IIIICH hab nix gemacht !

Gestern war ich wieder auf meiner Lieblingsstrecke mit dem Rad unterwegs.

War zwar stellenweise noch etwas nass/feucht, aber ging schon.

Irgendwo mittendrin kam mir eine ältere Frau entgegen, an einer etwas nassen Passage, die ihr Rad schob. Ich stieg auch ab, damit wir problemlos aneinander vorbei kämen.

Wir kamen kurz ins Gespräch, und sie beschwerte sich lautstark über das unverschämte Wetter, das wir jetzt schon seit ein paar Wochen hätten. Und es wär doch ein Wahnsinn und nicht mehr auszuhalten. Auch einige ihrer Bekannten würden das so sehen.

Na ja, meinte ich, wir haben es ja alle miteinander soweit gebracht, dass das Wetter so ist, wie es ist.
„Meinen Sie wirklich“, sagte sie.

„Ja“, erwiderte ich. „Denn von selbst ist das Wetter nicht so geworden“.

Man sah ihr an, dass Sie das gar nicht verstehen konnte, dass die Menschen mit daran schuld sein sollten.

Tja, beim Wetter/Klima ist es halt so eine Sache…..da gibt es niemanden, dem man die Schuld dafür zuschieben könnte. In vielen Dingen gibt es ja immer einen einfachen Schuldigen. Und wenn nicht, dann baut man sich einen.

Aber HIER wird das nicht so einfach sein, denn außer uns Menschen gibt es niemanden, der die Regenwälder abholzt, die Umwelt verpesstet und erwärmt, und Dergleichen mehr.

Es grüßt,
das Smamap

4 Gedanken zu „IIIICH hab nix gemacht !#8220;

  1. Ich gebe dir recht, natürlich versauen wir uns unserereignete Umwelt, trotzdem glaube ich, diese Kapriolen, gibt es solange es Wetter gibt.

    Aber auf jeden Fall sollte jeder von uns lernen, unsere Erde und unsere Leben, gerade in diesen Breitengraden, als Geschenk zu nehmen und zu hegen und zu pflegen.

    Liebe Grüße
    Ela

    • Der Sichtweise „…. gibt es immer schon“, vermag ich mich nicht anzuschließen. Klar gehören Wetterkapriolen zur Erdgeschichte, und gab es zu allen Zeiten überall. Die Intensität und Häufigkeit, so sehe ich dies, nehmen immer mehr zu.
      Dass Wetter nicht mit Klima gleichzusetzen ist, ist klar. Jedoch besteht ein Zusammenhang; anders gesagt, mann kann es nicht voneinander trennen. Ein Zusammenhang zwischen dem Raubbau der grünen Lungen auf unserem Planeten, den kaum noch vorhandenen Eismassen, der stetigen Erwärmung, den zunehmenden Schadstoffgehalten etc etc etc und Wetterkapriolen ist für mich offenbar. Sich damit zu beruhigen, dass es sowas immer schon gegeben habe, ist für mich etwa so, als würde man die Zahl der Verkehrsunfälle/-toten damit besänftigen, dass es das schon immer gegeben habe, und nicht damit in Zusammenhang zu bringen, dass die Verkehrsdichte und die Geschwindigkeiten enorm zugenommen haben.
      Unsere Lebensbedingungen als Geschenk zu nehmen, und zu hegen und zu pflegen, damit ist den Hochwasseropfern in Asien sicher nicht gedient.
      Wenn die gestiegenen Meeresspiegel und die Wetterkatastrophen dann bei uns im Binnenland ankommen, wird es längstens zu spät sein, um noch irgendwas unternehmen zu können, denn das Klima reagiert erst mit 20-30 Jahren Verzögerung auf irgendwelche Maßnahmen.
      Und so sind die jetzigen Wetterkapriolen in ihrer Intensität, Ausdehnung und Häufigkeit für mich die Vorboten dessen, was noch kommen wird, und wir verstecken uns viel zu sehr hinter den idealen Gegebenheiten unserer gemäßigten Breitengrade.
      Ich gehöre sicher nicht zu denen, die versuchen recht zu haben und schwarz zu malen, aber ich befürchte für die nächsten 30 Jahre Schlimmstes, und fühle mich heute schon schuldig, bei dem, was ich meinen Nachkomme hinterlasse.
      Meine Meinung.

        • Meiner Ansicht nach sind nur noch Maßnahmen radikaler Art möglich, wie etwa „max. 1 Auto pro Haushalt“ oder „Verwendung eines Großteils der staatlichen Vermögen für die Bevölkerung in den Regenwald-Staaten“ oder „jegliche Eingriffe in die Natur muss von den Verursachern verantwortet werden (z.b. Konzerne, aber auch privat)“ etc.
          Jegliches Halbherzige kommt etwa 50 Jahre zu spät.
          Befindlichkeiten wie das Vermögen, das der Einzelne gerne hätte, hat zurückzustehen hinter den Überlebensmöglichkeiten nachvollgender Generationen.
          Dass so etwas nicht durchzusetzen ist, ist mir auch klar. Aber es wäre notwendig, denn sonst endet das Leben auf diesem Planeten.
          Und offen gesagt, unseren heutigen überbordenden Wohlstand (gilt zumindest für sehr viele), habe wir auf Kosten der armen Länder und der Natur erworben.

Freu mich echt über jede Nachricht !!!