Der Anfang der Welt

Wie heute schon HIER geschrieben, ist Stephen Hawking von uns gegangen; derjenige, der versuchte uns u.a. den Anfang der Welt vor Augen zu führen.

Nun – ich meine, man könnte mal grob versuchen, das zu skizzieren, was in meinen Augen das Wichtigste ist, was er uns hinterlässt. Ich bitte auch gleich ihn selbst, und etwaige „Experten“, um Nachsicht dafür, dass ich ev. eine andere Gewichtigung vornehme, als andere. Und auch um Nachsicht, dass ich die Dinge etwas vereinfache. Soweit halt, dass auch Meinereiner es ausdrücken kann.

Er hat dargelegt, und mathematisch bewiesen, dass das Universum einen Anfang hatte. Den Urknall eben. Sprich, es gab einen Punkt auf den alles konzentriert war, und aus diesem unendlich kleinen Punkt entstand alles. Zuerst war das Universum auf diesen Punkt konzentriert, dann wurde es, aus kleinen Anfängen, immer größer, bis dorthin, wie es heute ist.

Anders gesagt …. wenn man in der Zeit immer weiter zurückgeht, dann schrumpft das Universum immer mehr zusammen, bis zu jenem unendlich kleinen Punkt.

An diesem Punkt begann der Raum und auch die Zeit. Davor gab es – NICHTS!!! Nicht einmal die Zeit.

Hawking sagt, es braucht absolut NICHTS, damit alles entsteht. Es entsteht alles aus NICHTS. Eben aus diesem unendlich kleinen Punkt heraus.

Und es brauche deshalb auch keinen Gott, um unser Universum entstehen zu lassen. Zumal es vor jenem Anfang keine Zeit gab, zu der es hätte geschaffen werden können.

Er wolle, so meinte er sinngemäß, niemandem seinen Glauben nehmen. Jeder habe den freien Willen und die Wahl, hinter dem Ganzen einen Schöpfer zu sehen. Notwendig sei er nicht.

Wie gesagt, es gibt hinter dem Ganzen, was er meint, eine mathematische Darlegung, die zu eben jenem Punkt führt. Verstehen können dies nur die Wenigsten. Solche mathematischen Abhandlungen sind genauso weit weg von 1+1=2, wie unsere Vorstellungskraft von der Größe des Universums. Deshalb hat er auch versucht, es halbwegs allgemeinverständlich „rüberzubringen“.

Populärwissenschaftlich sozusagen. Soweit das eben möglich ist.

Jeder hat so seine Überzeugungen. Und bei uns ist es auch so, dass die ein Jeder haben darf, ja muss.

Ich gehöre zu denen, die es vorziehen, etwas auch halbwegs logisch nachvollziehen zu können. Und ich tue mich unheimlich schwer, den Anfang der Welt in einem Gott zu sehen, dessen Existenz durch Glauben bewiesen wird. Durch nichts anderes als Glauben. Wobei ich zunächst einmal völlig dahin gestellt sein lasse, von welchen der zig Glauben, die es auf der Welt gibt, da die Rede ist; alles Religionen, die von sich behaupten, die einzig wahre Religion zu sein. Schon das ist ein Widerspruch in sich selbst.

Es erinnert mich immer an die Wikinger, die den Grund für eine Sonnenfinsternis nicht darin sehen konnten, dass der Mond die Sonne verdeckt, sondern darin, dass ein Wolf die Sonne verschlingt, und man durch lautes Geschrei diesen Wolf wieder verscheuchen müsse. Das klappte auch …. nach ein paar Minuten Geschrei war jener Wolf wieder verschwunden.

Und so lässt sich Vieles derart erklären. Ich ziehe es vor, die Dinge einigermaßen logisch zu erklären. Und mit fast allen Dingen des Daseins gelingt dies auch. Nur wenn es ans Eingemachte geht, sprich den Ursprung allen Seins, dann darf das auf einmal keine Rolle mehr spielen. Dann zählt nur noch der Glaube.

Da halte ich es dann doch wesentlich lieber mit Stephen Hawking, der versuchte, auch diesen Natürlichkeiten mit dem auf den Grund zu gehen, was überall sonst wunderbar funktionierte. Schon Sir Isaac Newton hatte die Gravitation damit erschlossen, sprich den fallenden Apfel.

Und Hawking VERSUCHTE nicht nur den Anfang der Welt damit zu erklären, sondern es gelang ihm auch.

Aber er sagte stets sinngemäß: Ich sage nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich sage nur, dass es eine andere Möglichkeit gibt, wie die Dinge entstanden sind, dass man dafür keinen Gott braucht, und es jedem frei steht, für sich zu entscheiden, womit er es hält.

Ich stelle mir manchmal vor, wie es wäre, wenn es plötzlich einen unumstößlichen Beweis gibt für den Anfang der Welt, der derart nachvollziehbar ist, dass der Glaube (an welchen der vielen Götter auch immer), als nicht real offenbar wird. In dem Moment würde alles, was mit Glauben zu tun hat, obsolet.

Nun – das war nicht Hawkings Ziel. Er wollte schlicht die Geheimnisse des Universums ergründen. Ergründen wie es sich verhält mit der Raum-Zeit. Mit Massen, die den Lauf des Lichts beeinflussen. Mit schwarzen Löchern, mit der Strahling daraus, die nach ihm benannt ist. Und damit, was ganz am Anfang war.

Für mich war er auch immer ein Zeichen dafür, wie weit der Mensch, in seiner emotionalen Entwicklung, seinen logischen Fähigkeiten hinterher hinkt.

Die Welt ist ohne ihn ärmer. Und es ist zweifelsohne ein schöner Gedanke, dass er jetzt „da oben“ ist, und auf uns herunter sieht. Was ich allerdings WEISS, ist, dass das, woraus er bestanden hat, nämlich vielen verschiedenen Atomen, die aus einer Supernova gekommen sind, so wie alles andere auch, woraus alles in und um uns besteht …. dass das wieder dorthin zurückgekehrt ist …. zu einem Bestandteil des Universums wurde.

Und wenn dereinst unser Planet wieder zerbirst, in seine Bestandteile, dann ist alles wieder dort, woher es kam.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Freu mich echt über jede Nachricht !!!