aufrecht zu erhalten sind.
ALLERDINGS …. das dauert seine Zeit. Denn die Freunde und Blasen in den sozialen Netzwerken setzen dem schon Widerstand entgegen.

Und SO kann es kommen, dass eine Wahl plötzlich ganz anders ausgeht, als man dachte. Es hatte sich nämlich irgendwo eine große bzw. viele Meinungsblasen/Echokammern gebildet, die man gar nicht so mitbekam, weil dieser natürlich nur jene angehörten, die der Meinung waren, die in jenen Blase vorherrschte.
Würde man besagte Wahl einige Monate später wiederholen, würde sie vermutlich ein anderes Ergebnis haben, eben weil so etliche Meinungsblasen mittlerweile dann doch zusammengefallen wären.

Bestes Bsp. ist die Brexit-Abstimmung. Schon kurze Zeit nach ihr, war das Meinungsbild plötzlich etwas anders. Viele ließen es auf einmal zu (wegen des Ergebnisses und dessen Auswirkungen), dass auch andere und gegensetzliche Ansichten zur Geltung kamen.
Und wer weiß, wie die Wahl in den Staaten ausgehen würde, würde sie in 1/2 Jahr wiederholt.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!