Danke für die Einladung

Als Erstes möchte ich mich bei Dampfbloque dafür bedanken, dass er meiner gedacht hat.
Genauer gesagt wurde ich dazu eingeladen mich bei diesem „Wettbewerb“ zu beteiligen.
Heißt sich Liebster Award (was immer das heißt).

Normalerweise mache ich bei solchen Sachen nicht mit. Zumindest wenn es etwas ist, wo man auf’s Smartphone einen Text bekommt, den man an X Leute weiterschicken soll, und wenn man das nicht tut, dann werde man kein Glück erfahren.
Bei solchen Sachen bin ich dann immer außen vor, weil ich immer noch selbst entscheide, was ich tun will, und was nicht.

Aber HIER ist das anders. Es geht um vernünftige Fragen, es geht darum, dass man höflich dazu eingeladen wird, mitzumachen. Und allein die Fragen zeigen, dass das Ganze Niveau hat.
Also mache ich gerne mit. AUCH deswegen, weil ich ja nicht muss, jedoch gerne möchte.

Zuerst möchte ich auf die Fragen eingehen. Einfach das schreiben, was mir spontan dazu einfällt. Alles andere, also wen ICH einlade, meine Fragen, und die Regeln, die kommen dann hinterher.

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  1. Warum bloggst du?
    Eine Frage, die ich mir schon oft gestellt habe, und die gar nicht so leicht zu beantworten ist.
    Ein Versuch:
    Weil ich kommunizieren möchte. Weil ich mit Gleichgesinnten Meinungen austauschen möchte. Weil ich ein soziales Wesen bin. Weil ich Single bin, und das Bloggen einer der Kanäle ist, auf denen man zu Menschen Kontakt aufbauen kann. Und nicht zuletzt, weil ich meine etwas zu sagen zu haben, in verschiedensten Bereichen, und das WAS ich zu sagen habe, ev. anderen helfen kann, und womöglich sogar etwas davon bleibt, wenn ich dann mal nicht mehr sein sollte.
  2. Was ist für dich beim Bloggen die größte Herausforderung?
    Zum einen, das was ich sagen möchte, verständlich rüberzubringen, und zum anderen, mich möglichst kurz zu fassen.
  3. Welche Ansprüche stellst du an andere Blogs?
    Eig nur 3: Zum einen muss mich das interessieren, was da geschrieben steht, zum anderen vernünftig und menschlich formuliert sein und darüber hinaus der Blogger andere Meinungen zulassen.
  4. Welche Ansprüche stellst du an Menschen?
    Ein Mensch muss mir sympathisch sein. Das hat für mich nichts mit dem Aussehen zu tun, sondern nur damit, dass ich so akzeptiert werde, wie ich bin, meine Meinungen gelten gelassen werden, und meine Freiheit nicht beschnitten wird. Das alles innerhalb gewisser Grenzen.
    Ich stelle also an meine Gegenüber den Anspruch, mir dies zuzugestehen.
  5. Zur richtigen Zeit geboren?
    Ich wäre gerne ein paar Jahre früher auf die Welt gekommen. So etwa 1955 und nicht erst 1961. Dann hätte ich die Zeit des Wandels/Aufbruchs mehr mitbekommen.
    Andererseits, wenn ich mir so vorstelle, mit welchen Normen die Menschen damals konfrontiert wurden, was ein paar Jahre später doch schon etwas anders war, dann bin ich mir nicht mehr so sicher.
    Früher, also Mittelalter oder was auch immer, käme für mich nicht in Frage. Die Wahrscheinlichkeit, nicht allzuviel von seinem Leben mitzubekommen, war in solchen Zeiten doch erheblich größer.
  6. Digitales Zeitalter: Fluch oder Segen?
    In meinen Augen eher ein Segen. Wobei es einige Eigenschaften eines Fluchs sicherlich an sich hat. Jedoch liegt es einzig an jedem von uns selbst, was er daraus macht, also was er zulässt.
    Ich, meinerseits, lasse das Smartphone schon manchmal links liegen, sprich es muss warten, bis es dran ist. Und wenn ich mal zuhause vergessen habe, dann liegt es dort ganz gut. Meine Nummer haben nur ausgewählte Menschen, meine Festnetznummer gar nur sehr sehr Wenige, der Adressatenkreis für meine eMails hält sich ebenso in Grenzen und für jedwede Anmeldungen im Netz verwende ich meist eine andere Adresse.
    Und ansonsten sehe ich das Positive daran. Etwa weil ich mir das Leben damit angenehmer gestalten kann oder auch, weil ich im Ernstfall jemand anrufen kann.
  7. Welcher ist/sind dein/e Lieblingsblog/s?
    Das sind diejenigen, die ich abonniert habe, und mit denen ich in Kontakt stehe.
  8. Mal angenommen, du landest auf einer einsamen aber fruchtbaren Insel.
    Es gibt kein WLAN, noch nicht mal LAN und kein Funknetz. Und zu allem Überfluss würde niemals ein Schiff vorbeikommen…was wäre schlimm daran?
    Dass ich alleine wäre, und die Menschen, die mir etwas bedeuten nicht bei mir hätte.
  9. Urlaub im Schnee oder in der Sonne?
    Sowohl als auch. Das eine schließt das andere nicht aus. Alles hat so seine Pros und Cons. Jedoch ist Urlaub für mich schon lange kein Thema mehr, weil ich es mir schlicht und ergreifend nicht leisten kann.
    Allerdings finde ich auch, dass man etwas falsch macht, wenn man das Leben so gestaltet, dass man dann Urlaub braucht.
  10. Was ist dein größtes Talent?
    Das sollen andere beurteilen
  11. Sonst noch was? Irgendwas, was du schon immer mal sagen wolltest?
    Ja. Ich möchte die Menschen, denen ich im Lauf meines Lebens ev. etwas angetan habe, um Verzeihung bitten. Sie werden das hier nicht lesen, und Geschehenes kann man nicht ungeschehen machen. Aber ich denke, auch die Absicht zählt ein wenig.Die Menschen, die mir wichtig sind, die wissen es, aber was weiß ich, wem ich sonst noch so auf die Füße getreten bin.

