Die Tücke des Objekts

Heute morgen saß ich beim Frühstück, und der Kampf fand statt zwischen Axel und dem Nutella-Glas.

Na ja, das ist eig in 2-facher Hinsicht gelogen. Zum einen war es kein Kampf und zum anderen auch kein Nutella-Glas.

„Nutella“ ist halt sowas wie ein Sammelbegriff für jeglichen „Schoko-creme-Aufstrich“.

Markenrechtlich mag das ein NO-GO sein. Aber rein objektmäßig stimmt es schon, weil die Gläser nämlich alle so aussehen, als kämen sie vom selben Fließband.

Nämlich SO
2015-07-28 20.11.54

Leicht bauchig, nach oben (sieht man jetzt wegen des Deckels nicht) sich verjüngend.

Der sprichwörtliche Kampf fand deshalb statt, weil klein Axel verzweifelt versuchte, dem Glas die Nutella-Reste zu entlocken. Aus langer Erfahrung versuchte ich dies schon mit dem flexiblen Teigschaber. Doch trotz dieses Helfers zeigte mir das Rest-Nutella eine lange Nase, wie man dem Foto unschwer entnehmen kann.

Und so ist es, wie es immer ist, mit solchen Gläsern: Es bleibt ein Rest Nutella im Glas.

Das ist eig blöd. Weil schließlich hab ich das ja gekauft. Und wenn ich mir sowas auf´s Jahr hochrechne, dann werf ich damit jedes Jahr ein halbes Nutella weg.
Jetzt gehöre ich noch zu denjenigen, die immer versuchen, möglichst viel rauszubekommen aus dem Glas. Wenn ich da an früher denke, wenn meine Kinder zugange waren, da blieb immer massig im Glas zurück, weil die schlichtweg zu faul waren, da Zeit zu investieren, um noch was rauszukratzen, was ja bei der Glasform eher schwierig ist.

Das führt mich irgendwie zwangsläufig zu dem Gedanken, es könnte Absicht der Hersteller sein, um möglichst viel Umsatz zu machen. Und in diesem Ansinnen könnte sich der Hersteller überlegt hab, wie wohl das Glas geformt sein müsste, um es dem Verbraucher möglichst zu erschweren, auch wirklich alles aus dem Glas rauszubekommen.

Hmmm ……. Ich überlasse es mal der Fantasie eines jeden Lesers, sich dazu selbst eine Meinung zu machen.

MEINE Meinung steht fest, den meine Erfahrungen sind halt leider eindeutig, wenn es darum geht, was die Hersteller (von was auch immer) alles tun, um kundenfreundlich zu sein und das eigene Betriebsergebnis möglichst optimal zu gestalten.

Das geht los mit überdimensionierten Verpackungen, geht weiter über Inhaltsstoffe, die nur im Bruchteil vorhanden sind, bis hin zu Exklusivität verbunden mit entsprechendem Preis, was bei genauerem Hinsehen gar nicht vorhanden ist. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Ich will nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt auch positive Ausnahmen.

Für mich gehört z.B. dazu…….2015-07-28 20.12.57

Ein „Nutella“-Becher, schön nach oben öffnend, ebene Seitenwände, und deshalb ideal dazu geeignet, das Teil restlos zu leeren.

Und deshalb kommt bei mir nur SOWAS ins Haus. Oben abgebildetes Glas war eine absolute Ausnahme, weil ich auf absehbare Zeit nicht zum Supermarkt meiner Wahl kam (was Nutella angeht).

Manche mögen derlei Verhalten meinerseits als übertrieben sehen. Ich finde das nicht. Denn ich meine, jeder sollte fair behandelt werden. Und wenn ich für eine Packung voll von irgendwas bezahle, dann möchte ich auch die volle Packung davon haben, und nicht erfahren wollen, dass die Verpackung nur zur Hälfte gefüllt ist oder ich einen Rest der Ware nicht verwenden kann.

Und das gilt natürlich umso mehr, je weniger Geld man im Monat zur Verfügung hat. Da lernt man sparsam zu leben.

Ich denke, wir können uns da viel von der Natur abschauen, den die hat das perfektioniert, nämlich das Optimum aus dem Vorhandenen herauszuholen. Und da würde wohl niemand auf die Idee kommen, das für übertrieben zu halten.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!