Lohnfortzahlung

Wie ich lese, hat der DIHK-Präsident angekündigt, wenn man darüber diskutiere, dass die Krankenkassenbeiträge wieder halbe/halbe zu bezahlen seien, dann müsse man auch über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall  diskutieren (Link), die ja derzeit von den Arbeitgebern alleine bezahlt würden.

Das würde ich dann mal „Erpressung“ nennen. Frei nach dem Motto: Wenn Ihr das zur Diskussion stellt, dann könnt ihr die Lohnfortzahlung vergessen“.

Ich bekomme bei solchen Themen immer einen dicken Hals. V.a. dann, wenn Arbeitgeber sehr genau wissen, wie sie die Dinge zu ihrem Vorteil gestalten können.

Warum ich da einen dicken Hals bekomme?
Ganz einfach: All das, was die Firmen ihr Eigen nennen, haben die Mitarbeiter mit ihrer Hände Arbeit geschaffen. Egal ob die Firmengebäude, die Fahrzeuge, Gewinne oder Managergehälter. Und auch eine Lohnfortzahlung muss zunächst erarbeitet werden.

Sicher braucht es auch Chefs, die alles koordinieren, und eine Firma entwickeln. Dafür bekommen sie auch reichlich Gehalt (womit ihre Leistung abgegolten sein müsste).

Sich dann hinzustellen, und IRGENDWAS, was auch immer das sein möge, quasi als Eigentum der Firma darzustellen, das ist eine Frechheit. Denn egal, um was es geht …. das Betreffende wurde durch der Hände Arbeit der Mitarbeiter geschaffen, und wenn überhaupt, dann gehört es den Mitarbeitern, und keinem Chef, Firmeninhaber, Manager oder wem auch immer.

Anders gesagt: Eine Firma kann auch ohne Chefs weiter existieren, aber nicht ohne Mitarbeiter.

Meine Meinung.

Es grüßt,
das Smamap

3 Gedanken zu „Lohnfortzahlung#8220;

  1. Ich kann das Argument verstehen, aber auch Arbeitgeber sind, krass ausgedrückt, am Arsch gekniffen, wenn Mitarbeiter häufig krank sind und trotzdem bezahlt werden müssen, obwohl keine Leistung erbracht wird. Besonders in dienstleistenden Berufen,wie Gastronomie, ist der Chef auf die Einnahmen des Mitarbeiters angewiesen. Ohne Servicekraft kein Service, also auch keine Einnahmen.

  2. Was ich natürlich meinte, sind jene Krankschreibungen, die arbeitsmäßig bedingt sind.
    Und da kann ich mich deiner Meinung nicht anschließen. Auch in der Gastronomie ist es, wie überall sonst auch ….. DAS, was am Ende übrigbleibt, erwirtschaften die Mitarbeiter, niemand sonst. Und wenn sich, um im Bsp. zu bleiben, die Servicekraft die Hacken abläuft, und Probleme mit den Beinen bekommt, dann ist eine Erkrankung beruflich bedingt. Und somit hat die Gesundheit des Mitarbeiters und deren Wiederherstellung an erster Stelle zu stehen. Es kann ja auch nicht sein, dass der Betrieb immer das einstreicht, was übrig bleibt, und der Mitarbeiter bleibt auf den gesundheitlichen Problemen sitzen, die die Arbeit verursacht hat. Wenn dann mal die Rente kommt, dann ist die Firma fein raus, und kommt sicherlich nicht zum Mitarbeiter und gibt ihm, sozusagen als Ausgleich, mal eben 10.000 €, um Hilfsmittel anzuschaffen und die fehlende Lebensqualität auszugleichen.
    Was natürlich auch nicht sein kann, ist, dass ein Mitarbeiter wegen jeder Kleinigkeit krank sein darf.

Freu mich echt über jede Nachricht !!!