Wenn jemand etwas zu meinen Ausführungen sagen möchte …. bitte gerne. Damit wäre Sinn und Zweck eines solchen „Wettbewerbs“ erreicht.

Und jetzt zu den Regularien.
Als Erstes die Regeln, die da lauten, und um deren Einhaltung ich die von mir Eingeladenen (s.u.) bitte:

  1. Danke der Person, die dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse dieses Bloggers in deinem Beitrag.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den “Liebster Award”.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über diesen Beitrag , z.B. über einen Kommentar.

Als Nächstes hier einige Blogger, die ich dazu einlade, sich zu beteiligen und meine Fragen (s.u.) zu beantworten. Ich dachte, ein halbes Dutzend wäre passend. Sollte ich jemanden eingeladen haben, der dies nicht möchte, dann bitte ich um Entschuldigung, und ich habe auch keinerlei Problem damit, wenn jemand nicht mitmachen möchte.
Zudem bitte ich um Nachsicht, wenn jemand sich hier selbst in der Liste vermisst. Die Auswahl ist keine Wertung. Ich hab einfach meine Liste genommen (wie auch immer sich deren Sortierung ergibt), und die ersten 6 ausgewählt.

Flohnmobil

Der Ralf

Modepraline

Sylvia Kling

Firlefanz_IT

Das Universum

 

Und jetzt meine 11 Fragen, um deren Beantwortung ich bitte:

  1. Warum bloggst du?
  2. Kannst du dir vorstellen, alle deine Sachen zu entsorgen, die du länger als 1 Jahr nicht verwendet hast (ausgenommen persönliche Erinnerungen)?
  3. Was sind die Eigenschaften, die Menschen haben sollten, die du um dich haben möchtest?
  4. Was würdest du gerne als Lebensinhalt haben/tun, wenn du unabhängig von Geld wärst?
  5. Wenn du dein Leben nochmal leben könntest, was wär das Wichtigste, was du anders leben würdest, als du es tatsächlich getan hast?
  6. Nimm an, du hättest die Möglichkeit, 3 Dinge auf der Welt zu ändern. Was würdest du tun, um zu erreichen, dass Tod und Not auf der Welt ein Ende haben.
  7. Könntest du dir vorstellen, immer nur die Wahrheit zu sagen?
  8. Wenn du es dir tatsächlich vorstellen könntest, immer nur die Wahrheit zu sagen, warum tust du es dann nicht?
  9. Welche Sportart magst du am Liebsten?
  10. Welche Jahreszeit entspricht dir?
  11. Welche nicht mehr lebende Person würdes tu gerne treffen und welche Frage würdest du ihr stellen wollen?

SO, das wär’s. Danke für’s Mitmachen, und für deine Zeit.

Microsoft gibt sich die Ehre

Heute durfte ich mal wieder auskosten, was es bedeutet, ein Windows10-Upgrade zu machen.

Kaum hatte ich 1 1/2 Stunden gewartet (die ersten Startprozeduren mitgerechnet), schon war das Upgrade erledigt. Starke Leistung.

Wie hatte ich heut so schön gelesen: Es wäre eine Errungenschaft von MS, dass man jetzt bei einem Neuaufsetzen des Systems nicht mehr Ewigkeiten Update-Orgien herunterladen und installieren muss.
Wo da der Fortschritt liegen soll, wenn das OS immer komplett auf aktuellen Stand installiert wird, das muss mir mal jemand erklären.
Ob ich jetzt 1 1/2 Stunden Updateorgien über mich ergehen lassen muss oder Installationsprozeduren, das kommt auf’s selbe raus.

Und dann ist es ja noch so, wie sich herausgestellt hat, dass die Updates zwangsweise erfolgen. Gut man kann sie verschieben, zumindest in manchen Windows10-Varianten. Aber letztlich eben doch. Da steht man dann da, wollte so Einiges an Wichtigkeiten erledigen, und muss dann erstmal 90 Minuten warten, bis der Herr Winzigweich seine Orgien fertig gefeiert hat.

