Es geht um Minuten

Gestern wurde es wieder einmal sehr klar – es geht um Minuten.

Gemeint ist der Schlaganfall.

Die Mutter einer guten Freundin brach in ihrer Küche zusammen, konnte nur noch lallend reden, der Mundwinkel hing nach unten. Es war eindeutig …. aller Wahrscheinlichkeit nach war ein Schlaganfall aufgetreten.

Das rasche Handeln ihrer Tochter und des Hausarztes führten dazu, dass sich die Dame innerhalb einer halben Stunde auf der StrokeUnit des Klinikums wiederfand.

Dort eingeleitete Maßnahmen, führten, nach heutigem Stand, zumindest dazu, dass das Gerinsel im Kopf innerhalb sehr kurzer Zeit behandelt werden konnte. Ob es ganz beseitigt werden kann, und welche bleibenden Schäden sein werden, muss sich erst noch zeigen. Doch durch das rasche Handeln der Beteiligten konnte der Schaden mit Sicherheit in Grenzen gehalten, wenn nicht sogar ganz vermieden werden.

Die gute Dame ist, zumindest von außen betrachtet, auf einem guten Weg.

Wenn ich das mit meinem Fall vergleiche …. ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mein Schlaganfall liegt jetzt über 13 Jahre zurück. Damals war es kein Gefäßverschluss, sondern eine Blutung …. die andere Art von Schlaganfall eben.

Jedoch dauerte es 2 ganze Tage, bis man im dortigen Klinikum den Schlafanfall als solchen erkannte. Die Hausärztin mutmaßte gar eine ‚Magen-Darm-Geschichte‘.

Seit damals, und das bestätigen mir Ärzte immer wieder, hat sich der Umgang mit Schlaganfällen enorm verändert. Damals wusste man, auch auf ärztlicher Seite, noch nicht so recht bescheid.

Die Erkennungskriterien waren vage, die Ausbildung noch verbesserungsfähig. Heute weiß man schon sehr viel mehr, wie man Gefäßverschlüsse am besten wieder auflösen kann.

UND – das Wissen, dass der Zeitfaktor eine enorme Rolle spielt, ist auch schon in der normalen Bevölkerung weit verbreitet. Und auch, woran man einen Schlaganfall erkennen kann.

Ich hatte damals enormes Glück. Gegen eine Blutung könnte man auch heute noch nicht so sehr viel machen. Und meine Blutung damals, kam von selbst relativ schnell zum Stillstand.

Doch sei es, wie es wolle …. es geht um Minuten …. das bleibt Fakt. Wer bei Verdacht auf Schlaganfall damit zögert 112 anzurufen, der geht ein unkalkulierbares Risiko ein.

Ich hatte mittlerweile noch 2 kleine Schlaganfälle, und jedesmal wurde sofort 112 verständigt. Und die Mädels und Jungs, die dann kommen, die sagen es einem immer wieder …..

„lieber kommen wir 10x umsonst, als 1x zu spät. Es geht um Minuten“

Es grüß das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

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