GEHT DOCH !!!! Oder eher nicht ???

Wie zu lesen ist, hat VW in den letzten Monaten, im Rahmen des Abgasskandals, einen Katalysator entwickelt, mit dem die strengen US-Abgasnormen eingehalten werden können.

Schon seltsam, was so alles möglich ist. Da wird, mal eben so, innerhalb kurzer Zeit, etwas entwickelt, was ansonsten immer als sehr schwierig bis unmöglich dargestellt wurde.

Da frage ich mich, was sonst noch so alles möglich wäre, wenn die Konzerne nur wollen würden.
Es ist halt wesentlich einfacher und kostengünstiger, irgendwelche Schlupflöcher und Sonderregelungen auszunutzen, um den Gewinn zu steigern, anstatt das Mögliche zu machen, zugunsten der Umwelt.
Allerdings sieht man, dass Tricksereien und Betrügereien dann letztlich doch immer auffliegen.
Da ist die Frage erlaubt, warum man es erst doch mal versucht, und nicht ehrlich bleibt, im Sinne dessen, was auch Recht, Gesetz und Anstand von jedem Normalbürger verlangt.

In diesem Zusammenhang müssen natürlich auch Behörden und Gesetzgeber genannt werden, denn solange es legal ist, mit allerlei Tricksereien die Abgas- und Verbrauchswerte zu schönen, solange wird Derartiges als „normal“ gesehen, und dann auch versucht, die Grenze immer noch ein wenig weiter hinauszuschieben.

Mittlerweile weiß man ja auch, wie diverse Hersteller anderer Produkte, ganz legal Verbrauchswerte schönen (z.B. Staubsauger und Waschmaschine).

Was in meinen Augen fast schon sowas wie ein Verbrechen ist, ist die Tatsache, dass sich sämtliche Autokonzerne gegen die Durchsetzung des Elektro-Autos stemmen. Wir könnten heute eine Quote von mindestens 50% haben. Aber dann würden viele Dinge am Auto nicht mehr benötigt werden. Das beginnt mit all den Teilen, die ein Elektroauto nicht mehr braucht (Zündkerzen, Zündkabel, Einspritzpumpe, Vergaser etc. etc.), geht weiter mit Sprit und Öl und endet mit all den KFZ-Werkstätten, die bei weitem nicht mehr so viele Fahrzeuge zu warten hätten (es braucht keine Ölwechsel mehr, und alles andere auch nicht, was mit einem Verbrennungsmotor zu tun hätte).
Es gibt also hier so etwas wie eine konzertierte Aktion sog. „interessierter Kreise“, allen voran die Autoproduzenten, die Ölkonzerne und die Zubehörindustrie.

Jedes Elektroauto würde den Gewinn ganz entschieden schmälern. Und wenn man die Gewinne der Autokonzerne und der Ölmultis betrachtet, dann weiß man, ohne da lang suchen zu müssen, wer in allererster Linie ein Interesse daran hat, dass alles so bleibt, wie es ist (zumindest weitgehend).
Vergessen darf man in dem Zusammenhang natürlich auch den Fiskus nicht, denn der schöpft ja auch seinen Teil ab über jeglichen Verkauf von Sprit und Waren.

Ich nannte es oben deswegen ein „Verbrechen“, weil man sich leicht ausrechnen kann, was es für die Umwelt bedeuten würde, wenn 50% aller Autos im Betrieb NULL Schadstoffe ausstoßen. Die handfeste Unterstützung solcher NULL-Autos wäre ein entschiedener Beitrag für unsere Umwelt und die Lebensbedingungen nachfolgender Generationen.

Was mich persönlich angeht, so wissen die Mitleser hier, dass ich dieses Konzept des NULL-Autos jetzt seit einigen Monaten lebe, indem ich kein Fahrzeug mehr mein Eigen nenne. Dieses NULL bezieht sich dann auch auf die Umweltbelastung, was Produktion und Entsorgung angeht.

Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an. Und das meine ich so, denn wenn wir auf Wirtschaft und Staat warten, dann warten wir, aus o.g. Gründen, vergebens. Und deshalb habe ich auch nicht viel Hoffnung, dass sich die so hoch gelobten Klimaziele von Paris auch wirklich erreichen lassen, denn dazu müsste man in wesentlichen Bereichen enorm umsteuern, und zwar SOFORT. Aber das ginge zu lasten der Konzernbilanzen und der Staatseinnahmen

Es grüßt,
das Smamap

16 Gedanken zu „GEHT DOCH !!!! Oder eher nicht ???#8220;

  1. Es ist wirklich ein Verbrechen gegen die Umwelt und damit auch gegen unsere Kinder und Kindeskinder, die sich damit dann rumschlagen müssen.

    Ich kann auch nicht verstehen, warum sich die Konzerne so schwer damit tun. Es gibt das 1- und 3-Liter Auto schon sehr lange, aber sie bringen es nicht auf den Markt…. 🙁

    Ich hoffe, dass VW in den USA jetzt wirklich dazu gezwungen wird, die Autos zurückzukaufen.
    Hier wäre das nicht durchzubringen, aber in den Staaten schon. Das würde VW schätzungsweise an die 100Milliarden kosten…..das könnte evt. auch andere Konzerne zum Umdenken bringen.