Und wie ich heute gelesen habe, wird den Nutzern der Vorversionen (Windows7, Windows8 und Windows8.1) mittlerweile Windows10 untergeschoben, in der Form, dass die Downloads im Hintergrund auf die Festplatte geschoben werden, ohne gefragt zu werden. Offenbar will man die Leute zwangsweise auf Windows10 bringen, und das Ganze dann schon mal vorbereiten.
Ich muss sagen, das finde ich eine Frechheit, wenn da so mir nichts dir nichts, einem was auf die Festplatte geschoben wird.
Ganz zu schweigen davon, dass das ja Bandbreite erfordert.

Keine Frage, Microsoft ist mit Windows10 etwas Gutes gelungen. Läuft, und das mit weitaus weniger Problemen, wie bei früheren Versionen. Vieles haben sie gut gemacht, manches sehr gut, aber an einigen Stellen haben sie nicht dazugelernt. Und da gehört sicherlich auch das Bestreben dazu, mehr oder weniger heimlich Daten „nachhause“ zu senden.

Wie gesagt, da haben die aus Redmond gute Arbeit geleistet. Ich hege nur die Befürchtung, dass da so manche Aktionen wieder als Bummerang zurückkommen.
Es wäre schön, wenn sie DIESEN Hebel nochmal umlegen könnten.

Was man so liest, hat Windows10 mittlerweile einen Marktanteil von ca. 7%. Die Vorversionen liegen noch bei etwa 50%.

Ich fahre mittlerweile 2 gleisig: Windows10 auf der einen Seite, und Linux auf der anderen Seite.
Manche Anwender kommen um Windows nicht herum (etwa die Gamer). Aber sehr viele (und da zähle ich mich dazu), haben ein begrenztes Anwendungsspektrum, dem auch Basis-Systeme absolut gerecht werden.

Und so werde ich Windows10 im Auge behalten; aber ebenso, was ich eig benötige, einfach in der Bedienung ist und günstig in der Anschaffung (inkl. Hardware).

Dazu kommt, dass es den Anschein macht, als wäre Windows eine auslaufende Generation an Betriebssystemen.
Ich habe heute ein Smartphone, auf dem ich so Einiges machen kann. Lautlos, schnell und von unterwegs.
Hardware ist nahezu kostenlos (im Handytarif mit enthalten).
Es scheint, als liefe es immer mehr darauf hinaus, dass der PC ein Nischenprodukt wird, das nur noch gelegentlich zum Einsatz kommt (wenn man dann halt mal zuhause am PC sitzt). Und wozu brauche ich dann ein großes, mächtiges Windows, das nur auf entsprechend gewaltiger Hardware läuft.

Ich kann mir vorstellen, dass es eher Richtung Tablet läuft. Kann ich unterwegs benutzen, und zuhause für die „größeren Dinge“ passt das Teil auch (also etwa eine Tabelle bearbeiten, Briefe schreiben, surfen oder einen Film anschauen oder was auch immer).

Die Sache verlagert sich immer mehr auf ein Zugangsgerät ins Internet, also ein Gerät, das Verbindung herstellt. Genauso, wie es im Büroalltag immer weniger PCs gibt, und immer mehr Clients, die Verbindung herstellen; ins hausinterne Netz und ins Internet; was oft schon dasselbe ist.

Ob MS wohl die Zeichen der Zeit verschlafen hat, und nun noch versucht, möglichst viel vom Rest zu erwischen, und auch noch auf den Zug irgendwie mit aufzuspringen?

Es grüßt,
das Smamap

Die Himbeere – ein kleiner Zwischenbericht

Nun habe ich die Frucht bereits einige Wochen am Laufen.

Läuft einwandfrei.

Das Meiste, was ich am „PC“ zu tun habe, kann ich auch auf meinem Kleinst-Rechner machen.

Wie schon berichtet, ist das Faszinierendste, das Tempo, mit dem das Teil startet.

Nun gut – wenn ich vom Tempo spreche, da muss man auch dazusagen, dass das Tempo mit dem Programme starten oder etwa Internetseiten aufgerufen werden, nicht ganz so rasant ist, wie bei einem 2 GHZ-Rechner mit 4 GB Arbeitsspeicher. Manchmal dauert es eben eine Sekunde, bis es am Bildschirm erscheint. Aber so ganz generell kann man damit relativ flott arbeiten.

Das möchte ich erst recht so festhalten, nachdem ich heute wieder mal ausgiebiger mit meinem Windows-PC zu tun hatte – namentlich mit einem Update des Windows10-Betriebssystems – noch namentlicher mit dem Upgrade von Build 10576 auf Build 10886 (wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe). Das Ganze dauerte sage und schreibe 1 Std. und 15 Minuten.

Dann musste ich noch 3x neu starten, weil ich noch was nachsehen musste, bzw. dann auch noch was vergessen hatte.

Und wenn man das alles wieder mal erlebt hat, dann ist es absolut erholsam, wenn ein Betriebssystem beim hochfahren nach 15 Sek. am Bildschirm steht, und nicht Ewigkeiten braucht. Noch erholsamer ist es, wenn es lautlos zugeht. Und von stundenlangen Updates will ich gar nicht erst reden.

