Ein schöner Abend auf der Terrasse

Die Zeit ist nicht mehr allzu fern im Jahr, in der uns ein schöner Abend auf der Terasse bevorsteht.

Vll nach einem guten Abendessen beim Griechen um die Ecke.

Dann raus in den Sommerabend, mit einem Glas Wein, einer Schüssel voller Nüsse, ev. noch ein Schälchen Kirschen, und was es sonst noch an schönen Dingen gibt, die man da geniesen könnte. Denn ein schöner Abend auf der Terrasse, DAS is es doch!

Stopp ….. an der Stelle muss ich die schöne Stimmung leider abrupt abbrechen ….

Ich stell mir nämlich gerade vor, wie das für meine Kinder sein wird. Ich nehme als Bsp. meine Tochter. Sie ist geboren im Jahr 2000. Wenn sie dereinst so alt ist wie ich heute, also dann mal Richtung 60 geht, dann schreiben wir in etwa das Jahr 2060.

Das Problem …. all die Dinge die ich eingangs beschrieb, werden aller Wahrscheinlichkeit nach für meine Tochter nicht mehr möglich sein.

Sich im lauen Sommerabend auf die Terrasse setzen, da wird einem das dann vorherrschende Klima etwas husten. Stabile Wetterlagen, gemäßigtes Klima, und so einiges mehr, wird dann schon längst der Vergangenheit angehören.

Auch ich werde dann schon der Vergangenheit angehören. Gut, ich könnte dann so um die 100 sein. Aber wohl eher nicht.

Um einen früheren Politiker in etwa zu zitieren, werde ich die Gnade der frühen Geburt genießen haben dürfen.

Meine Tochter wird in einer Zeit älter werden, die gekennzeichnet sein wird von globalen Wetterextremen, von globalen Flüchtlingsbewegungen, von erschöpften Rohstoffquellen, von Energienotstand, von Hungersnöten und dergleichen mehr.

Einerseits könnte ich froh sein, dann nicht mehr hier zu sein. Andererseits quält mich die Vorstellung, was für eine Welt ich meiner Tochter hinterlasse.

Denjenigen Lesern, die das alles als Schwarzmalerei sehen, rufe ich zu: Oh möget ihr doch recht haben, jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommen wird, ist hinlänglich groß.

Unser Lebensstil ist gekennzeichnet durch ein „weiter so“. Dadurch richten wir diesen Planeten zugrunde. Zuallererst tun wir dies mit der Umwelt/Natur. Die Kurzform ist die, dass das alles auf die nach uns Kommenden zurückfallen wird.

Wenn man sich nur kurz verdeutlicht, wie abhängig wir von der Natur sind, wird einem glasklar, was es bedeutet, wenn wir unsere Lebensgrundlage zerstören. Und wir sind mit allen Kräften dabei.

Alles geht kaputt: Die Artenvielfalt, die Gletscher, der Regenwald, die reine und klare Luft, das Wasser etc etc etc etc etc.

Falsch an dieser Darstellung ist nur Eines: Es „geht“ nicht kaputt, sondern wir machen es kaputt.

Im Jahr 2060 wird das Leben sehr wahrscheinlich in wesentlichen Teilen ein Überlebenskampf sein. Es wird um das Wesentliche gehen, was der Mensch braucht: Wasser, Nahrung und Schutz!

Und das, was dann vorhanden ist, wird sich auf sehr viel mehr Menschen verteilen müssen, als das heute der Fall ist. Damit meine ich nicht nur die globale Bevölkerung (das auch), sondern die Zahl der Menschen, die dann in Europa vorhanden sein wird. Denn in so manchen Bereichen der Welt wird man nicht mehr leben können.

Allein schon die Küstenregionen weltweit, werden durch die steigenden Meeresspiegel überspült worden sein. Und ein Leben/Vegetation in den Tropengebieten wird es kaum noch geben.

‚Ein schöner Abend auf der Terrasse‘ gehört dann schon längst der Vergangenheit an. Ebenso die Kirschen, die Nüsse, der Wein und das Fleisch beim Griechen. Klima, Insektenzahl und Ressourcen werden das nicht mehr hervorbringen. Allein die Produktion von Fleisch erfordert Unmengen an Wasser und Energie.

Dass ein schöner Abend auf der Terrasse dann nicht mehr möglich sein wird, ist dann aber das Geringste unserer Probleme.

Heute konzentrieren wir uns auf unser Wohlergeben. In jeder Hinsicht.

Dass dies in nicht allzuferner Zukunft als gewaltiger Bummerang zurückkommen wird, ist nicht mehr eine Frage des ob, sondern nur noch eine Frage des wann.

Wir hätten alle Möglichkeiten, dies abzuwenden. In aller erster Linie hätten wir die Mittel dazu. Jedoch bleibt dafür nur noch ganz wenig Zeit. Ich stelle die These auf, dass innerhalb von 5 Jahren eine fundamentale Umkehr erfolgen muss, sonst wären die Vorgänge irreversibel.

Verbrauchte Rohstoffe können nicht mehr zurückgeholt werden. Verlorene Küsten auch nicht. Wasser, das vergiftet wurde, ebensowenig. Und man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass die Natur/das Klima nur mit starker Verzögerung reagiert. Anders gesagt, was wir in 10 Jahren umsetzen, wirkt erst ab 2050.

Aber Hauptsache wir haben heute ein bequemes Leben. Was nach uns kommt …. EGAL.

Aber halt, etwas Entscheidendes habe ich vergessen: Unsere Politiker werden das Richtige tun!!!

Wer das wirklich, aus vollem Herzen, glaubt, der möge hervortreten!

Es grüßt das Smamap

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Ein Gedanke zu „Ein schöner Abend auf der Terrasse

  1. Pingback: Das Klima schließt keine Kompromisse - Was(keine)FreudeMacht

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