Erlebnisreicher Einkauf

Heute vormittag mal wieder den Wocheneinkauf erledigt.

Jede Menge erlebt, dabei.

Diesmal sogar einen Einkaufszettel auf dem Smartphone geschrieben, damit ich nicht hinterher wieder feststelle, was ich alles NICHT gekauft habe.

Heute mal zum Kaufland gegangen. Ist zwar am weitesten weg von meiner Bleibe, aber damit habe ich auch gleich DIE Fliege erschlagen, die da lautet „Bewegung, Bewegung, Bewegung“. Hab ja kein Auto, und Fahrrad is mir im Moment noch zu kalt (heute waren es 3° C).

Also frühzeitig in die Gänge gekommen. Noch dazu bergauf (hier ist das „Kaufland“ am höchsten Punkt des Ortes gelegen).

Die haben dort, seit der optischen Umgestaltung, so Einiges umorganisiert. Will heißen, man ist jetzt erstmal mehr am Suchen, weil manche Sachen nicht mehr dort sind, wo man gewohnt war, sie zu finden. Konnte ich aber alles unter „Bewegung“ verbuchen.
Mein Physiotherapeut wird voll mit mir zufrieden sein.

Was ich verzweifelt umsonst gesucht habe, war das alkoholfreie Weißbier. Schließlich fragte ich dann doch nach, und es stellte sich heraus, dass ich mal wieder 3x dran vorbei gelaufen war. War aber bei der wahnsinnigen Zahl an verschiedenen Biermarken, die da offeriert werden, wahrlich kein Wunder. Da gibt es normales Bier, es gibt Pils, Export, Radler, Leichtes, Alkoholfreies, normales Weißbier, leichtes Weißbier, alkoholfreies Weißbier. Das sind, wenn ich jetzt nix vergessen habe, 9 Sorten. Das Ganze mal 10 Hersteller. Da hat man also dann schon mal fast 100 Sorten abzuarbeiten, um das Richtige zu finden.
Da stehst du vor einer Mauer von Getränkekästen und siehst praktisch absolut nix mehr.Mal etwas Abstand nehmen, um den Überblick zu gewinnen, ist faktisch unmöglich, da die Gangbreite auf 2 Einkaufswägen beschränkt ist.

Na ja, jedenfalls hab ich dann doch noch mein alkoholfreies Weißbier bekommen, genauer gesagt 1 Flasche, und zog von dannen.

Überhaupt lag der Suchanteil an meinem Einkauf heute wohl bei etwa 30%.

Normalerweise lasse ich mir immer ganz bewusst Zeit beim Einkauf, und amüsiere mich über die Leute die von lauter Hektik und Stress gekennzeichnet sind, und meinen, wenn sie das aktiv ausleben, dann kommen sie schneller vorwärts.

Paradebeispiel ist immer das Spiel an den Kassen. Ich stand da an einer Kasse an, und es war, wie üblich am Freitag, voller Betrieb. Plötzlich wird neben mir eine Kasse zusätzlich aufgemacht. In gefühlter Lichtgeschwindigkeit stürzen sich etliche Kunden auf diese „neue“ Kasse. Ich bin trotzdem an der Nebenkasse stehen geblieben, hatte dort noch einen netten Plausch mit 3 älteren Damen, die zusammen Einkaufen waren, und war letztlich eher „durch“, als die Lichtgeschwindler von nebenan.

Das ist etwa so, wie auf der Autobahn im Stau: Es gibt da so Einige, die im Stau das Fahrspur-Hoppen praktizieren. Die Erfahrung lehrt, dass man am Schnellsten durchkommt, wenn man dort bleibt, wo man ist (ausgenommen, eine Fahrspur wird gesperrt).
An der Kasse ist das genauso. Diejenigen, die sich auf eine Kasse stürzen, sorgen dafür, dass es an den restlichen Kassen schneller vorangeht. Das haben jene Herrschaften nur noch nicht begriffen, die meinen, wenn sie „stürzen“, dann kommen sie eher durch.
In Perfektion machen das diejenigen, die mehrmals zwischen verschiedenen Kassen hin- und herpendeln (das ist dann das Verhalten von der Autobahn 1:1 kopiert).

Aufgefallen ist mir heute auch, dass wohl so einige Grüppchen sich zum Einkaufen verabredet hatten. Nicht nur die 3 Damen vom Grill ….. äähh ich meine, die Damen, die vor mir an der Kassen standen. Sie hatten auch 8 Flaschen Rotwein im Einkaufswagen, was mich zu der Bemerkung veranlasste, wie sie denn wohl die 8 Flaschen durch 3 teilen. Sie meinten, dann das wäre für eine Veranstaltung im Rahmen der Kirche, und wenn ich am Sonntag auch käme, dann ließe sich das wunderbar durch 4 teilen 😉 😉 😉

Nun gut, die Kirche und etliches an Alkohol  konnte ich jetzt nicht wirklich in Einklang bringen, so dass ich die spaßigen Damen letztlich in ihr Wochenende entließ und mich auf meinen Bezahlvorgang konzentrierte.

Was mir dann noch blieb, war, alles in Rucksack und Tasche verstauen, und den Heimweg antreten. Auf selbigem wurde mir dann klar, dass ich was vergessen hatte ……

Ach ja ….. auf dem Weg nach draußen, hielt ich noch kurz beim Metzger an, und gönnte mir eine Fleischkäs-Semmel (in anderen Landesteilen heißt das ev. „Leberkäs-Semmel“). Na ja, jedenfalls kaum war ich auf meinem Weg, musste ich schon die Speise mit Zähnen und Klauen verteidigen, weil da Frauchen mit Hund kam, und Hund meinte, auch etwas haben zu wollen. Ich verständigte mich dann mit Frauchen insofern, als ich die Semmel hinter dem Rücken versteckte. Weil sonst würden wir wohl immer noch dortstehen, und Hund würde erwarten, dass er was abkriegt.
Letztlich kam es dann so, dass ich doch noch meine Semmel zu 100% behalten durfte, und sogar den Senf, durfte ich behalten. Auch wenn sich dieser, bis zum Ende, über die Finger meiner Hand verteilt hatte. In weiser Voraussicht, hatte mir der Mensch an der Metzgers-Theke eine Serviette mitgegeben, so dass ich auf dem Nachhauseweg dann mal kurz pausierte, um im Rahmen einer Reinigungsaktion mich wieder salon-fähig zu machen.

Und so war der vormittag gerettetet 😉
Ich hatte Bewegung (vielmehr mein Kreuz), hatten meinen Einkauf und war satt 😉

Es grüßt,
das Smamap

 

Ein Gedanke zu „Erlebnisreicher Einkauf

  1. So ähnlich ging es mir heute morgen auch. Allerdings hatte ich einen Slalomlauf mit meinem Einkaufswagen zu absolvieren. Vorbei an Augenfänger und Sonderangebotsaufstellern und Kunden, die urplötzlich stehenbleiben oder seitwärts abdriften. Da muss man schon hart abbremsen, um denen nicht in die Hacken zu fahren. Besonders „liebe“ ich ja die Nebeneinanderhergeher. In Viererreihe versperren die allen anderen den Weg und lassen keinen durch. Herrlich.

Freu mich echt über jede Nachricht !!!