Womit ich am Raspberry im Moment noch ein wenig am Kämpfen bin, ist, meinen Scanner zum Laufen zu bekommen. Aber das liegt vermutlich daran, dass das alte Teil von Linux nicht unterstützt wird.

Und was ich bisher auch schon 2x zustande gebracht habe, war, dass die SD-Karte nicht mehr hochlief (ich erinnere daran, dass diese die „Festplatte“ ersetzt, wie man sie vom PC kennt).
Aber kluger Mann baut vor, und hat ein Backup, sprich Image erstellt, für GENAU DIESE Fälle. Es sei dazu gesagt, dass das unter Windows auch nicht anders ist, weil wenn man Windows mal wieder abgeschossen hat, dann ist das genau dasselbe Thema. Da greift dann allzuoft der Spruch, den ich in meiner aktiven Zeit immer auf den Lippen hatte: „Eine Sicherung braucht man immer dann, wenn man keine hat“.

Und insofern habe ich mich diesmal selber widerlegt.

Es grüßt,
das Smamap

Pech gehabt – dumm gelaufen – oder was?

In letzter Zeit, so habe ich den Eindruck, werde ich nicht gerade vom Glück verfolgt.

Wie ich drauf komme? Nun, wegen dem, was sich so ereignet:

Letzte Woche ging das Paket ein, in dem sich unter anderem die bestellte Jeans befand. Es stellte sich heraus, dass die Größe des Herstellers besonders klein ausfiel. Passte also nicht. Ich ging auf die Bestellseite und bestellte dasselbe nochmal in der nächstgrößeren Ausführung. Auf der Seite hieß es, der Artikel sei lieferbar. Ich erhielt tags darauf eine Mail, mit der Nachricht, dass der Artikel ausverkauft sei.

Vor 2 Tagen war ich beim Bäcker meiner Wahl. Kaufte 4 Dinge. War in Eile. Bezahlte also und eilte von dannen.
Am Tag darauf kaufte ich exakt dasselbe erneut. Zu meiner Überraschung zahlte ich einen Euro weniger. Die Lady meinte, da habe sich ihre Kollegin wohl verrechnet.

Heute war ich einkaufen, und gönnte mir hinter noch einen Latte Macchiato mit einem Krapfen (so heißt das in Bayern :)))
Ich dachte mir, nach dieser Woche hätte ich das verdient (war so Einiges geboten, inkl. Zahnarzt).
Der Krapfen war mit 1€ ausgezeichnet. Die Lady dort hatte 3,50€ von mir kassiert.
Wie ich dann da so saß, fiel mein Blick auf die aushängende Preisliste. Dort stand der Latte mit 2,30€ ausgezeichnet. Daraus ergab sich, rein rechnerisch, dass sich die Bedienung verrechnet hatte.
Darauf angesprochen, beharrte sie darauf, dass der Krapfen 1,20€ kostet. Ich bat sie, um die Theke herumzukommen, und zeigte ihr, dass die Auszeichnung auf 1€ lautete. Daraufhin kam dann nur, dass das falsch sei, und der Krapfen tatsächlich 1,20€ kosten würde.

Nun – ich hätte sicher in allen Fällen etwas für mich bewirken können, weil einfach sch…. gelaufen, ohne dass ich etwas dafür konnte. Ich gehöre nun sicherlich nicht zu denjenigen, die solche Dinge, die auf meine „Kosten“ danebengelaufen sind, dann auszunutzen versuchen. Mich da rum zu streiten, das ist mir die Mühe nicht wert. Zumal es meist um kleine Beträge geht.
Ich versuche, derlei immer anzumerken, weil es dem Nächsten nicht genauso gehen soll.

Was mir diese Woche aber auffiel, war, dass es niemand für nötig erachtete, sich zu entschuldigen. Das allein, wäre schön gewesen; und insofern war das schon enttäuschend.

Mir fällt da immer das Erlebnis ein, das ich seinerzeit in den Staaten, in Atlanta, auf dem Flughafen hatte (das ist jetzt gute 20 Jahre her):
Ich ging da auf die Einreisekontrolle zu, meine damalige Frau mit unserem Baby voran, ich hinterher. Als ich noch ca. 2 Meter vor der gelben Linie war, forderte mich der Beamte in harschem Ton auf, gefälligst an der Wartelinie hinter mir zu warten. Ich also dorthin zurück. Ich hätte auch nichts zu entgegnen vermocht, weil ich nach den 10 Stunden Flug völlig fertig war (zudem gab es das damals in D noch nicht, mit irgendwelchen Linien, an denen man warten sollte). Als ich dann dran war, erkannte der Mann, dass die Frau und das Kind, die er eben kontrolliert hatte, und ich, zusammengehörten, also ein Paar bzw. eine Familie waren.
Es passierte etwas, was ich noch nie erlebte hatte; niemals für möglich gehalten hätte, und in D absolut undenkbar ist. Der Mann entschuldigte sich volle 2 Minuten in diversen Ausführungen bei mir, und bat mich inständig, seine Entschuldigung anzunehmen. Er habe nicht gewußt bzw. nicht geahnt, dass wir zusammengehören. Ich versicherte ihm, dass alles ok wäre, und ich selbstverständlich seine Entschuldiung annehme.

