Es hat sich nichts verändert?

Heute hab ich eine Bekannte begleitet, die bei bestimmten Dingen immer etwas Unterstützung braucht.

Heute ging es darum, dass sie beim Amtsgericht was erledigen musste.

Die Atmosphäre, die einem da entgegen schlägt, ist immer noch dieselbe, wie vor Jahren.

Eigentlich sollen die Ämter/Behörden/sonstwas ja mittlerweile sehr viel bürgernäher sein. Ich hatte heute dort, obwohl ich nur in einer Art Warteposition war, ständig das Gefühl, dass man dort nicht wahrgenommen wird, und wenn doch, dann als Fremdkörper oder als einer, der dankbar dafür sein muss, dass man sich seiner annimmt.

Ging schon mal damit los, dass sie zwar nach Klopfen wieder aus dem Büro hinaus komplimentiert wurde („bitte warten Sie draußen“), aber dass sie dann jemand geholt hätte, wie es soweit war, dass jemand Zeit für sie hatte, soweit kam es dann doch nicht.

Es stellte sich dann heraus, dass man ihr am Telefon nur die Hälfte gesagt hatte, was sie alles mitbringen müsse.

Über die Gebühren, die sie für den Vorgang zu zahlen hat bekommt sie dann eine eigene Rechnung per Post. Ein Hoch auf die EDV, die es rein theoretisch ermöglicht, eine Rechnung sogleich auszudrucken, und so dem Bürger die Möglichkeit zu geben, die Sache sofort zu erledigen.
Wär ja viel zu einfach und auch zu kostengünstig.

Sozusagen als Ausgleich habe ich dann kurz vor Ende vernommen, wie jemand in einem anderen Büro noch mit einer uralten elektrischen Schreibmaschine zugange war. Und wie der „Amtsrat“ dann mal kurz die Tür öffnete, da sah ich WIE alt das Teil tatsächlich war: Ich hatte nämlich vor exakt 35 Jahren auf dem gleichen Modell das Maschinenschreiben erlernt.

Ein Hoch auf die Technik.

Es grüßt,
das Smamap

6 Gedanken zu „Es hat sich nichts verändert?#8220;

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