George Martin †

Die Menschen aus meiner Jugend werden immer weniger.

V.a. DIE Menschen, die wesentlicher Inhalt meiner Jugend waren.

Von den Beatles sind nur noch 2 übrig: Paul McCartney und Ringo Starr.

Was hätte ich darum gegeben, ein paar Jahre eher auf die Welt gekommen zu sein, als es tatsächlich der Fall war. Ich hätte die damalige Karriere aktiv miterleben können, deren Höhepunkt um 1965 erreicht wurde.

Als ich dann begann, ihre Musik aufzunehmen, also etwa gegen Ende der 60-er Jahre, da trennten sich die Beatles.

Und so gab es viele einschneidende Ereignisse in der damaligen Zeit, die ich nicht aktiv miterleben konnte.

Das Erste, an was ich mich so wirklich erinnern kann, ist die Mondlandung 1969. Ich saß damals vor unserem schwarz-weiß-Fernseher, und saugte alles in mich auf, was es dazu gab.
Und das Zweite, die Ereignisse, die mit einem Mann namens Cassius Clay jr. zu tun hatten.

Ich bin nicht der Einzige, dem es so erging. Der Jahrgang 1961 war der stärkste Jahrgang überhaupt. Und so wird es wohl so einige „Leidensgenossen“ geben, die so manche Dinge nicht bewusst miterlebt haben, die ihnen später als sehr wichtig erschienen.

Andererseits kann man der „Gnade der späten Geburt“ durchaus auch positive Züge abgewinnen: Man denke nur an die Kuba-Krise 1962 oder an die Entwicklungen im Bereich des Gesundheitswesens. Oder aber auch daran, dass sich viele der Freiheiten unserer Gesellschaft erst in späteren Jahren ergeben haben.

Gar nicht davon zu reden, dass man in eine Zeit geboren wurde, in der der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Krieg so wirklich gegriffen hatte.
Wenn ich da an meine Eltern denke, beide geboren 1935, da möchte ich gar nicht wissen, wie knapp ich der Situation entronnen bin, niemals über das Stadium der „geistigen Ursuppe“ hinausgekommen zu sein.

Letztlich ist es so, wie es ist. Und ein „was wäre wenn“ hat keine Bedeutung.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!