Ein Knickschutz, der keiner ist …. oder …. ich darf mein Eigentum nicht öffnen

Ich nenne einen elektrischen Haarschneider mein Eigen.

Ich verwende ihn immer nur dazu, meinen Bart so kurz als möglich zu halten.
Was meine (noch vorhandenen) wenigen Haare angeht, so gehe ich immer zum Herrenfriseur, ein Türke seines Zeichens, und lasse mir dort, per Maschinenschnitt (mit DESSEN Maschine, versteht sich) meine Haare kürzen.

Doch all dies nur am Rande.

Mein elektr. Haarschneider, erhält seine Energie über ein Steckernetzteil, so wie man das für viele Geräte kennt, z.B. eben auch für ein Handy. Es wird also ein „Würfel“ in die Steckdose gesteckt, und von dort geht dann ein dünnes Kabel zum Gerät.

Nach einigen Jahren hatte dieses Kabel am Steckernetzteil meines Haarschneiders jetzt beschlossen, dass es seinen Geist aufgibt.
Dies geschah dergestalt, dass das Kabel brach, dort, wo es den Knickschutz am Netzteil verlässt.
So wie das konstruiert war, konnte das nicht anders passieren, weil der Knickschutz nicht sanft ausläuft bzw. flexibel gehalten ist, und entsprechende Länge aufweist, so dass das Kabel gar nicht knicken kann, sondern relativ starr gearbeitet ist.

So brach das Kabel also an der Stelle, und somit stellte der Haarschneider seine Tätigkeit ein, als der Akku leer war.

Na gut … musste ich ja nur das Steckernetzteil öffnen, und das Kabel im Netzteil neu anlöten. Lötkolben und -zinn hatte ich ja.
SO dachte ich zumindest.

Bis ich mir das Netzteil genauer angesehen und festgestellt hatte, dass der Hersteller spezielle Schrauben verwendet hatte, nämlich sog. Spanner-Schrauben.
Für diese bräuchte man einen Schraubendreher/Bit wie DIESEN

spannerBit

…. und den findet man in nur wenigen Bit-Sortimenten.

Einfach ein anderes Netzteil verwenden, funktioniert natürlich auch nur dann, wenn es die richtigen Werte aufweist, ansonsten entweder das Gerät oder aber das Netzteil Gefahr läuft, zerstört zu werden.

Also blieb mir nix anderes als einen entsprechenden Bit zu besorgen.

Das tat ich dann auch, öffnete damit das Netzteil, lötete das Kabel neu an …. FERTIG.

Somit habe ich den Hersteller meines Haarschneiders ausgetrickst, denn der wollte mich ganz offenbar dazu nötigen, ein solches Original-Netzteil mit jenem sehr ungewöhnlichen Spannungswert zu kaufen.
Dieses Netzteil hätte, erfahrungsgemäß, sehr viel mehr gekostet, als ein neues Gerät, ganz zu schweigen vom Zeitwert.

Für den Bit-Satz, der das benötigte Teil enthielt, musste ich zwar 10 € auf den Tisch legen, aber ich werden einzelne Bits daraus sicherlich noch öfter benötigen, denn das Ansinnen mancher Hersteller, den Käufer von Geräten aus seinem eigenen Eigentum auszusperren, ist nicht gerade selten anzutreffen.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!