Ein Mann, ein Wort

Stellen wir uns folgende Begebenheit vor (Ähnlichkeiten mit der Realität wären natürlich rein zufällig):

Ein Mieter bittet den Vermieter um vorzeitige Auflösung des Mietvertrags. Der stimmt zu, wenn er dafür betraglich die Hälfte der eigentlich noch zu zahlenden Miete erhält; das wären etwa 600 €.

Hand drauf, Fall erledigt. So würde man denken.

Wie man sich dann am letzten Tag vor Auszug nochmal sieht, kommt man nochmal in’s Reden, und das Thema „Nachmieter“ taucht auf. Man macht aus, dass, falls ein Nachmieter gefunden würde, das Thema mit der Zahlerei erledigt sei.

Hand drauf, Fall erledigt. So würde man denken.

2 Wochen später kommt der Mieter, auf seinem Weg zum Einkaufen, nochmal an der Wohnung vorbei. Er sieht, dass da jemand einzieht.
Wunderbar, so denkt er sich. Dann bekommt der Vermieter seine Miete vom neuen Mieter, und man kann das Thema damit abhaken.

Fall erledigt. So würde man denken.

Er versucht den Vermieter zu erreichen, um ihm das mitzuteilen, dass er bescheid weiß. Kann ihn nicht erreichen, und schreibt ihm eine SMS, dass er das gesehen hat, und also das mit der Zahlerei damit erledigt ist, und er den entsprechenden Dauerauftrag die nächsten Tage löschen wird. Zur Sicherheit informiert er noch dessen Sohn wegen der übersandten Nachricht.

Fall erledigt. So würde man denken.

4 Wochen später erhält er ein Schreiben vom Anwalt des Vermieters. Man fordert von ihm jene 600€, sowie Anwaltskosten und sonstige Kosten. Die Sache mit dem Nachmieter sei ohne Bedeutung.

Letztlich sieht man sich vor Gericht.

Ein Mann, ein Wort, Hand drauf?

Manchen Menschen sollte die Hand abfaulen.

 

6 Gedanken zu „Ein Mann, ein Wort#8220;

  1. Die Aussicht auf den schnellen Taler verdrängt bei vielen die Erinnerung an Dinge die man gesagt oder getan wurden. Da kannst du den ganzen Tag Hände schütteln – sobald ein Anwalt mit der Banknote wedelt ist das alles vergessen….

  2. Pingback: Der (unbemerkte) Wink mit dem Zaunpfahl | Was (keine) Freude Macht

Freu mich echt über jede Nachricht !!!