Maschine unkaputtbar – Wertarbeit eben

Spricht man von einem Gerät als „Maschine unkaputtbar“, so ist gemeint, dass sie läuft und läuft und läuft ….

Gemeint ist auch, dass dann, wenn doch einmal etwas fehlt, dies ohne Weiteres reparabel ist, und es auch immer noch Ersatzteile gibt.

Ein gutes Bsp. dafür ist die Kaffee/Cappucchino/Espresso-Maschine von Patrizio. Er sagt, die sei 17 Jahre alt, und ohne Probleme zu reparieren. Für heutige Geräte könne man das nicht mehr sagen.

Beispiele aus einem ganz anderen Bereich, aber ebenso typisch, sind unsere heutigen Smartphones.

Bis vor wenigen Jahren bestanden diese noch aus Einzelteilen, waren also für den Normalanwender noch zerlegbar (klar, Videoanleitungen aus dem Netz, sollte man dazu schon berücksichtigen). Es galt auch hier: Maschine unkaputtbar, sprich jederzeit mit entsprechenden Ersatzteilen instandzusetzen.

Auch der Akku war noch zu entnehmen.

Mittlerweile gehen die Hersteller allerdings mehr und mehr dazu über, diesen Zustand abzuschaffen.

Ein Schuft sei, wer Schlechtes dabei denkt! Natürlich völlig uneigennützig seitens der Hersteller!

Standard ist mittlerweile viel mehr, dass alle 2-3 Jahre ein neues Gerät gekauft werden soll. Unterstützt wird dies dadurch, dass man die Geräte nur noch schwer öffnen/zerlegen und Teile austauschen kann. Und so sind zB. Akkus verlötet.

Wenn also nach 3 Jahren der Akku schlapp macht, und es ein heiden Geld kostet, den in einer Fachwerkstatt austauschen zu lassen, dann kommt meist der Satz zum Tragen …. „das rentiert sich nicht mehr“.

Aber man stelle sich vor, ein Smartphone würde 10 Jahre halten. Die Gewinne der Hersteller würden doch ins Bodenlose sinken.
Gar nicht zu reden von den Dividenden der Aktionäre.
Und wenn man sich jetzt mal kurz ins Gedächtnis ruft, dass das neue iPhoneX schlappe 1.000€ kostet (in der Herstellung allerdings nicht mal 500€), dann empfinde ich es als Frechheit, wenn schon in der Herstellung auf Kurzlebigkeit getrimmt wird.

Es ist eben, wie überall. Es wird nicht auf Langlebigkeit produziert, auf Umweltverträglichkeit oder gar in der Hinsicht, dass auch der Arbeiter in der Fabrik oder dort wo die Rohstoffe gewonnen werden, gleichberechtigt etwas davon hat.

Sondern es wird daraufhin produziert, dass die Gewinnmargen passen.

Das geht solange, bis die Masse der Konsumenten selbst gravierende Nachteile daraus hat. Etwa deswegen, weil sich nach und nach die Rohstoffe erschöpfen, wegen der immensen Mengen an Geräten, die im Laufe der Jahrzehnte produziert wurden; und der horrenden Preise, die sich dann einstellen (Angebot und Nachfrage).

Die heutigen Hersteller haben bis dahin den maximalen Gewinn, der möglich war, daraus gezogen. Mit nur geringer Rücksicht auf Verluste.

Wenn man ehrlich ist, gilt das für sehr viele Branchen. Ob jetzt für Autos, Lebensmittel oder Möbel (oder was auch immer).

Die einzige Alternative, die ich sehe, ist die, dass der Gesetzgeber Riegel vorschiebt. Ganz im Sinne künftiger Generationen. Ob dies allerdings geschehen wird, hinsichtlich der Fokusierung der Parteien, darauf, die nächste Wahl zu gewinnen, muss man sehen.

Akzeptiert würde derlei, zB ein Aufschlag von 100% auf Smartphone-Preise, wohl am Ehesten dann, wenn die Menschen am eigenen Leib erfahren, was die Stunde geschlagen hat hinsichtlich des rücksichtslosen Raubbaus an allem, was dieser Planet bietet (zB Auswirkungen des Klimawandels). Denn die Verschwendung auf diesem Planeten, in ihren manigfaltigen Versionen, ist verrückt, und arbeitet unbeirrt auf EIN Ziel hin …. die Unbewohnbarkeit.

Maschine unkaputtbar

Maschine unkaputtbar, das sollte zuallererst für den Planeten gelten. Dies würde voraussetzen, dass man sehr vorsichtig mit den Ressourcen umgeht.

Und dazu müsste erst einmal ein Sinn dafür geschaffen werden, wie wertvoll das alles ist, was wir aus den Ressourcen gewinnen können.
Aber wie kann etwas wertvoll sein, das (fast) nichts kostet (in Relation zu dem, was viele Menschen an Geld zur Verfügung haben).

Also wäre es an der Zeit, den Dingen den richtigen Wert zuzumessen. ZB auch dadurch, dass jeder Hersteller zu 100% für ALLE Kosten aufzukommen hat, die direkt oder indirekt mit seinem Produkt zu tun haben.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Freu mich echt über jede Nachricht !!!