  2. So gern ich Euch hier zustimmen würde, was so kleine Schritte angeht: Das Problem dabei ist, dass wir ziemlich kurz vor dem „Point of no return“ stehen. Und so schön und sinnvoll kleine Schritte sind, so bräuchte es zumindest einige GROSSE Schritte zur Ergänzung, sonst sind wir in relativ wenigen Jahren über die Grenze hinaus, die wir niemals hätten überschreiten dürfen.

    • Kleine Schritte haben aber die Chance Signalwirkung zu haben.
      Ist doch immer noch besser als gar nichts zu tun und sich nur aufzuregen oder, wie so typisch deutsch, mit dem Finger auf andere zu zeigen alá „soll der doch anfangen“

      • Stimme dir da völlig zu, mit dem Finger auf andere zu zeigen, und selber nix zu tun, das ist ein NO-GO. Allerdings kommt unseren Oberen schon eine besondere Pflicht zu. Erst recht dann, wenn der Otto-Normalverbraucher seinen Teil leistet.
        Wobei man schon auch anführen muss, dass es immer schon so war, dass die Masse von sich aus eher schwerfällig ist.

        • Das stimmt. Die Masse ist wirklich sehr schwerfällig.

          Aber ich denke, dass die vielen kleinen Schritte auch nach und nach auf die Masse überschwappt.

          Genauso denke ich, nein, ich bin fast sicher, dass wegen der vielen kleinen Schritte in Richtung „Atomkraft, nein danke“ es dazu kam, dass unsere Reaktoren abgeschaltet wurden.

          Klar hat es als i-Tüpfelchen Fukushima gebraucht, aber ohne die Stimmung in der Bevölkerung hätte es garantiert keine Abschaltung zur Folge gehabt.

      • Hmmmm …. dein Wort in Gottes Gehörgang, wie man so sagt. Es braucht beides, die vielen kleinen Schritte oder sagen wir mal, die Bereitschaft der Menschen, und noch einen echten Auslöser. Insofern war Fukushima etwas mehr als ein Auslöser. In gewisser Weise natürlich auch ein i-Tüpfelchen.
        Ein Paradebeispiel ist für mich immer die Gurtpflicht im Auto. Hätten wir uns nur auf die vielen kleinen Schritte verlassen, dann würden wir noch immer auf die Gurtpflicht warten. Da musste dann schon ein Gesetz her, verbunden mit finanzieller Strafandrohung. Wenn’s an’s Geld geht, das wirkt immer Wunder.
        Und so denke ich, dass ein Warten auf die vielen kleinen Schritte, in Unweltbelangen, uns nicht weit genug vorwärts bringen.

        • Nein, vorwärtsbringen werden sie uns nicht. Aber wenn die nächste Katastrophe kommt, dann werden die Politiker reagieren, wenn sie die Stimmung im Volk sehen, eben dafür sind die Schritte wichtig.
          Denn wenn keiner was tut, dann kommt die nächste Katastrophe, dann sagen die Politiker, och, warum sollen wir was tun, das Volk will es ja auch nicht.

          • Da hast du schon recht. So sehe ich das auch. NUR – ich meine eben, dass die Herrschaften dort oben, die Verpflichtung haben, vorausschauend zu handeln. AUCH dafür sind sie da und gewählt, um nicht zu sagen: V.A. DAFÜR.
            Die vielen kleinen Schritte im Volk sind hilfreich, erst recht dann, wenn Katastrophe kommt; so wie du sagst.
            Nur immer auf die Katastrophen zu warten, und zu hoffen, dass die Bereitschaft im Volk auch schon da ist, ist mir zu sehr Lotterie.
            Ist wie bei den Indianern: Da gab es den Häuptling, der gesagt hat, wo es hin geht. Hätte er auf die Bereitschaft seines Stammes gewartet, dann hätte er dem Stamm beim Aussterben zusehen können. Aber schließlich war er ja zum Häuptling bestimmt worden, damit eben genau das nicht passiert.

          • Ohhhh, die hohen Herrschaften sind doch seeeeehr vorausschauend….sie schauen immer vier Jahre im voraus….lach….
            ich versteh schon was du meinst.
            Leider ist es schon immer so gewesen, dass die Aufgabe der Herrschaften „Schaden vom Volk abzuwenden“ noch nie wirklich eingehalten wurde, es sei denn es gab viele viele Wählerstimmen dafür, wie bei Fukushima.

          • Und genau aus diesem Verhalten der hohen Herrschaften ist immer wieder in der Geschichte der Wunsch entstanden, es möge jemanden geben, der wirklich die Bedürfnisse der Welt und der Mensch im Vordergrund sieht, völlig unabhängig von den eigenen Wünschen.
            Wen ich dabei (ohne Detailwissen zu haben) immer sehr positiv gesehen habe, war Winston Churchill. Der hat, ev. auch gezwungen durch die Geschehnisse, nur sein Land und die Menschen geschehen, und war der Richtige zur richtigen Zeit. Die Briten sind in solchen Sachen sehr sensibel, und haben entsprechend nach dem Krieg jemanden gewählt, der dann eben für die Nachkriegszeit besser geeignet war.

          • Das stimmt.
            Durch das lachse Verhalten und Nichthandeln unserer derzeitigen Politiker kommen vermehrt die Stimmen hoch nach einer „starken Hand“ oder „ein kleiner Adolf wäre vonnöten“…..das kann es ja nicht sein.

            Ich denke, dass wir alle erstens wählen gehen sollten, und zweitens mal ganz andere Parteien wählen sollten, so könnte sich nach und nach evt. etwas verändern.

Freu mich echt über jede Nachricht !!!