Man mag von manchen Amerikanern halten, was man will. Aber was die Höflichkeit angeht, so werde ich dieses Erlebnis niemals vergessen.
Und ich würde mir wünschen, Dergleichen in D auch manchmal anzutreffen. Zumindest ansatzweise.

Schönes Wochenende … es grüßt,
das Smamap

Faszinierende Unheimlichkeit

Es war stockdunkel.

So dunkel, wie es nur sein konnte.

Quasi schwarzer Adler auf schwarzem Grund.

Nur die Lampe vor ihm spendete etwas Licht. So konnte er zumindest das erkennen, was da auf dem Blatt in der Mappe stand. Aber er wußte ohnehin, was sie da alles aufgeschrieben hatten. Er hatte es schließlich oft genug gelesen und gemacht.

Die Zeit zog sich unendlich hin. Unwillkürlich dachte er an Albert.
Der hatte sie ja gelehrt, dass Zeit etwas Relatives ist.

Und dann, nach einer schier endlosen Zeit, da sah er einen dünnen Lichtstrahl auf sich zukommen.
Zuerst nur eine dünne Sichel, dann immer breiter und immer heller.

Und dann ging sie auf. Die Sonne. Er hatte nie in seinem Leben etwas Faszinierenderes gesehen. Und je länger er es betrachtete, wie die Scheibe sich immer mehr vervollständigte, bekam das Ganze auch etwas Unheimliches. Eine strahlende Scheibe an Faszination hing da, umgeben von völliger Schwärze, in einem drohenden Nichts. Gerade so, als würde es demnächst von dieser unendlichen Schwärze verschlungen.

Er hatte es immer schon so empfunden. Zwiespältig. Einerseits etwas Erhabenes, Unnachahmliches, das den Atem des Unvergänglichen ausströmte. Und andererseits auch etwas, das einem klar machte, wie nichtig man doch war.

Als dann die volle Helligkeit wieder hereinschien, da war es, im Vergleich zur vorangegangenen Schwärze, als hätte eine Explosion stattgefunden.

Es gab nur eines, was dieses Erlebnis übertraf: Dann nämlich, wenn diese wunderbare und wunderschöne blaue Kugel über dem Horizont aufging.

Der Mensch neben ihm hatte es offenbar ganz genauso empfunden, denn er sagte: Allein DAS war es wert, Niel.

Mal angenommen ……

…. und bevor jemand aufschreit ….. nur einfach mal angenommen …..

Also mal angenommen, es stellt sich heraus, dass es keinen Gott gibt (oder welches Wort auch immer wir verwenden wollen).

Was würde sich dann ändern?

Ich denke, nicht viel!

Das, was wir Zwischenmenschliches bisher gelebt hätten, würden wir auch weiterhin praktizieren können, und vermutlich auch wollen.
Unter welchem Dach das geschieht oder wie sich das nennt, das wäre letztlich egal.

Was keinen Sinn mehr hätte, wären bestimmte Glaubensinhalte. Also z.B. der Glauben an ein Leben nach dem Tod.  Oder eben der Glauben daran, dass es da ein Wesen gibt, das das Universum geschaffen hat.

Die meisten Grundsätze würden vermutlich weitergelebt. Also etwa, dass man ehrlich ist. Oder nicht ehebricht etc. etc.
Also alles das, was man als moralisch gut empfindet.

Man hätte allerdings keinen Grund mehr dafür, anderen aus Glaubensgründen den Schädel einzuschlagen. Also so etliche Kriegsgründe auf der Welt würden plötzlich wegfallen.

Und letztlich wäre der Mensch plötzlich für alles selbst verantwortlich. Er könnte sich nicht mehr darauf berufen, dass sein Glauben der Beweggrund für alles Mögliche sei.

Und der Mensch müsste sich damit auseinandersetzen, seinem Leben Sinn zu geben, und etwas zu schaffen. Etwas, das bleibt. Er könnte sich nicht mehr dahinter verstecken, dass alles in dem Ziel endet, dass da ein Leben nach dem Tod sei, wie auch immer dieses „Paradies“ in den unterschiedlichen Glaubensrichtungen aussieht.

Und sicherlich müssten sich die ganzen Kirchen, Glauben, Religionen, und was auch immer, fragen lassen, was sie all die Jahrhunderte mit den Menschen getrieben haben. Wobei es natürlich schon so wäre, dass es die Entscheidung jedes Einzelnen gewesen wäre, ob er glaubt oder nicht.

Sicherlich wäre dieser Wegfall der Religionen nicht so einfach zu verkraften, weil viele Menschen auf der Welt darin einen Lebenssinn sehen, den es dann plötzlich nicht mehr gäbe. Die möglichen Reaktionen ließen sich nicht so einfach voraussagen.
Ev. würden sich viele auch selber in die Tasche lügen wollen, um weiterhin etwas zu haben, woran sie sich festhalten können. Wer weiß das schon, was in einer solchen Situation dann passieren würde.

