In den letzten Zügen

Wie schon mehrfach beschrieben, neigt sich „meine“ Snooker-WM dem Ende entgegen.

Im Moment findet grade das Finale statt. Heute der erste Teil, und am morgigen Montag (traditional) der zweite Teil.

Das gestrige Halbfinale war mal wieder ohnegleichen.

Der Weltranglisten-Erste Mark Selby, und sein Gegner, Marco Fu, lieferten sich ein Match über 32 Frames, das an Kampf, Konzentration, Beharrlichkeit, Taktik und Spannung kaum noch zu überbieten war.

Und wie dann kurz nach Mitternacht endlich der letzte Ball fiel, und die Menschen die Spieler mit Standing Ovations verabschiedeten, da stand auch ich vor dem Bildschirm und applaudierte.

In den letzten Jahren hatte ich schon viel gesehen. Auch Dramatik pur. Aber das gestern, so scheint es, kennt wohl keine Steigerung mehr.

Aber das dachte ich schon öfter, und immer kam etwas, das dem noch eins drauf setzte, und wo ich mir dann mittendrin dachte, ich sollte jetzt wohl lieber mal umschalten, und meinen Blutdruck wieder etwas runter bringen.

Man muss gerechter Weise hinzufügen, dass es schon auch immer wieder Matches gibt, die dann eher langweilig daher kommen.
Genauso, wie es nicht immer nur Endspiele im Fußball gibt.

Jedoch der Anteil der Matches, in denen über Stunden die Spannung unmerklich nach oben geschoben wird, ist doch erheblich.

Und wie ich immer wieder beschrieb, geht es in DIESEM Sport absolut fair zu. Ein unbemerktes „Foul“ (z.B. Kugel berührt), egal in welcher Situation, wird vom jeweiligen Spieler immer sofort selbst dem Schiedsrichter angezeigt.
Man stelle sich vor, ein Fußballer würde zugeben, dass er den Ball im Strafraum mit der Hand berührt habe.

Die Fairness in diesem Sport geht soweit, dass ein Spieler jüngst auf einen Vorteil verzichtete, den er dadurch erhielt, dass der Gegner infolge eines lauten Geräusches aus dem Zuschauerraum, unmittelbar beim Stoß, denselben verriss. Jener Spieler spielte nicht den Ball, der sich ihm dadurch einlochbereit darbot, sondern einen anderen. Und er machte dies auch nicht publik. Es war für ihn eine selbstverständliche Verhaltensweise. Wenn sein Gegner dies nicht erzählt hätte, wäre sein faires Verhalten gar nicht bekannt geworden.

Man würde sich wünschen, dass es SO auch in anderen Sportarten zuginge.

Oder ev. sogar im wirklichen Leben.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!