Wie gesagt …. mal angenommen ……

Mein „Glaube“ sieht so aus, dass ich nicht glaube. Zumindest nicht an das, was mir per Geburt verordnet wurde. Und auch nicht an eine der sonstigen Religionen, die, unter anderem Namen, das Gleiche predigen.
In meinen Augen gibt es zuviele Argumente, die dagegen sprechen. Aber das würde diesen Beitrag hier sprengen.

Jedenfalls sollte sich, so meine ich, jeder mal mit dem Gedanken auseinandersetzen, was dann wäre, wenn die Annahme zuträfe. Denn die verschiedenen Religionen haben alle einen Knackpunkt: Sie geben per Definition vor, dass es so ist, wie sie sagen. Einen Beleg, dass es tatsächlich so ist, wie sie vorgeben, bleiben sie alle durch die Bank schuldig. Dem damit zu begegnen, dass sie vorgeben, „Glaube“ brauchen keinen Beleg, ist zwar eine Möglichkeit, die allerdings nichts damit zu tun hat, ob all das real ist, was vorgegeben wird.

Und so gibt es, zumindest für mich, noch den „Glauben“, der da sagt, dass es keinen „Gott“ gibt. Wobei das für mich kein „Glauben“ ist, sondern eine Annahme, die durch ziemlich viele Argumente gestützt wird.

Was meint ihr dazu?

Es grüßt,
das Smamap

Die Unehrlichkeit der Politik(er)

Um Eines gleich vorauszuschicken: Ich gehöre zu denjenigen, die der Ansicht sind, dass allen Flüchtlingen, die vor Krieg fliehen, geholfen werden muss. Ohne Wenn und Aber.

Nicht nur, weil wir das Asylrecht haben, sondern schlicht und ergreifend, weil es ein Gebot der Menschlichkeit ist, Menschen in Not zu helfen. Wenn wir das nicht mehr tun, haben wir unsere Menschlichkeit verwirkt.

Nun ist es Tatsache, dass unser Land nicht alle Menschen aufnehmen kann, die aufgenommen werden wollen. Und es ist ebenso Tatsache, dass unsere Gesellschaft das auch nicht aushalten würde.
Ich möchte bzgl. Letzterem nicht dumpfe Ängste in Feld führen, sondern die einfachen Überlegungen, dass Kapazitäten begrenzt sind und dass Menschen überfordert sind, wenn zu viel Fremdes auf sie zukommt. Letzteres hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern einfach damit, dass der Mensch eine Spezies ist, die sich sicher fühlen will. Und genauso wie er sich in völlig neuer Umgebung sehr unwohl fühlt, kommt er auch nicht damit klar, wenn zuviel Neues und Ungewohntes auf ihn einströmt. Der Mensch braucht gefühlte Sicherheit, die ihm verlorengeht, wenn sich zu Vieles ändert. Das scheint mir ein Urinstinkt aus den Urzeiten des Menschen.

All das Gesagte führt dazu, dass es weder hilft, zu sagen „Wir schaffen das“, und damit Tür und Tor aufzuhalten, genauso wenig wie es hilft, sich abzuschotten. Das eine führt zu mehr Veränderung als die Menschen das für gut empfinden, das andere widerspricht dem menschlichen Instinkt, zu helfen.

Darauf Rücksicht nehmend, wäre es meines Erachtens wesentlich ehrlicher, zumindest gegenüber dem, was den Menschen ausmacht, eine Zahl an Flüchtlingen festzulegen, die aufgenommen werden wird.
Zugegeben, damit kann man nicht in dem Maße helfen, wie man dies gerne wollte. Aber es trägt dem Rechnung, was der Mensch vermag.

Und er vermag es eben NICHT, alles zu bewältigen, was immer da kommen möge. Zu sagen „Wir schaffen das“, öffnet Tür und Tor, und zwar ohne jegliche Begrenzung.

Ich war zu Beginn sehr FÜR diesen Ansatz, muss aber mittlerweile eingestehen, dass er zu sehr theoretisch ist, und auf Befindlichkeiten keine Rücksicht nimmt (höchstens auf die Befindlichkeit der Verfasserin).

Ich stelle mir vor, ein urzeitlicher Mensch wird damit konfrontiert, dass in seiner Umgebung neue und fremde Menschen sich ansiedeln. Er wird diese zunächst vorsichtig beäugen, und versuchen, sie als neue Nachbarn zu sehen, und auch erste Kontakte herstellen. Möglicherweise können diese Fremden ihm ja auch etwas geben, was für ihn von Nutzen wäre.
Aber wenn die Zahl der Neuankömmlinge zu groß wird, dann wird sich unser urzeitlicher Mensch, anfangen, bedroht zu fühlen.

Und insofern hat unsere Bundeskanzlerin die Rechnung ohne ihre Bevölkerung gemacht.

JA, wir müssen helfen. Keine Frage. AUCH deswegen, weil wir an der jetzigen Situation in Syrien und den umliegenden Ländern, in denen Krieg geführt wird, ein gehöriges Maß an Mitschuld tragen.
Ich rede nicht davon, dass all diese Kriege mit Waffen geführt werden, die AUCH wir geliefert haben. Ich rede nicht von den Lebensumständen der Menschen dort, die AUCH wir mitverursacht haben.
Ich rede davon, all diejenigen, die dort Einfluss nehmen können, dafür sorgen können, dass diese Kriege von jetzt auf dann enden. Spätestens dann, wenn den Kriegführenden die Waffen und das Geld ausgehen.

Dass diese Kriege dort, auch nach Jahren, noch andauern, liegt NICHT an den dortigen Menschen, so sehr und so einfach es für Manche hier ist, ins Feld zu führen, dass die doch selber schuld sind. Das Ganze lässt sich zurückführen auf Kriege, die in die dortigen Länder gebracht wurden, von Großmächten. Es lässt sich zurückführen auf gravierende Einflussnahmen in dortigen Ländern in den letzten 100 Jahren (Ein Gadaffi, ein Hussein, ein Assad kamen nicht, weil es die Bevölkerung so wollte). Es lässt sich zurückführen auf Kolonialmächte, und es lässt sich nicht zuletzt auch zurückführen auf unseren Wohlstand (die Lebensumstände und die Armut auf der heutigen Welt hat ganz entschieden etwas mit unserem Wohlstand zu tun; als Bsp. mag dienen, dass die großflächigen Brände in Indonesien, die aktuell nicht mehr gelöscht werden können, auf den Hunger unserer westlichen Gesellschaften nach Palmölplantagen zurückzuführen sind …. Palmöl, das in unseren billigen Lebensmitteln landet und in unseren Benzintanks; und so gibt es vielfältige Interessen unserer Gesellschaften, Länder und Konzerne, die in ALLEN Fällen zulasten der dortigen Bevölkerungen gingen und gehen).

Ich will damit sagen, dass wir nicht nur helfen müssen, aus menschlichen Erwägungen heraus, sondern auch aus Gründen einer Verantwortung oder auch Schuld, die wir auf uns geladen haben haben. Und zwar nicht nur helfen HIER bei uns, sondern erst recht DORT vor Ort. Und nochmal gesagt: Die Kriege dort könnten relativ schnell beendet werden, wenn die Politiker dieser Welt endlich ihre eigennützigen Interessen hintenan stellen würden.
Dass dort immer noch Krieg geführt wird, liegt nicht zuletzt an uns.

Aber zurück nach Deutschland.
Die Möglichkeiten hier sind begrenzt, aus den obigen Erwägungen heraus.
Und so wäre es ein Akt der Ehrlichkeit, zu sagen, wieviele wir aufnehmen KÖNNEN. Es wäre ehrlich gegenüber sich selbst (was die Politiker angeht), es wäre ehrlich gegenüber der Bevölkerung, und brächte dieser nicht zuletzt auch eine gewisse Beruhigung, es wäre ehrlich gegenüber den Flüchtlingen, die sich auf den Weg machen wollen, und es wäre nicht zuletzt auch ehrlich gegenüber den anderen Ländern in Europa.
Denn solange Deutschland alle Flüchtlinge aufnimmt („Wir schaffen das“), solange lehnen sich viel zu viele zurück, und sagen …. die schaffen das schon.

JA, es brächte ab dieser festgelegten Grenze der Aufnahme einen gewissen Bruch mit unseren Werten mit sich. Aber eben ein Bruch, der keine Verleugnung darstellt, sondern nur ein Akzeptieren der Möglichkeiten.

Das, was ich aktuell sehe, ist, dass unsere Politiker anfangen, ihr eigenes Bild in der Öffentlichkeit zu formen, um nur ja an nichts schuld zu sein, und sich in Position zu bringen, für die nächsten Wahlen.

Und das ist, in meinen Augen, an Unehrlichkeit nicht mehr zu übertreffen. Dabei bleibt die Menschlichkeit mit Sicherheit auf der Strecke. Der Anfang ist mit Transitzonen gemacht.

Ehrlich wäre es, die Dinge beim Namen zu nennen, zu sagen, was Sache ist, zu sagen, wo die Grenzen sind, und die Dinge an der Wurzel zu packen, und nicht an Symptonen herumzudoktern und Parteipolitik zu betreiben.

MEINE MEINUNG !!!

Es grüßt,
das Smamap

Der 1. November

Wollte eig einen Beitrag zum heutigen Feiertag schreiben, dem Tag, an dem man der Toten und der Heiligen gedenkt. Hab eben gelesen, dass es ursprünglich darum ging, an einem Tag „aller Heiligen“ gedenken, da es im Lauf der Zeit, sprich der Jahrhunderte, infolge der zunehmenden Zahl der Heiligen, nicht mehr möglich war, dass jeder Heiliger einen Gedenktag erhielt.

Ich hab während meiner Erziehung gelernt, dass man an diesem Tag der Toten gedenkt. Ich hab mir irgendwann mal die Frage gestellt, warum ich einen bestimmten Tag dazu verwenden soll, der Toten zu gedenken? Ich könnte das doch an jedem beliebigen Tag tun, bzw., so wie ich das immer gehandhabt habe, zu verschiedenen Zeiten während des Jahres meiner Vorfahren gedenken. Dazu bräuchte ich dann auch keinen speziellen Tag, müsste nicht  á la Prozession, zusammen mit Hunderten anderer, auf den Friedhof pilgern. Wäre auch nicht genötigt, die Umsätze der Blumengeschäfte etc. etc. anzukurbeln.

Ich könnte DANN meiner Vorfahren gedenken, wann MIR DANACH IST. Also z.B. am Todestag des jeweiligen Menschen.

Und so ist der heutige 1. November für mich ein Tag, an dem ich etwas später aufgestanden bin, ausgiebig gefrühstückt habe, dann meine Wäsche aufgehängt habe, und anschließend bei mir hinter dem Haus in der Sonne gesessen bin.

Und wie ich da so saß, dachte ich an meinen Vater, meine Großeltern, und überhaupt an die Menschen, durch die ich geworden bin, und ohne die ich nicht das wäre, was ich heute bin. Also an all die Menschen, die heute nicht mehr sind, und durch die ich in der Hauptsache Zuneigung und Liebe erhalten habe.
Und wie gesagt …. um das hin zu bekommen, brauche ich nicht einen extra Feiertag.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

Es grüßt,
das Smamap.

Strahlemann & Söhne

Nachdem ich heute alle Erledigungen hinter mich gebracht hatte, wollte ich bei dem strahlenden Sonnenschein unbedingt noch irgendwo im Freien einen Cappuccino haben.

Also dann vorhin noch zum Cafe und Sonne pur genossen (ev. zum letzten Mal in dieser Form in diesem Jahr; wer weiß).

Es ist immer wieder erheiternd, welche Dinge man dabei beobachtet/erlebt:

Da ist die Autofahrerin, die eben mal in die Postagentur muss, und dazu vor der Einfahrt der Metzgerei parkt, und sich dann fürchterlich aufregt, weil sie, auf dem Weg zur Post, angehupt wird, weil der Lieferwagen der Metzgerei just in dem Moment in die Einfahrt muss.

Oder die Madame, die vor dem Cafe sitzt, und sich darüber aufregt, als die Markise ein Stück ausgefahren wird, damit die Gäste von der Sonne nicht so geblendet werden. Sie bräuchte sich zwar nur auf einen anderen Stuhl setzen, und gut wäre, aber sie zieht es vor entrüstet das Weite zu suchen.

Dann kommt der Fahrer der strahlend roten Corvette vorbeigefahren, und fährt im Schneckentempo vorbei, damit jeder ausgiebig sein Gefährt bewundern kann. Kurz nach dem Cafe wird dann ordentlich Gas gegeben, damit der Sound auch entsprechend zur Geltung kommt.

Gar nicht zu reden, von den diversen Parkkünsten, die Manche an den Tag legen. Es hat sich immer noch nicht durchgesprochen, dass vorwärts einparken eher schwierig ist, und entsprechend lange dauert.

Inzwischen ist mein „großer“ Cappuccino gekommen. Ich zahle gleich (nämlich 2,60€, zzgl. 40 Cent Trinkgeld), und widme mich meinem Getränk.

Plötzlich sitze ich 1 m über dem Stuhl, weil der Audi-Fahrer kräftig hupen musste, um den Kumpel auf der anderen Straßenseite zu grüßen.

Der Cappuccino ist heute echt klasse. Na ja, eig wie immer.

Einen Tisch weiter nimmt einer Platz, der sieht so aus, als wäre die Nacht eher kurz gewesen. Ev. auch zu kurz, um den Alkoholabbau komplett abzuschließen.

Dann kommt die Bedienung wieder vorbei: Wie seinerzeit die weiblichen Reize vergeben wurden, hat sie offenbar 2 x „HIER“ geschrieen :)))))

Ich wundere mich noch, dass heute so viel los ist. Da sagt in dem Moment der am Nebentisch zu seiner Begleitung, dass heute „drüben“ ja Feiertag ist, und deshalb Viele zum Einkaufen kommen. Mit „drüben“ meint er die sog. „neuen Bundesländer“. Diese Einteilung nehme ich zwar verbal nicht mehr vor, aber ich weiß, was er meint, denn unterschiedliche Bundesländer haben teilweise unterschiedliche Feiertage, je nachdem von welcher Konfession die Mehrheit der Bevölkerung ist. Und Bayern ist hauptsächlich katholisch. Das stimmt zwar für Oberfranken dann wieder nicht, aber Oberfranken gehört zum Bundesland Bayern (was man in Oberfranken nicht zu laut sagen sollte :)))), und deshalb ist heute hier KEIN Feiertag. Aber eben 10 KM weiter dann schon.

In dieser Erkenntnis trinke ich den letzten Schluck Cappuccino, löffle noch den Milchschaum aus, sacke meine diversen Utensilien wieder ein, und schreite von dannen.

Ein schönes strahlendes Wochenende wünscht,
das Smamap
(welches Halloween grundsätzlich NICHT begeht)